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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 522 mal aufgerufen
 Darsteller
Seiten 1 | 2
Isch


Beiträge: 3.402

15.08.2009 14:00
Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Mal eine allgemeine Frage: Gibt es irgendwo eine Liste, die Auskunft darüber gibt, in welcher Stadt die Synchronschauspieler für gewöhnlich tätig sind? Ich möchte nicht unbedingt bei jedem Sprecher einzeln nachschauen, ob er jetzt Berliner, Hamburger oder Münchner ist, sondern lieber mal eine Übersicht sehen, in denen bei allen die Stadt angegeben ist, oder sie sogar nach Städten sortiert sind.
Natürlich weiß ich, dass das nie ganz fest ist, aber so grob ließe sich das doch sagen.

Wo wir schonmal dabei sind: Wieso sind eigentlich so gut wie alle Sprecher großer Hollywood-Stars Berliner? Aus diesem Grund gibt es kaum Film-Synchros aus München oder Hamburg, dort gibt es eher Serien. Wenn man sich allein mal die Referenzen-Seite der BSG ansieht, wird man feststellen, dass dort fast alle "Blockbuster" synchronisiert werden, erst in jüngerer Zeit kommen durch die Misch-Synchros der FFS auch ein Münchner Sprecher zu hören. Ich finde das sehr schade. Ich wüsste so aus dem Stehgreif keinen bekannten US-Schauspieler, dessen deutsche Feststimme ein Münchner ist (Von GGH und Arne Elsholtz sehe ich jetzt mal ab; beide lassen sich wohl wirklich nicht eindeutig als Münchner oder Berliner einsortieren).

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.842

15.08.2009 14:13
#2 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Zitat von Isch
Ich wüsste so aus dem Stehgreif keinen bekannten US-Schauspieler, dessen deutsche Feststimme ein Münchner ist (Von GGH und Arne Elsholtz sehe ich jetzt mal ab; beide lassen sich wohl wirklich nicht eindeutig als Münchner oder Berliner einsortieren).

Doch, eigentlich schon. GGH war seit ca. 1970 eindeutig Münchner, wurde nur eben oft nach Berlin geholt, gleiches gilt für Elsholtz seit ca. 1985.
Was ist mit der Kombi Eastwood-Kindler, Murphy-Kronberg, Moore-Clausnitzer, McGregor-Moog, Gibson-Wepper ...?
Es gibt eine Menge Kinosynchros aus München und das nicht erst seit letzter Zeit, spätestens in den 70ern zog München mit Berlin gleich durch die vielen Warner-, Columbia- und United-Artists-Filme, die bei der Ultra synchronisiert wurden, die FFS München hat sich dann in den 80ern etabliert und Berlin einen großen Teil der Disney-Filme abspenstig gemacht, die vorher die Domäne der Simoton (Berlin), dann der BSG waren.

Gruß
Stefan

Isch


Beiträge: 3.402

15.08.2009 14:23
#3 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Deswegen kann ich das nicht so richtig zählen: GGH, Elsholtz und Kronberg sind/waren zwar Münchner, aber die Filme wurden eben doch immer in Berlin gemacht. Wo wurden denn eigentlich die Karl-May-Filme gemacht? Lex Barker ist für mich immer noch DAS Gesicht GGHs.
Arne Elsholtz hätte ich auch mehr nach Berlin gerechnet, da er dort ja auch Synchronregie führte (U.a. "Happy Days", "Der Prinz von Bel-Air") und das mir mehr nach Ansässigkeit aussieht, als wenn einer mal schnell für 'nen Film eingeflogen wird.
Und die Disney-Synchros der FFS waren eben nie reine Münchenr Synchros, sondern immer mit großem Berlin-Aufgebot.

