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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 1.103 mal aufgerufen
 Serien
Hendrik Meyerhof


Beiträge: 6.341

23.05.2004 16:03
24 - Synchro der 2. Staffel: Mehr Contra als Pro! Zitat · antworten
Was spricht für oder gegen den Synchronstudio-Wechsel bzw. die Synchro der 2. Staffel durch die Interopa in Berlin?
Hier mal einiger meiner Eindrücke, was mir positiv und was mir negativ auffiel. Ergänzungen sind wie immer erwünscht! (PS: Das sind natürlich rein subjektive Eindrücke.)

Umbesetzung der Synchronstimme David Palmers (Dennis Haysbert)
- Pro: Tilo Schmitz synchronisierte Haysbert auch im Film "Begegnung des Schicksals".
- Contra: Leider ist diese Besetzung sehr klischeehaft, da Schmitz nun in Berlin nun inzwischen schon fast jeden Afro-Amerikaner im Alleingang synchronisiert, was zu einer riesigen Übersättigung von Schmitz auf solchen Rollen geführt hat. Außerdem beherrscht Schmitz (zumindest auf Palmer) nicht die feinen Nuancen von Ben Hecker, was leider in emotionalen Szenen sehr schnell und negativ auffällt, z.B. als Palmer die Bestätigung zur Exekution von Jack Bauer durch Nina Myers geben musste und ihm dabei eine Träne runterrollte. Im Original hört man es Haysbert auch stimmlich an, wie nahe ihm das geht (zittrige Stimme), in der Synchro spricht Schmitz leider weiter im monotonen Tonfall. Und generell sind sowieso Sprecherumbesetzungen von Hauptdarstellern mitten in Serien immer negativ!

Umbesetzung der Synchronstimme Kim Bauers (Elisha Cuthbert)
- Pro: Sonja Scherff synchronisierte Cuthbert schon im Film "Old School" und jetzt auch aktuell in "The Girl Next Door".
- Contra: Wie gesagt, generell sind solche Umbesetzungen schon einmal zu verachten, vor allem, wenn dadurch nichts gewonnen wird. Schauspielerisch sind sowohl Weckler als auch Scherff gleich gut, aber ich frage mich nämlich, welche Intention dahinter gesteckt hat. Angeblich wollte man eine Sprecherin, die älter klingt als Saskia Weckler.
Nur wer ins Original hört, erkennt eindeutig, dass Weckler viel mehr Ähnlichkeit zur Stimme von Elisha Cuthbert hat, die tatsächlich so hoch, sanft und jung klingt.

Beibehaltung bisheriger Hamburger Sprecher
Dies ist eindeutig als positiv anzumerken, also dass man Robin Brosch für Tony Almeida (Carlos Bernard), Ulrike Johannson für Sherry Palmer (Penny Johnson), Jan-David Rönfeldt für Keith Palmer (Vicellous Shannon) und Holger Mahlich für George Mason (Xander Berkeley) behielt.
Sowohl Xander Berkeley als auch Holger Mahlich hätten für diese schauspielerische Leistung einen Preis verdient, das war einfach großartig - und überzeugte sogar in diversen "24"-Foren die Mehrheit der Original-Hardcore-Fans!
Auch Robin Brosch, der am Anfang der 1. Staffel auf Tony Almeida teilweise noch ein wenig farblos wirkte, ist mehr in die Rolle hineingewachsen und hat bewiesen, wie wandlungsfähig er ist!
Da macht es dann auch nicht mehr soviel aus, dass Mike Novick nicht mehr von Michael Weckler, sondern von Norbert Gescher, und Ryan Chappelle nicht mehr von Clemens Gerhard, sondern von Martin Kessler synchronisiert wird - auch wenn Kessler leider wieder mal viel zu sehr in die ewig gleiche "Coolness" abrutscht und bei Weitem nicht so bedrohlich klingt wie Clemens Gerhard.

