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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 734 mal aufgerufen
 Filme: Klassiker
fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

05.09.2014 12:36
Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Auch bekannt als "Der Gefangene von Zenda"

OT: "The Prisoner of Zenda"

USA, 1952
Regie: Richard Thorpe
Drehbuch: Noel Langley / John L. Balderston
Musik: Alfred Newman
Produktion/Verleih: MGM

Deutsche Fassung (1953):

MGM Synchronabteilung, Berlin
Dialogbuch: ?
Dialogregie: ?

Deutsche Erstaufführung: 24. November 1953

Zum Film:

Anthony Hopes Romanklassiker rund um Intrigen und Machtspielchen im fiktiven Ruritanien wurde mehrfach verfilmt. Richard Thorpes bezaubernde vorliegende Fassung ist beinahe so etwas wie ein Vorläufer des Gus van Sant-Remales von "Psycho": es wurde der Film von 1937 nahezu ident nachgestellt, nur mit anderer Besetzung und minimaler Unterschiede. Dennoch macht der Film viel Spaß, hat eine wunderbare Besetzung und wurde mit viel Energie umgesetzt. Granger und Mason, die Mitte der 40er erfolgreiche Gegenspieler in englischen Filmen waren, hatten hier ein einmaliges Comeback als Duo.

Die deutsche Fassung:

Bei Arne findet sich der Eintrag, diese wäre bei Rohnstein in München entstanden. Ich vermute, das betrifft die Fassung von 1937, denn das Remake ist klassische Berliner MGM-Arbeit.

Wolfgang Lukschy darf überzeugend eine Doppelrolle synchronisieren und er hat sichtlich Freude daran. Erik Ode ist eine sehr gelungene Besetzung für den aalglatten Schurken, den James Mason perfekt mit viel Selbstironie spielt und Alfred Balthoff darf als intriganter, machtgieriger Herzog brillieren. Eine ungewöhnliche, aber gut funktionierende Besetzung für Rober Douglas. Der Film hat eine sehr gute deutsche Besetzung und ist voll von Charakterchargen. Bei Arne finden sich vier Namen, das läßt sich etwas erweitern. Leider muß ich bei den vielen Knurr-und-Knatter-Stimmen passen. Vielleicht kann jemand ergänzen!

Es spielen und sprechen:

Stewart Granger (Rudolf Rassendyll / Rudolf von Ruritanien) Wolfgang Lukschy

Deborah Kerr (Prinzessin Flavia) Ilse Kiewiet ???

James Mason (Rupert von Hentzau) Erik Ode

Louis Calhern (Oberst Zapt) Siegfried Schürenberg

Jane Greer (Antoinette de Mauban) Marion Degler

Robert Douglas (Herzog Michael) Alfred Balthoff

Robert Coote (Fritz von Tarlenheim) Hugo Schrader

Lewis Stone (Kardinal) Walter Werner

Francis Pierlot (Josef) Franz Weber

Peter Brocco (Johann) Erich Poremski

Kathleen Freeman (Gertrud) ???

Guy Bellis (Zeremonienmeister) ???

William Hazel (Hentzaus Chef-Adjudant) Wolf Martini

Stanley Logan (Lord Topham) Walter Altenkirch

Doris Lloyd (Lady Topham) ???

Jay Adler (Zollamts-Angestellter) ???

Michael Vallon (Paß-Kontrollor) Otto Stoeckel

Thomas Browne-Henry (Detchard) ???

Irgendwie hört sich jeder Mann ab 50 wie Walter Werner an...

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 14.836

05.09.2014 16:45
#2 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Ich weiß nicht, ob Josef der Kammerdiener bei Tarlenheim ist - das wäre dann Franz Weber.
Der britische Botschafter Topham ist Walter Altenkirch.
Und mir persönlich scheint Deborah Kerr eher die Stimme von Inge Landgut zu haben.

Gruß
Stefan

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

05.09.2014 16:52
#3 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Danke, Stefan! Ja, Josef hast du richtig zugeordnet. Franz Weber, ich habe mich im Kreis gedreht, welche dieser Altherrenstimme das jetzt nun ist.

Ilse Kiewiet ist allerdings richtig, da muß ich dich enttäuschen. Da stimmt der Eintrag bei Arne ganz sicher.

Jeannot ( gelöscht )
Beiträge:

05.09.2014 19:04
#4 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Hinter Deborah Kerr steht bei mir ein ?. In den muß ich noch mal reinschauen.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

05.09.2014 21:55
#5 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Ich kann natürlich nicht ausschließen, daß ich Ilse Kiewiet sehr stark höre, weil ich mit vorgefasster Meinung an die Sache herangehe. Für mein subjektives Empfinden ist sie es durchaus, wenn auch ein wenig kräftiger klingend, als ein paar Jahre später.

kinofilmfan


Beiträge: 2.570

06.09.2014 08:38
#6 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Also ich habe bei mir Inge Landgut mit ? stehen...

