Der Einsatz sowie vor allem die Konsequenzen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz sorgen in der Film- und Fernsehbranche für gespaltene Reaktionen und Sorge. RTL wiederum sieht beim Einsatz von KI auch Chancen und prescht nun so richtig vor. Der Konzern möchte „zum führenden Agentic AI Medienhaus im deutschsprachigen Raum“ werden. Nachdem für „Neue Geschichten vom Pumuckl“ bereits erste Erfahrungen gesammelt wurden, indem die Stimme des verstorbenen Hans Clarin mit KI reproduziert wurde, stellt RTL heute mehrere weitere KI-Einsatzgebiete vor. Am aufsehenerregendsten davon: Es sollen ganze Episoden der Gerichtsshow „Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“ rein durch den Einsatz von KI entstehen.
Genauer gesagt sollen aus fertig produzierten Folgen der Gerichtsshow durch KI-gestützte Bearbeitung neue Episoden mit veränderter Dramaturgie, neuen Darstellern und alternativen Urteilen entstehen. Jede Folge werde dabei juristisch geprüft und redaktionell verantwortet. RTL Deutschland und die Produktionsfirma Constantin Entertainment wollen dadurch „ein starkes Zeichen“ setzen. Gleichzeitig mutet das Szenario auch wie eine düstere Zukunftsvision an, denn es veranschaulicht, wie obsolet dadurch die Verpflichtung von realen Darstellern bzw. Dreharbeiten an sich werden können.
Das ist so unglaublich gruselig. Dabei ist es auch egal, dass es sich "nur" um eine Nachmittags Gerichtsshow handelt.