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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 2.080 mal aufgerufen
 Spielfilme 1970 bis 1989
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Cesare


Beiträge: 98

11.10.2006 21:05
Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Kann es sein dass die Schauspielerin Almut Berg, sie spielt Heinz Erhardts "Urlaubsflirt Clementine", in dem Film synchronisiert wurde? Wenn ja, von wem?


Fuchs


Beiträge: 272

12.10.2006 12:43
#2 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Zunächst mal ist Fakt, dass der gesamte Film nachträglich synchronisiert worden ist, das sieht man ja ganz deutlich. Übrigens - sehr lausig. An vielen Stellen hat man offensichtlich versucht, die Dialoge nachträglich "aufzupeppen". War ja damals auch üblich (z.B. auch bei den "Lümmel"-Filmen). Ist also durchaus möglich, dass nicht alle Schauspieler mit ihren eigenen Stimmen zu hören sind.

Heinz Erhardt war von der Synchronisation dieses Films übrigens sehr enttäuscht (steht in einer Biographie über ihn).



Lammers


Beiträge: 3.531

12.10.2006 14:42
#3 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Das hat man ja bei vielen Filmen dieser Art damals so gemacht. Ein Film, wo mir das auch aufgefallen ist, war "Crazy - Total verrückt" (1973) mit Rudi Carell, der teilweise auch sehr asynchron läuft.

In Antwort auf:
An vielen Stellen hat man offensichtlich versucht, die Dialoge nachträglich "aufzupeppen".


Das fiel mir bei dem Film "Ein irres Feeling" (BRD 1984) auf, bei dem man quasi den ganzen Film (bis auf wenige Ausnahmen; zumindest was ich gesehen habe; hatte mal ca. 15 min auf VHS) nochmal mit vermeintlich coolen Sprüchen neu synchronisiert hat. Übrigens: In einer Nebenrolle ist Arne Elsholtz zu hören.


Fuchs


Beiträge: 272

12.10.2006 22:12
#4 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten
Ich würde sogar sagen, man hat es bei fast allen Filmen dieser deutschen Klamauk-Welle (die von ca. 1968 bis 1973 lief) so gemacht. Sogar Komikergrößen wie Theo Lingen mussten damals ins Studio, um ihre törichten Sätze in diesen unsäglichen Klamotten noch einmal zu wiederholen bzw. zu verschlimmbessern. Kann mir vorstellen, dass denen das großen Spaß gemacht hat...

Da war es beinahe noch ein "Glück" (ich weiß, das ist nicht das richtige Wort), dass Heinz Erhardt für die Synchronisation seines letzten Films "Unser Willi wird das Kind schon schaukeln" nicht mehr zur Verfügung stand. Wer weiß, wie sonst dieser Film nachträglich verhunzt worden wäre. So können wir diesen Film wenigstens im Original-Drehton erleben. Das war aber auch das einzig Positive an Erhardts schlimmer Erkrankung.

VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 26.548

12.10.2006 22:20
#5 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Und das stimmt nicht einmal; einige Stellen mussten nachsynchronisiert werden. Wenn ich mich recht erinnere, wurde Heinz Erhardt in diesen Stellen von Klaus Havenstein übernommen. Er hat also mitten im Film in einigen Szenen nicht mehr seine eigene Stimme.

Gruß,
Tobias


--
"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."


Fuchs


Beiträge: 272

12.10.2006 22:56
#6 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten
Richtig. In 2 Szenen wird Erhardt von Havenstein gesprochen. Einmal, als er mit der gerade angekommenen Tante aus Brasilien in der Pferdekutsche fährt, und einmal als er in das Zimmer einer seiner Töchter platzt und deren Freund (Gernot Endemann) dort hinauswirft. Leider finde ich die Synchro dieser beiden Szenen nicht besonders gelungen, denn Havenstein ist an einzelnen Stellen ziemlich asynchron. Das hätte man besser machen müssen - aber es zeigt, wie schlampig man damals diese deutschen "Komödien" synchronisiert hat und was vielleicht heraus gekommen wäre, wenn der gesamte Film nachsynchronisiert worden wäre.

neusynchrosmachenalleskaputt


Beiträge: 906

14.10.2006 18:40
#7 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Beim ersten "Lümmel"-Film hat es mich immer irritiert, dass Günther Schramm von Eckart Dux nachsynchronisiert wurde...


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.883

13.11.2006 06:29
#8 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Die "Lümmel"-Filme waren alle bayrische Produktionen, die wurden zu dieser Zeit (außer TV-Produktionen) grundsätzlich komplett nachsynchronisiert (eine üble Unsitte, wie ich finde). Die Erhardt-Filme jedoch wurden von der in Berlin beheimateten Rialto produziert, die gern auf Originalton setzte, was ich deutlich vorziehe, weil dann nicht so eine traurige Panne passieren kann wie bei Gustl Bayrhammers letztem Pumuckl-Auftritt, bei dem er von einem anderen Schauspieler synchronisiert werden musste, weil kein vernünftiger Originalton vorlag. In memoriam - schönen Dank auch.

