Bin ich der einzige der dieses ganze Gendern und non-binäre Pronomen für Schwachsinn hält? Es hört sich einfach nur bescheuert an.
Dem stimme ich zu. Ich persönlich halte diese ganze Entwicklung einfach nur für geisteskrank. Man sollte so etwas in deutschen Synchros gar keinen Raum geben. Aber na ja, wir leben ja allgemein in einer extrem kranken Zeit...
Die Hauptrolle der Serie SORT OF ist genderfluid und bevorzugt das geschlechtsneutrale Pronomen. In der deutschen Fassung wird auch hier auf Illi Anna Hegers "xier" zurückgegriffen (Buch: Jordana Bauch).
In LASS ES, LARRY! (CURB YOUR ENTHUSIASM) 11x03 "Die Minibar" (2021) griff man Wortspielen geschuldet auf dey/deren zurück:
HEAD OF HULU: "I liked it, (zeigt auf drei Executives) they liked it." LARRY DAVID: "(zeigt auf alle drei) They liked it? ... Or (zeigt auf eine ihm vermutlich maskuliner scheinende) they liked it?" HEAD OF HULU: "All three of them." HULU EXECUTIVE 1: "I'm not non-binary. I'm only a 'they' when I'm with the group of people." LARRY DAVID: "Are (zeigt auf einen ihm vermutlich femininer scheinenden) you plural?" HULU EXECUTIVE 2: "No, I'm gay."
HULU-CHEF: "Es war gut. Meiner Meinung nach und (zeigt auf drei Vorstandspersonen) deren auch." LARRY DAVID: "Also (zeigt auf alle drei) deren... oder (zeigt auf eine ihm vermutlich etwas maskuliner scheinende) deren?" HULU-CHEF: "Von allen dreien." HULU-EXECUTIVE 1: "Ich bin nicht non-binär. Ich bin nur (zeigt auf die beiden anderen) "deren", wenn ich Teil einer Gruppe bin." LARRY DAVID: "Sind Sie (zeigt auf eine ihm vermutlich femininer scheinenden) 'dey'?" HULU-EXECUTIVE 2: "Nein, ich bin gay."
(Deutsche Fasung 2022, Firma: Arena Synchron, Übersetzung+Buch: Manuel Dörr)
Ich möchte nur mal anmerken, wie toll ich es finde, dass es hier so einen Thread gibt. Gerade weil es heutzutage immer noch Leute gibt, die non-binäre Menschen entweder ihre Existenz absprechen oder sie als "geisteskrank" bezeichnen oder das ganze als "Schwachsinn" darstellen. Da bin ich froh, dass hier indirekt auf diese Menschen aufmerksam gemacht wird.
Zitat von Dennie03 im Beitrag #37Ich möchte nur mal anmerken, wie toll ich es finde, dass es hier so einen Thread gibt. Gerade weil es heutzutage immer noch Leute gibt, die non-binäre Menschen entweder ihre Existenz absprechen oder sie als "geisteskrank" bezeichnen oder das ganze als "Schwachsinn" darstellen. Da bin ich froh, dass hier indirekt auf diese Menschen aufmerksam gemacht wird.
Sehe ich auch so und gerade deutsche Synchronfassungen normalisiert auch sowas wie "xier" (was iMHO besser fließt als "they"). Immerhin verdanken wir Synchrondeutsch ja auch solche Dinge wie "das macht Sinn" die mittlerweile in den Weg in normalen Sprachgebrauch gefunden haben.
Finde es auch sehr auffällig, dass es gerade überwiegend weiße heterosexuelle, oft mittelalte, Männer sind, die mit dem Gender-Themen solche Akzeptanzprobleme haben und nicht müde werden, ihre Meinung dazu kund tun zumüssen.
Zitat von Jane im Beitrag #38Finde es auch sehr auffällig, dass es gerade überwiegend weiße heterosexuelle, oft mittelalte, Männer sind, die mit dem Gender-Themen solche Akzeptanzprobleme haben und nicht müde werden, ihre Meinung dazu kund tun zumüssen.
Diese Alterskohorte hat generell ziemlich viele "Akzeptanzprobleme", wie mir scheint. Aber das müssen wir jetzt nicht vertiefen.
Zitat von Dennie03 im Beitrag #37Ich möchte nur mal anmerken, wie toll ich es finde, dass es hier so einen Thread gibt. Gerade weil es heutzutage immer noch Leute gibt, die non-binäre Menschen entweder ihre Existenz absprechen oder sie als "geisteskrank" bezeichnen oder das ganze als "Schwachsinn" darstellen. Da bin ich froh, dass hier indirekt auf diese Menschen aufmerksam gemacht wird.
