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Dieses Thema hat 486 Antworten
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 Filme: Klassiker
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alpha



Beiträge: 312

26.02.2009 20:39
#106 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten
Zitat von Markus
@alpha: Hast du schon eine Antwort auf den Brief an die Öffentlich-Rechtlichen bekommen?

Sorry, habe den Brief noch nicht abgeschickt. Das wird sich aber in Kürze ändern.


Zitat von Markus

In diese Liste gehört wohl auch "Der falsche Mann" (Warner).
Der Ton klingt unangenehm leise und muffig, und gerade die Stimme von Eleonore Noelle wirkt (frequenzbedingt?) wie in Watte gepackt.

Ich kann dich nur bitten, fachkundig geschriebene amazon-Reviews zu verfassen, wenn dir solche Dinge auffallen.




Weitere traurige Beispiele für digital verstümmelte Synchros:


DVD:
"Der Speer der Rache" (1955) (Koch): Hier ist zwar der O-Ton technisch vollkommen in Ordnung, aber die dt. Synchro klingt metallisch verwaschen und nach Blechbüchse (wenn man zwei oder mehrere exakt identische Tonspuren mit einigen ms Verzögerung abspielt, entsteht ein ähnlicher Blechbüchsen-Effekt). Lief die dt. Synchro von "Der Speer der Rache" schon einmal im TV? Falls ja, dann bestünde wenigstens die Hoffnung, dass mir irgendwann einmal eine Klangfassung mit noch normalem Ton unterkommen wird.

"Eine Pistole für Ringo" (1965) (Koch): Der dt. Ton klingt nicht mehr im Geringsten nach "Film", sondern wurde in eine Aneinanderreihung aus metallischen Filterartefakten umgewandelt (vielleicht hat man mit dem "High Hiss Reduction"-Effekt in Adobe Audition ein wenig herumgespielt -> genau dementsprechend klingt das Ganze).

"Das goldene Schwert" (1953) (Koch): Das ohnehin schon sehr schlechte Ausgangsmaterial wurde schlampig gefiltert und die Stimmen weisen nun konstant starke digitale Verfremdungen (Tonschwankungen, Klang wie aus der Blechbüchse) im Vergleich zur letztjährigen RTL II Ausstrahlung auf. Würde mich interessieren, was sich der Techniker dabei gedacht hat...

Bei diesen Beispielen geht es längst nicht nur darum, DASS gefiltert wurde, sondern auch um das WIE. Diese Bearbeitungen sind vom Niveau her mit dem Schrott aus der "Große Film-Klassiker"-Serie von FOX (wo etliche künstlerisch und filmhistorisch wertvolle Nachkriegssynchros durch haarsträubenden Filtereinsatz zerstört wurden) vergleichbar. Der kulturelle Schaden, der hier verursacht wird, ist enorm.
Beim kürzlich von Koch veröffentlichten Film "Zwei Minuten Warnung" (1976) dürfte hingegen die Tonqualität in Ordnung sein. Der lief vor ein paar Tagen auf RTL II mit recht klarem und dynamischem Ton (gutes Ausgangsmaterial), sodass man hier höchstwahrscheinlich keinen Schaden durch unsachgemäßen Filtereinsatz anrichten konnte.




TV:
"Der Vagabund von Texas" (1945) (ARD): Das Rauschen ist von hochfrequenten digitalen Artefakten (exakt so wie in diesem Beispiel) durchsetzt. Entweder hat man hier einen leichten Rauschfilter auf die Tonspur gelegt (zu schwach eingestellt, um das Rauschen vollständig zu entfernen, aber dennoch stark genug, um konstant hochfrequente digitale Störungen zu erzeugen), oder beim Encoding o.ä. ist was schief gelaufen. Ich tippe auf ersteres.

"Die wunderbare Macht" (1954) (ARD): Beim neuen ARD-Master wurde der Ton leider durch einen starken Rauschfilter gejagt (Ergebnis: konstante leichte Schwankungen in der Lautstärke aufgrund der fälschlichen Dämpfung gewisser Silben, leicht metallisch-pfeifend verzerrte Atemgeräusche, dumpfes Klangbild, etc...). Ich fürchte, dass auch Carol Media diesen Ton für seine DVD-Veröffentlichung verwendet hat.
Glücklicherweise konnte ich bei diesem Film auf eine alte VHS-HiFi-Stereo-Aufzeichnung aus den frühen 90ern mit noch klanglich einwandfreiem Ton zurückgreifen, den ich inzwischen auch sorgfältig digitalisiert habe.

