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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 2.718 mal aufgerufen
 Spielfilme 1990 bis 2009
Seiten 1 | 2
rote Blume ( Gast )
Beiträge:

14.09.2004 15:19
#16 RE:GARFIELD Zitat · antworten

geloescht


rote Blume ( Gast )
Beiträge:

14.09.2004 15:19
#17 RE:GARFIELD Zitat · antworten

Wenn Leute nicht wegen ihres Koennens, sondern wegen ihres Bekanntheitsgrades als Sprecher engagiert werden und auch noch fuerstlich dafuer bezahlt werden, ohne das sie es wert waeren. Esther Schweins hat mir in Shrek damals sehr gut gefallen, aber a) wuerde sie das auch fuer normale Gagen tun? und b) braechte sie diese Leistung (und in ihrem Fall fand ich es sehr gelungen, wohlgemerkt) auch unter normalen Arbeitsbedingungen?
Wenn Anke Engelke erzaehlt, sie habe 5 Tage fuer "Findet Nemo" im Synchronstudio gestanden, duerfte jeder gestandene Synchronschauspieler doch nur mitleidig laecheln.
Diese neue Unsitte nur aus Promotiongruenden Promis einzusetzen (oftmals nicht mal Schauspieler, im englischen Original werden immerhin Schauspieler engagiert) bringt ausserdem die ganze Branche in Verruf:
1.DIE LEUTE VERDIENEN SEHR GUT
2.DAS KANN DOCH JEDER MIT EIN BISSCHEN UEBUNG

Ein Schauspieler wie Klaus-Dieter Klebsch ist deshalb in vielen Hauptrollen zu hoeren, weil er sich ueber die Jahre eben hochgearbeitet hat, weil er unter den gegebenen Bedingungen gute Arbeit leistet. Dass Schauspieler wie ein Sigmar Solbach oder Elmar Wepper von der Oeffentlichkeit unbeobachtet in der Synchronisation ein zweites Standbein haben, verdanken sie ihrem Koennen und nicht ihrer Popularitaet als TV-Stars.

Sascha Hehn hat die Rolle sicher auch wegen seines Bekanntheitsgrades bekommen, hatte aber auch vorher schon Synchronerfahrung, also auch eher Promi.

Auf der einen Seite wird von den Verantwortlichen Synchron als laestige Zwangsausgabe gesehen, und alles muss so schnell und billig wie moeglich vonstatten gehen, dann aber, wenn man glaubt, wegen Promis mehr Umsatz machen zu koennen, ist auf einmal Zeit und Geld da und man gibt sich oft mit recht mittelmaessigen bis schlechten Sprecherleistungen zufrieden.
Anke Engelke und Ingolf Lueck duerfen das leider immer wieder beweisen, nur sehen das viele erst wenn sich der Nebel der Begeisterung fuer diese Promis verzogen hat. Jahre spaeter.

Wir wollen doch gute Synchronschauspieler erleben, damit der Film gut rueberkommt.

Gruess
Elisabeth


<<<<~~ Mein Leben? Nein, mein Leben ist ein Katastrophengebiet. ~~>>>>


Hendrik Meyerhof


Beiträge: 6.341

14.09.2004 16:17
#18 RE:GARFIELD Zitat · antworten

Oder ist ein Promi der vor seiner
Promikarriere synchronisiert hat trotzdem ein Promi?

-> Manchmal schon, denn Tramitz und auch Gedeon Burkhard, der ja auch schon vieeele Jahre zuvor synchronisiert hat, kriegen inzwischen beide bei Buchungen die Promi-Gage, Daniela Hoffmann z.B. nicht, obwohl sie inzwischen so viel dreht, dass sie im TV häufiger zu sehen ist als die beiden Erstgenannten. Das Thema Bezahlungsunterschiede bei Synchronsprechern wurde damals in dieser Talkshow angesprochen, wo Hoffmann und Burkhard zu Gast waren...
Gruß,

Hendrik
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Der spannendste und atmosphärischste Thriller des Jahres: "Collateral" mit Tom Cruise!


