Hundert Tage nach der Kindheit (Sto dney posle detstva)
Regie: Sergey Solovyov
Erstaufführung: 04.06.1976 Kino DDR/15.08.1978 DDR 1
Deutsche Bearbeitung: DEFA Studio für Synchronisation, Berlin
Dialogbuch: Friedel Hohnwald
Dialogregie: Margot Spielvogel
Mitja, ein 14jähriger, empfindsamer, fantasie-begabter Junge, verbringt seine Ferien in einem Pionierlager. Noch scheu und zaghaft, verliebt er sich zum ersten Mal in seine Mitschülerin Lena. Noch nie hat Mitja Lena so gesehen. Als Julia, als Mona Lisa, als Inbegriff alles Schönen. Die Worte der Dichter werden beseelt, die Steine beginnen zu reden - nur er bleibt stumm. Und er tut Dinge, die er vorher nie getan hätte, in übersteigerter Romantik, aufflammender Rivalität, ungezügelten Reaktionen ersten Verliebtseins. Mitja lässt sich alles mögliche einfallen, um Lenas Aufmerksamkeit darauf zu lenken, was für eine außergewöhnliche Persönlichkeit er ist. Doch sie bemerkt es nicht, bemerkt nicht einmal seine auffällige Ähnlichkeit mit dem Dichter Michail Lermontow, dessen Stück "Maskerade" die Jugendlichen gerade mit Begeisterung proben, um es im Ferienlager aufzuführen. Und dann ist da noch Sonja. Sonja ist klug, feinfühlig und taktvoll, eine gute Kameradin. Sonja, die Hilfsbereite. Sie bringt Mitja das Tanzen bei, obwohl sie weiß, dass er es nicht ihretwegen lernen will. Und Mitja? In seinem naiven Egoismus kommt Mitja gar nicht darauf, dass er für Sonja viel mehr bedeuten könnte...
Mitja Lopuhin (Boris Tokarew) Michael Pan
Lena Yergolina (Tatjana Drubitsch) KATARINA TOMASCHEWSKY
Sonja Zagremukhina (Irina Malyschewa) Blanche Kommerell
Gleb Lunev (Juri Agilin) HANS-JOACHIM FRANK
Lehrer Serjosha (Sergej Schakurow) Jürgen Hentsch
Lehrerin Shenja (Nina Menschikowa) ?
Ärztin (Arina Aljenikowa) Sonja Deutsch (?)
Sascha Lebedew (Andrej Zujagin) ?
Furikow (Juri Sorokin) Helmut Geffke
Zalikova (Tatjana Yurinowa) ?
Yefrosinya Kuzminichna (Vera Blagovidova) Trude Brentina
Führer des Pionierlagers (Viktor Markin) Jürgen Kluckert
Lena = KATARINA TOMASCHEWSKY - klar, ist eindeutig Tomaschewsky, aber so jung hab ich sie noch nie gehörrt
Gleb = HANS-JOACHIM FRANK - sehr starker Sprecher - schade, dass er offenbar nicht viel synchronisiert hat
Lehrerin ShenjaÄrztin - huch, das ist doch eine ebenso recht junge Sonja Deutsch?
SaschaZalikovaSehr starker Film, der damals auch den Silbernen Bären gewann. Erinnert mich teilweise an meine Zeit im Ferienlager.

Der Film lebt natürlich von seinen vielen talentierten Jugendschauspielern wie Sprechern. Die Synchro ist auch perfekt. Wirklich sehr gut gemacht. Der junge Michael Pan in Hochform, vor allem auch Hans-Joachim Frank hat mir gut gefallen.