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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 2.299 mal aufgerufen
 Allgemeines
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Norbert


Beiträge: 1.609

06.08.2013 10:58
#16 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #13
Das beginnt mit der unsinnigen deutschen Bezeichnung "die Klingons", wobei es bis dato und nachher immer "die Klingonen" waren. Ein Großteil des deutschen Dialoges wurde ohne Gefühl für "Star Trek" gemacht.
In der Originalserie wurde durchaus von "Klingons" gesprochen. Schlecht fand ich den zweiten TREK-Film. Die völlig unnötige Umbesetzung von GGH auf Klaus Sonnenschein hat in der Anfangsszene dazu geführt, dass man Kirk erst erkannt hat, als er deutlich zu sehen war. Ein weiterer Fauxpas: Die Sternzeit zu Beginn des Filmes wurde blockweise ausgesprochen! Das mag zwar dem Original entsprochen haben, bedeutete aber letzten Endes einen völlig unnötigen Kontinuitätsbruch innerhalb der deutschen Fassung. Zur Erklärung: In der deutschen Fassung wurden die Ziffern der jeweiligen Sternzeit stets einzeln aufgesagt. Sternzeit 1234,5 wäre also "Sternzeit Eins Zwei Drei Vier Komma Fünf" ausgesprochen worden. Im Original hingegen wurde stardate 1234.5 als "stardate twelve thirty-four point five" ausgesprochen. Im zweiten Kinofilm wurden nun plötzlich auch diese merkwürdige Aussprache im Deutschen angewendet. Dies wird im Nachhinein noch ärgerlicher, wenn man bedenkt, dass die Sternzeit in den neueren TREK-Serien fünfstellig ist und auch im Original stets mit einzelnen Ziffern aufgesagt wird.

Eine weitere schlechte Synchronisation mit guten Sprechern ist für mich CAPTAIN FUTURE. Vor allem am Anfang der Serie ist es grausam, mitanhören zu müssen, wie lieblos die Texte heruntergeleiert werden. Mit der Zeit gibt sich das etwas.

DIE UNBESTECHLICHEN - die in deutschen Landen vor allem unter dem Namen CHICAGO 1930 bekannte US-Serie wurde bereits in den 60ern mit wenigen Folgen im ZDF gezeigt, aber die älteste Synchronphase ist gleichzeitig auch die schwächste. Heinz Petruo wurde dort zeitweise auf Nicolas Giorgade, der einen Jungpolizisten spielt, besetzt - eine grausame Fehlbesetzung. Obwohl im ZDF nur elf Folgen liefen, hatte diese Figur mindestens drei Sprecher! (Claus Jurichs passte weitaus besser als Heinz Petruo, der auf einem Gangster besetzt wurde.) Hervorragend war hingegen Detlev Bierstedt, der die Rolle bei Sat.1 bekam. GGH war auf Robert Stack auch nicht die Idealbesetzung (das war zweifellos Friedrich G. Beckhaus). Stimmlich hätte er zwar noch gut gepasst, aber zeitweise sprach er seinen Ness viel zu nett. In einer Folge ist Ness stinksauer auf einen Informanten. Er packt ihn recht unsanft und knallt ihn gegen die Wand. Ein energisches "Raus mit der Sprache!" wäre angemessen gewesen, aber wir bekommen von GGH ein überaus höfliches "So, und jetzt will ich was hören..." zu hören. Hat er da für John Steed geübt?

berti


Beiträge: 17.537

06.08.2013 11:48
#17 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Zitat von Norbert im Beitrag #16
Eine weitere schlechte Synchronisation mit guten Sprechern ist für mich CAPTAIN FUTURE. Vor allem am Anfang der Serie ist es grausam, mitanhören zu müssen, wie lieblos die Texte heruntergeleiert werden. Mit der Zeit gibt sich das etwas.

Bei allen beteiligten Sprechern? Mir ist bisher nur aufgefallen, dass Dittberner am Anfang von "Der Herrscher von Megara" an einer Stelle ziemlich abgelesen klingt und dass er sich im letzten Teil des "schwarzen Planeten" an einigen Stellen (ohne Zusammenhang zum Kontext) anhört, als hätte er Mühe, ernst zu klingen.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

06.08.2013 13:14
#18 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

@ Norbert:

Mir ist "Klingons" eigentlich nur so richtig im 3. Kinofilm aufgefallen.
Sicherlich gab es schon im zweiten Film Kritikpunkte, das Fehlen von GGH zählt hier unbedingt hinzu. Vor allem verändert es tatsächlich die Anfangsszene. Insgesamt bin ich aber mit dieser deutschen Fassung zufrieden.

