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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 272 mal aufgerufen
 Filme: Klassiker
Lord Peter



Beiträge: 5.236

20.06.2026 08:02
Der Schrecken von Marks Priory (UK 1940; DF: 1947) Zitat · Antworten

Der Schrecken von Marks Priory (The Case of the Frightened Lady, UK 1940)
Verleih: Atlas Film GmbH, Hamburg
Deutsche Fassung: Rhythmoton, 1947
Deutscher Dialog: Charlotte Decker, Hans Harloff
Spielleitung: Heinz Klevenow
Tonkopie/Atlantik Film

Premiere:
UK: 18.06.1940
D: 01.11.1946 (OmU); 10.11.1949 (synchronisiert)

Laufzeit der DVD-Fassung: 76:32


Lord Willie Lebanon                      (Marius Goring)                  Kurt Groth
Isla Crane (Penelope Dudley-Ward) Ingeborg Intzen
Lady Lebanon (Helen Haye) Maria Einödshofer
Dr. Lester Charles Amersham (Felix Aylmer) Wilhelm Kürten
Chief Inspector William Tanner (George Merritt) Rudolf Fenner
Police Sergeant Charlie Totty (Ronald Shiner) Heinz Petersen
Richard Ferraby (Patrick Barr) Fritz Schröder-Jahn
Gilder (Roy Emerton) Gertheinz Böning
Brooks (George Hayes) Heinz Freundt
Arthur Studd (John Warwick) Reinhold Nietschmann

nicht creditiert:
Calvert, der Butler (Gordon Begg) ?
Mrs. Tilling (Mavis Clair) ?
Mädchen beim Tanz (Dorothy Dewhurst) ?
Polizeiinspektor (Vincent Holman) ?
Vikar beim Tanz (Roddy Hughes) ?
P.C. bei Tanners Vortrag (Jack Mandeville) ?
Jackson, das Hausmädchen (Elizabeth Scott) ?
Jim Tilling, der Wildhüter (Torin Thatcher) ?
Police Constable (Robert Brooks Turner) ?

Gerade bei Pidax erschienen. Wunderbare, sehr stimmungsvolle und vor allem werkgetreue Verfilmung des Romans bzw. des Theaterstücks, etwas statisch zwar, aber ausgezeichnet besetzt und gespielt. Die deutsche Originalsynchronisation ist sehr leise und etwas dumpf, bleibt aber dann bei bis zum Anschlag aufgedrehter Lautstärke anhörbar. Erfrischend sind die natürlichen Dialoge, und teilweise wird es auch etwas flapsig (speziell bei Tanner und Totty), aber nie unpassend. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als zwischendurch Musik von Georges Auric aus "Traum ohne Ende"/"Dead of Night" zu hören war, aber dann fiel mir wieder ein, daß der ja um dieselbe Zeit bei der Rhythmoton bearbeitet wurde.

Die DVD-VÖ spaltet mich. Ein schrecklich zerkratzter, unscharfer deutscher Kinovorspann leitet den Film ein, sobald es bewegte Bilder gibt, wird es zwar nicht gut, aber deutlich besser. Anscheinend handelt es sich wieder um eine Pidaxtypische Bastelstunde, zumal auch der englische Originalton enthalten ist. Zwar ist es schön, dadurch die Angaben zur deutschen Synchronisation zu erhalten (außer Fenner, der unverkennbar wie immer ist, hätte ich hier niemanden erkannt), aber dafür hätte man den deutschen Vorspann auch ins Bonusmaterial packen können, wo er hingehört, und im Hauptfilm dafür die originalen Credits. Stattdessen erschöpfen sich die Extras in einer belanglosen Bildergalerie, noch nicht einmal der Trailer ist dabei. Dennoch eine mehr als wichtige Veröffentlichung, und jeder Wallace- und Synchro-Fan sollte hier zugreifen.

Alfred Vohrer scheint diesen Film übrigens gekannt zu haben, denn auch hier spielt der Mörder Klavier und verschafft sich (hier noch über Schallplatten) ein "musikalisches" Alibi.

berti


Beiträge: 18.448

24.06.2026 08:39
#2 RE: Der Schrecken von Marks Priory (UK 1940; DF: 1947) Zitat · Antworten

Zitat von Lord Peter im Beitrag #1
Alfred Vohrer scheint diesen Film übrigens gekannt zu haben, denn auch hier spielt der Mörder Klavier und verschafft sich (hier noch über Schallplatten) ein "musikalisches" Alibi.

GANZ streng genommen wohl eher die Drehbuchautoren, da das Klavierspiel im Film von 1963 nicht nur akustisch, sondern auch in den Dialogen sehr präsent ist (teilweise wird auch über das geplante Konzert gesprochen, auf das es sich bezieht). Daher dürfte es schon im Drehbuch gestanden haben.

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 16.192

24.06.2026 09:32
#3 RE: Der Schrecken von Marks Priory (UK 1940; DF: 1947) Zitat · Antworten

Um noch pinseliger zu sein: Man weiß nicht, welches Element von welchem Drehbuchautor stammt - durchaus möglich, dass es erst von Harald Petersson eingebracht wurde. Und da Petersson und Vohrer über Jahre hinweg schon viel zusammengearbeitet hatten, könnte es doch wieder aus der Quelle Vohrer stammen.

Eine andere mögliche Inspirationsquelle sollte hier nicht unerwähnt bleiben: Ursprünglich war Wolfgang Kieling für Clarins Rolle vorgesehen und der spielte in "Agathe, lass das Morden sein" einen wahnsinnigen Mörder und Geigenvirtuosen. Denkbar, dass man (Hurdalek? Petersson?) auf diesen recht bekannten Film anspielen wollte - denkbar, dass hier die beiden Ideen zusammen geführt wurden.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 18.448

24.06.2026 12:52
#4 RE: Der Schrecken von Marks Priory (UK 1940; DF: 1947) Zitat · Antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #3
Man weiß nicht, welches Element von welchem Drehbuchautor stammt - durchaus möglich, dass es erst von Harald Petersson eingebracht wurde. Und da Petersson und Vohrer über Jahre hinweg schon viel zusammengearbeitet hatten, könnte es doch wieder aus der Quelle Vohrer stammen.

Da das ursprüngliche von Hurdalek geschriebene Drehbuch laut einem (von dir bekanntlich wenig geschätzten) Autor stark überarbeitet wurde, wäre es durchaus möglich, dass dieses Motiv von Petersson stammte. Ob er beim Schreiben des Drehbuchs in Kontakt zu Vohrer stand, kann man natürlich heute nicht mehr sagen (es sei denn, man gräbt sich durch die Archive der Rialto).

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.585

07.07.2026 12:48
#5 RE: Der Schrecken von Marks Priory (UK 1940; DF: 1947) Zitat · Antworten

Der Film erscheint doch erst am 23.07.? Wieso haben den alle schon?

HalexD



Beiträge: 2.869

07.07.2026 13:18
#6 RE: Der Schrecken von Marks Priory (UK 1940; DF: 1947) Zitat · Antworten

Zitat von c.n.-tonfilm im Beitrag #5
Der Film erscheint doch erst am 23.07.? Wieso haben den alle schon?

Wenn man bei Pidax vorbestellt, bekommt man die DVD oder Blu-ray oft früher.

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