Ein Engel für den Teufel (Un angelo per Satana) Regie: Camillo Mastrocinque Musik: Francesco de Masi Erstaufführung: 15.11.1985 DDR2 Deutsche Bearbeitung: DEFA Studio für Synchronisation, Berlin Dialogbuch: ? Dialogregie: ?
Harriet Di Montebruno (Barbara Steele) Marie Gruber Roberto Merigi (Anthony Steffen) Rüdiger Evers Rita (Ursula Davis) Margrit Manz Vittorio (Aldo Berti) [] Illa (Marina Berti) Renate Rennhack Dario Morelli (Vassili Karis) Frank-Otto Schenk Carlo Lionesi (Mario Brega) Horst Kempe Graf Montebruno (Claudio Gora) Wolfgang Lohse Guglielmo (Antonio Corevi) Erich Breeseh https://xup.in/dl,10786096 Sergente (Antonio Acqua) Hans-Ulrich Lauffer https://xup.in/dl,18682403 Dorfbewohner (Fortunato Arena) Dieter Knust Mann beim Feuer (?) Dieter Knust Vater des toten Mädchens (?) Werner Senftleben
Kleiner, feiner Italo-Grusel - atmosphärisch sehr gut mit SW und der Filmmusik von Francesco de Masi aufgenommen (aber vielleicht war es doch wieder Archivmusik). Barbara Steele als Femme Fatale ist echt verführerisch, Marie Gruber macht das auch nicht schlecht. Der Hüne Mario Brega als grobschlächtiger Dornbewohner mit der Stimme von Horst Kempe. Besser geht's nicht. Nur Craig Hill bleibt blass, der leider wieder furchtbar agiert. Mit Rüdiger Evers zimelich ganz passend besetzt. Mit Schrecken würde ich hier an Rainer Brandt, Horst Niendorf oder Thomas Danneberg in einer potentiellen Kinosynchro denken.
Guglielmo ist Erich Breese, Lauffer kann ich bestätigen. Und tatsächlich erkenne ich an den wenigen Geräuschen, dass man hier die ITs zur Verfügung hatte! Folglich dürfte auch de Masis Originalmusik hier zu hören sein. Jetzt überlege ich mir doch, ob ich mir die DVD hole - vielleicht ist da sogar das bisher nicht identifizierte de-Masi-Stück aus "Die toten Augen des Dr. Dracula" zu hören.
Ja, hiermit kann ich bestätigen, dass tatsächlich hocherfreulicherweise die ITs angekauft wurden. Da "Sugar Colt" ebenfalls mit ITs und 1985 synchronsiert wurde, waren wohl mal ein paar Devisen mehr in diesem Jahr verfügbar. Andererseits ist hier ziemlich eindeutig mit 24 b/s synchronisiert worden, was eigentlich bedeuten müsste, dass die Synchro mindestens ein Jahr auf Eis lag.
Ist auch in einigen Sequenzen überraschend explizit für das DDR-Fernsehen - zwar wurden am Ton deutlich hörbar die Einstellungen, in denen die Toten zu sehen sind, heraus geschnitten (nicht nur, dass der Ton deutlich dumpfer ist - das Kindergeplapper ist eindeutig italienisch; kein Wunder, die Szene würde ich Kindern im Synchronstudio auch nicht zumuten wollen), aber alles Andere blieb erhalten.
Dann kann das eigentlich nur heißen, dass die Umstellung auf eine andere Laufgeschwindigkeit nur schrittweise erfolgte - da exemplarisch auch die Beta-Technik (immerhin 25 Jahre vorher) mal auf 24, mal auf 25 b/s synchronisierte (die Laurel-&-Hardy-Kurzfilme sprechen hier eine ganz eindeutige Sprache), ist es auch bei der DEFA nicht unmöglich. Aber bei den Stimmen ist eindeutig ein Speed-Up zu hören und die Musik hat die gleiche Tonhöhe wie bei der italienischen Tonspur, da ist also nichts durch Koch-Media nachträglich verändert worden.
Nach dem, was Omskakas in seinem Thread geschrieben hat, wurde bei der Erstausstrahlung das DEFA-Logo mit Dialog und Regie unterschlagen (wahrscheinlich durch elektronisches Anhalten des Bildes) - das kann nur bedeuten, dass hier jemand Regie führte, der kurz darauf die DDR verließ. (Auf der Dialogebene ist mir da niemand bekannt). Das können eigentlich nur Thomas Ruschin oder Rainer Gerlach gewesen sein.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #6Nach dem, was Omskakas in seinem Thread geschrieben hat, wurde bei der Erstausstrahlung das DEFA-Logo mit Dialog und Regie unterschlagen (wahrscheinlich durch elektronisches Anhalten des Bildes) [...]
Nach einem elektronischen Anhalten sieht es nicht aus: Die Abspannangaben wechseln mit nur minimaler Zwischenpause, die letzte blendet aus, dann kommt nichts nach, die Pause ist etwas länger als zwischen den vorigen Einblendungen, es sieht aber nicht so aus, als käme da noch etwas, denn auch die Musik spielt passend aus und die Filmfehler (Fleckchen im Bild) bleiben auch nicht stehen.
Nicht schlimm... Aber nach Deinen Ausführungen würde ich das auch so sehen, denn in aller Regel war ja zumindest das DEFA-Symbol zu sehen gewesen, auch wenn es sonst keine anderen Angaben gab.