"Die ist nicht von gestern" (1950) (ORF + Sony-DVD): Der dt. DVD-Ton ist stark überfiltert. Ich war daher auch sehr erfreut, als vor einigen Monaten der Film beim ORF angekündigt war, war dann aber umso enttäuschter, als auch im ORF unerwarteterweise der von der DVD bekannte Schrott-Ton lief. Unerwartet deshalb, weil bei ca. 90% aller alten Filme, die im ORF laufen, der Ton noch frei von digitalen Manipulationen ist. Auch frühe dt. Tonfilme aus den 30ern/40ern oder Kinofilme mit Synchros aus den späten 40ern (also klanglich sehr eingeschränktes Audio-Ausgangsmaterial, das höllisch empfindlich auf digitale Eingriffe reagiert) laufen im ORF in fast allen Fällen noch mit intaktem Ton.




Großes Kopfzerbrechen bereiten mir schon lange die katastrophal schlechten Tonbearbeitungen der Murnau-Stiftung. Hier gilt: wird vor Filmstart die "Transit Film/Murnau Stiftung"-Animation eingeblendet, dann ist das gleichbedeutend mit digital ruiniertem Ton (die einzige Ausnahme ist der am 28.3.2008 auf 3sat ausgestrahlte Käutner-Film "Kitty und die Weltkonferenz" (1939), wo der Ton trotz der "Transit Film/Murnau Stiftung"-Animation vor Filmbeginn nicht durch den üblichen digitalen Rauschfilter-Shredder gejagt wurde und daher ausnahmsweise einmal nach "Film" klingt; ansonsten klingt der Ton dieser Bearbeitungen immer ganz schrecklich nach Gießkanne und 48kbps-MP3).

Verantwortlich für das alles dürfte die Firma OMNIMAGO sein, welche auf der Seite der Murnau-Stiftung stets unter "digitaler Bearbeitung" genannt wird. Wenn man sich jedenfalls amazon-Reviews zu "Amphitryon - Aus den Wolken kommt das Glück" (1935), "Das Lied der Wüste" (1939), "Wir machen Musik" (1942), "Unter den Brücken" (1945), etc... durchliest, dann dreht sich einem der Magen um.


Wenn man solche digitalen Verstümmelungen einmal über sich ergehen lassen mußte, dann mutet folgender auf der Startseite der Murnau-Stiftung zu findende Text wirklich wie ein schlechter Scherz an:

Verstümmelung, Vernichtung, Zersetzung des Materials haben heute einen Großteil unseres Filmerbes bereits nachhaltig geschädigt. Zu retten, was zu retten ist, wiederherstellen, was unverzichtbar ist, erhalten, restaurieren, rekonstruieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen: das ist die Aufgabe der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

26.02.2009 23:58
#107 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten
Zitat von alpha
"Der Speer der Rache" (1955) (Koch): Hier ist zwar der O-Ton technisch vollkommen in Ordnung, aber die dt. Synchro klingt metallisch verwaschen und nach Blechbüchse (wenn man zwei oder mehrere exakt identische Tonspuren mit einigen ms Verzögerung abspielt, entsteht ein ähnlicher Blechbüchsen-Effekt). Lief die dt. Synchro von "Der Speer der Rache" schon einmal im TV? Falls ja, dann bestünde wenigstens die Hoffnung, dass mir irgendwann einmal eine Klangfassung mit noch normalem Ton unterkommen wird.

Der lief vor Jahren zum letzten Mal bei Kabel 1 im Nachtprogramm. Um die Jahrtausendwende, würde ich sagen. Vielleicht später nochmal, aber nicht auf einem anderen Sender - höchstens Premiere oder so.

In Antwort auf:
"Das goldene Schwert" (1953) (Koch): Das ohnehin schon sehr schlechte Ausgangsmaterial wurde schlampig gefiltert und die Stimmen weisen nun konstant starke digitale Verfremdungen (Tonschwankungen, Klang wie aus der Blechbüchse) im Vergleich zur letztjährigen RTL II Ausstrahlung auf.