Berliner "Eigenkreationen"
Sehr erfreulich sind die SprecherInnen von einigen neu hinzugekommenen Darstellern, da man hier mal nicht die übersättigten Klischeesprecher hört, sondern auch einige relativ unverbrauchte Stimmen.
Allen voran ist definitiv Heidrun Bartholomäus auf Kate Warner (Sarah Wynter), die schauspielerisch sehr zu überzeugen vermag. Man erinnere sich zum Beispiel an die Szene in der Moschee oder als Kate mit ihrer Schwester Marie telefonierte und es nicht glauben konnte, dass sie eine Terroristin ist und da von ihren Emotionen während des Telefonats überrannt wurde.
Auch ein Gewinn ist Ulrike Stürzbecher für Michelle Dessler (Reiko Aylesworth), da sie hier mal nicht mit ihrer überdrehten "Titanic"/"Office Girl"-Stimmlage spricht.
Sehr gut ebenfalls sind Tanja Geke als Carrie Turner, Victoria Sturm als Marie Warner, Viola Sauer als Lynne Kresge, Timmo Niesner als Miguel und Nicolas Böll als Gary Matheson.

Generelle Besetzungskontinuität
Nun der kritischste Punkt, bei dem die Interopa im direkten Vergleich zur Cine Entertainment eindeutig verliert.
Positiv ist, dass die Interopa für Thomas Kretschmann wieder Udo Schenk (wie in RELIC HUNTER (Arena Synchron) und VIP - DIE BODYGUARDS (Studio Hamburg Synchron)) und für Daniel Dae Kim wieder Viktor Neumann (wie in STAR TREK: VOYAGER (Arena Synchron)) besetzt hat.
Doch ansonsten scheint man bei der Interopa nicht mal besonders auf regionale Kontinuität geachtet zu haben, wo die Cine Entertainment sogar auf überregionale Kontinuität geachtet hat.
Die Cine Entertainment hatte nämlich - neben Tobias Meister auf Kiefer Sutherland, natürlich - in der 1. Staffel Joachim Siebenschuh für Richard Burgi, Charles Rettinghaus für Lou Diamond Phillips, Joachim Kerzel für Dennis Hopper und sogar Frank-Otto Schenk für Zach Grenier (wie in der Serie "C-16 - Spezialeinheit FBI") besetzt (außerdem Dieter B. Gerlach für Glenn Morshower wie in der Serie PROVIDENCE, was aber natürlich regionale Kontinuität ist).
Schaut man sich dagegen die Interopa-Besetzung an, sieht das nicht so gut aus:
Dass Steven Culp nicht wie in der Serie JAG von Walter Alich synchronisiert wird, sondern von Hans Hohlbein (obwohl der stimmlich zu alt für Culp ist), ist noch zu verkraften - vielleicht hatte Alich einfach keine Zeit.
Doch kommen wir zu Gregg Henry, der hier von Jörg Hengstler synchronisiert wird. Wäre an sich nicht weiter tragisch, nur wurde er in "Star Trek: Der Aufstand" von Jan Spitzer synchronisiert und in einer festen Rolle der Serie FAMILY LAW von Peter Reinhardt. Problem dabei: Man besetzte Spitzer und Reinhardt sogar in den Folgen, wo Gregg Henry dabei war, nur halt auf völlig anderen Darstellern!
Gleiches bei Carmen Argenziano (hier in 24 von Werner Ehrlicher synchronisiert), der in JAG und seit Jahren in STARGATE fest von Ernst Meincke synchronisiert wird, der ebenfalls in DEN GLEICHEN FOLGEN, in denen Argenziano dabei war, zu hören ist, ja sogar in einer GEMEINSAMEN SZENE mit Argenziano! Nur dass Ernst Meincke hier den Vize-Präsidenten synchronisiert!
Das sind also eindeutig Sachen, wo man sich nicht rausreden kann mit "Wir hatten nicht das Budget für den Sprecher." oder "Der Sprecher hatte keine Zeit.", sondern es ist schlicht und einfach ignorante Inkompetenz, wenn man sich da nicht mal die Mühe macht, so etwas nachzuschauen oder wenigstens gut gemeinte, konstruktive Hinweise von Synchron-Interessierten beachtet!

