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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 2.584 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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kinofilmfan


Beiträge: 2.290

26.02.2014 11:30
#16 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Von mir noch eine Anmerkung zu Ernst Schlott, dessen Name mir damals, als ich den Beitrag gepostet hatte, noch nichts sagte. Inzwischen findet man bei Wikipedia einen Eintrag zu seiner Person. Dort wird sein Geburtsjahr mit 1878 angegeben. Dieses Geburtsjahr wurde dann auch von anderen Websites übernommen (oder umgekehrt). Das Jahr dürfte jedoch bei weitem daneben liegen. Wäre es richtig, hätte der 69jährige Schlott Anno 1947 den Mittdreißiger Joseph Cotten in "Das Haus der Lady Alquist" synchronisiert. Ich habe ihn außerdem im Spielfilm "Die goldene Spinne" aus 1943 gesehen. Wie ein 65jähriger Rentner sah er da auch nicht aus. Und hier noch ein Foto, das ihn 1957 beim Bayrischen Rundfunk zeigt. Da wäre er dann angeblich schon 79 Jahre alt gewesen...

http://www.br.de/unternehmen/inhalt/gesc...stueck-100.html

Gruß

Peter

Begas


Beiträge: 1.229

26.02.2014 13:37
#17 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Stimmt, da kann irgendwas nicht stimmen! Nach den vorhandenen Erkenntnisse scheint es doch wahrscheinlicher, dass Ernst Schlott so um 1900 geboren wurde. Wäre schonmal gut, wenn bekannt wäre, woher das angebliche Geburtsjahr 1878 stammt.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.641

26.02.2014 13:41
#18 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Dann wirds wohl 98 statt 78 gewesen sein.

Gruß
Stefan

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

28.02.2014 13:16
#19 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Ernst Schlott ist einer meiner Favoriten, leider kenne ich neben dieser hier nur noch zwei weitere Synchronhauptrollen von ihm. Nämlich für Cedrick Hardwicke in "Der Glöckner von Notre Dame" und Peter Cushing in "Die Bestie mit dem Skalpell". Meistens hörte man ihn nur in kleineren Rollen, vor allem war er bei Conrad von Molo und dessen Aura überdurchschnittlich oft beschäftigt. Schade, daß er kaum größere Rollen sprach.

Das Geburtsjahr ist sicher unsinnig, denn bei Peter Cushing wäre er praktisch 90 gewesen und hätte gemessen an seinen letzten Einträgen bei Arne noch mit 100 synchronisiert. Das kann sicher nicht stimmen. In etwa 1900 wäre wohl passender. In "Wir Wunderkinder" ist er dabei, das war 1958. Da dürfte er so in etwa Ende 50, Anfang 60 gewesen sein.

Ich habe mehrfach versucht, etwas über ihn ausfindig zu machen, ist mir aber nie gelungen.


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Begas


Beiträge: 1.229

28.02.2014 13:58
#20 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #19
Ich habe mehrfach versucht, etwas über ihn ausfindig zu machen, ist mir aber nie gelungen.


Ich weiß nicht, vielleicht lässt sich ja über den Bayerischen Rundfunk etwas über ihn rausfinden?

EDIT: Ich nehme an, über den BR hast du es bereits versucht, fortinbras?


fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

28.02.2014 22:53
#21 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

In der Tat, das hab ich, lieber Begas!

Die teilten mir nur mit, daß sie keine biografischen Angaben zu ihm haben. Er habe jedoch an zahlreichen Hörspielen als Sprecher und Regisseur für den BR gearbeitet. Eine etwa zehn Titel umfassende Liste mit Hörspielen war anbei, aber allesamt aus den 50er-Jahren.

Ich habe auch drei Synchronprofis angeschrieben, ob sie sich an ihn erinnern könnten. Einer antwortete der gar nicht, einer erinnerte sich nicht, aber Rosemarie Fendel schrieb zurück-auf der Rückseite einer Autogrammkarte.

Sinngemäß schrieb sie (leider ging die Karte verloren), daß Ernst Schlott ein sehr angenehmer Kollege war, mit dem sie oft vor dem Mikro gestanden habe. Viel öfters war er aber ein mit ihr und den Schauspielern behutsam und kompetent arbeitender Synchronregisseur.


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Begas


Beiträge: 1.229

01.03.2014 08:58
#22 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Interessant. Es scheint aber ja leider sehr oft vorzukommen, dass ein Medienunternehmen, wie ein Rundfunk, keine Informationen über die für sie tätigen Sprecher hat.
Besonders komisch ist, dass der BR Ernst Schlott auf der weiter oben verlinkten Seite sogar mit Foto hervorhebt, aber sonst überhaupt nichts über ihn berichten kann.

Es ist etwas ähnliches bei Verlagen. Wenn man etwa über Übersetzer von Büchern recherchieren möchte, stößt man bei den Verantwortlichen dort auch sehr häufig auf vollkommene Unkenntnis (das schreibe ich aus Erfahrung).

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

01.03.2014 17:37
#23 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

In den letzten paar Jahren habe ich ärgerlicherweise bei vielen Anfragen an Sendeanstalten oder dergleichen via Post ausgedruckt oder als Anhang einer Mail die Einträge bei Wikipedia bekommen. Manchesmal ist es ein echter Glücksfall, wer eine Anfrage bearbeitet, bzw wie weit der Wille geht, überhaupt etwas zu recherchieren, das älter als fünf Jahre ist.


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Begas


Beiträge: 1.229

01.03.2014 20:28
#24 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Ok, das ist dann wirklich enttäuschend. Zumal man ja bei einem Antwortschreiben im ersten Moment denkt, man erhält wirklich etwas "internes" und nicht einen einfachen Ausdruck aus dem Internet.

Tatsächlich ist es am besten, wie du es ja bereits geschrieben hast, wenn die Anfrage bei einem Mitarbeiter landet, der diese nicht einfach so abtut, sondern sich vielleicht auch selber interessiert.

Pavel


Beiträge: 143

17.03.2014 15:20
#25 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

Eine kleine Geschichte zu Ernst Schlott:

Peter Pasetti erzählte 1987 davon, dass Schlott bei Rohnstein sein Handwerk erlernt hatte. Schlott habe im Auftrag der US-Militärbehörde in München die ersten Synchronisationen konzipiert. Mit Ausnahme von Paul Klinger wären viele namhafte Leute anfangs empört über Angebote gewesen. Schlott war etwa 12 Jahre älter. Mit diesem als Held, sich selbst als Antipode und Eva Vaitl als Heroine entstanden etwa 6 Filme. Fanny mit Granger und Mason war der Beginn. Mehr dazu demnächst!

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2014 13:20
#26 RE: RE:Das Haus der Lady Alquist (USA 1943; DF 1947) Zitat · antworten

@ Pavel:

Das hört sich ja sehr interessant an. Wie ist das gemeint, er habe die ersten Synchronisationen mitkonzipiert? Doch wohl nicht als Hauptverantwortlicher, denn sonst würde sein Name ja sicher schon irgendwo vermerkt worden sein. Ich würde mich sehr freuen, wenn du da tatsächlich mehr erzählen könntest!


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