Sehe ich auch so und gerade deutsche Synchronfassungen normalisiert auch sowas wie "xier" (was iMHO besser fließt als "they"). Immerhin verdanken wir Synchrondeutsch ja auch solche Dinge wie "das macht Sinn" die mittlerweile in den Weg in normalen Sprachgebrauch gefunden haben.
"Das macht Sinn" ist leider völlig daneben und sprachlich nicht korrekt, denn Sinn "macht" sich nicht, sondern kann sich nur "ergeben". Ob diese Wendung durch das Synchrondeutsch in die Alltagssprache Einzug gehalten hat, läßt sich vermutlich so einfach nicht verifizieren. Die Synchronredakteure hätten hier eher Sorge zu tragen, das solche Dinge nicht den Weg in die Fassung finden.
Zitat Finde es auch sehr auffällig, dass es gerade überwiegend weiße heterosexuelle, oft mittelalte, Männer sind, die mit dem Gender-Themen solche Akzeptanzprobleme haben und nicht müde werden, ihre Meinung dazu kund tun zumüssen.
Ich beobachte interessanterweise, daß diejenigen, die Probleme mit jenen Menschen haben, die dem Gegendere kritisch gegenüberstehen, ihre vielgepriesene Toleranz und Meinungsfreiheit auf Sparflamme herunterdrosseln, wenn eine Meinung nicht ins Weltbild paßt. Woher wissen sie, daß sie es mit "weißen, heterosexuellen, mittelalten Männern" zu tun haben oder präziser: Wieso nehmen sie sich heraus, alle in jene Kategorie einzuordnen, wo sie doch sonst vehement dagegen sind, Menschen überhaupt zu kategorisieren?! Hier geht das dann auf einmal... :)
Inwiefern stehen diese Menschen dem Gendern kritisch gegenüber? Das Meiste was man hört grenzt eher an Polemik. "Untergang der deutschen Sprache, Sprachvergewaltigung, woker Irsinn etc." Hauptsache irgendwelche Schlagwörter rausballern. Gendern ist eine Form der Inklusion aller Geschlechter, Geschlechtsidentitäten usw. Wieso soll man also tolerant gegenüber Menschen sein, die Inklusion/Toleranz/Progressivität und in gewisser Weise auch die LGBTQIA+-Community als "Schwachsinn" oder "geisteskrank" abtun?
Wie heißt es so schön? Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit.
Immer irgendwie von irgendeinem Rand aus zu argumentieren, führt original zu gar nichts. Einfach mal ein bisschen Entspannung könnte beiderseits hilfreich sein.
Ich glaube Omskakas kritisiert bloß die Aussage, dass überwiegend weiße, mittelalte Männer ein Problem mit gendern haben. Ich weiß nicht ob es eine vertrauenswürdige Statistik für sowas gibt, aber auch ich halte das für vollkommenen Blödsinn. Wichtig ist, Menschen zu respektieren. Wenn jemand mit einem bestimmten Pronomen angesprochen werden möchte, dann halte ich es für wichtig und richtig darauf zu achten. Und wenn im Original gegendert wird, sollte das auch in der Synchronisation geschehen. Ist doch nur logisch. In eine Schublade stecken oder zu verallgemeinern ist immer tödlich.
Zitat von elcaballerooscuro im Beitrag #44Ich glaube Omskakas kritisiert bloß die Aussage, dass überwiegend weiße, mittelalte Männer ein Problem mit gendern haben. Ich weiß nicht ob es eine vertrauenswürdige Statistik für sowas gibt, aber auch ich halte das für vollkommenen Blödsinn. Wichtig ist, Menschen zu respektieren. Wenn jemand mit einem bestimmten Pronomen angesprochen werden möchte, dann halte ich es für wichtig und richtig darauf zu achten. Und wenn im Original gegendert wird, sollte das auch in der Synchronisation geschehen. Ist doch nur logisch. In eine Schublade stecken oder zu verallgemeinern ist immer tödlich.
Oh, da fühlen sich hier aber einige angesprochen. Lustig, dass ich mich gar nicht auf das Forum hier bezogen habe *lol*. Ich bin immer noch viel auf Facebook weil mein Hauptfandom dort aktiv ist, unterwegs und basiere meine Aussage und Eindruck vor allem auf die Kommentare dort zu Genderthemen an den Namen und Nutzerprofilfotos.
Und nein, "das macht Sinn" war auch nicht als postivies Beispiel gemeint. Das Forum hat ja ein gutes Thema rund um "Synchronesisch" wo sich sich noch mehr Beispiele finden.