Er war Frankreichs wohl erfolgreichster internationaler Künstler-als Sänger und Schauspieler. Über Bühnen, Revuen und Broadway-Shows wurde er über Hollywood-Umweg zum Filmstar, ehe er auch in seiner Heimat der große Schauspieler wurde. Zunächst meist als charmanter Liebhaber besetzt, glänzte er später als weiser, aber oft schlemisch-listiger Grand Segnieur, der fast wie ein sichtbarer Erzähler durch seine Filme schlenderte.
Danke für alle Hinweise und Ergänzungen!
1929: * Liebesparade - * Der Prinzgemahl - * Der Straßensänger - 1930: * Paramount Parade - (wurde in elf Sprachfassungen gedreht, M.Ch. vermutlich nur singend zu sehen/hören) 1931: * Der lächelnde Leutnant - * Juwelenraub in Hollywood (Kurzfilm) - * Das kleine Cafe - 1932: * Eine Stunde mit dir - Winfried Wagner * Schönste, liebe mich! - 1933: * Fremdenführer von Paris - * Alles für das Kind - Werner Pledath 1934: * Die lustige Witwe - 1935: * Folies Bergere de Paris - 1936: * Mit einem Lächeln - * Der geliebte Vagabund - 1937: * Der Mann des Tages - 1938: * Gewagtes Spiel - 1939: * Der Fallensteller - * Mädchenhändler - 1947: * Schweigen ist Gold - 1949: * Der König - 1950: * Der Vagabund von Paris - 1953: * Schlagerparade - 1954: * Hundert Jahre Liebe - 1954: * Sieben süße Sünden - Hans Nielsen 1957: * Ariane-Liebe am Nachmittag - Bum Krüger 1958: * Gigi - Walter Suessenguth 1959: * Französische Betten - Bum Krüger 1960: * Can-Can - Walter Suessenguth * Pepe-Was kann die Welt schon kosten - Walter Suessenguth * Prinzessin Olympia - Friedrich Schoenfelder 1961: * Fanny - Walter Suessenguth 1962: * Jessica - Walter Suessenguth * Die Abenteuer des Kapitän Grant - Bum Krüger 1963: * Eine neue Art von Liebe - Walter Suessenguth 1964: * So bändigt man Eva - * Schräger Charme und tolle Chancen - Klaus W. Krause 1967: * Schmeißt die Affen raus -
Special Interest:
Chevalier singt in der Originalversion von "Aristocats" den Titelsong, deutsch tut dies Paul Kuhn.
Walter Suessenguth für Chevalier ist in meinen Ohren eine Offenbarung und eine der glückseligsten Kombinationen der Synchrongeschichte.
Von allen seinen Filmsongs, "Gigi" hin, "Can-Can" her, ist mir das fast erdverbundene Lied "Jessica" aus dem gleichnamigen Film besonders ans Herz gewachsen (wie auch der Film selber).
Eine herrliche, fast parodistische Version von "Thank Heaven For Little Girls" nahm Peter Sellers 1978 mit Henry Mancini auf, das Lied ist auf der CD "The Ultimate Pink Panther" zu hören und war an sich für den Film "Der irre Flic mit heissem Blick" gedacht.
Johannes Heesters hat sich mehrfach verwundert und fast gekränkt gezeigt, daß man ihn nicht Maurice Chevalier in Wort und Gesang synchronisieren ließ. Dies fällt ganz subjektiv in den Bereich des ( derzeit fiktiven) Threads: "Wer gottseidank nie synchronisierte" .
Zitat von fortinbras im Beitrag #1 Johannes Heesters hat sich mehrfach verwundert und fast gekränkt gezeigt, daß man ihn nicht Maurice Chevalier in Wort und Gesang synchronisieren ließ.
Da hätte ja wohl am ehesten Michael Chevalier Grund zur Klage gehabt!
Auch wenn es knapp 30 Jahre her ist, bin ich mir ziemlich sicher, daß es bei "Eine Stunde mit Dir" Winfried Wagner war. Der Film kam innerhalb einer Woche zuerst auf DDR2 und danach in der ARD (dort allerdings OmU).
Danke für die Info! Manche solcher Eindrücke kann man ja wirklich jahrzehnte mit sich herumtragen. Wird auf jeden Fall in die Liste aufgenommen!
@ John Connor:
Ob da schon mal wer eine Verwandtschaft vermutete??? Ich bin jedenfalls froh, daß man Joopies Klagen nicht nachgab. Seine Version von "Gigi" erzeugt bei mir noch immer Gänsehaut. Wer ein dermaßen übersteigertes Ego hat, würde gnadenlos das eigene Ich und die eigene Über-Interpretation in den anderen hineinpressen. Und das wäre nicht im Sinne einer Synchronisation gewesen. Aber da es nie der Fall war, ist es eh wurscht. Naja, mit Hans Albers hätt' man's ja mal versuchen können...