Was nachvollziehbar besser klingt ist die Sache mit dem Text, der vollkommen in diesem System steht und alles gleich ausgespielt wird, statt zig Word-Dateien. Zumindest das habe ich dem Artikel entnommen und das klingt mehr als absolut plausibel, dass das ein riesiger Vorteil ist. Was die Aufnahmen angeht, kann ich das null beurteilen - wenn hier im Artikel gesagt wird, dass es manchen Synchronschauspielern schwer fällt in aufeinander folgenden Takes dieselbe Sprachmelodie zu finden, glaube ich betrifft das eher nur Neulinge oder seltene Gäste im Sychron - die echten Profis dürften das Problem kaum haben. Dennoch ein spannendes Thema.
Das Bande Rythmo stammt, wenn man dem user Kinofilmfan vertrauen kann, sogar aus Deutschland oder wurde früher in Deutschland benutzt (vgl. "Die ersten Synchronversuche" bei Die vergessenen Filme). Diese Technik wurde unter anderem für die erste Synchro von "Im Westen nichts Neues" benutzt, diese entstand bekanntlich beim "Studio Rythmografie", ich denke mal der Name sagt alles.
Welche Synchronstudios nutzen denn inzwischen diese Technik und machen diese Studios das dann auch flächendeckend bei allen Projekten so? Ich habe den Eindruck die Bande Rythmo Entwicklung ist hier im Forum viel zu wenig Thema, dabei beeinflusst es das Spiel der Synchronsprecher doch negativ.
Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es bei Iyuno eher um die Handyabgabe und das äußerst unansprechende Außenstudio. Iyuno gehört ja mittlerweile den Koreanern und nicht den Franzosen wie Dubbing Brothers. Dafür mag das koreanische Unternehmen wohl KI mehr.
Zitat von Gast im Beitrag #8Bande Rythmo bedeutet, einen längeren Loop von 45-60 Sekunden laufen zu lassen, wobei der Text parallel zum Bild eingeblendet wird. Die Schauspieler*innen lesen ihn weitestgehend ab. Da bleibt wenig bis kein Raum für eine schauspielerische Arbeit.
Ich weiß nicht, wo das Problem ist (korrigiert mich ruhig!)... In früheren Zeiten, bzw. in der DDR (dort auch noch, als es in der BRD nicht mehr üblich war) waren die Takes wesentlich länger, aber die Synchros waren schauspielerisch einwandfrei bzw. hat sich dieser Umstand in der Regel nicht nachteilig auf sie ausgewirkt. Ähnliches gilt offensichtlich ebenso für den Aufnahmeprozess für Hörbücher. Oder verwechsle ich da Äpfel mit Birnen?
Zitat Ein weiterer Unterschied zwischen Take-by-Take und Bande Rythmo ist das Teamwork. Während im deutschen Atelier Schauspieler*innen, Regie, Ton und Cut Hand in Hand arbeiten, wird bei Bande Rythmo auf Cutter*innen verzichtet. Somit müssen es entweder die Sprechenden selbst oder Ton und Regie mit übernehmen, darauf zu achten, ob Mundschlüsse getroffen, zu schnell oder zu laut geredet, oder die Spielhaltung richtig erfasst wurde.
Würden die Synchronsprecherinnen und -sprecher dadurch nicht mehr ausreichend Zeit haben, ihre Interpretation gemeinsam mit der Regie zu erarbeiten, oder Selbige würde dadurch weniger/kaum noch intervenieren (können)? Daraus würde sich mMn. tatsächlich ein ernsthaftes Problem für die Qualität deutscher Synchronfassungen ergeben.