Scheiße!
Ich habe die RTL II-Aufnahme, die sogar werbefrei war, gelöscht, weil die DVD damals schon draußen oder zumindest angekündigt war. So wird also das Vertrauen des Kunden belohnt und dann ausgerechnet noch Koch Media, von denen man eigentlich besseres gewohnt ist.
Zum Glück besteht Hoffnung, dass der irgendwann nochmal durch's Nachtprogramm geistert, da die RTL-Sender nunmal ab und an Verwendung für die Universal-Sachen haben. Ob man ihn nochmal werbefrei erwischt, bleibt, zutiefst bedauerlicherweise, allerdings abzuwarten...ich könnt' mich in Grund und Boden ärgern. Es ist einzig tröstlich, dass du die Version zumindest offenbar archiviert hast. Ich habe den Hinweis, der hier knapp drei Wochen vor der Ausstrahlung abgefasst wurde, aufgrund des regen Betriebes in diesem Thread, auch mit Blick auf die Ausführlichkeit der Beiträge, leider nicht gelesen.

Der Ton von "Duell im Atlantik" auf DAS VIERTE war zum Beispiel auch besser, als die dilettantisch abgemischte DVD, wo Curd Jürgens (war es glaube ich) leiser klingt, als die anderen Rollen oder sowas.

Gibt es eigentlich noch weitere so ganz krass extreme Fälle, wie "Himmelfahrtskommando El Alamein"?! Sind manche der hier genannten Fälle DAMIT vergleichbar? Das war ja so, dass der Ton dann selbst durch den Filter schon verzerrte bzw. übersteuert wirkte. Manche Sprecher erkannte man fast gar nicht mehr.
Da muss wirklich ein BEKLOPPTER für verantwortlich sein. Anders ist das kaum zu rechtfertigen, da das so miserabel klingt, dass es selbst dem größten Laien auffällt...da ist nicht nur verschlimmbessert, sondern auf dilettantischste Art und Weise zerstört worden. Sowas nicht zu bemerken ist nicht nur unprofessionell, sondern lässt auf schlimmere Defizite schließen. Da muss man bestenfalls taub sein oder so...
Es gibt gewisse Dinge, wo man sich immer wieder sagt, dass Dummheit, wenn sie zu sehr ausartet, manchmal doch bestraft werden sollte.
Dass der Film in der Fassung sogar noch im TV gesendet, da also auch nochmal abgesegnet wurde, ist, gelinde gesagt, bedenklich.
Markus


Beiträge: 2.421

03.03.2009 12:54
#108 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten
Weiß nicht, ob er in der Fassung schonmal lief, aber arte zeigte gestern "Ladykillers" (1950) mit stupendem Bild, aber furchtbar verunstaltetem Ton.
Ist die DVD besser?

Ein positives Gegenbeispiel: Die Mc-One-VÖ von Preston Sturges "Die Ungetreue" wurde von "Imagion" betreut, eine gute Adresse. Hier entspricht der Ton dem Bild: resonant und wohlklingend.

Gruß
Markus
Lammers


Beiträge: 4.069

03.03.2009 14:55
#109 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

In Antwort auf:
Ist die DVD besser?


Ja, die DVD ist in Ordnung.

Markus


Beiträge: 2.421

18.03.2009 16:42
#110 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

Hat jemand die DVD von "Frau ohne Gewissen"?

In einer amazon-Rezension steht, dass zu Beginn eine Warntafel den schlechten deutschen Ton entschuldige. Ist er so schlecht, dass vom Kauf abzuraten wäre? Und liegt hier mal wieder eine Verschlimmbesserung mittels digitaler Techniken vor?

Gruß
Markus

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 14.845

18.03.2009 17:34
#111 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

Das klingt eher danach, als hätte es hier mal keine Verschlimmbesserung gegeben. Typisches 50er-Jahre-Grundrauschen = schlechter Ton. Mal sehen, ob ich den Film in einer Videothek erwische.

Gruß
Stefan

alpha



Beiträge: 312

18.03.2009 17:39
#112 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten
Zitat von Markus
Hat jemand die DVD von "Frau ohne Gewissen"?
In einer amazon-Rezension steht, dass zu Beginn eine Warntafel den schlechten deutschen Ton entschuldige. Ist er so schlecht, dass vom Kauf abzuraten wäre? Und liegt hier mal wieder eine Verschlimmbesserung mittels digitaler Techniken vor?

Gruß
Markus

Das habe ich mich auch schon einmal gefragt. Im besten Falle würde es wohl bedeuten, dass man auf eine weitere Klangverschlechterung mittels Holzhammer-Rauschfiltern verzichten wollte (bei einer Kinosynchro aus dem Jahr 1950 ist eine schlechte Qualität des Ausgangsmaterials auch überhaupt nicht verwunderlich), und sich eben für das schlecht erhaltene Ausgangsmaterial entschuldigt hat (der Durchschnittskonsument, der sich nicht so intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt, hat ja bekanntlich keine Ahnung von all den Problemen, die hier in diesem Thread besprochen werden).

