Ja. Ich hatte sie heute gesichtet. Winkelmann passt echt nicht schlecht. Und wo auch immer die Synchro entstand... wohlmöglich Frankfurt... ihr gelingt es die damalige Atmosphäre gut einzufangen. Man ist durch die Stimmen nicht sofort draußen wie es bei bekannten Sprechern mit ihrem "Synchron-Sound" gewesen wäre, wie Klebsch. Man merkt gar nicht mal unbedingt, dass die Synchro relativ neu ist.
Da gibt es wohl zwei Synchros, einmal von 1946 (verschollen) und dann habe ich hier eine Fassung vorliegen, dessen Synchro aus Hamburg stammt und wohl spätestens von 1985 ist, da Paul Edwin Roth noch dabei ist. Marais' Sprecher habe ich nicht erkannt. Dieser klingt ähnlich schneidend wie Reinhard Glemnitz. Hier eine Sample vom Vulkan äh Vocaroo. https://vocaroo.com/1fXzuQyD4WQV
Ich dachte gleich, dass die Synchro eher aus den 60er, spätestens 70ern stammt - und fühle mich nach der Hälfte des Samples bestätigt: das ist Christoph Bantzer, offenbar in sehr jungen Jahren.
Ob es wirklich eine frühere Synchro gibt, scheint mir etwas zweifelhaft - Mai 1946 ist sehr früh, da wurden viele Filme noch unsynchronisiert gezeigt. Und ein deutsches Plakat mit entsprechendem Vermerk habe ich nicht finden können.
Ich hab noch was gefunden. "Weiße Nächte" (1957) fehlt noch in der Liste, Verleih war Rank (dann wohl von Rank-Synchron aus Hamburg). Auch diesen Sprecher hab ich nicht erkannt. Da hilft wieder nur der Vulkan. https://vocaroo.com/1otknujdoyHN
Guter Tipp, auch wenn ich eine sehr lange Rede von Maria Schell abwarten musste - es ist Paul Edwin Roth. Hat zwar hier nix zu suchen, wird aber im entsprechenden Thread noch vermerkt.
Seitenbemerkung: Zwei Jahre später kam prompt die sowjetische Verfilmung, als hätte man sich von den Italienern nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen. Die DEFA-Besetzung zu diesem Film hätte auch recht gut auf die des Visconti-Filmes gepasst: Hans-Peter Minetti für Mastroianni, Doris Abeßer für Maria Schell, Fred Düren für Jean Marais ... hat es nie gegeben, aber ist ein reizvoller Gedanke.