Sehr spezielles Thema, aber vielleicht findet man ein paar Beispiele dafür. Das Thema bezieht sich auf Serien, die eine längere Laufzeit hatten, aber bestimmte Sprecher dennoch mit Abwesenheit glänzten, obwohl sie ansonsten auch bei vielen Serien zumindest mit einer oder mehreren Episodenrollen dabei waren.
Auf das Thema kam ich, weil mir mal aufgefallen ist, dass Bodo Wolf niemals eine Episodenrolle bei "Dr. House" hatte. Kann ggf. sein, dass es an der damaligen Programmierung mit Monk bei RTL lag? Aber auch Bernd Vollbrecht glänzt in 8 Staffeln mit einer auffälligen Abwesenheit.
Aktiv eigentlich nur die ersten drei Staffeln, wobei auch dort schon immer mehr und mehr Berliner kamen. Ab Staffel 4 war es schon mehr eine Berliner Synchro, bis sie zu Staffel 6 den Standort völlig gewechselt haben.
Ich fand es beachtlich und auch schade, dass Thomas Reiner niemals in One Piece zu hören war, obwohl er in vielen anderen Münchner Anime Produktionen der 2000er öfter zu hören war und es auch einige Rollen gegeben hätte, auf die er gepasst hätte.
Ein sehr interessantes Thema. Gibt im übrigen auch Sprecher, die mehr in Filmen besetzt wurden. Thomas Danneberg ist für mich auch so jemand den man kaum in Serien hörte bis auf vereinzelte Fälle. Da beziehe ich mich explizit auf die Zeit wo ich bewusster Serien geschaut habe. Also ab Ende der 90er Jahre. Wie es in seinen jüngeren Jahren war kann ich nicht wirklich was sagen.
Ansonsten ist es aufgrund der Spezialität des Themas nicht leicht da viele Beispiele zu finden im Bezug auf "Sprecher xy, welcher regelmäßiger in diversen Serien in Neben- oder Episodenrollen besetzt wurde, aber in der bestimmten Serie bewusst durch Abwesenheit glänzte".
Das Thema könnte auch in Richtung "Regisseure und ihre Teams" (oder so ähnlich) gehen.
Mir ist nämlich z.B. mal aufgefallen, dass ich von Leon Rainer keinen einzigen Einsatz bei einem bestimmten Synchronregisseur finde, dessen Namen ich hier jetzt nicht nenne - er also auch in keiner der Serien zu hören war, die von diesem allein verantwortet wurden.
David Nathan habe ich schon ewig nicht mehr in einer Serie gehört. Um die Jahrtausendwende rum hat man ihn noch recht oft auf jungen Typen gehört, ein Highlight war sicherlich Spike in Buffy und Angel. Aber der macht sich ja auch im Kino mittlerweile rar und wenn Depp und Bale nichts machen, scheint er sich auch anderen Dingen zu widmen. Insofern fehlt er praktisch in allen längeren Serien der jüngeren Vergangenheit - und mMn auch schon zu Zeiten, wo er anderes noch gemacht hat. Walking Dead zum Beispiel, die ja zehn Jahre lief und kam er eigentlich mal in Supernatural vor? Das lief ja 15 Jahre und zu Beginn war er durchaus noch aktiv.
Nathan ist denke ich so eine der Leute, die Crimefan für den Thread wohl nicht mit einrechnet. Ansonsten könnte man auch Benjamin Völz, Andreas Fröhlich, Simon Jäger u.a. nennen. Geht insofern also mehr um Leute, die schon noch regulär in längeren Serien besetzt werden, aber ausgerechnet in gewissen Serien mit auffallender Abwesenheit glänzen.
Tatsächlich war das zunächst auch meine Lesart. Wollte schon mit Reiner Schöne, Elmar Wepper, Torsten Sense und Konsorten kommen, die einfach vergleichsweise (äußerst) selten in Seriensynchros vernommen wurden. Aber das ist offensichtlich nicht damit gemeint.
Zitat von Nyan-Kun im Beitrag #6Gibt im übrigen auch Sprecher, die mehr in Filmen besetzt wurden. Thomas Danneberg ist für mich auch so jemand den man kaum in Serien hörte bis auf vereinzelte Fälle. Da beziehe ich mich explizit auf die Zeit wo ich bewusster Serien geschaut habe. Also ab Ende der 90er Jahre. Wie es in seinen jüngeren Jahren war kann ich nicht wirklich was sagen.
In den 70ern hatte er in "Starsky & Hutch" und in den 80ern in "Ein Colt für alle Fälle" feste Hauptrollen. Falls er ansonsten kaum Gastrollen in Serien gehabt haben sollte, könnte das damit zu tun gehabt haben, dass er möglicherweise zu teuer war.
Zitat von berti im Beitrag #11In den 70ern hatte er in "Starsky & Hutch" und in den 80ern in "Ein Colt für alle Fälle" feste Hauptrollen. Falls er ansonsten kaum Gastrollen in Serien gehabt haben sollte, könnte das damit zu tun gehabt haben, dass er möglicherweise zu teuer war.
In den 2000er Jahren ließ das bei Thomas Danneberg tatsächlich nach, aber in den Jahrzehnten vorher war er ja durchaus auch in Serien rauf und runter zu hören und hat bei nicht wenigen Serien (wie z.B. bei den zwei genannten) auch selbst Buch und Regie gemacht. Der Mann kam aus den Synchronateliers gar nicht mehr raus - und hat dann am Wochenende in Hamburg immer noch Schlagzeug gespielt, war also rund um die Uhr beschäftigt.
Und generell zum Thema: Zwischenmenschliche Aspekte spielen im Synchron auch immer eine nicht zu unterschätzende Rolle, also ob die "Chemie" stimmt oder man mit irgendjemandem so gar nicht kann. So kann es eben sein, dass bestimmte Regisseure einfach nicht mit bestimmten Sprechern arbeiten wollen - oder im umgekehrten Fall gibt es Sprecher, die bei bestimmten Regisseuren nicht arbeiten wollen, weil dem irgendeine schlechte Erfahrung vorausging oder dergleichen. Somit hört man in bestimmten Produktionen dann bestimmte Leute natürlich auch nicht.
Thomas Fritsch ist auch so ein spezieller Fall. Der wurde erst so richtig ab dem Punkt wo man ihn als prominentere Besetzung für "König der Löwen" geholt hatte zunehmend zu einem regulär tätigen Synchronsprecher, wobei er auch danach natürlich noch eine prominentere Größe war abseits vom Synchron. Da überrascht es mich weniger, dass er kein Dauergast in Seriensynchros war bzw. seine Einsätze in Serien schon ausgewählter waren. Für mich war das auch immer so ein Qualitätsstatement gewesen, wenn für eine Seriensynchro bewusst Fritsch für eine Neben- oder Episodenrolle geholt wurde.
Jemand, der mir seit einiger Zeit schon durch weitgehende Abwesenheit auffällt, ist Robin Kahnmeyer. Man hört ihn ab und an noch in Episodenrollen, am ehesten in Serien, wo er selbst Regie führt, aber gefühlt ist es deutlich weniger geworden. Vielleicht weil er inzwischen so viel Regieaufgaben übernimmt (insbesondere Marvel & Star Wars), doch es verwundert mich.
Ähnlich ist es vom Gefühl her bei Wanja Gerick, den höre ich abseits von Projekten, wo er eine Kontinuitätsbesetzung ist, ebenfalls deutlich seltener.
Und beide hatten vor einigen Jahren noch viel mehr längere Verpflichtungen in diversen Serien.