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Synchrondatenbank (von Arne Kaul) | Deutsche Synchronkartei | Seriensynchron - SeSyDaB | dubDB | Die vergessenen Filme || Datenschutz
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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 1.788 mal aufgerufen
 Darsteller
Lars


Beiträge: 468

14.11.2006 21:19
Werner Bruhns Zitat · antworten

Wie einigen bekannt sein dürfte, war der Schauspieler Werner Bruhns gelegentlich in Synchronstudios zu Gast. Einige wenige seiner (Synchron-)Rollen sind ja bei Arne aufgelistet.
Angeblich soll Bruhns auch mal für Marlon Brando zum Einsatz gekommen sein.
Weiß jemand, in welchen Filmen/welchem Film Werner Bruhns als Synchronsprecher für Marlon Brando in Erscheinung trat?

Gruß,

Lars

http://www.bluesmissiles.de

Aristeides


Beiträge: 1.572

15.11.2006 23:25
#2 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

In einem Nachruf - soweit ich mich erinnere im DBJB (da kann ich mich aber auch irren, da ich die Ausgabe nicht mehr besitze) - wurden eine Reihe internationaler Stars genannt, denen er die Stimme geliehen haben soll; darunter auch Brando und Peppard. Allerdings habe ich bei beiden auch nie eine konkrete Angabe gefunden, bei welchem Film das gewesen sein soll. Wahrscheinlich kann dir da allenfalls Arne weiterhelfen...

Gruß,
Ilja



Vielen Dank an alle, die mit Daten und Bildern weitergeholfen haben...
http://www.synchronsprecher.de.tf

Markus


Beiträge: 2.342

16.11.2006 09:19
#3 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten
fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

16.09.2013 21:47
#4 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Nun will ich diesen alten Thread mal aus der tiefen Erde schaufeln und mit offizieller Genehmigung von Lars zu einem meiner berühmt-berüchtigten Sprecherthreads umarbeiten...



WERNER BRUHNS

* am 10. Oktober 1928
+ am 16. Oktober 1977

Werner Bruhns war einer der populärsten Schauspieler seiner Zeit-bemerkenswerterweise gelang es ihm dabei, nie inflationär zu werden. So nahm er niemals Serien-Hauptrollen an und teilte sich sehr genau seine drei Stützpfeiler ein: Fernsehen/Kino, Theater, Synchronarbeit. In allen Metiers hätte das Publikum gerne mehr von ihm gehabt.

Der gebürtige Hamburger abiturierte am Christianeum in Hamburg und nahm von 1946 bis 48 Schauspielunterricht bei Helmuth Gmelin. Zeitgleich fing er bereits an, kleinere Bühnenrollen zu spielen. Er soll damals recht ungestüm gewesen sein und trotz Möglichkeiten dauerhafter Engagements sprang er von einer Bühne zur anderen und brach immer stets schnell die Zelte ab. Zwischen 1946 und 50 war er an sechs Theatern zu sehen. Auch später waren seine Engagements immer relativ kurz, er sträubte sich stets, Teil eines richtigen Ensembles zu sein.

1949 wurde er freier Mitarbeiter des NDWR und machte viel Hörfunk, sowohl als Radiosprecher im klassischen Sinn, als auch im Bereich Hörspiel. Zur selben Zeit begann er bereits mit Synchronarbeiten-Bruhns war einer der wenigen Schauspieler jener Zeit, der sich stets mit Begeisterung über seine Synchrontätigkeit äusserte und darüber erzählte.

Die kommenden Jahre war Bruhns in Hamburg, Bremen, Stuttgart, Oldenburg und Berlin am Theater zusehen, wo er sich einen Namen machte als Darsteller junger Helden und Liebhaber. Seine populärsten Rollen sollten der Don Karlos sein und -natürlich!- der Romeo. Laut einem alten Interview genoß er diese Zeit sehr und vermutete, er wäre recht unausstehlich gewesen. Film- und Fernsehangebote lehnte er lange Zeit ab, weil er darin keine Zukunft sah. Er bevorzugte internationale Filme-und lieber synchronisierte er diese, als in Schlager-, Heimat- und Klamottenfilmchen zu spielen.

