Zitat von berti im Beitrag #149Im deutschen Original der "Seltsamen Gräfin" etwa wird "Reddle", der Nachname der weiblichen Hauptperson (Brigitte Grothum) von sämtlichen Darstellern so ausgesprochen, als ob er "Reedle" geschrieben würde.
Wird er auch - es gab immer wieder leichte Namensänderungen (durch die Drehbuchautoren) im Laufe der Serie, wahrscheinlich weil die Originalnamen komisch geklungen hätten. Reddle klingt doch recht plump gegenüber der geänderten Variante.
Rick und Morty schauen sich ne Alien-Version von Garfield an und reden danach kurz über die Synchronstimme. Im Original geht es dabei um den ursprünglichen Garfield Voice Actor Lorenzo Music. Morty meint, dass er wie Bill Murray klänge. Das beruht darauf, dass Music Murrays Figur Peter Venkman in The Real Ghostbusters gesprochen hat.
In der deutschen Version, wo Alien-Garfield von Philipp Moog gesprochen wird geht der Dialog so:
Morty: Hey, ist das nicht Bill Murray? Klingt nämlich wie Bill Murray. Rick: Nein Morty hör doch hin. Das ist die deutsche Stimme von Orlando Bloom. Morty: Okay das ist also Orlando Bloom? Rick: Ja ziemlich sicher. Er hat auch den Typen aus Nachts im Museum gesprochen, was echt seltsam ist, weil ich dann immer diesen Elbentypen vor mir sehe, den er in Herr der Ringe gesprochen hat...
Naja … Dass er tatsächlich "deutsche Stimme" sagt, finde ich etwas unglücklich. Etwas Unverfänglicheres wie "das klingt wie Orlando Bloom" hätte da besser funktioniert, meine ich.
Finde ich schon. Lorenzo Music hätte hier keiner verstanden. Außerdem interessant, dass man hier ausgerechnet Moog besetzt hat. Zumal er in der kompletten Staffel sonst nicht zu hören ist. Ich hab das Gefühl, man wollte unbedingt einen etwas bekannteren Münchner Sprecher für eben diesen Gag holen, damit es auch auf Deutsch funktioniert.
Du nicht, denn es geht darum, dass das Original verbessert wird. Schön, wenn ein Gag aus dem Original auf originelle Weise gerettet wird oder ein gleichwertiger gefunden wird, aber ich sehe hierbei nicht eine Verbesserung, sondern eine Entsprechung.
Achtung, Spoiler für die, die den Film noch nicht gesehen haben!
Ich habe jetzt in Englisch und und in beiden deutschen Synchronfassungen geschaut und die 64er Synchro hat sich eine Freiheit rausgenommen, die ich ausdrücklich begrüße:
Als Mrs Warren ihren Sohn erschossen hat und zusammenbricht hört man im Original und in der Erstsynchro die stumme Helen das Wort "No" bzw "Nein" ausrufen. In der Neusynchro aus den 60ern hat man darauf verzichtet. Meiner Meinung nach gewinnt dadurch der Anruf bei Dr. Parry deutlich an Intensität, denn man weiß noch nicht, ob Helen es schafft, ein Wort herauszubringen.
Immerhin ist ein Schrei zu hören, es ist also offensichtlich, daß sie zumindest ihre Stimme (wenn schon nicht die Sprache) wiedergefunden hat. Würde ich auch nicht direkt eine Verbesserung nennen, nimmt der Szene nichts weg, wertet sie aber auch nicht auf. Den Anruf selbst meistert Charlotte Radspieler in der Erstsynchro auf jeden Fall eindrucksvoller als Liane Croon (kennt man die ansonsten überhaupt?) in der Neufassung.
Aber ich will die Neusynchro nicht schlecht reden, sie ist ein ähnlicher Fall wie "Der dritte Mann" - gute Arbeit, aber nötig war sie (durch Existenz der Originalsynchro) nicht.
Ist es nicht eher ein erschrockenes, lautes Einatmen in der Neusynchro. Aber schreien und Worte sprechen würde ich nicht gleichsetzen. Sie schreit ja auch vorher im Film, als sie durch Dr. Parry an ihr traumatisches Erlebnis erinnert wird.
Ich bin auf jeden Fall begeistert, dass wir dank der tollen Blu-ray von Filmjuwelen endlich beide Synchronfassungen anhören und vergleichen können.
Zitat von hitchcock im Beitrag #325Ich bin auf jeden Fall begeistert, dass wir dank der tollen Blu-ray von Filmjuwelen endlich beide Synchronfassungen anhören und vergleichen können.
Das auf jeden Fall! Nach „King Kong“ eine weitere Ruhmestat von FJ in Sachen „Erhalt und Verbreitung historischer Synchronfassungen“. Das war mir dann auch den Doppelkauf wert.