Doppel-Besetzungen
Dass man in Mini- oder Mengen-Rollen häufiger innerhalb einer Staffel oder gar Folge die gleichen Sprecher hört (wie z.B. Andreas Müller oder Klaus Lochthove), ist normal - dagegen sag ich nichts.
Doch wie ich gehört habe, wurde die Interopa von der Cine Entertainment mit einer Liste der Sprecher aus der 1. Staffel versorgt. Bei Andrea Aust, die sowohl in Staffel 1 als auch in Staffel 2 eine Mini-Gastrolle hatte, ist das nicht so schlimm. Aber mit diesem Hintergrundwissen der Besetzungsliste ist es UMSO SCHLIMMER, dass die Interopa in der 2. Staffel Charles Rettinghaus und Frank-Otto Schenk mit relativ textlastigen, wiederkehrenden Gastrollen besetzt hat, obwohl Rettinghaus und Schenk ja schon in der 1. Staffel (vor allem Schenk) größere Nebenrollen hatten!!
Entweder war man bei der Interopa also wieder zu faul, genauer nachzuschauen, oder man dachte sich, dass man mit dem "Publidumm" ja sowieso machen kann, was man will, da die das ja eh nicht merken!
Sorry, in "normalen Synchros" unter "bestimmten Umständen" ist das ja vielleicht noch okay, doch dass man dann, obwohl nur die Interopa sich solche Faux-Pas geleistet hat, die Cine Ent-Synchro als schlechter bezeichnet, ist eine Frechheit!

das Dialogbuch
Das Dialogbuch hatte in der 1. Staffel einige Schnitzer, die allerdings nur bei genauerem "Hinsehen" auffielen.
Dies wurde bei der 2. Staffel auf dem gleichen Niveau beibehalten (also insgesamt in Ordnung), zumal der Dialogbuchautor angeblich der gleiche wie in der 1. Staffel gewesen sein soll!

Fazit
An und für sich genommen, würde ich die Interopa-Synchro (bis auf die regionale Besetzungs-Ignoranz z.B. in Punkto Gregg Henry und Carmen Argenziano!) als ganz gut bezeichnen, doch im Gesamtbild mit dem Vorwissen der Synchro der 1. Staffel betrachtet, was nun einmal berücksichtig werden muss, schneidet die Interopa-Synchro ziemlich schlecht ab, da das Niveau der Synchro nicht einmal (siehe die oben genannten Ausführungen) gehalten wurde! Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Sinn hinter dem Studio-Wechsel gewesen sein sollte, egal wie gut oder schlecht man nun die Cine Ent-Synchro fand. Insgesamt halte ich dadurch also den Studiowechsel für ungerechtfertigt und finde die Interopa-Synchro im Vergleich zur Cine Ent-Synchro relativ schlecht. Ich hoffe, dass man bei der 3. Staffel nicht wieder solche Fehler machen wird und die Qualität der Synchro damit wenigstens wieder auf ihr ursprüngliches Niveau steigt! Ansonsten bitte wieder zurück zur Cine Ent!
Aber, wie gesagt, ist das nur meine persönliche, subjektive Meinung dazu.
Mich würde mal interessieren, was ihr zu den von mir aufgezählten Kritikpunkten sagt, wie ihr die Synchro fandet.
Gruß,

Hendrik


---
http://www.synchronisation.de.vu


Boris
Beiträge:

23.05.2004 16:18
#2 RE:24 - Synchro der 2. Staffel: Mehr Contra als Pro! Zitat · antworten

Ich finde, du siehst das ein wenig zu eng.

Daß teilweise gleiche Sprecher wie in der ersten Staffel in anderen Rollen dabei waren, ist mir auch aufgefallen, aber solange die Stimmen zu den Personen passen, habe ich damit kein Problem.