In den frühen 60ern kehrte er dauerhaft nach Hamburg zurück (abgesehen von Gastspielen), wo er an Friedrich Schütters jungem Theater ein langes Zuhause fand. Die zwei Männer standen sich auch privat sehr nahe und obwohl nur wenige Jahre Altersunterschied bestand, nannte Bruhns Schütter "seinen väterlichen Freund". Er wäre eine Instanz gewesen, der sein Temperament zügelte, wenn es notwendig war und auch immer wieder aus gelegentlichen Tiefs holte. Konkret liegt dazu nichts nachweisbares vor, aber wenn man Zeitgenossen von Bruhns zuhört, so Heinz Reincke (mit dem er bis zu seinem Tod befreundet war), Hannelore Elsner oder Nicole Heesters, so kann man an deren Beschreibungen herauslesen, dass Bruhns vermutlich bipolare Störungen hatte und -wie auch seine Mitmenschen- ständig unter seinen Stimmungsschwankungen litt. Er soll aber beruflich stets unkomploziert gewesen sein, privat verkroch er sich manchesmal und laut Reincke war er ein etwas schwieriger Lebenspartner, da er ebenso harmoniesüchtig war wie distanziert.

1957 nahm er doch ein Filmangebot an-eine kleine Nebenrolle im Kinohit "Der Stern von Afrika". Zum nächsten Kinofilm sollte es zehn Jahre dauern-er lehnte offenbar zwei Dutzend Kinofilme ab. Allerdings fand er Gefallen an den anspruchsvollen Fernsehspielen und begann dort seine große Karriere. Nach und nach folgten auch Gastauftritte in Serien.

Er war u.a. zu sehen in "Blick zurück im Zorn" (58), "Die Caine war ihr Schicksal" (59), "Kreuze am Horizont" (60) oder "Das kleine Hofkonzert" (63)-in letzterem wurde sein Gesang 'synchronisiert'. Und zwar LIVE! Die Sänger standen im Hintergrund bei der Aufzeichnung und sangen, während die Schauspieler den Mund bewegten. Die Proben wären eine Herausforderung gewesen!
In zahlreichen Serien war Bruhns zu sehen, so in "Hafenpolizei", in der legendären "Stahlnetz"-Folge "Rehe" und in diversen Folgen vom "Kriminalmuseum" und "Die 5. Kolonne". Beides Serie, die Bruhns sehr schätzte-weil man innerhalb davon unterschiedliche Charaktere spielen konnte und nicht auf Gut/Böse fixiert wurde.
Es kamen zwei Folgen "Der Kommissar", 1969 der Kinohit "Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft", dann der Curd Jürgens-Film "Der Pfarrer von St. Pauli".
Bruhns war immer wieder in anspruchsvollen Fernsehspielen zu sehen, drehte aber auch Schund wie "Magdalena-Vom Teufel besessen" und den "Straßenfeger" '11 Uhr 20'. Er war noch in vier "Tatort"-Folgen von '74-'77 zu sehen, im Kinohit "Die Akte Odessa" und als besonderes Highlight: er wurde unter vielen deutschen Schauspielern ausgewählt, in Bertolucchis "1900" zu spielen.
Am Ende seiner etwa 40 Fernsehrollen stand der TV-Film "Flucht"-ein seinerzeit fast skandalöses Psychogramm eines Gewaltverbrechers und seiner Umgebung.
Bruhns war zweimal verheiratet und hatte drei Töchter. Nach dem Ende der zweiten Ehe wurde er depressiv. Er erschoss sich wenige Tage nach seinem 49. Geburtstag. Die deutsche Boulevardpresse überschlug sich teilweise mit Mutmaßungen über seine Motive. Es wurde sogar spekuliert, er habe sich wegen dem Tod seines Pferdes erschossen!

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

16.09.2013 22:20
#5 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Werner Bruhns im Synchronstudio

Bruhns war ein sehr gefragter Synchronsprecher, sowie Autor und Regisseur. Trotz seiner beachtlichen Arbeiten in diesem Bereich hat er sich nahezu ausschließlich in Hamburg damit beschäftigt. "Ausflüge" nach Berlin oder München gab es kaum.

