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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 407 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
kinofilmfan


Beiträge: 2.236

20.09.2014 09:12
Das unheimliche Haus (F/(D) 1941, DF 1943 Zitat · antworten

DAS UNHEIMLICHE HAUS
Les Inconnus dans la Maison

Produktion: Continental-Films, Paris 1941
Regie: Henri Decoin

Nachsynchronisation: Continental-Film, Paris
Dialogregie: Hans Conradi

Deutsche Erstaufführung: 10.06.1943, Berlin (Atrium und UT Friedrichstraße)*


Hector Loursat - RAIMU - Alfred Haase
Nicole Loursat - JULIETTE FABER - Sabine Peters
Gérard Rogissart - JACQUES BAUMIER - Paul Walther
Emile Manu - ANDRÉ REYBAZ - Eduard Wesener
Edmond Dossin - MARC DOELNITZ - Hugo Schrader
Marcel Destivaux - JEACQUES DENOÉL - Heinz Herkommer
Luska - MARCEL MOULOUDJI - Carl Balhaus
Marthe Dossin - TANIA FÉDOR - Annegret Riffel
Gerichtspräsident - JACQUES GRÉTILLAT - Siegfried Niemann
Angèle - MARGUERITE DUCOURET - Erna Sellmer
Erzähler - (PIERRE FRESNAY) - Rudolf Platte


*In den meisten online-Filmlexika wird als deutscher Starttermin der 18.01.1951 angegeben. Das ist das Datum der deutschen Wiederaufführung (die deutsche Filmgeschichte beginnt 1946...).

Jeannot



Beiträge: 2.110

20.09.2014 09:26
#2 RE: Das unheimliche Haus (F/(D) 1941, DF 1943 Zitat · antworten

Die DEFA synchronisierte 1954 mit Kurt Steingraf für Raimu und Evamaria Bath für Juliette Faber.


"Wenn du den Auftrag ausgeführt hast, kommst du sofort nach Afrika!" (Wolfgang Eichberger für Piero Lulli in MACISTE IM KAMPF MIT DEM PIRATENKÖNIG)

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.168

20.09.2014 15:46
#3 RE: Das unheimliche Haus (F/(D) 1941, DF 1943 Zitat · antworten

Hier die Besetzung der DEFA-Fassung laut Progress-Filmillustrierte:

Erst-Verleih			Progress Film Vertrieb GmbH
Deutsche Erstaufführung 18.12.1956, Kino DDR
TV-Erstausstrahlung 19.03.1957, DDR 1


Deutsche Bearbeitung VEB DEFA Studio für Synchronisation (1956)
Dialogregie Horst Ruddies
Deutsches Buch Annette Ihnen
Schnitt Ursula Freund
Ton Emil Schlicht, Fritz Klenke


Rolle Darsteller Deutsche Sprecher

Rechsanwalt Hector Loursat Raimu Kurt Steingraf
Nicole Loursat Juliette Faber Evamaria Bath
Fine Gabrielle Fontan
Madame Manu Héléna Manson
Madame Marthe Dossin Tania Fédor
Angèle Marguerite Ducouret
Ducup Jean Tissier Johannes Knittel
Rechtsanwalt Gérard Rogissart Jacques Baumer Fritz Ley
Kommissar Binet Noël Roquevert
Émile Manu André Reybaz Friedhelm v. Petersson
Gerichtsvorsitzender Jacques Grétillat Kurt Mühlhardt
Jo, Wirt der "Boxing Bar" Lucien Coëdel
Edmond Dossin Marc Doelnitz Carl Maria Weber
Marcel Destrivaux Jacques Denoël Hans-Edgar Stecher
Daillat Pierre Ringel Michael Kapler
Ephraïm (Amédé) Luska Marcel Mouloudji Peter Groeger
Erzähler Pierre Fresnay


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.168

20.09.2014 15:49
#4 RE: Das unheimliche Haus (F/(D) 1941, DF 1943 Zitat · antworten

Als der Film 1942 in die französischen Kinos kam, lautete der Rollenname des von Marcel Mouloudji gespielten Charakters ursprünglich "Ephraïm Luska" und sollte erkennbar ein Jude sein. Nach dem Krieg wurde der Film in Frankreich wegen Antisemitismus verboten. Als die französische Originalfassung im Ursprungsland einige Jahre später wieder freigegeben wurde, hatte man jeden Hinweis darauf, dass Luska ein Jude sein sollte, getilgt. Die Rolle wurde in "Amédée Luska" umbenannt und alle Szenen, in denen der Name erwähnt wird, wurden nachsynchronisiert. Nur in der Gerichtsverhandlung, als Luska in den Zeugenstand gerufen wird, spricht Raimu ihn noch als "Ephraïm Luska" an. Entweder sah man von der Nachsynchronisation ab, weil Raimu zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben war, oder die Szene war den Zensoren entgangen.

Interessant: In der deutschen Fassung von 1943 wurde der Umstand, dass Luska ein Jude sein soll, über die Synchronisation komplett getilgt (!). Wie sich die DEFA-Fassung in dieser Hinsicht verhält, ist mir leider nicht bekannt.


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

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