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Dieses Thema hat 770 Antworten
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 Allgemeines
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berti


Beiträge: 18.455

02.06.2026 21:51
#766 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · Antworten

"Dallas" habe ich nie gesehen. An Cadenbachs Fähigkeit, auch jenseits von Erzählparts und verschmitzt-warmherzigen Figuren zu überzeugen, zweifele ich absolut nicht; George Kennedy in "Tod auf dem Nil" war ja auch alles andere als ein Sympathieträger.
In diesem Fall fand ich es nur auffallend, weil mir bei dieser Rolle gleich fünf (!) Sprecher einfielen, die naheliegender gewesen wären; und zwei davon (Thormann und Rode) hatten einige Jahre zuvor Einsätze auf McGoohan gehabt.
Dass der aufgrund seiner Dialoge oft gescholtene Jürgen Neu sich hier für eine eher unkonventionelle Besetzung entschied war daher erfrischend.

Mein Name ist Hase


Beiträge: 3.357

02.06.2026 22:27
#767 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · Antworten

Zitat von berti im Beitrag #766
Dass der aufgrund seiner Dialoge oft gescholtene Jürgen Neu sich hier für eine eher unkonventionelle Besetzung entschied war daher erfrischend.

Ich verstehe in gewisser Weise, dass Du das an dieser Stelle erwähnst – aber das ist ja auch wirklich was komplett Anderes. Ich finde, für sehr erfrischende oder auch einfach nur richtig gute Besetzungen hat Neu sogar sehr oft gesorgt (fällt mir immer wieder auf, da ich gerade „Lewis“ gucke, wo ich nicht nur die Stammbesetzung vorzüglich finde). Das macht seine stellenweise wirklich schauderhaften Dialoge nicht besser, aber man kann ja auch beides unabhängig voneinander betrachten. :-)

Ludo


Beiträge: 1.726

02.06.2026 22:38
#768 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · Antworten

Interessant wie unterschiedlich die Eindrücke sind, Jürgen Neu ist für mich - neben seinen qualitativ eher unbefriedigenden Dialogbüchern - auch immer einer der Regisseure gewesen, die genau wie Andreas Pollak, Thomas Danneberg oder Michael Nowka eher auf Sicht gefahren sind und nach Schema F besetzt haben.

berti


Beiträge: 18.455

03.06.2026 08:47
#769 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · Antworten

Zitat von Mein Name ist Hase im Beitrag #767
Ich verstehe in gewisser Weise, dass Du das an dieser Stelle erwähnst – aber das ist ja auch wirklich was komplett Anderes. Ich finde, für sehr erfrischende oder auch einfach nur richtig gute Besetzungen hat Neu sogar sehr oft gesorgt (fällt mir immer wieder auf, da ich gerade „Lewis“ gucke, wo ich nicht nur die Stammbesetzung vorzüglich finde). Das macht seine stellenweise wirklich schauderhaften Dialoge nicht besser, aber man kann ja auch beides unabhängig voneinander betrachten. :-)

Natürlich kann jemand, der in beiden Sparten aktiv ist, in der einen höhere Qualitäten haben als in der anderen. Wolfgang Schick oder Ivar Combrinck wurde ja auch von Mitgliedern, die deren Dialogbüchern gegenüber sehr kritisch eingestellt sind, trotzdem bescheinigt, dass diese in Sachen Besetzung oder Schauspielführung durchaus Fähigkeiten gehabt hätten.

Jacques Naurice


Beiträge: 358

10.06.2026 23:24
#770 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · Antworten

Ich finde Cadenbach generell total unterschätzt.

Für mich der treffendste Sprecher, den Herbert Lom (!) jemals hatte.

Nicht nur, weil er für Lom sogar zeigen durfte, dass er, im Kontrast zur nüchternen Erzähler-Stimme, auch komödiantisches Talent hatte.

Bei George Kennedy würde ich zwar Hans Wiegner vorziehen und Carl Raddatz ist bei mir auch irgendwie hängen geblieben, aber dann kommt Cadenbach auch recht bald, zumal Wiegner und Raddatz an sich eh die (Synchron-)Generation vorher waren.

Oliver Laurel


Beiträge: 430

03.07.2026 01:17
#771 RE: Die kuriosesten Synchronbesetzungen Zitat · Antworten

In Sergio Corbuccis Western Die rote Sonne der Rache von 1972 sind Karlheinz Brunnemanns Besetzungen so kurios, wie der deutsche Titel. Tomás Milián wird hier von Michael Chevalier gesprochen, während Christian Brückner, den Brunnemann noch in Lasst uns töten, Companeros besetzte, in einer Nebenrolle zu hören ist. Telly Savalas trifft ein ähnliches Schicksal, Martin Hirthe vertont hier die wesentlich kleinere Rolle von Eduardo Fajardo, während Savalas wiederum von Heinz Petruo gesprochen wird, der 1966 in Django von Brunnemann für Fajardo besetzt wurde. keine Ahnung, was sich Brunnemann hierbei gedacht hat, wahrscheinlich gar nichts.

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