In vielen Beiträgen zu ihm, online oder in alten Nachrufen bzw Berichten, wird erwähnt, er habe Marlon Brando, George Peppard und Daniel Gelin synchronisiert.
Bei Peppard sind noch einige Sprecher offen, ebenso bei Gelin. Bei Brando fehlt nur ein Film: "Candy". Entweder er hat dort Brando synchronisiert oder er war für eine Rolle vorgesehen, die er aber nicht machte-was dennoch publiziert wurde. Da er selbst in alten Interviews Peppard und Gelin erwähnte, muss es hier definitiv Arbeiten geben. Ich habe insgesamt etwa ein Dutzend alter Artikel/Nachrufe gelesen, fand aber keinen näheren Hinweis auf Brando, auch nicht von Bruhns selbst. Soweit mal zu den Rätseln, die ja den Beginn des Threads zu Lars machten...

Bruhns begann schon sehr früh mit Synchronisieren und machte das bis zu seinem Tod. Wenn auch gerade Seriensynchronisationen eine große Rolle spielten bei ihm, gehe ich dennoch davon aus, dass noch sehr viele seiner Arbeiten als Sprecher nicht erfasst sind-Synchrondatenbank und Synchronkartei sind recht überschaubar.

Bruhns' bekannteste Rolle dürfte wohl die des Joe Mannix (Mike Connors) in der Serie "Mannix" sein. In der Ur-Synchro sprach er ein paar Dutzend Folgen. Bruhns hatte viel für Connors über, wie er in einem Interview zur Serie betonte. Er lobte dessen Natürlichkeit und dass er Dinge mache, an die wenige Schauspieler denken: etwa auf das Freizeichen zu warten nach dem Abnehmen des Telefonhörers.
Seltsamerweise kam es ausserhalb der Serie nicht zu weiteren akustischen Auftritten des Duos.
Eine weitere damals erfolgreiche Serie war "Wyatt Earp greift ein", in der er Hugh o' Brian sprach. Hier gab es immerhin noch ein Treffen in "Das Geheimnis im blauen Schloß".
Bruhns war in vielen Serien zu hören, bei denen er vermutlich auch dann und wann mal am Dialogbuch oder der Synchronregie mitwirkte. So war er in vielen Folgen von "Auf der Flucht" zu hören, bei "Bonanza", in einigen Episoden von "77 Sunset Strip" und sehr häufig bei "FBI" in den Erstsynchronisationen. Unter den vielen Rollen, die er hier sprach, war auch "Scotty" James Doohan dabei.
Auch die Western-Kultserie "Rauchende Colts" verzeichnet viele seiner akustischen Auftritte, darunter waren Rollen für Michael Ansara und Warren Oates.
Western, Krimis, Thriller-Bruhns hatte die passende Stimme für diese Genres. Er klang sehr maskulin, oft abgeklärt, konnte aber von roh bis sehr emotional alle Facetten menschlicher Empfindungen abdecken. Mitunter klang er auch sehr "cool", ähnlich Michael Cramer. Wobei er keiner Sprücheklopferei bedurfte...schade, daß er nie auf Stars wie Clint Eastwood, James Coburn oder Charlton Heston ausprobiert wurde.
Aber er sprach auch für Randolph Scott zweimal, die zweite Arbeit in "Mann im Sattel" dürfte zusammen mit "Wolfsblut greift ein" 1977 zu seinen letzten Arbeiten gezählt haben.
Stephen Boyd sprach er leider nur in einer kleinen Gastrolle (Mohn ist auch eine Blume), auch für Anthony Quinn war er zu hören. Im dritten Film der "Dr. Fu Man Chu"-Reihe borgte er seinem deutschen Kollegen Peter Carsten die Stimme und sprach am Ende auch noch einen Satz für Douglas Wilmer. Das führe ich deshalb an, weil darüber im Forum schon viel diskutiert wurde.
Robert Wagner sprach er ganz wunderbar im Drama "Früchte einer Leidenschaft" und in der zweiten Staffel der Kinderserie "Catweazle" durfte er für Moray Watson richtig schön englisch sein.
Apropos englisch: in der Synchronisation von "Eine Weihnachtsgeschichte" (1951) sprach er den jungen (Patrick Macnee) und alten (Michael Hordern) Jacob Marley. Vor allem der Anfang als leidvolles Gespenst setzt sehr schön den Ton des Filmes fest.
Herausragend war seine Arbeit für "Henry V.". Für die erste richtige Synchronisation von Oliviers Shakespeare-Klassikers 1976 gelang ihm etwas Großartiges. Laut zeitgenössischen Berichten hat er trotz des üblichen Budgets sämtliche Bühnengrößen überzeugen können, in dem Film als Synchronsprecher mitzuwirken. Einige waren zwar ohnehin in Hamburg engagiert, aber dennoch war es eine Leistung-keiner bekam mehr bezahlt! Sebastian Fischer, Will Quadflieg, Heinz Reincke führten das Ensemble an. Bruihns erntete ausgesprochen viel Lob für diese herausragende Bearbeitung.

