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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 213 mal aufgerufen
 Spielfilme 1970 bis 1989
fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

11.03.2015 12:22
Das Dunkel der Nacht (1972/DF: 1992) Zitat · antworten

"Nothing but the Night"

GB, 1972
Regie: Peter Sasdy
Drehbuch: Brian Hayles
nach dem Roman John Blackburn
Musik: Malcolm Williamson
Produktion: Charlemagne

Deutsche Fassung (1992):

Planet Wave Studio, Hamburg
Dialogbuch / -regie: Katharina Kurtz-Möller

Deutsche Erstausstrahlung: 14. September 1992 (Tele 5)


Inhalt:

Colonel Bingham vertraut sich nach einem scheinbar gewöhnlichen Busunfall seinem Freund, dem bekannten Pathologen Sir Mark Ashley an. Drei bedeutende Mitglieder der Traylen-Stiftung wären unter seltsamen Umständen gestorben und in besagtem Bus hätten drei weitere sterben sollen - nur daß es schief ging. Ein bei diesem Unfall verletztes Mädchen zeigt vollkommen eigenartige Reaktionen. Nach und nach kommen Bingham und Ashley einem Befremdlichen Geheimnis auf die Spur...

Zum Film:

Christopher Lee und Anthony Nelson-Keys gründeten ihre eigene Firma "Charlemagne". Vor allem Lee wollte durch einige ambitionierte Projekte jene Horrorfilme drehen, die ihm wirklich zusagten. Das Ergebnis war "Das Dunkel der Nacht". Dieser Film wird generell sehr stiefmütterlich betrachtet, dabei ist er auf seine Art ausgesprochen interessant.

Häufig als Horrorfilm vermarktet, erfüllt er natürlich diese Erwartungshaltung überhaupt nicht - es gibt keine Schockszenen, kein Blut, keine Schattenwesen. Den Film sollte man als "Mystery-Thriller" bezeichnen und als solcher funktioniert der Film ausgezeichnet. Er baut langsam und eher subtil seine Stimmung auf und enthüllt langsam sein Geheimnis - eines, das es genaugenommen in sich hat. Schwachpunkte gibt es, dazu zählen etwa die unmotivierten Jagdszenen auf Diana Dors oder auch Malcolm Williamsons etwas zu trockene Filmmusik. Ein wenig leidet der Film auch darunter, daß er nur in eher mäßigen Kopien zu sehen ist mit blassen Farben. Allerdings dürfte es wohl eher utopisch sein, daß man den Film restauriert und in vollem Glanz zeigt.

Unterm Strich: es ist gar nicht so viel verkehrt an diesem Film und er ist sogar etwas seiner Zeit voraus. An der Kinokasse erwies sich das Werk als Flop und weitere Projekte der Charlemagne-Produktion kamen nicht zustande.

Die deutsche Fassung:

Diese entstand 1992 im Auftrag von Tele5. Die Dialoge sind tadellos und großteils wird auch die Atmosphäre getroffen. Horst Stark ist eine interessante Besetzung für Lee, allerdings kann er die Beharrlichkeit und das Auftreten der Figur nicht transportieren, weshalb Bingham in der deutschen Fassung beinahe schon farblos wirkt. Gottfried Kramer, der hier in einer Nebenrolle zu hören ist, hätte perfekt gepaßt und wäre trotz der 20 Jahre Differenz glaubhaft gewesen. Manfred Reddemann für Peter Cushing ist ausgesprochen passend. Insgesamt kann sich die deutsche Fassung hören lassen, allerdings hat sie zwei echte Störfaktoren: Diana Dors hätte eine rauchige, etwas ordinär klingende Stimme gebraucht. Sie hört sich aber an wie eine neureiche Zicke und das ist nervtötend. Ausserdem ist die Frauenstimme, die für das Mädchen Mary spricht, grauenhaft künstlich auf Kind getrimmt. Dieses Chargieren tut einem weh.

Sehr viel habe ich zu den drei bereits vermerkten Angaben nicht ergänzen können, auch wenn ich viele der Stimmen kenne. Vielleicht kann wer ergänzen.

Es spielen und sprechen:

Christopher Lee (Colonel Charles Bingham) Horst Stark
Peter Cushing (Sir Mark Ashley) Manfred Reddemann
Georgia Brown (Joan Foster)
Diana Dors (Anna Harb) Hildegard Krekel
Keith Barron (Dr. Haynes) Andreas von der Meden
Fulton Mackay (Cameron) Manfred Steffen
John Robinson (Lord Fawnlee) Gottfried Kramer
Morris Perry (Dr. Yeats)
Gwyneth Strong (Mary Valley) Daniela Reidies
Duncan Lamont (Dr. Knight)
Kathleen Byron (Dr. Rose)
Shelag Fraser (Mrs. Allison)
Michael Gambon (Inspector Grant) Achim Schülke
Geoffrey Frederick (Computer-Experte)
Andrew McCulloch (Malcolm)
Paul Humpoletz (Angus)
Michael Brennan (Fähren-Aufseher)


"Ich war es immer und werde es immer sein - Ihr Freund."

Herbert Weicker für Leonard Nimoy in "Star Trek II"

Lord Peter



Beiträge: 3.557

11.03.2015 17:59
#2 RE: Das Dunkel der Nacht (1972/DF: 1992) Zitat · antworten

Aus dem Gedächtnis:

Mary Valley (Gwyneth Strong) - Daniela Reidies
Anna Harb (Diana Dors) - Hildegard Krekel


"Es ist in den Bäumen. Es kommt!"

Klaus Höhne in "Der Fluch des Dämonen"

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

11.03.2015 18:00
#3 RE: Das Dunkel der Nacht (1972/DF: 1992) Zitat · antworten

Das war Hildegard Krekel? Bekannt kam mir die Stimme ja vor - dürfte einer ihrer schlimmsten Darbietungen sein. Wernn man bedenkt, wie toll sie immer Bette Davis drauf hatte...

Danke für die Ergänzungen!


"Ich war es immer und werde es immer sein - Ihr Freund."

Herbert Weicker für Leonard Nimoy in "Star Trek II"

Lord Peter



Beiträge: 3.557

11.03.2015 18:07
#4 RE: Das Dunkel der Nacht (1972/DF: 1992) Zitat · antworten

Mein erster Gedanke bei Krekel war auch "Mein Gott, sind wir aber tief gesunken!" ;-)

Wobei ich Daniela Reidies (eine der "Terrible Three", wenn es um "Frau spricht Kind" geht) noch viel nervtötender finde.


"Es ist in den Bäumen. Es kommt!"

Klaus Höhne in "Der Fluch des Dämonen"

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

11.03.2015 20:46
#5 RE: Das Dunkel der Nacht (1972/DF: 1992) Zitat · antworten

Diana Dors' Darbietung ist ja auch nicht gerade überragend, auch wenn sie damals auf heruntergekommene Ladies spezialisiert war..., aber Hildegard Krekel strapaziert das schon über.

Der Name Daniela Reidies sagt mir nichts, aber die Stimme kenne ich.

Jetzt bin ich neugierig geworden: wer sind denn deine anderen Favoriten bei "Frau spricht Kind"?

Bei mir ist Helga Anders die Top-Schreckstimmen Erwachsener für Kinder. Für Jungs ist sie noch unerträglicher, aber ihre Mädels waren auch nicht ohne...


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Herbert Weicker für Leonard Nimoy in "Star Trek II"

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