Du könntest ja mal beim Cinefacts-User "kippe", der die DVD besitzt, nachfragen, ob der Ton digitale Verstümmelungen aufweist (der hat nämlich - im Gegensatz zu vielen anderen Usern (und auch einigen DVD-Reviewern) - Ahnung, wovon er spricht, wenn es um die Tonbewertung von Spielfilmklassikern geht).
Markus


Beiträge: 2.421

19.03.2009 15:28
#113 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

Kippe hat freundlicherweise ein Sample ins Netz gestellt:
http://rapidshare.com/files/211026539/Fr...wissen.rar.html

Etwas gefiltert, ansonsten rauscht und schlackert es "natürlich".

Gruß
Markus

lupoprezzo


Beiträge: 2.836

27.03.2009 14:02
#114 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

Leider ein weiteres Beispiel von Ton-Verhunzung durch die DEGETO: http://215072.homepagemodules.de/t513069...d-schweigt.html

Vor einigen Monaten lief der Film noch mit einwandfreiem Ton. Wenn man sich vorstellt, dass für solchen Vandalismus auch noch jemand bezahlt wird...

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2009 17:21
#115 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten
Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben diesen Wahnwitzigen das Handwerk zu legen.
Das kann doch einfach nicht wahr sein, wie sich hier vergangen und das Ganze dann sogar noch abgesegnet wird. Wer führt sowas durch?! Die Nationalmannschaft der Vollidioten?
Wie dumm sind die Leute, die sowas in Auftrag geben, die, die es ausführen und die, die es abnehmen bitteschön?! Pfui, Deiwel...
Das ist nicht nur beschämend, sondern beängstigend! Ekelhaft, wenn man sich vergegenwärtigt, was da für Deppen am längeren Hebel sitzen.

Da gibt es schon genügend Beschwerden drüber und trotzdem wird es munter weiter praktiziert...Hochnäsigkeit und Fahrlässigkeit in Kombination sind ein gemeingefährliches Gemisch.

Was hier praktiziert wird, erinnert mich an irgendwelche Irren in Agentenfilmen, die mit idiotisch verzerrtem Gesicht auf irgendwelchen Computer-Tasten rumdrücken, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Nur leider ist es hier praktisch real, einschließlich dem Bestreben abschließend stolz ein irres Werk zu beschauen. Und kommt im Gegensatz zum Agentenfilm sogar zum Abschluss, denn es ist kein Bond da, der die Welt rettet.
Ich würde so einen Dorftrottel, oder sagen wir lieber: selten dämlichen Vollidioten, der auch nur einen einzigen dieser selbstherrlichen Auswüchse zu verantworten hat und die maßlose Frechheit besitzt, dafür auch nur einen Euro zu nehmen (während in Afrika Kinder hungern müssen), wirklich gern mal persönlich kennenlernen.

All die schönen Filme, all die schönen Synchros...
Lammers


Beiträge: 4.069

27.03.2009 17:44
#116 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

@alpha: Ich entnehme den letzten Postings, dass unser Brief offenbar keine Reaktion bei der DEGETO und den "Öffis" bewirkt hat.

Es ist wirklich zum Kotzen: Weiterhin werden munter die Tonspuren von alten Filmen versaut. Da sieht man mal wie weit das Phänomen Einschaltquote gehen kann. Nur um der Masse, die sowieso keine ist oder zu sein scheint, gerecht zu werden, werden Tonspuren ohne Rücksicht auf Verluste kaputtgefiltert und die, die es nicht wollen, werden ignoriert. Das Verhalten dieser Verantwortlichen (DEGETO etc.) erinnert irgendwie schon an den Disney-Konzern, der auch nicht auf die Fans eingeht (siehe "Arielle"). Ach ja: Und so dumm kann kein Tontechniker sein, dass er nicht wüßte, wie man sowas ordentlich neu abmischt. Werden die da genötigt oder was ist los ?

In Antwort auf:
Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben diesen Wahnwitzigen das Handwerk zu legen.


Ja, das würde ich auch gerne tun. Nur wie ? Freundliche oder unfreundliche Briefe oder E-mails schreiben bringt nichts, da sich die Damen und Herren oder irgendwelche Praktikanten selbstverständlich mit haarsträubenden Ausreden herausreden (kennt man ja vom Fernsehen, ne ?). Also muss man da anders ran.

In Antwort auf:
Ich würde so einen Dorftrottel wirklich gern mal persönlich kennenlernen.