Bruhns war zudem lange Jahre für die "Sesamstrasse" als Dialogautor und -regisseur tätig, hatte auch kleinere Sprecherauftritte darin. Auch bearbeitete er zehn Folgen aus der Reihe "Columbo" in den 70ern. Hier hatte er ebenso kleinere Sprechrollen. Zu beiden Themen gibt es eigene, üppige Threads-also streife ich es nur kurz.
Obwohl ich von Bruhns viel mehr kenne als Schauspieler vor der Kamera, habe ich ihn auch als Synchronsprecher immer sehr geschätzt.
Ich freue mich über Gedanken zu ihm!

S.T.O.F.F.E.L. ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2013 12:36
#6 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Lieber armer Fortinbras
keiner schreibt dir was
will ich dir dann was Schönes schreiben
schimpfst,ich soll aus deinen Threads doch bleiben
aber du wirst mich ja doch nicht hassen
wenn ich das nicht kann lassen

PS >>> der Pumuckl hat nicht recht!!! Nicht ALLES, das sich reimt, ist tatsächlich gut!

Ich kenne Werner Bruhns nur aus zwei Filmen, die ich mit dir angesehen habe. GELIEBTER MÖRDER und FLUCHT. hat mir beides gut gefallen, auch wenn der erste Film leichter war. Bruhns hatte etwas ganz eigenes beim Spiel, tickte wohl ne Spur anders als andere Schauspieler.
In GELIEBTER MÖRDER war er so richtig durchtrieben. Die Gemütsruhe, mit der er am Anfang die Ermordung von Hans Werner Bussinger (!!!) durchführt, das war echt Klasse. So als würde er schnell mal ein Schnitzerl zubereiten. Die eisige Stimmung, wenn er wartet, bis HWB tot ist, das hat gesessen. Und dann das Spiel mit dem fetten Kommissar, das war super. Besser als Columbo, aber vom gleichen Stil. Man sieht das Verbrechen und darf dann zusehen, was der Mörder macht, um zu entkommen.
FLUCHT war super, aber keine leichte Kost. Bruhns war schon ein Vollblutschauspieler, aber er hat sich bemüht, dass er die Schauspielkunst nicht unter Glamour stellt, kommt mir vor. Er hat sich nie in den Vordergrund gespielt.
Habe in der Synchrondatenbank geschaut-ausser der WEIHNACHTSGESCHICHTE kenne ich keine Synchronarbeiten von ihm bewusst. Aber er muss doch sehr aktiv gewesen sein.
Woran liegt es eigentlich, dass manche tollen Sprecher nie echte Anerkennung finden oder einen besseren Status haben? Lag es bei Herrn Bruhns daran, dass er so früh gestorben ist?

Fortinbras, ich schreib das weil ich will und nicht aus Höflichkeit dir gegenüber, um deine Beiträge zu fördern. Also sei human mit mir bei der nächsten Schimpfrunde und beschwer dich nicht. Du hast mich ja animiert, hier a bissal mitzumischen!

