Oliver Reed Miles Hendon Michael Chevalier Raquel Welch Lady Edith Hendon Renate Küster Mark Lester Prinz Edward & Tom Canty Torsten Sense Ernest Borgnine John Canty Alexander Welbat George C. Scott Bettlerkönig Ruffler Arnold Marquis Rex Harrison Duke of Norfolk Siegfried Schürenberg David Hemmings Hugh Hendon Christian Brückner Harry Andrews Hertford Gottfried Kramer Julian Orchard St.John Harald Juhnke Murray Melvin Ankleider des Prinzen Horst Gentzen Lalla Ward Prinzessin Elizabeth Eva Maria Miner Sybil Danning Mutter Canty Gisela Fritsch? Graham Stark Hofnarr Harry Wüstenhagen Harry Fowler Nipper Edgar Ott Don Henderson kräftiger Schlägertyp Horst Pinnow Sydney Bromley Prolet Herbert Weißbach Dudley Sutton Hodge Peter Schiff Roy Evans Night Owl Friedrich G. Beckhaus Michael Ripper Edith's Diener Rolf Marnitz Charlton Heston König Heinrich VIII. Wolfgang Lukschy N.N. Mann, der Tom festhalten will Klaus Miedel N.N. Urteilsverkünder Norbert Langer
Synchronfirma: Hermes Synchron GmbH, Berlin Dialogbuch: Michael Miller Dialogregie: Michael Miller
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Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden! Michael Ripper.mp3 Sybil Danning mit Alexander Welbat (Ernest Borgnine).mp3
Vielen Dank für Eure Ergänzunen...bei Sybil Danning beinhaltet das Sample leider ihren kompletten Text im Film...vielleicht kann hitchcocks Vermutung ja trotzdem noch jemand bestätigen...
Zitat von Frank Brenner im Beitrag #1N.N. Erzähler Siegfried Schürenberg
Streng genommen gibt es im Original keinen Erzähler: Als zu Beginn in der deutschen Fassung die Sätze von Mark Twain vorgelesen werden, ist im Original niemand zu hören. Der Off-Text im Epilog wird klar aus der Sicht des Duke of Norfolk erzählt, daher hört man dort selbstverständlich im O-Ton Rex Harrison.
Nachdem ich nun endlich die Gelegenheit hatte, den Film zu sehn, wollte ich etwas zu den Besetzungen schreiben: Oliver Reed Raquel Welch und George C. Scott waren damals große Namen, insofern ist es nicht überraschend, dass sie ihre damaligen Feststimmen erhielten. Alexander Welbat für Ernest Borgnine hatte es zuvor öfter gegeben, aber trotzdem überrascht seine Besetzung etwas, weil er zu dieser Zeit schon seit einigen Jahren in Hamburg lebte. Das dürfte sicher auch eine seiner letzten "größeren" Rollen gewesen sein, da er wenige Monate später starb. Theoretisch hätte man hier auch Hans-Dieter Zeidler, Martin Hirthe oder (wenn er durch Scott nicht schon "vergeben" gewesen wäre) Arnold Marquis nehmen können. Aber seltam erscheint mir Wolfgang Lukschy auf Charlton Heston, da die beiden immerhin fast zwanzig Jahre auseinander waren und es diese Kombination zuvor noch nie gegeben hatte. Helmo Kindermann war zu dieser Zeit nicht mehr Stammsprecher, aber man hätte ihn durchaus nehmen können, vielleicht auch Heinz Petruo, der die für die Rolle nötige Härte mitgebracht hätte. Den von Pip ins Spiel gebrachten Wilhelm Borchert könnte ich mir weniger vorstellen. Sicher hätte er die teilweise sehr derben Dialogstellen gut meistern können; aber 1977 dürften seine Stimme und Hestons Erscheinung sich schon zu weit auseinander entwickelt haben. Übrigens hätte ich Heston in seiner Maske/Kostümierung ohne Vorwissen sicher nicht erkannt und eher für Trevor Howard gehalten. Schon auf dem Papier sehr