Unbedingt.

alpha



Beiträge: 312

29.03.2009 16:14
#117 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten
Zitat von Lammers
@alpha: Ich entnehme den letzten Postings, dass unser Brief offenbar keine Reaktion bei der DEGETO und den "Öffis" bewirkt hat.

Die Briefe gingen erst gestern raus. Sobald eine Antwort eintrifft, werde ich sie hier in diesem Thread posten.


Zitat von Markus
Weiß nicht, ob er in der Fassung schonmal lief, aber arte zeigte gestern "Ladykillers" (1950) mit stupendem Bild, aber furchtbar verunstaltetem Ton.

Auch schon bei der Filmausstrahlung am 21.12.08 auf HR war der Audio-Rauschfilter bis zum Anschlag aufgedreht.





Weitere Beispiele:

"Fort Yuma" (1955) (ARD, 14.02.09): Die Tonspur wurde zwar nicht totgefiltert, aber auf den Stimmen liegt konstant ein leichter synthetischer Hall. Warum zum Teufel man diese Verfremdungen unbedingt erzeugen musste, würde mich wirklich interessieren.

"Verdammt in alle Ewigkeit" (1953) (BR, 10.03.09): Hier lief wieder das selbe klangtechnisch verhunzte Master, welches auch schon im Sommer letzten Jahres im BR zur Ausstrahlung kam (die gesamte Tonspur klingt, als hätte man mit Absicht einen leichten Flanger-Effekt draufgelegt).

"Der weite Ritt - Director's Cut" (1971) (3sat, 24.03.09): Die schön fotografierte Eingangssequenz ist (vom künstlerischen Standpunkt aus) wunderbar (das gilt auch für den Soundtrack) und ich war anfangs auch sehr erfreut, dass ein qualitativ hochwertiges Bildmaster ausgestrahlt wurde. Als dann die ersten Dialoge zu hören waren (durchsetzt von hochfrequenten pfeifenden bzw. zwitschernden digitalen Artefakten), habe ich die Sichtung aber bald verärgert abgebrochen (der Film selbst scheint aber genau nach meinem Geschmack zu sein).

"Vorhang auf!" (1953) (EinsFestival, 22.03.09): Die dt. Dialoge klangen grauenvoll nach Blechbüchse (die in Englisch gesungenen Passagen waren jedoch technisch in Ordnung, weil hier im Vergleich zur dt. Synchro viel hochwertigeres Ausgangsmaterial zur Verwendung kam, welches dann auch nicht kaputtgefiltert wurde).
Bonny


Beiträge: 177

31.03.2009 18:25
#118 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

Hallo,

ich kann mir leider nicht den ganzen Schriftverkehr durchlesen. Mich würde als Nichttechniker eine kurze Einführung in die Materie interessieren, so daß ich die verunstalteten Fassungen auch tatsächlich als manipuliert erkennen kann und nicht als schlechtes Ausgangsmaterial bewerte. Gerne auch an meine Postfach. Vielen Dank.

Im übrigen bin ich davon überzeugt, daß die Beschwerdebrief immer etwas bringen, auch wenn keine Reaktionen erfolgen.Hier heißt es dranzubleiben und tief durchatmen.


Gruß, Bonny.

PeterMarteau


Beiträge: 2

02.04.2009 17:04
#119 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

Hallöchen,

die schlechten Bearbeitungen sind mir auch schon aufgefallen. Bei mir war es "Der Mafiaboß - Sie töten wie Schakale" von NEW, bei dem man den Ton komplett verhunzt hat. Da war es selbst für den Tauben hörbar. Jetzt habe mir gerade von Koch die letzten beiden Italowestern, Ringo kommt zurück und Silbersattel, geholt und schreib gerade ein Review dazu. Bin mir aber nicht sicher. Könnt ihr mir meine Vermutung bestätigen, dass sowohl Silbersattel als auch die Ursynchro von Ringo einen annehmbaren Ton haben, die etwas flapsigere Synchro der Wiederaufführung von Ringo aber teilweise ziemlich ätzend verhunzt ist (deutlich hörbar, sobald Nieves Navarro den Mund aufmacht)?

Herzlich,
Peter Marteau.

Lammers


Beiträge: 4.069

02.04.2009 18:02
#120 RE: Verstümmelung historischer Synchros d. unsachgemäße technische Nachbearbeitu Zitat · antworten

In Antwort auf:
"Der weite Ritt - Director's Cut" (1971) (3sat, 24.03.09)


Was ? Ich hatte keine Ahnung, dass sich auch an so vergleichsweise "jungen" Filmen vergriffen wird.

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