John Connor



Beiträge: 4.883

17.09.2013 13:26
#7 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Bruhns hat mich immer ein bisschen an Heinz Drache erinnert, (auch) deshalb mochte ich seine Stimme auch sehr. Und da Drache nach GGH (der freilich nicht zu schlagen ist), Connerys bester Sprecher war, hätte ich mir Bruhns auf Connery auch sehr gut vorstellen können, zumindet in den Filmen, in denen GGH nicht zu hören war: DAS ROTE ZELT und DIE UHR LÄUFT AB (für ZARDOZ wiederum hätte er mit seiner modernen Stimme nicht animalisch-wild genug geklungen).

Wenn er häufiger außerhalb Hamburgs synchronisiert und zumindest einen festen Kinoschauspieler gehabt hätte, wäre er bestimmt einer der Top-Sprecher der späten 60er und der 70er geworden, vergleichbar Schott etwa.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2013 14:52
#8 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

@ Griz in der PM:

Danke für den Hinweis auf einen Schlampigkeitsfehler! Natürlich hat sich Bruhns kurz NACH seinem Geburtstag erschossen, nicht VOR dem. Da war ich wohl schon gedanklich weiter.

In einem alten Nachruf steht, dass durch seinen Tod eine anstehende Seriensynchronisation in der Hauptrolle umbesetzt werden musste. Leider kein Titel, da wäre ich sehr neugierig gewesen...

@ Stoffel:

Ganz so bös bin ich nicht, wie du behauptest. Ich will nur nicht den Eindruck erwecken, als würde ich einen Freund anstellen, meine Threads am Leben zu halten. Du wilderst ja immerhin auch auswärts...

@ John Connor:

Da hast du ja ein paar sehr tolle Sachen geschrieben. Connery (natürlich geht da nix über GGH) wäre da auch so ein guter Kandidat gewesen für ihn, ich bleibe da aber wie du dabei: als Vertretung. Obwohl ich Cramer in "Die Uhr läuft ab" einiges abgewinnen kann, wäre Bruhns eine doch adäquatere Lösung gewesen.
Dein Vergleich mit Manfred Schott gefällt mir, da gibt's schon ein paar Parallelen...auch wenn Bruhns einen etwas weniger "aufsässigen" Grundton hatte.

Da du ja Westernfan bist-falls da was kennst: wie klappt er auf Randolph Scott?

VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 39.243

17.09.2013 15:09
#9 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Zitat von S.T.O.F.F.E.L. im Beitrag #6
Lieber armer Fortinbras
keiner schreibt dir was
[...]


Ich verlange von unserem Forumsgeistlichen John Connor, euch endlich offiziell zum Nachfolger von Hendrik & Tobias zu erklären!

Gruß,
Tobias

John Connor



Beiträge: 4.883

17.09.2013 15:10
#10 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Ja, auf Randolph Scott funktionierte er erstaunlich gut, er ließ den kantigen Scott sehr viril erscheinen. Er passte wesentlich besser als Horst Stark.

John Connor



Beiträge: 4.883

17.09.2013 15:11
#11 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Zitat von VanToby im Beitrag #9
Zitat von S.T.O.F.F.E.L. im Beitrag #6
Lieber armer Fortinbras
keiner schreibt dir was
[...]


Ich verlange von unserem Forumsgeistlichen John Connor, euch endlich offiziell zum Nachfolger von Hendrik & Tobias zu erklären!



Wei´t du was? Genau DAS ist mir vorhin auch in den Sinn gekommen!

Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.248

17.09.2013 23:40
#12 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Werner Bruhns klingt Heinz Drache wirklich ziemlich ähnlich. Bruhns könnte ich mir statt Klaus Kindler auch gut in "Dr. No" vorstellen. Ansonsten gefiel er mir ziemlich gut als 'Mannix'. Schade, dass er nicht weitere größere Serienrollen hatte. Wenn "Tennisschläger und Kanonen" in Hamburg gelandet wäre, hätte ich ihn mir auch für Robert Culp vorstellen können. GGH ist dort alles andere als passend.