John Connor



Beiträge: 4.883

14.09.2004 18:12
#19 RE:GARFIELD Zitat · antworten

@ Dennis Hainke:
Ich kann mich erinnern, dass wir schon einmal so eine ähnliche Diskussion hatten (ich glaube, es ging darum, ob Jürgen Thormann nun ein prominenter Synchronsprecher ist, oder nicht).
Ich würde folgendes sagen: der Promi-Status ist relational, d.h. abhängig von der Publikumsgruppe, die jemandem diesen Status zuschreibt.

Unter Synchro-Fans kann man solche Giganten wie Marquis, GGH, Tennstedt etc. als Promis bezeichnen im Vergleich zu, sagen wir mal, Butz Combrinck, etwa - gell Tobias? Aber ist z.B. Host Schön in diesem Sinne prominent? Darüber ließe sich streiten.

Die auch breiteren Publikumskreisen bekannte ‚Persönlichkeiten’, die sich mal als Synchronsprecher betätigen, würde ich eher als nicht-professionelle Sprecher bezeichnen.

Da gibt es, als dritte Variante, aus dem Showbiz bekannte Personen, die AUCH als Profi-Sprecher arbeiten, was dem breiten Publikum in den meisten Fällen nicht bekannt ist, z.B. Harald Juhnke.

@Elisabeth:
Ich möchte dir nur zu gerne zustimmen, weil auch ich die immer wieder als Negativbeispiele herangezogenen Sprecher ungern höre und auch mich diese Unsitte mit den nichtprofessionellen Synchronsprechern tierisch nervt, aaaber:

„Wenn Leute nicht wegen ihres Koennens, sondern wegen ihres Bekanntheitsgrades als Sprecher engagiert werden und auch noch fuerstlich dafuer bezahlt werden, ohne das sie es wert waeren.“

-> das ist doch im ökonomischen Bereich der Kunstbranche der (Regel-)Fall. Das ist bei Malern so, deren Werke nach ihrem Tod im Wert steigen und das ist auch bei Filmschauspielern so: dass ein Keanu Reeves mehr Gage bekommt als ein Dennis Hopper, hat nichts, aber auch gar nichts mit ihrem ‚Können’ zu tun, sondern mit ihrem Marktwert – und der richtet sich nach der VERMUTETEN Attraktivität beim undurchschaubaren Publikum. Kunst wird nämlich immer fürs Publikum gemacht, ob man als winziger Teil des Publikums die Vorlieben des Rests teilt oder nicht.

Ob sie es „wert“ sind? Wenn man bedenkt, dass die Produzenten mit den nichtprofessionellen Sprechern Werbung machen können, um dem Film zusätzliche Aufmerksamkeit zu sichern, dann würde ich sagen: unter diesem Aspekt, auf jeden Fall!

„Auf der einen Seite wird von den Verantwortlichen Synchron als laestige Zwangsausgabe gesehen, und alles muss so schnell und billig wie moeglich vonstatten gehen, dann aber, wenn man glaubt, wegen Promis mehr Umsatz machen zu koennen, ist auf einmal Zeit und Geld da und man gibt sich oft mit recht mittelmaessigen bis schlechten Sprecherleistungen zufrieden.“

-> das würde aber doch bedeuten, dass weder Zeit noch Geld eine direkte Wirkung auf das Endergebnis haben; dass ein unterbezahlter Profi-Sprecher selbst unter Zeitdruck bessere Arbeit abliefern würde als ein Promi-Spercher. Vor kurzem zog sogar ein Forumsteilnehmer über die bescheidenen Ansprüche von Tennstedt und Marquis her – und die gehören ja wohl zu den besten ihrer Zunft.

„Diese neue Unsitte nur aus Promotiongruenden Promis einzusetzen (oftmals nicht mal Schauspieler, im englischen Original werden immerhin Schauspieler engagiert) bringt ausserdem die ganze Branche in Verruf“.

