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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 698 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.873

25.09.2006 13:45
Die Teuflischen (1955/DF 1964) Zitat · antworten

DIE TEUFLISCHEN

Eines der ganz großen Meisterwerke im Genre "Thriller" - einer der wenigen, die Hitchcock das Wasser reichen können. Als ich bei Bräutigam las "DF: Beta Film 1964", schlug ich innerlich die Hände über dem Kopf zusammen. Aber: Surprise! Die (zweite) deutsche Fassung ist tadellos - gut besetzt, ausgefeilte Dialoge, komplett mit IT (was ja bei Beta nicht selbstverständlich ist) und trotz der Angabe auf dem DVD-Cover (enthält Szenen im franz. Original mit Untertiteln) ungekürzt in deutscher Sprache.. Naja - "Regie: Volker J. Becker" ist ein verlässliches Markenzeichen (auch wenn ich von "Vertigo" sehr enttäuscht war).
Folgend die Besetzung, soweit einzuordnen:

Nicole Horner - Simone Signoret - Rosemarie Fendel
Christine Delasalle - Vera Clouzot - Renate Danz
Michel Delasalle - Paul Meurisse - Helmo Kindermann
Alfred Fichet - Charles Vanel - Hans Hinrich
Raymond - Michel Serrault - Erich Ebert
Plantiveau - Jean Brochard - Werner Lieven
Herboux - Noel Roquefort - Leo Bardischewski
Hotel-Diener - Jean Temerson - Eric Jelde
(er sieht Hitchcock verdammt ähnlich – wer glaubt da an Zufälle …)

Perfekte Besetzung durchweg (die Fendel kalt, aber nicht zu maskulin – die Danz auf dem schmalen Grat zwischen Zerbrechlichkeit und plötzlicher Kraft, Kindermann verdeutlicht die maskuline Anziehungskraft von Delasalle), nur mit Hinrich für Vanel musste ich mich etwas anfreunden. Er macht seine Sache gut, aber wenn schon Suessenguth (Vanels Stammsprecher in West und Ost! Absolut einzigartig!) leider kurz zuvor verstorben war, warum dann nicht Bum Krüger, der stimmlich ein Zwilling von Suessenguth war? Naja.
Die ausgefeilten Dialoge stammen von Georg Rothkegel, wurden also höchstwahrscheinlich aus der ersten Fassung übernommen.
Und jetzt eine Frage: Kennt diese noch jemand? Wer sprach Meurisse (laut Bräutigam waren dabei Gisela Trowe (Signoret), Tilly Lauenstein (Clouzot) und Walter Suessenguth (Vanel))? Und war diese Fassung wie „Lohn der Angst“ gekürzt und deshalb eine Neu-Synchro notwendig gewesen?

Gruß
Stefan


berti


Beiträge: 14.972

25.09.2006 17:35
#2 RE: Die Teuflischen (1955/DF 1964) Zitat · antworten

Bum Krüger ein stimmlicher "Zwilling von Suessenguth"? Dafür erscheint er mir zu grob und polternd. Naja, im Bezug auf Ähnlichkeiten kann man sicher lange diskutieren...
Mein persönlicher Favorit als Ersatz aus dieser Zeit wäre Klaus W. Krause gewesen. Ich konnte früher nicht glauben, dass Suessenguth schon 1964 gestorben sein soll, bis ich dahinter kam, dass Spencer Tracy in seinem letzten Film "Rat mal, wer zum Essen kommt" (DF 1967) Krauses Stimme hatte. Hier zumindest hat er ihn einigermaßen gut imitiert und ersetzt.


Markus


Beiträge: 2.173

26.09.2006 12:39
#3 RE: Die Teuflischen (1955/DF 1964) Zitat · antworten

Ursprünglich war geplant, auf die DVD die beiden Fassungen aufzuspielen und dafür die Kopie eines Privatsammlers zu nutzen. Warum dies nicht geklappt hat (falsche Spur, Lizenz- oder Materialprobleme), habe ich leider auch nicht erfahren.

Der Grund für die Neusynchro hing vermutlich mit der atlas-WA zusammen, wie im Falle von "Der dritte Mann", "Arsen und Spitzenhäubchen" etc.

Gruß
Markus


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