Den Hintergrund zum Originaltitel "Symphonie pour un massacre" hatte ich bereits kurz erläutert. Von Unsinn kann man hier nicht direkt sprechen, denn man erhoffte sich im Fahrwasser des Films „Mélodie en sous-sol“ (Lautlos wie die Nacht) aus dem gleichen Jahr einen vergleichbaren Erfolg und wählte deshalb ebenfalls einen musikalisch anmutenden Titel.
Du hattest geschrieben der Originaltitel ergibt keinen Sinn und da bin ich etwas anderer Meinung. Er ist bewusst metaphorisch und ironisch, was sich auch im heiter-verspielten Grundthema der Filmmusik widerspiegelt. Eine Symphonie steht für etwas Komponiertes, Strukturiertes, ein Massaker dagegen für Gewalt und Chaos. Diese Kombination erzeugt also schon mal einen spannenden Kontrast. Und er spielt dabei auf ein Verbrechen bzw. eine Reihe von Ereignissen an, die sich wie eine perfekt orchestrierte, aber tödliche Komposition entwickelt und unerwartet in einem Massaker endet. Übrigens: Eine klassische Symphonie hat meistens vier Sätze. Und Jabeke begeht vier Morde. So dumm finde ich den französischen Titel also gar nicht. Aber das ist Off-Topic. ;-) "Sieben Tote hat die Woche" macht zunächst nicht unbedingt Sinn. Die grammatische Konstruktion hält sich jedoch absichtlich an der eines bekannten Satzes (Sieben Tage hat die Woche), dessen Inhalt ins Makabre gedreht wird. Es ist somit ein zugespitzter, schwarzhumoriger Verleihtitel nach dem Motto, hier muss jeden Tag jemand "den Löffel abgeben". Etwas übers Ziel hinaus, aber schließlich musste man die Leute auch irgendwie ins Kino locken. „Symphonie pour un massacre“ ist aus den genannten Gründen stimmiger und eleganter.