Moore-Clausnitzer fiel mir zugegebernmaßen auch wieder ein. Allerdings hatte Moore auch eine Berliner Feststimme - Lothar Blumhagen. In jüngerer Zeit gab es aber kaum noch Stars, die einen Münchner Festsprecher erhielten, oder?

berti


Beiträge: 15.431

15.08.2009 14:31
#4 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Die Karl-May-Filme haben natürlich alle Berliner Synchros, die vor 1970 entstanden.
Bei Elsholtz dachte ich früher auch, er wäre erst um 1990 nach München gegangen.
Bei großen Stars wie Sean Connery oder Paul Newman hat man GGH natürlich auch nach 1970 nach Berlin geholt. Gleiches gilt z. B. für Eddie Murphy, der bis 2007 IMMER Randolf Kronberg hatte.

Isch


Beiträge: 3.402

15.08.2009 14:34
#5 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

In Antwort auf:
Bei Elsholtz dachte ich früher auch, er wäre erst um 1990 nach München gegangen.

Die Regie ging noch bis weit in die 90er hinein.

In Antwort auf:
Bei großen Stars wie Sean Connery oder Paul Newman hat man GGH natürlich auch nach 1970 nach Berlin geholt. Gleiches gilt z. B. für Eddie Murphy, der bis 2007 IMMER Randolf Kronberg hatte.

Eben! Die hätte man docha uch genauso gut in München machen können.

berti


Beiträge: 15.431

15.08.2009 14:38
#6 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Der Synchronstandort eines Films ist eben auch davon abhängig, welcher Verleih ihn vertreibt. Bestimmte Firmen beauftragen eben gerne bestimmte Studios oder haben sogar mit ihnen Verträge (wie offenbar Paramount seit über 50 Jahren mit der BSG).

Pete


Beiträge: 2.799

15.08.2009 15:17
#7 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Ich denke, dass halt Berlin auch noch billiger ist wie München- Ekkehardt hat mir selbst mal erzählt, dass die Kosten in Berlin niedriger sind und deswegen mehr Aufträge dorthin gehen und das hieß es auch schon sonst hier im Forum!

Ganz vorsichtig, ohne mich in die Nesseln setzen zu wollen, gibt es ja wohl in Berlin auch mehr Sprecher und Auswahl und kann es sein, dass die im allgemeinen auf die jeweiligen Schauspieler dann auch markanter und passender sind- das weiß ich aber selbst nicht; ist nur eine Vermutung, falls es von da nicht so viele Festsprecher gibt.

Die Disney-Zeichentrick-Filme hatten bis in die 90er zumindest ihren Schwerpunkt noch allein in Berlin (bei den Spielfilmen denke ich auch, oder?)? Serien wie "Gummibärenbande" und "Darkwing Duck" ab den 80ern/ 90ern gab man aber nach München. Die Synchros von "Duck Tales", "Chip und Chap", "Arielle" und "Käpt´n Balu", die Neusynchros von alten Cartoons mit Donald Duck, Tick, Trick und Track, Micky Maus, Goofy, Daisy, Minnie, Kater Karlo etc. (also die Mehrzahl) kamen jedoch wiederum aus Berlin. Die Realserien "Teen-Angel" und "Das Geheimnis von Lost Creek" hingegen waren Münchner Bearbeitungen.

Gruß

Pete


Eine alte Originalsynchronisation hört sich so gut an bzw.
ist Musik in meinen Ohren wie eine Aufnahme der Lieder/ Schlager auf einer guten alten Schallplatte!

matthias2009


Beiträge: 458

15.08.2009 16:18
#8 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Zitat von berti
Der Synchronstandort eines Films ist eben auch davon abhängig, welcher Verleih ihn vertreibt. Bestimmte Firmen beauftragen eben gerne bestimmte Studios oder haben sogar mit ihnen Verträge (wie offenbar Paramount seit über 50 Jahren mit der BSG).