In Antwort auf:

Doch kommen wir zu Gregg Henry, der hier von Jörg Hengstler synchronisiert wird. Wäre an sich nicht weiter tragisch, nur wurde er in "Star Trek: Der Aufstand" von Jan Spitzer synchronisiert und in einer festen Rolle der Serie FAMILY LAW von Peter Reinhardt. Problem dabei: Man besetzte Spitzer und Reinhardt sogar in den Folgen, wo Gregg Henry dabei war, nur halt auf völlig anderen Darstellern!

Was diese Kritik angeht: Schon richtig, sowas kann manchmal negativ auffallen.
Allerdings halte ich es auch falsch, sich sklavisch an irgendwelche Vorgaben zu halten. Wenn ich als Synchron-Regisseur der Meinung bin, Spitzer und Reinhardt sind für Henry fehlbesetzt, Hengstler paßt viel besser, würde ich ihn auch umbesetzen (zumal es keine bekannten Schauspieler sind, bei denen das auffällig wäre). Wenn ich dann weiterhin der Meinung bin, Spitzer paßt hervorragend auf diesen anderen Schauspieler, hätte ich ebenfalls kein Problem damit, ihn dort zu besetzen.
Das hat also nicht unbedingt was mit Ignoranz zu tun, sondern auch mit persönlichen Empfinden.


MfG,


BB


Buscemi


Beiträge: 170

23.05.2004 16:40
#3 RE:24 - Synchro der 2. Staffel: Mehr Contra als Pro! Zitat · antworten

Du siehst das wirklich zu eng. Ich stimme dir zu, dass die Umbesetzung von Haysbert und Cuthbert unmotiviert waren, da die stimmen kaum einen Unterschied machen und ich speziell bei Heysbert lieber auf Schmitz verzichtet hätte, weil er ohnehin schon überpräsent ist. Aber deine restlichen Probleme sind nicht nachzuvollziehen. Wenn irgendwelche Darsteller die kein Mensch kennt nicht die Stimme hatte die er in irgendeiner C-Produktion hatte ist das doch egal. Wem ausser dir fällt das denn auf?

Ich bin mit der Synchro sehr zufrieden. Wie gesagt der einzige Schwachpunkt ist, dass ich Governor Palmers Stimme mehr mochte als President Palmers.


Hendrik Meyerhof


Beiträge: 6.341

23.05.2004 17:17
#4 RE:24 - Synchro der 2. Staffel: Mehr Contra als Pro! Zitat · antworten
In Antwort auf:
Daß teilweise gleiche Sprecher wie in der ersten Staffel in anderen Rollen dabei waren, ist mir auch aufgefallen, aber solange die Stimmen zu den Personen passen, habe ich damit kein Problem.

Ich find das ziemlich blöde, denn da wären doch tatsächlich nun tausend (ist ein wenig übertrieben, verdeutlicht aber, was ich meine) andere Sprecher denkbar gewesen und SOOO toll haben Rettinghaus und Schenk nun auch nicht gepasst, als dass man nun UNBEDINGT die in der 2. Staffel hätte besetzen müssen!

In Antwort auf:
Wenn ich dann weiterhin der Meinung bin, Spitzer paßt hervorragend auf diesen anderen Schauspieler, hätte ich ebenfalls kein Problem damit, ihn dort zu besetzen.
Das hat also nicht unbedingt was mit Ignoranz zu tun, sondern auch mit persönlichen Empfinden.

