Jesse James (Tyrone Power) Randolf Kronberg Frank James (Henry Fonda) Jürgen Thormann Zerelda/Zee [Susan/Susie] (Nancy Kelly) Marianne Lutz Will Wright (Randolph Scott) Gert Günther Hoffmann Major Rufus Cobb (Henry Hull) Friedrich W. Bauschulte Gefängniswärter (Slim Summerville) ? George Runyan (J. Edward Bromberg) Gerd Duwner Barshee (Brian Donlevy) Heinz Petruo Bob Ford (John Carradine) Horst Keitel McCoy (Donald Meek) Dietrich Frauboes Jesse James jr. (Johnny Russell) ? (Kinderstimme...) Mrs. Samuels (Jane Darwell) Ursula Krieg Charles Ford (Charles Tannen) ? Mrs. Bob Ford (Claire Du Brey) ? Clarke (Willard Robertson) ? Bill (Harold Goodwin) ? Pinkie (Ernest Whitman) Hans Schwarz jr. Deputy (Eddy Waller) ? Hank (Paul E. Burns) ? Priester (Spencer Charters) Knut Hartwig Tom Colson (Arthur Aylesworth) ? Arzt (Charles Middleton) Kurt Waitzmann Heywood (Charles Halton) ? Roy (George Chandler) Arne Elsholtz Farmer (Harry Tyler) Toni Herbert Mutter (Virginia Brissac) Elfe Schneider Richter Rankin (Edward LeSaint) ? Richter Mathews (John Elliott) ? Alter Marshal (Erville Alderson) ? Farmerssohn (George P. Breakston) Uwe Paulsen Mitglied der James-Gang (Lon Chaney jr.) ?
nicht creditiert: Infanterie-Captain (Donald Douglas) Gerd Holtenau Lokomotivführer (Harry Holman) Manfred Grote McKenzie, der Barkeeper (?) Manfred Meurer
In der Charakterzeichnung zwar etwas naiver, aber sehr mitreißend inszenierter und auch heute noch überraschend modern wirkender Edelwestern der Frühzeit. Die TV-Synchro ist auch mehr als in Ordnung, lediglich die Besetzung von Thormann für Fonda verwirrt etwas (obwohl er gewohnt souverän agiert, wie immer, wenn er nicht im Jason King-Modus unterwegs ist). Die Blu-ray kann man als OK durchwinken, Bild und Ton sind für das Alter des Films akzeptabel. Ärgerlich ist lediglich, daß man den ersten Erzählertext aus dem Off zu tief belassen hat, vermutlich, um die Titelmusik im Original zu erhalten. Pest oder Cholera mal wieder. Der Rest der Synchro wurde aber anscheinend tonhöhenkorrigiert, zumal hier auch teilweise Musik zu hören ist, wo es im Original nur Geräusche gibt.
Beide TV-Synchros von Teil 2 sollen ja unter der Ägide von Lothar Michael Schmitt bei der BSG entstanden sein. Zu Teil 1 gibt es keinerlei Angaben, aber er dürfte in einem Ritt mit dem zweiten Teil bearbeitet worden sein. Aufgrund der stellenweise überaus flotten Dialoge und Elsholtz in einer nicht unbedingt naheliegenden Nebenrolle vermute ich hier eher ihn als Bearbeiter.
Zitat von Lord Peter im Beitrag #16 Jesse James - Mann ohne Gesetz (Jesse James, USA 1939) Verleih: ARD [1971] Berliner Synchron GmbH (?) Buch und Dialogregie: Arne Elsholtz (?)
Zitat von Lord Peter im Beitrag #15Warum wurde eigentlich 1980 eine dritte Fassung von Teil 2 erstellt, von Teil 1 dagegen nicht? Normalerweise wurde in solcher Beziehung doch konsequent gearbeitet...
Das ist insgesamt recht rätselhaft, denn im ZDF lief Teil 2 erst 1990 (zuvor 1986 auf 3sat). Entweder lag diese 3. Synchro also 6-10 Jahre auf Halde, oder sie wurde 1984 in der ARD erstaufgeführt, was aber wohl sehr unwahrscheinlich ist.