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 14.836

20.02.2023 21:45
#7 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Da es einen recht eitlen Eindruck macht, dass Ode sich selbst auf Mason besetzte * statt auf Lukschy zu bauen, der statt dessen von hier (bzw. kurze Zeit später) an als Stammsprecher Grangers etabliert wurde, es mich aber irritiert, dass Ode davor und danach (falls er auch diese MGM-Filme betreute) zweimal Axel Monje für Granger besetzte, hier eine Verteidigungstheorie:
Ursprünglich war auch hier Monje für Granger vorgesehen (und Lukschy für Mason), fiel aber (wegen Krankheit?) kurzfristig aus. Es gibt genügend Präzedenzfälle ("Die rechte und die linke Hand des Teufels"; Deep Space Nine), in denen blitzartig Ersatz gefunden werden musste unter denen, die im Studio waren.
Könnte es nicht sein, dass Ode zurecht erkannte, dass er zu Mason besser passen würde als zu Granger (das muss man konstatieren) und tauschte, während er selbst einsprang? Ich wüsste jedenfalls keinen aus der Besetzung, der Granger ODER Mason noch hätte übernehmen können.

Gruß
Stefan

* Ja, es gibt keinen schriftlichen Beweis dafür, dass Ode wirklich Regisseur war, aber bei der Menge MGM-Filme, die er betreute und hier als sehr ungewöhnliche Besetzung für Mason ... und da soll er nicht verantwortlich gewesen sein? (Im Falle von "Der unsichtbare Dritte" liegt der Fall anders, da Ode selbst die Regie jemand Anderem zugeordnet hat, auch wenn er leider keinen konkreten Namen nannte.)

berti


Beiträge: 17.486

21.02.2023 08:31
#8 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #7
Da es einen recht eitlen Eindruck macht, dass Ode sich selbst auf Mason besetzte * statt auf Lukschy zu bauen, der statt dessen von hier (bzw. kurze Zeit später) an als Stammsprecher Grangers etabliert wurde, es mich aber irritiert, dass Ode davor und danach (falls er auch diese MGM-Filme betreute) zweimal Axel Monje für Granger besetzte, hier eine Verteidigungstheorie:
Ursprünglich war auch hier Monje für Granger vorgesehen (und Lukschy für Mason), fiel aber (wegen Krankheit?) kurzfristig aus. Es gibt genügend Präzedenzfälle ("Die rechte und die linke Hand des Teufels"; Deep Space Nine), in denen blitzartig Ersatz gefunden werden musste unter denen, die im Studio waren.
Könnte es nicht sein, dass Ode zurecht erkannte, dass er zu Mason besser passen würde als zu Granger (das muss man konstatieren) und tauschte, während er selbst einsprang? Ich wüsste jedenfalls keinen aus der Besetzung, der Granger ODER Mason noch hätte übernehmen können.

Gesundheitliche Probleme erscheinen mir durchaus wahrscheinlich. Schon vor längerer Zeit fiel mir auf, dass Monjé Anfang der 50er kurz zur Oberliga zu gehören schien, aber so um 1953/54 einen Karriereknick hatte: Er synchronisierte zwar bis zu seinem frühen Tod 1962 kontinuierlich weiter, aber in "großen" Filmen hörte man ihn meistens in Nebenrollen; hatte er mal einen Hauptpart, so waren es meist typische B-Filme und/oder wenig bekannte Schauspieler.
Fast scheint es, man habe es vermieden wollen, ihn für jemanden als Feststimme zu etablieren.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #7
(Im Falle von "Der unsichtbare Dritte" liegt der Fall anders, da Ode selbst die Regie jemand Anderem zugeordnet hat, auch wenn er leider keinen konkreten Namen nannte.)

Kannst du dich noch erinnern, bei welcher Gelegenheit er das getan hat? In seinen Memoiren erwähnt er zwar, dass er um 1960 (als er Geld brauchte) wieder öfter synchronisierte, ohne allerdings Regie zu führen; aber den "unsichtbaren Dritten" hat er dabei nach meiner Erinnerung nicht genannt.

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 14.836

21.02.2023 08:38
#9 RE: Im Schatten der Krone (1952) Zitat · antworten

Gut, dann habe ich das etwas konkreter abgespeichert als es tatsächlich da so stand (weil immer wieder unberechtigt auf Ode eingeprügelt wird wegen seiner angeblichen Selbstbesetzung), aber es bleibt trotzdem, dass er beim "Dritten" NICHT Regie führte, denn dann hätte er ihn als Ausnahme erwähnt. Das Forum mit seinen kritischen Äußerungen zu dieser Angelegenheit lag damals noch in weiter weiter weiter Ferne und entsprechende Zeitungskritiken sind mir nicht bekannt - warum sollte er also diese Ausnahme verheimlichen?

Gruß
Stefan

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