Kann mir zufällig jemand von Euch sagen, ob es sich bei dieser im Jahr 2022 mit fast 100 Jahren verstorbenen Dame in dieser Traueranzeige um die ehemalige in den 70er, 80er und frühen 90er Jahren tätige Autorin und Regisseurin Ruth Leschin (u.a. "Madita", "Ronja Räubertochter", "Mio mein Mio") handelt?
Laut einer Kollegin, die als Kind unter der Regie von Ruth Leschin gesprochen und die ich deswegen mal dazu befragt hatte, kommt das ihrer Erinnerung nach zumindest altersmäßig hin.
Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass Norbert Aping in seinem "Dick & Doof"-Buch erwähnt, dass sie bereits vor Ende des Zweiten Weltkrieges in München als Cutterin tätig war. Eine RL findet sich zumindest noch zu Beginn des Jahrtausends in Berliner Telefonbüchern. Da wäre der Weg nach Brandenburg ja nicht allzu weit...
Zitat von Tino im Beitrag #196Kann mir zufällig jemand von Euch sagen, ob es sich bei dieser im Jahr 2022 mit fast 100 Jahren verstorbenen Dame in dieser Traueranzeige um die ehemalige in den 70er, 80er und frühen 90er Jahren tätige Autorin und Regisseurin Ruth Leschin (u.a. "Madita", "Ronja Räubertochter", "Mio mein Mio") handelt?
Laut einer Kollegin, die als Kind unter der Regie von Ruth Leschin gesprochen und die ich deswegen mal dazu befragt hatte, kommt das ihrer Erinnerung nach zumindest altersmäßig hin.
Die Traueranzeige habe ich auch schon gesehen und mich das gleiche gefragt. Aber interessant, das sie nach dem zweiten Weltkreig als Cutterin tätig war. Weiß man sonst noch etwas über sie?
Man findet sie zumindest in Münchner und Berliner Telefonbüchern: 1949 in Grünwald bei München, Wörnbrunner Str. 22 und 1958 in 1 Berlin 38, Kloppstocker Str. 43.
Wäre 1923 nicht aber ein bisschen jung, wenn sie vor dem Krieg schon als Cutterin gearbeitet haben soll?
Zitat von Mein Name ist Hase im Beitrag #42Da ich neulich im Wallace-Film „Die Tote aus der Themse“ über den Schauspieler Michael Miller gestolpert und stutzig geworden bin, habe ich auch diesbezüglich mal ein bisschen recherchiert: Er ist offenbar tatsächlich mit dem Synchronregisseur und -autor identisch, wie sowohl im Edgar-Wallace-Forum als auch in Michael Radtkes Buch „Außer Kontrolle“ über Leo Kirch (S. 90) nachzulesen ist. Im Wallace-Forum findet sich ebenfalls die Info, dass er unter dem Pseudonym Dr. Renato Frustratus 1970/71 als Regisseur für verschiedene … *hust* Filme verantwortlich war (*klick*, mit Foto). Stefan hat ihn im Film „Das rote Zelt“, dessen Synchro unter Millers eigener Federführung entstand, sogar als Sprecher identifiziert – möglicherweise lassen sich da noch mehr Einsätze finden. Von 1966–1973 finden sich in der IMDb verschiedene Auftritte als Schauspieler, im Synchron war er – nach den Angaben in der SK – ab ca. 1969 tätig. Was man nur selten irgendwo liest: Ein paar Jahre lang war er mit Hannelore Elsner verheiratet (vgl. Radtke, S. 90 und Brigitte Schellmann: Who's who in German, S. 341; lt. Wikipedia war sie bis 1966 mit Gerd Vespermann verheiratet und ab 1973 mit Alf Brustellin liiert, d. h. wohl dazwischen). Zwei schöne Bilder gibt’s auch: *klick*, *klick*. Unter seiner Regie konnte man sie dann auch zweimal (1971 und 1972 – passt) im Synchron erleben. So erklärt sich möglicherweise auch Millers Ausflug nach München für „Der unsichtbare Aufstand“ im Jahre 1972 – Hannelore Elsner war ja Münchnerin. Laut Radtke (S. 90) soll er leider Anfang 1979 in seiner Schöneberger Wohnung Selbstmord begangen haben. Auf dieses Jahr fallen auch seine drei letzten dokumentierten Synchronarbeiten …
Wenn die Angaben zu seinem Freitod 1979 korrekt sind: ist mittlerweile auch bekannt, in welchem Jahr Michael Miller geboren wurde?