merkwürdig las sich die Besetzung von Gottfried Kramer für Harry Andrews. Zu dieser Zeit lagen die Einsätze von Edgar Ott schon viele Jahre zurück, und die erneuten Besetzungen von Ott kamen erst kurz danach; aber Ott in einer Nebenrolle zu hören war dann doch zu seltsam. Kurz dachte ich an einen Stimmentausch; aber Harry Fowler könnte ich mir mit Kramer nicht vorstellen. Kramers kratzige Stimme und Andrews Gesicht passen für micht nicht gut zusammen (anders als beim sehr "grantig" klingenden Erik Jelde); außerdem war er bekanntlich "eigentlich" Hamburg, Kontinuität lag auch nicht vor. Ebenfalls seltsam finde ich Siegfried Schürenberg für Rex Harrison: Er passte zwar auch zur Rolle, aber diese hätte Friedrich Schoenfelder ebenso gut ausfüllen können. Schoenfelders Einsätze lagen damals zwar fast zehn Jahre zurück und Harrison hatte seitdem kaum noch gedreht; aber kurz danach sollte man die Kombination für "Ashanti" wieder beleben - warm also nicht schon hier? Zumal Schürenberg 1977 nicht mehr so aktiv war.
Der Name Michael Miller ist mir natürlich in Listen schon öfter begegnet, aber bisher habe ich mir über seine Besetzungspolitik noch keine großen Gedanken gemacht. Würde es zu ihm passen, in einigen Fällen Kontinuität zu achten, bei anderen aber bekannten Schauspielern Stimmen aus der Oberliga zu verleihen, obwohl sie diese zuvor noch nie hatten und damals auch Leute zur Verfügung standen, die zuvor Feststimme gewesen oder zumindest öfter zu hören gewesen waren, wie hier bei Heston, Andrews und Harrison geschehen? Und griff er auch sonst gerne auf den Hamburger Sprecherpool zurück, so wie hier bei Kramer und Welbat?
Nachtrag: Auch die Besetzung von Harald Juhnke auf Julian Orchard wirkt etwas ungewöhnlich, da Juhnke um 1977 nicht mehr so viel synchronisiert hat und bei dieser Rolle eigentlich eher Lothar Blumhagen naheliegend gewesen wäre.
Die Synchro ist ja wirklich sehr schräg besetzt. Alt-Profis wie Schürenberg, Lukschy, Kramer wirken total fehlbesetzt. Hatte den Film 2002 (!) erst- und einzigmal gesehen, mich über Chevalier gefreut und die seltsamen anderen Besetzungen haben mich aber total rausgerissen. Von Michael Miller bin ich besseres gewöhnt. "Serpico" ist klasse. Da besetzte er schon teilweise überregional wie auch Henning Schlüter in einer Rolle oder den superseltenen Gerd Frickhöffer. "Sinola" und "Ein Fremder ohne Namen" geht auch klar. "Joe, der Galgenvogel"... naja, derber Ausrutscher.
Zitat von Silenzio im Beitrag #9Die Synchro ist ja wirklich sehr schräg besetzt. Alt-Profis wie Schürenberg, Lukschy, Kramer wirken total fehlbesetzt. Hatte den Film 2002 (!) erst- und einzigmal gesehen, mich über Chevalier gefreut und die seltsamen anderen Besetzungen haben mich aber total rausgerissen. Von Michael Miller bin ich besseres gewöhnt.
Vielleicht hätte ich ohne die Angabe zur Regie auf Horst Balzer getippt? Denn eine Besetzung wie die von Wolfgang Lukschy auf Charlton Heston (Rollencast ohne Rücksicht Kontinuität oder doch erheblichen Altersunterschied) oder der Einsatz des Hamburgers Gottfried Kramer in Berlin wäre bei ihm ja nicht überraschend gewesen.
Wobei Balzer in den 1960ern und 1970ern noch "weitestgehend" normal besetzte. Apocalypse Now, bspw. ist meilenweit von seinen "kreativen Ergüssen" entfernt, die er dann 10-15 Jahre später präsentierte