Zitat von Omskakas im Beitrag #28Gibt es demnach neben dem Filmtitel auch Angaben im Vorspann auf Deutsch?
Ja, gibt es. "Buch Laurence Heath" und "Regie Tom Gries" zum Beispiel. Beide Angaben erscheinen wie bereits von mir erwähnt danach noch einmal am Ende des englischen Originalvorspanns in gelber Schrift ("written and produced by Laurence Heath" und "directed by Tom Gries")
Dann wurde also die Produktion im deutschen Vorspann auch noch unterschlagen. ;)
Aber ja, so dachte ich mir das schon. Da wurde dann der deutsche Vorspann sozusagen über das Original geblendet und weil der dann kürzer war oder wegen der bereits eingesetzten Handlung nicht fortgeführt werden konnte, so früh ausgeblendet, daß dann das Original wieder erschien.
Zitat von Griz im Beitrag #30PS. Ich verstehe sowieso nicht, warum man den dt. Zuschauern in den 70er und 80er Jahren kein "written by:" oder "directed by:" zumuten wollte.
Ich verstehe das. Zunächstmal war Englisch noch nicht so flächendeckend verbreitet wie heute und gehörte auch viel weniger zum Alltag. Außerdem konnten viele in diesen Zeiten kein Englisch - es ist ja nicht nur so, daß man das mitunter schonmal in der Schule gestreift hätte, aber verwendet odet sogar regelmäßig genutzt haben das die Wenigsten. Ich vermute aber auch, daß die Erstellung komplett deutscher Vorspänne oft für nötig erachtet wurde - und zwar v.a., um deutsche "Credits" (gibt's da eigentlich einen deutschen Ausdruck für?) zu erstellen und somit alle(!) Angaben verständlich zu übertragen. "Written by" und "directed by" hat man irgendwann raus, aber all das andere?! :-)
Zitat Und diese Bildsprünge "sah" man natürlich, da die Szenen dadurch unnatürlich holprig waren.
Ich vermute, daß das damals das mit der vorhandenen Technik bestmögliche Verfahren war, Vorspänne bzw. Filmmaterial mit Credits und Titeleinblendungen zu versehen. In der Hinsicht empfinde ich diese Sprünge weniger als unschön als vielmehr eine Art Zeitdokument.
Zitat Bei der Fox-Folge "Sein letzter Wille" blieben die US-Angaben allerdings drin stehen, weil die Szene im Hintergrund sonst keinen Sinn ergeben hätte. Dafür verzichtete man im Vorspann auf diese Angaben (so dass diese nicht doppelt kamen).
Wie Du siehst, haben die dort durchaus mitgedacht... anders als bei "Gefährlicher Ruf", wo die Angaben dann tatsächlich doppelt vorkamen. So übrigens auch bei der Ostfassung von "Der Mann mit der eisernen Maske", da waren dann auch ein paar Infos nach Ende des deutschen Vorspanns nochmals vom englischen Vorspann her zu lesen.
Zitat Ich vermute, daß das damals das mit der vorhandenen Technik bestmögliche Verfahren war, Vorspänne bzw. Filmmaterial mit Credits und Titeleinblendungen zu versehen.
Vielfach wurden bzw. werden für die Bearbeitung im Ausland allerdings auch neutrale Titel-Backgrounds (ohne Schrift) mitgeliefert um genau dieses Problem bei der Titelerstellung für andere Sprachen zu umgehen. Im Falle von "Gefährlicher Ruf" war das offenbar nicht der Fall.