Zitat von RGVEDA im Beitrag #16Dexter Original Sin wird nicht weiter geführt. Dann hätte man ja doch die Stimme für Krysten Ritter nutzen können.
Hätte man sowieso machen sollen, die Figuren können sich nicht begegnen und eine Doppelbesetzung für die Mutterserie hätte nicht gestört. Schließlich spricht Christoph Jacob in "Original Sin" auch einen anderen Schauspieler, der seine jüngere Version spielt, dessen Besetzung ich eher etwas merkwürdig finde, während alle anderen ja konsequenterweise neue Stimmen haben. Immerhin hat man bei "Wiedererwachen" ansonsten weitgehend auf Kontinuität gesetzt.
Im Finale taucht wieder Christian Camargo als Brian Moser auf und er wird erneut von Timmo Niesner gesprochen.
Wiedererwachen war eine tolle Fortsetzung nach dem eher verkorksten Ende von New Blood. Fühlte sich mehr wie die ersten vier Staffeln von Dexter an. Super geschrieben und tolle Performance aller Schaupieler. Großes Lob auch an die Synchro, ich fand sie gut gelungen. Dennis Schmidt-Foß auf Michael C. Hall ist einfach eine himmlische Kombination.
Schade wird Original Sin nicht weitergeführt, immerhin dürfen wir sicher noch mehr Wiedererwachen erwarten. Zwei separate Dexter Serien wären schon eine schöne Sache gewesen.
Sehr gut geschriebene Serie! Allerdings gibt es, meiner Meinung nach, bei der Synchronfassung einige Wermutstropfen: Douglas Welbat auf James Remar passt überhaupt nicht. Welbat ist sicher Vollprofi, aber diesen Charakter einzufangen, gelingt ihm nicht. Da wären eben Oliver Stritzel, Erich Räuker oder Jürgen Mai besser gewesen - auch im stimmlichen Zusammenspiel mit Dennis Schmidt-Foß. Harald Effenberg auf Ntare Guma Mbaho Mwine fand ich sehr schräg besetzt. Effenbergs Fistelstimme klingt zu alt. Asad Schwarz fehlt hier. Und (sorry) Meryem Basar auf Kadia Saraf (Det. Wallace) ? ... das klingt mehr als amateurhaft. Frau Basar ist für so eine durchgehende Nebenrolle (noch) ungeeignet. Aufnahmeleitung und Regie sollten so etwa erkennen. Es kommt der fertigen Sychro nicht gerade zugute.
Douglas Welbat fand ich in dem Fall passend besetzt. Räuker hat einen immerzu gleichen Ton drauf, was Welbat besser zu spielen weiß. Räuker ist in solchen Serien auch mittlerweile etwas ausgelutscht und klingt oft etwas „abgebrannt“. Das Argument Stritzel lasse ich gelten, aber dennoch fand ich, dass Douglas Welbat es gut gemeistert hat.
Und amateurhaft? Ich weiß auch nicht, wer Meryem Basar ist, aber ich fand es erstens Mal sehr gut gespielt, genauso scharfzüngig wie im Original (wenn auch etwas markanter) und eben kein verkünstelter Synchronton wie bei vielen Newcomern und zweitens immens erfrischend, mal eine Stimme zu hören, die ich noch nicht kannte. Eine solch große Rolle gibt man keinem Amateur, ich fand sie absolut fantastisch. Die Rolle selbst hat immerhin eine Art Inselbegabung (vielleicht sogar etwas wie Asperger) und diese Zwischentöne hat sie mehr als gemeistert. Es gab ein, zwei Stellen, bei denen ich gehört habe, dass der Satz aufgeteilt aufgenommen wurde, aber gestört hat es mich nicht, sie hatte mich schon bei Take 1. Klingt mir fast, als käme dieser Kommentar von jemandem aus der Branche, der hier feige seinen Unmut über Neulinge auslassen will, weil es ungewohnt ist, neue Stimmen zu hören. Was der Bauer nicht kennt… Störend hingegen empfand ich eher Herrn Berenz: Ich fand ihn PERFEKT besetzt, man hätte in Deutschland keine bessere Wahl für diese Rolle finden können, allerdings finde ich sein Spiel etwas karg. Dieses veratmetete Gekeuche in jedem Satz ist nicht zu ertragen, und in den klassischen Detective-Szenen klingt es in fast jeder Folge nach TKKG. Ich hüte mich zwar immer, auf die Synchronschauspieler loszugehen, da ich weiß, dass da noch weitere Instanzen sitzen, die für deren Spiel verantwortlich sind (insbesondere die Regie), aber es fällt mir nciht erst seit gestern auf, dass das Spiel von Herrn Berenz in diversen Produktionen immer gedrückter und veratmeter (und dadurch aufgesetzt) klingt, also ist das nicht Schuld des Regisseurs… Und leider muss ich auch die Leistung von David Kunze als Harrison bemängeln. Ich bringe jetzt einen klassischen Synchronkritikpunkt: Es klingt abgelesen. Nahezu durchgängig. Ich spüre in dem Fall bei der Deutschen Synchro nichts, egal, wie sehr ich mich darauf einlassen wollte. Im Original ist es eine gepeinigte Rolle, die gefühlt tausend innere Konflikte führt, und es kommt auf jeden noch so winzigen Zwischenton an. Und dem wird Herr Kunze nicht gerecht, leider. Wenn also etwas der deutschen Synchro nicht zugute kommt, dann so etwas. So viel zum Thema wer ist welcher Rolle gewachsen, ich fand die Newcomer in „Wiedererwachen“ teils besser als die etablierten Synchronkollegen…
Überraschend gut, wenn auch kein richtiger Newcomer mehr: Herr Sascha Krüger in Episode 1. Den Herrn habe ich auch das eine oder andere Mal in diversen Produktionen als verkünstelt gespielt wahrgenommen, aber diese Episodenrolle hat er so weich und nuanciert gespielt, dass ich mich sogar gefreut hätte, wenn seine Rolle zurückkehrt.
Alles in allem fand ich die deutsche Synchro in „Wiedererwachen“ insgesamt um Längen besser als in „Original Sin“. Da musste ich (auch aufgrund der Story) abschalten.