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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 367 mal aufgerufen
 Filme: Klassiker
Jeannot ( gelöscht )
Beiträge:

15.10.2009 16:47
Der Mann im grauen Flanell Zitat · antworten

Hallo Technik-Freaks, bitte mal um Aufklärung:
Neusynchronisation wirken ja neben den meist lustlosen,(mir) unbekannten Sprechern immer so, als wären sie gleich im Vorzimmer des Auftraggebers gemacht worden. Die eingefügten zusätzlichen Szenen dieses Films wirken allerdings so, als wären sie in den 50ern entstanden. Die Sprecher (außer Chr. Rode für Peck) erkenne ich zwar nicht, aber das ist sehr, sehr gut geworden. Wie wird so was gemacht?
Gruß und Dank, Rolf

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 15.004

16.10.2009 09:53
#2 RE: Der Mann im grauen Flanell Zitat · antworten

Ich habe die entsprechenden Szenen noch nicht gesehen, aber das beste Ergebnis erreicht man im Allgemeinen durch
(1) bewusstes Übersteuern (wie es bei alten Filmen häufig unbeabsichtigt passierte)
(2) Herunterfahren der Höhen und Ultrabässe (bei Bedarf auch der Bässe) am Equalizer
(3) verstärkte Kompression, bei der laute und leise Stellen einander angenähert werden.

Möglicherweise gibt es bei diversen digitalen Schnittprogrammen heute schon eine Festeinstellung für solche Zwecke, aber da ist es eher ein Glücksspiel, ob die wirklich zur alten Synchro passt - mitunter ist dann die Qualität der neuen Szenen schlechter als die der Originalsynchro ("Der Mann, der Liberty Valance erschoss" im TV). Wichtig dabei ist auch, dass man die Hintergrundgeräusche aus den alten Szenen herausfiltert und ebenfalls unter die neuen legt, damit der Bruch nicht auffällt (in "Der Leopard" (ZDF 1993) wurde z.B. das Grillenzirpen hörbar nicht vom IT, sondern als Endlosschleife aus der Kinosynchro übernommen, so dass die neu synchronisierten Passagen nur noch an den veränderten Stimmen zu erkennen sind) - Alternativvariante wäre, dass man auch die alten Szenen mit dem frischen IT unterlegt und somit die Tonqualität gleich "verbessert" (ob das wirklich eine Verbesserung ist, darf man als streitbar bezeichnen - "Balduin der Trockenschwimmer" wird da eher als Negativbeispiel betrachtet).

Gruß
Stefan

Jeannot ( gelöscht )
Beiträge:

16.10.2009 13:30
#3 RE: Der Mann im grauen Flanell Zitat · antworten

Hallo
und vielen Dank für die Infos.
Ich vermute, daß die Übersteuerung durchaus gewollt war. Jedenfalls ist das Ergebnis optimal. Die "neue" Stimme von Jennifer Jones ist sogar der von Marianne Kehlau sehr ähnlich, wie ich finde - eben durch dieses Verfahren.
Gruß, Rolf

 Sprung  

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