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Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 114 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.259

03.01.2018 14:27
Miranda (UK 1948/DF 1949) Zitat · antworten

Das Kinojahr 1948 stand ganz im Zeichen der Meerjungfrau. Während in Hollywood Ann Blyth in „Mr. Peabody and the Mermaid“ (USA 1948; Regie: Irving Pichel; in Deutschland nicht im Kino) William Powell für Universal in den Cacher ging, tummelte sich in Grossbritannien Glynis Johns für Gainsborough Pictures als „Miranda“ in den Netzen von Griffith Jones. Und dann war da noch „Tarzan in Gefahr“ (Tarzan and the Mermaids; Regie: Robert Florey) von RKO in dem Johnny Weissmüller sich von Linda Christian verführen ließ.

„Miranda“ war die zweite Regiearbeit von Ken Annakin und wurde für ihn zu einem frühen Filmerfolg der seine Karriere befeuerte. Peter Blackmore adaptierte das Drehbuch nach seinem eigenen Theaterstück selbst. Margaret Rutherford stand hier zum ersten Mal gemeinsam mit Stringer Davis vor der Kamera, den sie 1945 geheiratet hatte und für den künftig in die meisten Filme seiner Frau kleine Rollen hineingeschrieben werden sollten.

Glynis Johns absolvierte ein Jahr später in „Helter Skelter“ (UK 1949; Regie: Ralph Thomas; in Deutschland nicht gelaufen) nochmals einen Cameo als Miranda. 1954 entstand schließlich unter der Regie von Ralph Thomas die Fortsetzung „Mad about Men“ in Technicolor, in der Glynis Johns und Margaret Rutherford ihre Charaktere erneut spielten. Sie schaffte es ebenfalls nicht auf den deutschen Markt.

Die deutsche Fassung von „Miranda“ der Eagle Lion entstand 1948 überraschender Weise nicht in Hamburg sondern in München. Fernsehausstrahlungen des Films sind nicht bekannt. Es ist zu befürchten dass den Streifen hierzulande seit der damaligen Kinoaufführung niemand mehr zu Gesicht bekommen hat und die Synchro bei den Fischen auf dem Nitro-Meeres-Friedhof der Filmgeschichte gelandet ist. Sie wartet mit einem seltenen Synchron-Credit für Hubert von Meyerinck auf. Meyerinck hatte bereits vor dem Krieg einige Synchroneinsätze für die deutsche MGM. Neben der 1947 hergestellten deutschen Fassung von „Schweigen ist Gold“ (FRA 1947; Regie: René Clair) ist dies die einzige weitere bisher bekannte Synchronarbeit von Hubsi aus der Nachkriegszeit.





Miranda

(Miranda)

UK 1948

Erst-Verleih Deutschland	J. Arthur Rank Film, Hamburg
Erst-Verleih Österreich Eagle-Lion-Film, Wien
Deutsche Erstaufführung März 1949
Österreichische Erstaufführung 01.02.1949 (OmU) / 25.03.1949 (Synchronfassung)


Deutsche Bearbeitung Eagle-Lion-Film-Synchronproduktion, München (1948)
Buch und Dialogregie Hanns Eggerth
Produktionsleitung Edgar Flatau


Rolle Darsteller *Deutsche Sprecher* (unter Vorbehalt)

Miranda Trewella Glynis Johns Elfie Beyer
Clare Martin Googie Withers Ingeborg Grunewald
Dr. Paul Martin Griffith Jones John Paul-Harding
Nigel Hood John McCallum Wolfgang Eichberger
Schwester Carey Margaret Rutherford Gertrud Spalke
Charles David Tomlinson Fritz Ley
Betty Yvonne Owen Paula Paulsen
Isobel Sonia Holm Erika Streihorst
Manell Brian Oulton Hubert von Meyerinck
Sekretärin Zena Marshall Charlotte Bertelsmann
Gastwirt Lyn Evans
Museumswärter Stringer Davis
Zugschaffner Hal Osmond
Muschelhändler Maurice Denham
Nigel's Vermieterin Tonie MacMillan Helga Derbolowski
Liftboy Gerald Campion
Primadonna Joan Ingram
Bühnenmeister Charles Penrose
Fischer Howard Douglas
Fischer Anthony Drake
Fischer Philip Ray
Mann am Kiosk Charles Paton
Mann am Kiosk Charles Rolfe
Frau Thelma Rea
Soldat Frank Webster
Sänger Titellied „Miranda“ Jean Sablon

sowie Fritz Hube und Winfried Stüwe, die ich nicht sinnvoll zuordnen kann.


Nennungsreihenfolge in „Der neue Film“, Zeitschrift 27/1948 (November 1948):
Elfie Beyer, John Pauls-Harding, Paula Paulsen, Ingeborg Grunewald, Wolfgang Eichberger, Gertrud Spalke, Fritz Ley, Erika Streithorst, Hubert v. Meyerinck, Fritz Hube, Winfried Stüwe, Helga Derbolowski, Charlotte Bertelsmann





Legendäre Szene: Miranda hat Hunger
Heute würde man das mit CGI lösen doch ich kann mir nicht vorstellen, dass es auch nur halb so witzig wäre wie hier. Die Szene kommt ohne Tricks aus und überlässt alles der Phantasie des Zuschauers:



Glynis Johns erinnert sich an „Miranda“




Ganzer Film in Englisch
http://123netflix.com/watch/pxwDy9Gz-miranda.html


Glynis Johns singt „I Can't Resist Men“ in „Mad about Men“ (1954)


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

 Sprung  

Farb-Legende: blau = Spekulation, orange = Trailer-Besetzung, grün = endgültige Besetzung, rot = Korrektur/Ergänzung zur endgültigen Besetzung

Wir lie... also, wir finden Synchron ganz in Ordnung.
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