Seine "Columbo"-Arbeiten möchte ich auch nicht missen, führte er doch den m.E. passendsten Columbo-Sprecher Uwe Friedrichsen ein.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2013 00:27
#13 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

@ Silenzio:

Das hört man selten, dass wer Uwe Friedrichsen als besten "Columbo"-Sprecher bezeichnet! Gefällt mir aber, auch wenn ich Schwarzkopf sehr auf Peter Falk mag.

Leider habe ich niemals eine "Mannix"-Folge bewusst gesehen. Als ich ein Kind war, liefen mal welche im ORF und ich weiß noch, wie alle aus der Generation meiner Eltern sich freuten. Aber an die Stimme erinnere ich mich nicht. Wäre Zeit, dass sich da mal was am Dvd-Markt tut...!

Bruhns in "Dr. No"-eine ausgezeichnete Idee! Da tut mir Kindler bis heute weh, obwohl ich ihn gerne mag. Kindler und Bruhns traten ja mal beide in einer Folge "Die fünfte Kolonne" auf (Blumen für Zimmer 19), hatten aber keine gemeinsame Szene.

Irgendwie muss Bruhns sehr mit Hamburg verbandelt gewesen sein. Ob er Heimweh hatte, wenn er fort war? Es ist wirklich schade, dass er kaum in Berlin oder München arbeitete.

Hat jemand eine Ahnung, was für eine Serie das gewesen sein könnte, die so Ende 77, Anfang 78 in Hamburg mit ihm hätte synchronisiert werden sollen?

Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.248

18.09.2013 00:45
#14 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #13

Das hört man selten, dass wer Uwe Friedrichsen als besten "Columbo"-Sprecher bezeichnet! Gefällt mir aber, auch wenn ich Schwarzkopf sehr auf Peter Falk mag.


Ist vll. eher was für den Columbo oder Falk-Thread, aber will trotzdem kurz drauf eingehen. Ob Friedrichsen auf den älteren Falk genauso gut gepasst hätte, mag ich nicht zu beurteilen. Auf den jüngeren funktionierte er jedenfalls prima. Ansonsten ist Schwarzkopf auch meine Nummer Zwei.

Zitat

Irgendwie muss Bruhns sehr mit Hamburg verbandelt gewesen sein. Ob er Heimweh hatte, wenn er fort war? Es ist wirklich schade, dass er kaum in Berlin oder München arbeitete.


Etwas wunderlich, dass Karlheinz Brunnemann ihn in Berlin nicht mal irgendwo besetzt hat, griff er doch immer wieder mal auf diverse andere Hamburger zurück wie Rolf Mamero, Lothar Grützner, Günther Flesch.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2013 10:35
#15 RE: Werner Bruhns Zitat · antworten

@ Silenzio:

Ich hab das leider nie zu Gesicht bekommen auf Papier, aber eine große Verehrerin von Bruhns aus Bremen hat mir erzählt, er hätte einige Male in der zeitgenössischen Presse klar und deutlich Stellung bezogen zu den Arbeiten von Brunnemann und Brandt. Sehr wohl auch mit Lob, aber insgesamt entsprach es absolut nicht seiner Einstellung zum Beruf.
Bruhns sei der Ansicht gewesen, dass eine reguläre Synchronisation bereits die Kreativität ausreichend fördere. Dialoge in Schliff bringen und flüssig machen, Pointen gut umsetzen oder gleichwertige finden, ab und an wären auch kleine Verbesserungen vertretbar. Aber eine Synchronisation solle nie wichtiger sein als der Film oder eine Serie es selbst sei.
Er habe als herausragendes Beispiel für eine kreative Seriensynchronisation "Mit Schirm, Charme und Melone" genannt, wo alles abgerundet und perfekt gewesen wäre und kleinere Freiheiten stets im Sinne der Serie gewesen sei. Als Sprecher habe er sich manchesmal geweigert, einen Text wortwörtlich wiederzugeben. Deshalb bevorzuge er es durchaus, seine eigenen Texte zu sprechen.

Vielleicht spielte seine kritische Haltung ab einem bestimmten Zeitpunkt eine grosse Rolle?

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