Der Schrecken von Marks Priory (The Case of the Frightened Lady, UK 1940)
Verleih: Atlas Film GmbH, Hamburg
Deutsche Fassung: Rhythmoton, 1947
Deutscher Dialog: Charlotte Decker, Hans Harloff
Spielleitung: Heinz Klevenow
Tonkopie/Atlantik Film
Premiere:
UK: 18.06.1940
D: 01.11.1946 (OmU); 10.11.1949 (synchronisiert)
Laufzeit der DVD-Fassung: 76:32
Lord Willie Lebanon (Marius Goring) Kurt Groth
Isla Crane (Penelope Dudley-Ward) Ingeborg Intzen
Lady Lebanon (Helen Haye) Maria Einödshofer
Dr. Lester Charles Amersham (Felix Aylmer) Wilhelm Kürten
Chief Inspector William Tanner (George Merritt) Rudolf Fenner
Police Sergeant Charlie Totty (Ronald Shiner) Heinz Petersen
Richard Ferraby (Patrick Barr) Fritz Schröder-Jahn
Gilder (Roy Emerton) Gertheinz Böning
Brooks (George Hayes) Heinz Freundt
Arthur Studd (John Warwick) Reinhold Nietschmann
nicht creditiert:
Calvert, der Butler (Gordon Begg) ?
Mrs. Tilling (Mavis Clair) ?
Mädchen beim Tanz (Dorothy Dewhurst) ?
Polizeiinspektor (Vincent Holman) ?
Vikar beim Tanz (Roddy Hughes) ?
P.C. bei Tanners Vortrag (Jack Mandeville) ?
Jackson, das Hausmädchen (Elizabeth Scott) ?
Jim Tilling, der Wildhüter (Torin Thatcher) ?
Police Constable (Robert Brooks Turner) ?
Gerade bei Pidax erschienen. Wunderbare, sehr stimmungsvolle und vor allem werkgetreue Verfilmung des Romans bzw. des Theaterstücks, etwas statisch zwar, aber ausgezeichnet besetzt und gespielt. Die deutsche Originalsynchronisation ist sehr leise und etwas dumpf, bleibt aber dann bei bis zum Anschlag aufgedrehter Lautstärke anhörbar. Erfrischend sind die natürlichen Dialoge, und teilweise wird es auch etwas flapsig (speziell bei Tanner und Totty), aber nie unpassend. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als zwischendurch Musik von Georges Auric aus "Traum ohne Ende"/"Dead of Night" zu hören war, aber dann fiel mir wieder ein, daß der ja um dieselbe Zeit bei der Rhythmoton bearbeitet wurde.
Die DVD-VÖ spaltet mich. Ein schrecklich zerkratzter, unscharfer deutscher Kinovorspann leitet den Film ein, sobald es bewegte Bilder gibt, wird es zwar nicht gut, aber deutlich besser. Anscheinend handelt es sich wieder um eine Pidaxtypische Bastelstunde, zumal auch der englische Originalton enthalten ist. Zwar ist es schön, dadurch die Angaben zur deutschen Synchronisation zu erhalten (außer Fenner, der unverkennbar wie immer ist, hätte ich hier niemanden erkannt), aber dafür hätte man den deutschen Vorspann auch ins Bonusmaterial packen können, wo er hingehört, und im Hauptfilm dafür die originalen Credits. Stattdessen erschöpfen sich die Extras in einer belanglosen Bildergalerie, noch nicht einmal der Trailer ist dabei. Dennoch eine mehr als wichtige Veröffentlichung, und jeder Wallace- und Synchro-Fan sollte hier zugreifen.
Alfred Vohrer scheint diesen Film übrigens gekannt zu haben, denn auch hier spielt der Mörder Klavier und verschafft sich (hier noch über Schallplatten) ein "musikalisches" Alibi.