Kino: 30.9. 1949 (eventuell noch OmU) Risle Film, München Dialog: Kurt Hinz, Isolde Lange-Frohloff Regie: Hans Grimm
DFF: 13.3. 1971 DEFA-Studio für Synchronisation, Berlin Dialog: Wolfgang Woizick Regie: Christel Rudolph Schnitt: Gerda Marczinkowski Ton: Hans-Jürgen Steingräber, Fritz Klenke
Aimable Castanier Raimu Otto Wernicke Hans- Hardt-Hardtloff Aurelie Castanier Ginette Leclerq ? Renate Rennhack Marquis Castan Fernand Charpin Walter Holten Joachim Tomaschwesky Pfarrer Robert Vattier ? Egon Geissler Antonin Charles Blavette Wolf Trutz? *** Horst Kempe Lehrer Robert Bassac Arno Assmann Manfred Wagner Barnabé Marcel Maupi Wolfrid Lier Siegfried Seibt Celeste Alida Rouffle ? Hilde Kneip Miette Odette Roger Edith Schultze-Westrum Marianne Wünscher Fräulein Angèle Maximillienne ? Friedel Nowack? Petugue Julien Maffre Richard Häussler Hasso Zorn Barthelemy Adrien Legros ? Esprit Jean Castan Horst Weinheimer Papet Gustave Merle Fritz Links Casimir Paul Dullac Klaus W. Krause Otto Dierichs Dominique Charles Moulin Gerhard Paul Casati ? Erik Jelde Maximilian Larsen Maepher ? Heinz Hartmann Ausrufer ? geschnitten Joachim Konrad Schäfer ? Horst Manz
* (Erst habe ich ihn für Werner Lieven gehalten, dann klang er eher nach Ernst Konstantin - beide sind es wohl nicht.) ** (Die Stimmen sind mir vertraut, wohl recht bekannte Filmschauspieler dieser Zeit.) edit: Beide nicht mehr aktuell. *** Bei einer berliner Synchro wäre ich mir sicher, aber war Trutz auch mal in München?
Laut Filmdienst.de hätte der Film „eine geschliffenere Synchronisation verdient gehabt“. Da frage ich mich manches Mal, wer hier welche Maßstäbe anlegt. Die DEFA-Fassung ist grandios geraten – allein schon die ellenlange Betrunkenenszene von Hardt-Hardtloff geht über die ganze Bandbreite von Komik bis zur ganz persönlichen Tragödie. Das Dialogbuch kann auch unmöglich gemeint sein, denn Woizick liefert seine übliche hohe Qualität. Oder bezog es sich auf die münchner Fassung? Die klingt tatsächlich etwas dünnblütig. Und der Sprecher von Moulin ist komplett daneben, in jeder Hinsicht.
Die um ca. 25 Minuten gekürzte Kinosynchronisation von 1950 von Risle Films/Ala-Film GmbH München ist jetzt in voller Länge (in 6 Einzelakten) beim Bundesarchiv abrufbar. Eine schöne Ausgrabung, die seit damals nicht mehr zu sehen gewesen sein dürfte.
Du musst im Videofenster oben rechts die drei waagerechten Striche anklicken, dann erscheint die Auswahl "Dateien", in der alle sechs Akte aufgerufen werden können.
Zitat von dlh im Beitrag #4Du musst im Videofenster oben rechts die drei waagerechten Striche anklicken, dann erscheint die Auswahl "Dateien", in der alle sechs Akte aufgerufen werden können.
Manchmal ist man wie vernagelt - Wernicke! Und irgendwie kann ich mir Assmann nicht sicher einprägen, aber jede "neue" Rolle, die ich von ihm höre, finde ich schlimmer als die vorige. Vielleicht kommst Du auch auf den Baron - ich kenne die Stimme definitiv, kann sie nur nicht unterbringen. Bei dem Film ist es ja relativ einfach, die ganzen wichtigen Rollen aufzuspüren, ohne lange zu suchen.
Bei Filmdienst wird bereits eine frühere Erstaufführung im September 1939 angegeben. Könnte es eine frühere Synchronisation geben? Der 30.9.1949 ist nur als OmU aufgeführt, wann kam dann diese Münchner Synchronfassung von 1950 ins Kino? Und was ist mit der dort gelisteten DDR Kinoaufführung vom 19.09.1952? Lief dort dann die Westfassung von 1950 oder eine frühere DEFA Synchronisation?
Eine DEFA-Kino-Synchro hat es mit fast absoluter Sicherheit nicht gegeben, denn die müsste bei der DEFA-Stiftung aufgeführt werden. Das grenzt den Zeitraum für die Erstaufführung der Westsynchro schon mal ein. Eine Altsynchro von 1939 scheint mir auch unglaubwürdig, denn die wäre wahrscheinlich bei einem 1949er Kinostart verwendet worden (es sei denn, sie war verschollen).