"Der neue Film" Nr. 38/1950 nennt folgende Synchronangaben zu "Jesse James- Mann ohne Gesetz"
Dt. Fassung: Ultra Film GmbH, München (-Geiselgasteig) Prod. Ltg: Edgar G. Techow Dialogbuch: Isolde Lange-Frohloff, Annemarie Cordes Dialogregie: Josef Wolf
dt. Sprecher: J. Pauls-Harding, Hans Hinrich, Eleonore Noelle, Anton Reimer, Wolfgang Preiss, E.F. Fürbringer, Bum Krüger
Zuordnung (ohne Gewähr):
Jesse James - TYRONE POWER - John Pauls-Harding Frank James - HENRY FONDA - Wolfgang Preiss Susan Cobb - NANCY KELLY - Eleonore Noelle Marshal Will Wright - RANDOLPH SCOTT - Ernst Fritz Fürbringer Major Cobb - HENRY HULL - Anton Reimer Runyan - J. EDWARD BROMBERG - Bum Krüger Barshee - BRIAN DONLEVY - Hans Hinrich
Zitat von Lord Peter im Beitrag #16Die TV-Synchro ist auch mehr als in Ordnung, lediglich die Besetzung von Thormann für Fonda verwirrt etwas (obwohl er gewohnt souverän agiert, wie immer, wenn er nicht im Jason King-Modus unterwegs ist).
Mit seiner Besetzung bin ich hier auch nicht ganz glücklich. Ob Helmo Kindermann besser gewesen wäre, der einige Jahre zuvor im "Ritt zum Ox-Bow" (ebenfalls eine mehrere Jahrzehnte später entstandene Synchro eines eines Fonda-Westerns) besetzt worden war? Oder vielleicht auch Erik Schumann, der relativ lange eine "alterslose" Stimme hatte? Was Tyrone Power angeht, so finde ich es erstaunlich, dass hier nicht Thomas Danneberg besetzt wurde, gerade wenn Arne Elsholtz tatsächlich der Bearbeiter gewesen sein sollte (dazu später noch etwas). Stefan ist sicher froh, dass hier nicht Claus Jurichs besetzt wurde. Ansonsten wäre vielleicht auch der SEHR lange jugendlich klingende Eckart Dux denkbar gewesen (falls er zu dieser Zeit überhaupt in Berlin tätig war). Die Besetzung von GGH war ebenfalls interessant, da er zu dieser Zeit natürlich ein Schwergewicht war und vermutlich gerade seinen Schwerpunkt nach München verlegte. Bei Randolph Scott war er nicht gerade naheliegend; sollte er vielleicht den "edlen" Charakter der Rolle betonen? Ansonsten bietet Heinz Petruo zu Beginn natürlich seinen Standard, Friedrich W. Bauschulte darf ordentlich chargieren, Dietrich Frauboes dagegen bleibt (wie so oft) relativ farblos.
Zitat von Lord Peter im Beitrag #16Aufgrund der stellenweise überaus flotten Dialoge und Elsholtz in einer nicht unbedingt naheliegenden Nebenrolle vermute ich hier eher ihn als Bearbeiter.
Hat er zu dieser Zeit überhaupt schon TV-Synchros erstellt?
Ich muss hier mal eine Lanze für Thormann brechen, denn nach dem ersten Erstaunen fand ich die Besetzung erfrischend originell und sie passte zum laxen, etwas schnoddrigen Duktus Fondas in den beiden Filmen - sozusagen ein jüngeres Pendant zu Siegmar Schneider, der bei mir für Fonda auf Platz 2 nach Borchert rangiert. Dass Thormann in "Der junge Mr. Lincoln" nochmal brillieren durfte, freute mich sehr. Wenn überhaupt, dann hätte mich mir von daher Dux eher noch für Fonda vorstellen können. Elsholtz wäre eine Möglichkeit, dann dürfte wohl die Hermes verantwortlich gewesen sein (die BSG müsste in Arnes Listen auftauchen). Aber ich habe das Gefühl, dass eher Gert Günther Hoffmann selbst in der Regie saß, was seine "unmotivierte" Besetzung in Berlin erklären könnte, als er sich gerade in München etablierte. (Als Regisseur war er ja sehr viel in Berlin tätig, vielleicht mehr als in München.)