Zitat von Lenny im Beitrag #8672Charles ist einfach nie gut vorbereitet. Er geht da blank in das Gespräch. So scheint es jedenfalls. ("Ich hab mal kurz zuvor Deinen Wikipedia-Eintrag überflogen"...) Sonst würden Patzer mit Namen, Jahreszahlen etc. gar nicht erst passieren.
Das finde ich auch immer etwas schade - vor allem wenn man sich vorstellt, welche Fragen man selber gestellt hätte.
Als Lehmann z.B. Lee van Cleef erwähnte, hätte ich ihn sofort auf seine Sprechrolle auf Kurt Russell in "Die Klapperschlange" angesprochen, wo Lee van Cleef ja auch dabei war. War dieser Film nicht sowieso derjenige, durch den Lehmanns Stimme einem breiten Publikum so richtig bekannt wurde?
Oder nicht zu wissen, dass Huggy Bear eine Figur aus "Starsky & Hutch" war, wäre bei etwas genauerer Vorbereitung bestimmt auch nicht passiert.
Aber andererseits ist auch richtig, dass Lehmann ein eher wortkarger Gesprächspartner ist, der nicht so viel von sich erzählen möchte oder dessen Erinnerungen nicht mehr so zahlreich vorhanden sind - von daher sicher auch keine leichte Aufgabe, so ein Interview.
Eine kleine Enttäuschung war natürlich auch, von ihm zu hören, dass er mit Kollegen wie Danneberg, Brandt oder Elsholtz zwar im Atelier immer gut zusammen gearbeitet hat, aber man sich eigentlich nie privat getroffen hat. Aber da macht man sich als "Fan" von außen sicher auch falsche Vorstellungen.
Zitat von Groove im Beitrag #8687Eine kleine Enttäuschung war natürlich auch, von ihm zu hören, dass er mit Kollegen wie Danneberg, Brandt oder Elsholtz zwar im Atelier immer gut zusammen gearbeitet hat, aber man sich eigentlich nie privat getroffen hat.
Hat mich auch überrascht. Da aber wohl schon lange kaum noch geXt wird, sind die Sprecher wohl eher Einzelkämpfer(?)
Das Interview mit Petra Barthel habe ich als angenehm empfunden. Einspieler gabs nur wenige und zumindest in dieser Folge lässt Rettinghaus sein Gegenüber eigentlich fast immer aussprechen. Einzig die erneute Aussage "Auf Wikipedia nachgeschaut" finde ich irgendwie schludrig (wobei immer noch besser als z.B. "ChatGPT gefragt"), da wäre es mMn besser, eine vagere Ausdrucksweise wie "Ich hab mal nachgeschaut" zu nutzen. Ist aber letztlich ein kleines Detail und nicht weiter wichtig.
Ich hatte bereits von Beginn an die Vermutung, dass es davon keine Videoversion geben wird, am Ende wird dies mit einem Statement nochmal bekräftigt. Oder höchstens eine, die eine Stunde lang nur den Host zeigt, vielleicht aus unterschiedlichen Perspektiven
Vielleicht wurde der Artikel hier schonmal gepostet, aber ich teile ihn dennoch. 1985 erschien in der "Welt" ein kurzer Bericht zum 80. Geburtstag von Curt Ackermann (6. April 1985, Nr. 81, S. 29).
Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden! Curt Ackermann.png
Zitat von Begas im Beitrag #8693Vielleicht wurde der Artikel hier schonmal gepostet, aber ich teile ihn dennoch. 1985 erschien in der "Welt" ein kurzer Bericht zum 80. Geburtstag von Curt Ackermann (6. April 1985, Nr. 81, S. 29).
Zitat Ackermann 1985, ob er nochmal synchronisieren würde: „Um Himmels Willen, nein. Das geht mir heute viel zu hektisch zu.“
Zitat von Begas im Beitrag #8693Vielleicht wurde der Artikel hier schonmal gepostet, aber ich teile ihn dennoch. 1985 erschien in der "Welt" ein kurzer Bericht zum 80. Geburtstag von Curt Ackermann (6. April 1985, Nr. 81, S. 29).
Danke für diesen Fund! Jetzt wissen wir, woher Thomas Bräutigam bei der Erstauflage seines Buches die Formulierung hatte, Ackermann habe "die witzigen Dialogen von ´Frühstück bei Tiffany´ und ´Ein Hauch von Nerz´" geschrieben. Trotz der Kürze ein interessanter Text! Zu einer Zeit, als ältere Filme im Fernsehen viel präsenter waren, dürfte die Präsenz seiner Stimme beim Publikum noch stark vorhanden gewesen sein, auch nachdem er längst nicht mehr aktiv war. Überraschend fand ich allerdings die Aussage, dass er ein Jahr zuvor (also 1984) noch einmal synchronisiert habe. Bisher hieß es immer, seine letzte Rolle sei der Gandalf in der Zeichentrick-Version von "Der Herr der Ringe" gewesen, die 1979 in die Kinos kam. Jedenfalls erklärt der Hinweis auf sein Pendeln zwischen In- und Ausland, warum seine Rollen im Laufe der Jahre immer weniger (und oft auch kleiner) wurden und er schließlich ganz weg vom Fenster war. Zuvor hatte ich eher an gesundheitliche Probleme gedacht. Den Hinweis auf die starke Verbindung zu bzw. Assoziation mit Cary Grant erklärt sich natürlich dadurch, dass er in späteren Jahren dessen wichtigste Stimme war; aber sein wirklicher Stammsprecher war (wie wir wissen) höchsten bei der BSG (wenn es um damals "aktuelle" Filme ging). Ob es in angesichts dieser Verbundenheit wohl selbst wurmte, im "unsichtbaren Dritten" eine Nebenfigur zu sprechen? Dasselbe könnte man natürlich auch in Bezug auf Siegmar Schneider und "Anatomie eines Mordes" fragen.