Da hast Du an sich natürlich recht, doch selbst wenn man bewusst Meincke nicht für Argenziano und Spitzer/Reinhardt nicht für Henry wollte, waren das halt auch nicht so herausragende Rollen, oder so, auf die Spitzer bzw. Reinhardt sooo hervorragend und einzigartig gepasst haben, dass dort niemand anderes denkbar gewesen wäre!
Ich denke nämlich eher, dass man nicht einmal wusste, dass Argenziano von Meincke in JAG und STARGATE und Henry von Spitzer und Reinhardt synchronisiert wurde.
Allerdings zeigt das auch, dass der zuständige RTL2-Redakteur auch keine gute Vorarbeit in Sachen Synchro geleistet hat, denn gerade weil Argenziano seit Jahren eine feste Rolle in STARGATE hat, was ebenfalls auf RTL2 (und das sehr erfolgreich) läuft, hätte schon vom Redakteur die Vorgabe kommen müssen, dass Meincke für Argenziano gebucht werden sollte. Daran erkennt man dann auch, ob eine Synchro von einem guten TV-Redakteur betreut wird.

In Antwort auf:
Wenn irgendwelche Darsteller die kein Mensch kennt nicht die Stimme hatte die er in irgendeiner C-Produktion hatte ist das doch egal. Wem ausser dir fällt das denn auf?

Ich würde JAG und vor allem STARGATE nicht als C-Produktion bezeichnen und Argenziano ist auch kein Darsteller, den kein Mensch kennt. Auffallen würde das STARGATE-Zuschauern mit gutem Gehör und wie gesagt zeigt das, dass an der Synchro nicht gut gearbeitet wurde.
Kleiner Vergleich: Robert Wisden, der zwar auch kein sehr bekannter, aber auch kein unbekannter Darsteller ist, wird in seiner wiederkehrenden SMALLVILLE-Gastrolle (HERMES Synchron) von Erich Räuker synchronisiert. In einer kleinen Gastrolle in einer JOHN DOE-Folge (Interopa) wurde er ebenfalls von Räuker synchronisiert, weil SMALLVILLE eine bekannte Serie auf RTL ist und Redakteur Nick Hainzl das deswegen der Interopa als Vorgabe gab. Gleiches hätte, wenn das Synchronstudio nicht selbst darauf achten kann, obwohl es darauf hingewiesen wird, auch bei 24 im Fall von Argenziano geschehen müssen, da STARGATE zur Zeit die erfolgreichste Serie für RTL2 ist und sogar seit längerer Zeit die erfolgreichste SciFi-Serie im deutschen Free-TV!

In Antwort auf:
Wie gesagt der einzige Schwachpunkt ist, dass ich Governor Palmers Stimme mehr mochte als President Palmers.

Da würde mich halt auch mal die Intention des Redakteurs interessieren, denn angeblich soll es ja so gewesen sein, dass Hecker schon in Berlin war und dort dann gesagt wurde: "Was, der ist Synchronsprecher?! Der kann das doch gar nicht!", weswegen er dann umbesetzt wurde, was IMHO gerade bei einem alten Hasen wie Ben Hecker doch nun wirklich nicht angebracht ist, zu sagen!

Gruß,

Hendrik
---
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Slartibartfast



Beiträge: 4.978

02.06.2004 10:43
#5 RE:24 - Synchro der 2. Staffel: Eher pro! Zitat · antworten

Ich muss auch sagen, dass ich die 2. Staffel besser fand als die erste. Die Dialoge waren entweder redaktionell überarbeitet oder Herr Tennstedt hat das im Studio repariert. Insgesamt wirkte die ganze Arbeit um einiges professioneller und runder, was zeigt, dass es nicht an den Hamburger Sprechern gelegen hat. Holger Mahlich etwa wuchs erst in der zweiten Staffel über sich hinaus, in der ersten habe ich ihn merkwürdig gefunden.
Dein Hauptargument, dass Berliner Besetzungen klischeehaft sind zieht nicht, da nunmal für europäische Augen alle gerade bei Schwarzen nur sehr grob unterschieden wird. Da ist es normal, dass sie alle gleich klingen. Ich fühle mich im Gegenteil sogar recht wohl, wenn ich Tilo Schmitz in so einer Rolle höre. Dagegen regen mich eher "die schwarzen Quasselsprecher" auf: Torsten Michaelis und Randolf Kronberg, aber jedem seine Meinung.
Ich habe den Eindruck, dass du generell mehr für Hamburger Synchros übrig hast. Verstehe ich ja, ist bei mir für München ganz ähnlich. Aber du solltest es nicht immer übertreiben. Dein Leserbrief in der TV-Highlights etwa ist so ein Beispiel. Deine Argumentation lautet im Grunde: "Die Synchro wird super, weil sie in Hamburg gemacht wird." Abgesehen davon, dass solche Infos niemanden ohne Insiderwissen interessieren: Was war der Sinn deines Briefes? Es mag ein veraltetes Gerücht sein, dass Hamburger Synchros zweite Wahl sind, und ich wünsche mir auch, dass die mal wieder was fürs Kino machen, aber es ist nicht dein Job, das Gegenteil zu beweisen, zumal ich nicht glaube, dass du es so erreichst.