-> Na ja, man kann das auch anders sehen: Hannelore Elsner ist zweifellos eine Schauspielerin, aber ihre Synchro-Arbeit in 8 FRAUEN ist einfach grauenhaft; auch dem seligen Peter Ustinov hätte man schauspielerisches Talent nicht abgesprochen, aber wenn er sich selbst auf deutsch synchronisierte, war das einfach nur nervig. Will sagen: es gibt verschiedene Schauspiel-Stile, ein ‚kompletter’ Filmschauspieler muss nicht unbedingt auch ein guter ‚Synchron’-Schauspieler sein; vom umgekehrten Fall ganz zu schweigen.

Auch das mit ‚Branche in Verruf’ bringen, finde ich etwas hart formuliert; man könnte ja auch sagen, dass dies beim durchschnittlichen Publikum eventuell erstes Interesse am Phänomen Synchronisation weckt (wenn auch am falschen Objekt, zugegeben).

Grüße, Fehmi

„Das ist mir alles zu laaaaang!“
(Thomas Karallus [Promi?] in KING OF QUEENS)


neusynchrosmachenalleskaputt


Beiträge: 974

14.09.2004 18:25
#20 RE:GARFIELD Zitat · antworten

Ich kann jetzt nicht sagen, was Herr Danneberg über Gottschalk gesagt hat, aber Preis und Leistung (damals für Kuck mal wer da spricht und folgende) standen in keinerlei Verhältnis zueinender.

Ich meine Gottschalk war ja schon schlecht, als er sich selbst dubbte von Nasen über Chaoten bis hin zum Trabbi...

Wenn jemand eine echt gute Leistung hinlegt wie Anke Engelke, hab ich nicht gegen Promis in der Synchro. Als weitere Negativbeispiele erwähne ich jetzt mal Til Schweiger (der allerdings noch unbekannt war) und Oli P. (Dragonheart 2).

Gibt es eigentlich ne Seite mit den ganzen deutschen Overdubs? Ich denke z.B. an die Lümmel aus der ersten Bank mit Eckart Dux, der Herrn Schramm nachsynchronisierte (und ich dachte mal: "So sieht der Sprecher von Anthony Perkins aus!"). In den 60ern und vor allem in den 70ern wurde ja fast alles nachträglich bearbeitet. Einiges auch noch bis in die 80er...


Hendrik Meyerhof


Beiträge: 6.341

14.09.2004 20:16
#21 RE:GARFIELD Zitat · antworten

Thomas Karallus [Promi?] in KING OF QUEENS

-> Beim PC-Spiel "Black Mirror" warb man mit "den deutschen Stimmen von Johnny Depp und Doug Heffernan aus der Kult-Sitcom KING OF QUEENS", allerdings ist wohl eher seine Stimme bekannt, weniger sein Name (außer bei Synchron- und KoQ-Fans), daher natürlich nicht Promi, erst recht nicht, was den Preis angeht.

Gruß,

Hendrik
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rote Blume ( Gast )
Beiträge:

15.09.2004 00:14
#22 RE:GARFIELD Zitat · antworten

@Fehmi

Zeichentrick: Im Original werden die Figuren mehr oder weniger an die Schauspieler angepasst, waehrend im Deutschen es reines Synchron ist. Dass Schauspieler unterschiedlich bei Buehne, TV/Film und Synchron gefordert werden, steht ausser Frage.

Mich stoert, dass nur "um die schnelle Mark, aeh Euro zu machen" Synchron als Werbmassnahme laeuft und eben nicht-professionelle Sprecher teuer eingekauft werden. Wenn die Mehrkosten (denn die laengere Studiozeit treibt die Kosten weiter in die Hoehe) wenigsten in einer vergleichbar guten Synchronisation enden - bitte sehr. Bedauerlicherweise scheint das nicht so wichtig (ja, ja ich weiss, ich bin da hoffunglose Idealistin, aber wenn keiner mehr Qualitaet als Massstab anlegt, koennten wir unser Gehirn ja gleich an der Kinokasse abgeben ).
Dass die Stimme des Hauptdarstellers in "City of God" Xavier Naidoo gehoert, wusste ich vorher nicht (natuerlich gabs nur deshalb Angaben zur Synchronisation im Abspann ). Das Ergebnis ist gut, also ist mir egal, wer da fuer wieviel extra bemueht wurde, denn den Film kann man sich getrost noch in 10 oder 20 Jahren ansehen, wenn der Saenger Xavier Naidoo vergessen ist.

