Lasst doch mal endlich von B. Egger los. Bloß weil er scheinbar den Danneberg der letzten Jahre imitiert. (Ich hab da noch nie eine Ähnlichkeit gehört.) Und auf einen 87 jährigen hat er eh nichts verloren. Da gibt es adäquatere Stimmen, wie Condrus, Mahlich, Vollbrecht...
Und ja, Meister wird die Synnchron-Regie gemacht haben.
Klingt wirklich schräg. Mal klingt es absolut wie Danneberg, dann wieder total bemüht: auch vom Spiel her. Wenn ich mich recht erinnere, hatte Danneberg seinen Ausstieg damals damit begründet, dass er nicht mehr so gute Arbeit leisten kann. Und jetzt macht die KI richtig schlechte Arbeit.
Die KI klingt auch mehr nach dem jungen Danneberg als dem Danneberg der letzten Jahre. Das passt auf dem heutigen Hill auch überhaupt nicht bzw. klingt zu jung.
Es ist das perfekte Beispiel, wie ein Stimmenklang imitiert wird. Aber alles andere, was Schauspiel auszeichnet, bleibt komplett auf der Strecke. Das Dilemma ist, dass einigen Menschen dieser Klang der Stimme schon völlig ausreicht. Es muss nur so klingen wie XY. Alles was Danneberg ausgemacht hat, kann die KI gar nicht wiedergeben.
Finde dann auch traurig, dass ein Hill das scheinbar auch zulässt. Gerade er sollte wissen, wie wichtig der Mensch Danneberg für ihn und seinen Erfolg in Deutschland war.
Für mich klingt das vorallem unfreiwillig komisch...erinnert mich an diesen Kanal auf Instagram, der KI-Videos von Star Wars oder Harry Potter erstellt, und bspw. Robert Habeck von Qui-Gon Jinn interviewen lässt. Ich hätte das hier tatsächlich fast als Satire abgetan...
Wenn wir uns nur fünf Jahre zurückversetzen, muss man leider feststellen, dass das nicht erschreckend schlecht, sondern für die kurze Zeit, in der wir erst für solche Zwecke mit KI experimentieren, erschreckend gut ist. Objektiv natürlich noch komplett unbrauchbar und meilenweit von einem menschlichen Sprecher entfernt, von Danneberg ohnehin. Aber von dort, wo man vor einigen Jahren gestartet ist, bis zu diesem Ergebnis, ist es schon ein beachtenswerter Fortschritt. In noch einmal fünf oder zehn Jahren werden es KIs und deren Bediener problemlos schaffen, Filme und Serien in hoher, gewohnter Qualität zu synchronisieren. Ob uns das passt oder nicht.
Und von den Erben früherer Sprecher - sofern diese überhaupt rechtliche Einwände geltend machen können - wird man, wie hier, wahrscheinlich meist die Zustimmung erhalten, ggf. für etwas Geld.
Ob großer Bedarf bestehen wird, die Stimmen verstorbener Sprecher noch einmal auf diese Weise "aufleben" zu lassen, ist allerdings fraglich. Es beträfe ja nur die relativ wenigen Fälle, in denen ein Schauspieler sehr stark mit einer bestimmten Stammstimme verbunden ist, die nicht mehr verfügbar ist. Auch angedachte Hollywoodprojekte mit verstorbenen Schauspielern, die man per KI wieder "zum Leben erweckt", kämen in Betracht. Noch einmal die Kombis John Wayne und Arnold Marquis oder Paul Newman und G.G. Hoffmann? Auch hier scheint mir der Bedarf jedoch gering. Ich glaube nicht, dass das Publikum bereits verstorbene Leinwandgrößen noch einmal in KI und wieder jung sehen möchte (oder früh verstorbene Schauspieler mittels KI in alt).
Viel wichtiger ist die KI-Frage für künftige Sprechergenerationen. Für aufstrebene Hollywoodstars wird man von Anfang an eine stets und für alle Zeiten verfügbare KI-Stimme als Stammstimme etablieren oder einfach die Originalstimme des Schauspielers per KI ins Deutsche übertragen können.
Interessant finde ich, dass es rein aus tontechnischer Sicht ziemlich unbrauchbar ist. Ich bin da kein ausgewiesener Experte, aber man hört einen deutlichen Unterschied zu den anderen Stimmen und es klingt sehr digital, nach Artefakten und nicht hochauflösend. Bemerkbar auch über reines Consumer-Equipment. Für eine wertige Synchronfassung allein deswegen nicht einsetzbar.
Grauenhaft. Traurig auch, dass man dafür überhaupt dieses Einverständnis gegeben hat. Wenn man mit genug Geld vor der Nase rumwedelt, kriegt man offenbar leider alles durch. Thomas Danneberg selbst mochte zu Lebzeiten schon diese versuchte Dauer-Imitation durch die Besetzung von Bernd Egger nicht - und hätte hierzu ganz bestimmt nicht seine Einwilligung gegeben.
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass dies nur ein WM Werbefilmchen ist wo man bewusst auf den Nostalgieknopf drücken will. Im Zuge dessen und weil man die Einverständnis sauber eingeholt hat finde ich es ok auch wenn das Ergebnis bescheiden klingt. Aber das ist kein Spielfilm sondern nur ein Werbegag der Schweizer Supermarkt Kette Denner. Sollte man bei der ganzen Produktion schon auch in Betracht ziehen imho ;)
Find ich trotzdem nicht in Ordnung. Es schädigt vor allem auch Dannebergs Werk und Ruf, wenn eine KI ihn so schlecht imitiert. Dem Otto-Normal-Zuschauer wird damit ja quasi vorgegaukelt, er würde hier noch selbst sprechen und hätte diese Performance so (schlecht) abgeliefert. Das ist für mich moralisch einfach extrem fragwürdig.