Hendrik Meyerhof


Beiträge: 6.341

02.06.2004 15:04
#6 RE:24 - Synchro der 2. Staffel: Eher pro! Zitat · antworten

Hallo, Martin!
Schön, dass Du nun auch den Weg in das neue Forum gefunden hast, wir hatten dich schon vermisst!

Holger Mahlich etwa wuchs erst in der zweiten Staffel über sich hinaus, in der ersten habe ich ihn merkwürdig gefunden.

Das lag aber an der Rolle selbst. Mason sollte ja ganz bewusst in der 1. Staffel irgendwie merkwürdig und zwielichtig sein, in Staffel 2 wurde er einem dann richtig sympathisch und Berkeley und Mahlich durften, weil es das Drehbuch endlich mal hergab, richtig schauspielern. Mason hatte auch generell die beste Wandlung im Charakter, das war einer der Pluspunkte der Autoren (neben den Kim Bauer-Plotlöchern!).

Dagegen regen mich eher "die schwarzen Quasselsprecher" auf: Torsten Michaelis und Randolf Kronberg, aber jedem seine Meinung.

Da magst Du recht haben, empfinde ich ähnlich, allerdings nur, wenn die Rollen eben auch so "quasseln".
Michalis und Kronberg finde ich auf Afro-Amerikaner ziemlich gut, wenn sie die ruhigen Typen sind, also z.B. Kronberg für Cleavant Derricks in SLIDERS.
Ist aber auch natürlich wieder nur eine Sache des subjektiven Geschmacks, da soll es jeder so halten, wie er will.

Ich habe den Eindruck, dass du generell mehr für Hamburger Synchros übrig hast. Verstehe ich ja, ist bei mir für München ganz ähnlich.

Oh, über Münchner Synchros freue ich mich ebenso. Vor allem über die kommende "Tru Calling"-Synchro, hat Nick Hainzl gut geleitet.

Zu dem Leserbrief:

aber es ist nicht dein Job, das Gegenteil zu beweisen, zumal ich nicht glaube, dass du es so erreichst.

Das wollte ich damit auch gar nicht. Viele Leserbriefe schaffen es nicht in die TV-High, habe nämlich schon einige Fragen etc. hingeschrieben, keiner abgedruckt. Und die meisten werden, weil zu ausführlich, redaktionell gekürzt.
Ich bin gar nicht davon ausgegangen, dass man den Leserbrief abdruckt und wenn, dann nicht komplett.
Mein Hauptanliegen war es, dass die auch mal was zu "Dead Zone" und "Tru Calling" bringen. Das mit der Synchro war nur Nebenher-Geschwafel zur Synchro, was vielleicht noch die Redakteure mal ganz interessant finden, aber es war definitiv nicht meine Absicht, damit bewusst Werbung für Hamburger Synchros in einer Publikation zu machen.
Hätte ich halt echt nicht gedacht, dass die das abdrucken. Also, war keine böse Absicht dahinter. *schäm*
Ich kann ja noch eine ausführliche Mail hinschicken mit den neuesten Infos zur schönen TRU CALLING-Synchro aus München, okey-doke?


Gruß,

Hendrik
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- Dass Du nicht paranoid bist heisst nicht, dass nicht hinter dir her sind.


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