DAS VERMARKTUNG WEIT UEBER ANSPRUCH STEHT, WIRD IN ZUKUNFT NOCH MEHR UMSICHGREIFEN.

In Antwort auf:
Auch das mit ‚Branche in Verruf’ bringen, finde ich etwas hart formuliert; man könnte ja auch sagen, dass dies beim durchschnittlichen Publikum eventuell erstes Interesse am Phänomen Synchronisation weckt (wenn auch am falschen Objekt, zugegeben).

Ich denke mal, dass durch das Internet mit den vielen Fanseiten, die eben vermehrt auch die Namen und Fotos der Synchronschauspieler enthalten, sowie der vermehrte Zugang zu Originalfassungen, bringt vielen die Synchronisation erst (oft natuerlich wegen der Schwaechen) in Bewusstsein.

viele Gruesse
Elisabeth
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synchrofreak80


Beiträge: 118

15.09.2004 08:50
#23 RE:GARFIELD Zitat · antworten

Hallo

Die richtigen Schauspieler von den können die meisten
nicht richtig Synchronisieren.
Z.B. Der Fernsehfilm Apocalyse Eis oder so:)
Da hat sich ja Bettina Zimmermann selber synchronisiert.
Ich fande es einfach scheiße. Man hat ja auch den direkten Vergleich zu einm Profisprecher gehabt.
Alexander Sascha Dräger.
Die richtige Deutschen Schauspieler sollten es meiner Meinung nach lassen mit dem Profisynchronsprechen.
Es gibt nartürlich ausnahmen Leon Boden (Denzel W.)
Aber die meisten können es nicht im geringsten nicht mit
z.B. Mertin Kessler (hat vorkuzem bei GZSZ mit gemacht),
David Nathan, T. Michaelis, Björn Schalla, Simon Jäger,
C. Rettinghous usw. usw. DAS SIND HALT DIE RICHTIGEN PROFI
SPRECHER finde ich.

gruss
Tobias



Dennis Hainke



Beiträge: 1.315

15.09.2004 09:44
#24 RE:GARFIELD Zitat · antworten

Ja, oder zum Besipiel Diane Krueger in "Troja",
mein Gott, ich hab gedacht die Schläft gleich ein,
so schrecklich hat das geklungen.
Aber Daniel Brühl in "Bärenbrüder" fand ich dagegen
richtig gut. Und Xavier Naidoo fand ich auch Klasse,
vorallem da den Schauspieler den er gesprochen hat,
so gut wie keiner kennt.
------
"Bist du ein Zauberer?"
"Klar, ich zauber dir auch 'ne Taube aus dem Arsch."
[Ekkehardt Bélle & Claus Brockmeyer]


Hendrik Meyerhof


Beiträge: 6.341

15.09.2004 15:07
#25 RE:GARFIELD Zitat · antworten

Stimmt, bei APOKALYPSE EIS war der Vergleich zwischen Sascha Draeger und Bettina Zimmermann schon extrem. Franka Potente in "Die Bourne Identität" fand ich dagegen richtig gut.

Ja, oder zum Besipiel Diane Krueger in "Troja",
mein Gott, ich hab gedacht die Schläft gleich ein,
so schrecklich hat das geklungen.

-> In WICKER PARK (deutscher Titel: SEHNSÜCHTIG (wieder ein völlig unpassender dt. Titel!)) synchronisiert sie sich auch selbst und soll sich da auch im Gegensatz zu TROJA ganz ordentlich angestellt haben.

Gruß,

Hendrik
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