Das ist doch bis heute eine urban legend, die nicht stimmt, denn Paramount verleiht erst seit diesem Jahr (2009!) in Deutschland Filme direkt und selbständig und gibt daher auch erst seit 2009 die Synchronisationen direkt in Auftrag. Vorher wurden Paramount-Filme meist über andere Verleiher wie UPI (bzw. zuvor UIP) vertrieben. Auch im TV-Bereich nicht, wo doch die erste ENTERPRISE-Staffel noch direkt von Paramount synchronisiert wurde, denn das war bei der Bavaria Synchron in München.

berti


Beiträge: 15.431

15.08.2009 16:30
#9 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Ach so, ich hatte gedacht, es gäbe eine vertragliche Vereinbarung. Mir war nämlich aufgefallen, dass so gut wie alle Paramount-Spielfilme ab Mitte der 50er BSG-Synchros hatte. Bei den in München bearbeiteten Star Trek-Filmen hatte ich gedacht, dass man die wegen der Sprecherkontinuität ausnahmsweise dorthin gegeben hätte.

berti


Beiträge: 15.431

17.08.2009 21:38
#10 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
Es gibt eine Menge Kinosynchros aus München und das nicht erst seit letzter Zeit, spätestens in den 70ern zog München mit Berlin gleich durch die vielen Warner-, Columbia- und United-Artists-Filme, die bei der Ultra synchronisiert wurden,


Du hattest ja schonmal erwähnt, dass die Ultra nach 1973 nur noch ein Studio in München hatte.
Könnte daneben auch der Synchronsprecherstreik einen Teil zur Förderung des Münchner Standorts beigetragen haben? Offenbar sind deswegen ja einige Top-Sprecher aus Berlin weggezogen, von denen sicher die meisten ihren Standort gen Süden verlagert haben.

berti


Beiträge: 15.431

17.08.2009 21:39
#11 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Zitat von Isch
In Antwort auf:
Bei Elsholtz dachte ich früher auch, er wäre erst um 1990 nach München gegangen.

Die Regie ging noch bis weit in die 90er hinein.


Das war mir schon klar. Allerdings waren seine Regieeinsätze in Berlin nach meinem Eindruck nach 1990 nicht mehr so häufig wie vorher. Oder kommt mir das nur so vor?

berti


Beiträge: 15.431

17.08.2009 21:42
#12 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
die FFS München hat sich dann in den 80ern etabliert und Berlin einen großen Teil der Disney-Filme abspenstig gemacht, die vorher die Domäne der Simoton (Berlin), dann der BSG waren.


Bis du dir mit den 80ern sicher? Waren Synchros von Disney-Filmen nicht bis weit in die 90er hinein grundsätzlich aus Berlin?

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.842

17.08.2009 23:12
#13 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Ich meinte damit nur, dass die FFS sich in den 80ern etabliert hat. Dass die BSG noch bis 1994 (?) allein die Disney-Filme bearbeitete, war mir schon klar.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 15.431

18.08.2009 09:45
#14 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan
Ich meinte damit nur, dass die FFS sich in den 80ern etabliert hat. Dass die BSG noch bis 1994 (?) allein die Disney-Filme bearbeitete, war mir schon klar.


Dann hatte ich deine Formulierung missverstanden. Entschuldige bitte!
Würdest du denn auch sagen, dass der Städtewechsel einiger Sprecher (infolge des Streiks?) den Standort München zusätzlich gestärkt hat?


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 11.842

18.08.2009 11:04
#15 RE: Frage zu Städtezugehörigkeiten Zitat · antworten

Nein, der fand deutlich früher statt, 1965 oder 1966 wenn ich nicht irre. Der große Aufschwung Münchens kam aber erst ab Anfang der 70er, als die Ultra komplett nach München umzog und die Filme von Warner, United Artists und Columbia konsequent in München bearbeitet wurden. Dass einige aus Berlin bekannte Stimmen nun verstärkt in münchener Synchros zu hören waren, hat sich natürlich nicht negativ ausgewirkt - immerhin wurden umgekehrt in den 60ern gern mal vertraute Sprecher aus Berlin nach München oder Remagen geholt.

Gruß
Stefan

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