Gruß
Stefan


RF



Beiträge: 82

21.09.2007 22:44
#9 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Zitat von Fuchs
Richtig. In 2 Szenen wird Erhardt von Havenstein gesprochen. Einmal, als er mit der gerade angekommenen Tante aus Brasilien in der Pferdekutsche fährt, und einmal als er in das Zimmer einer seiner Töchter platzt und deren Freund (Gernot Endemann) dort hinauswirft. Leider finde ich die Synchro dieser beiden Szenen nicht besonders gelungen, denn Havenstein ist an einzelnen Stellen ziemlich asynchron. Das hätte man besser machen müssen - aber es zeigt, wie schlampig man damals diese deutschen "Komödien" synchronisiert hat und was vielleicht heraus gekommen wäre, wenn der gesamte Film nachsynchronisiert worden wäre.

Seltsamerweise wird in der einen Szene Heinz Erhardt, nachdem er mit fremder Stimme sprach, vom Freund seiner Tochter gefragt "Wie reden Sie mit mir?", waren die Filmproduzenten wirklich so zynisch oder war es ein Zufall?

ElEf



Beiträge: 1.874

21.09.2007 23:45
#10 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Man lernt wohl nie aus. Ich wusste nicht, dass die Lümmelfilme nachsynchronisiert worden sind.
Hab mich dann ma bei youtube "informiert" ;)

Hier eine Szene wo Ilja Richter von Theo Lingen synchronisiert wird.

Fuchs


Beiträge: 272

22.09.2007 12:07
#11 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Zitat von RF
Seltsamerweise wird in der einen Szene Heinz Erhardt, nachdem er mit fremder Stimme sprach, vom Freund seiner Tochter gefragt "Wie reden Sie mit mir?", waren die Filmproduzenten wirklich so zynisch oder war es ein Zufall?


Das war nur (trauriger) Zufall. Der Originaldialog war eben so. Niemand konnte ja beim Dreh damit rechnen, dass Herr Erhardt für die Nachbearbeitung nicht mehr zur Verfügung stehen würde.

Nochmal allgemein zur Nachsynchronisation der Filme der deutschen Klamaukwelle: Ich habe mal gehört, dass das vor allem gemacht wurde, um die "Ton-Dynamik" derjenigen amerikanischer, synchronisierter Filme (mit denen die deutschen Produktionen ja in den Kinos konkurrieren mussten) anzugleichen. Im Studio nachgesprochener Ton kommt aus den Kinolautsprechern eben "kräftiger" als Original-Drehton. Zumindest damals.



Cesare


Beiträge: 98

28.06.2010 21:50
#12 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Weiß denn niemand, von wem Clementine (Almut Berg) gesprochen wurde? Die Stimme ist sehr markant.

Frank Brenner



Beiträge: 7.958

29.06.2010 09:22
#13 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Stell doch mal ein Sample ein, dann kann man Dir vielleicht helfen...


Gruß,

Frank

Lammers


Beiträge: 3.531

23.10.2013 12:24
#14 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #8
Die "Lümmel"-Filme waren alle bayrische Produktionen, die wurden zu dieser Zeit (außer TV-Produktionen) grundsätzlich komplett nachsynchronisiert (eine üble Unsitte, wie ich finde).


Hansi Kraus hat in diesem Zusammenhang im Audiokommentar zum ersten dieser Filme erzählt (übrigens der einzige Audiokommentar in der Box), dass es seinerzeit billiger war zu synchronisieren, als mit O-Ton zu arbeiten. Man ließ aber bei den Dreharbeiten ein Tonband laufen (Primärton), damit zur Orientierung notfalls nochmal nachhören konnte, was gesagt wurde.


MrTwelve



Beiträge: 362

06.10.2017 17:18
#15 RE: Das kann doch unseren Willi nicht erschüttern 1970 Zitat · antworten

Zitat von Cesare im Beitrag #1
Kann es sein dass die Schauspielerin Almut Berg, sie spielt Heinz Erhardts "Urlaubsflirt Clementine", in dem Film synchronisiert wurde? Wenn ja, von wem?


Okay, in ein paar Tagen feiert die Anfrage ihr 11-jähriges Jubiläum... ich habe hier jedenfalls ein Sample, dass die Frage klären könnte. Eventuell ist es etwas zu laut, also vorm Hören lieber den Ton etwas leiser drehen.

Ich kenne Almut Bergs tatsächliche Stimme leider nicht, daher kann ich jetzt spontan nicht sagen, ob sie sich selber gesprochen hat oder fremdsynchronisiert wurde.


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