"Die Unbestechlichen":

Sind auf den Dvds Episoden mit unterschiedlichen Stimmen drauf oder konnte man sich auf eine Version beschränken?
Bei "Kobra übernehmen Sie" ist das Hin- und Herhüpfen zwischen mehreren Stimmen phasenweise mühsam, aber immerhin schafften es alle Synchronfassungen drauf. Bei "Perry Mason" hätte ich gerne die alten Synchronisationen gehört mit Heinz Giese.
An "Die Unbestechlichen" erinnere ich mich an eine über 20 Jahre zurückliegende Ausstrahlung. Da hörte ich aber nur GGH. Im Großen und Ganzen kann ich mich aber kaum erinnern daran-ausser an Nelson Riddles grauenvolle Titelmusik, die man ja ab und an hört.
Irgendwie sträube ich mich, die Dvds zu kaufen, obwohl sie schon günstig sind.
Ohne wirklich die Serie zu kennen, würde ich instinktiv sagen, daß vielleicht Helmo Kindermann oder Claus Biederstaedt in den 60ern Robert Stack vielleicht besser getan hätten als GGH.

Norbert


Beiträge: 1.609

06.08.2013 14:08
#19 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #18
Mir ist "Klingons" eigentlich nur so richtig im 3. Kinofilm aufgefallen.
Mir sind die Klingons in der Originalserie nicht zuletzt deswegen aufgefallen, weil ich mangels Empfang von Sat.1 und ORF nur die (damals) neue Serie sehen konnte und mir der Ausdruck Klingonen daher geläufiger war. Umso erstaunter war ich, als ich als frisch Verkabelter (nun mit Sat.1 und ORF - damals noch anschaubar) hörte, wie munter von Klingons geredet wurde. (Die Romulaner wurden übrigens Romulanier genannt.)
Zitat von fortinbras im Beitrag #18
"Die Unbestechlichen":

Sind auf den Dvds Episoden mit unterschiedlichen Stimmen drauf oder konnte man sich auf eine Version beschränken?
Bei "Kobra übernehmen Sie" ist das Hin- und Herhüpfen zwischen mehreren Stimmen phasenweise mühsam, aber immerhin schafften es alle Synchronfassungen drauf. Bei "Perry Mason" hätte ich gerne die alten Synchronisationen gehört mit Heinz Giese.
An "Die Unbestechlichen" erinnere ich mich an eine über 20 Jahre zurückliegende Ausstrahlung. Da hörte ich aber nur GGH. Im Großen und Ganzen kann ich mich aber kaum erinnern daran-ausser an Nelson Riddles grauenvolle Titelmusik, die man ja ab und an hört.
Irgendwie sträube ich mich, die Dvds zu kaufen, obwohl sie schon günstig sind.
Ohne wirklich die Serie zu kennen, würde ich instinktiv sagen, daß vielleicht Helmo Kindermann oder Claus Biederstaedt in den 60ern Robert Stack vielleicht besser getan hätten als GGH.
Es gibt von den einzelnen Folgen nur eine Synchronfassung. Daher kenne ich die alte Synchronisation ja überhaupt. Auf den DVDs der ersten beiden Staffeln (mehr ist bei uns bislang nicht erschienen) befinden sich die regulären Fernsehsynchronisationen, Fehlstellen sind in der Regel untertitelt. Ausnahme: Vor dem Vorspann kommt ein Ausschnitt aus der aktuellen Folge, der im TV weggeschnitten wurde. Auf DVD hat man an dieser Stelle den deutschen Ton aus der Folge hingelegt. Von zwei Folgen gab es bislang keine Ausstrahlung, hier hat Paramount eigens für die DVDs eine Synchronisation anfertigen lassen, die zwar etwas schlechter ist als bei Sat.1 (Detlev Bierstedt fehlt eben), aber die ZDF-Bearbeitung problemlos in den Schatten stellt. (Thomas Danneberg klingt als Vorspannsprecher übrigens noch genauso jugendlich wie in den 80ern).

Im Forum gibt's von Griz Synchronslisten zu CHICAGO 1930. (Staffel 1 und 2)

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

06.08.2013 22:22
#20 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

@ Norbert:

Solche Detailkenntnisse gerade bei ganzen Serien bewundere ich sehr! Manches nimmt man auch nur selektiv wahr. Seit ich die gute alte Enterprise auf Dvd habe, schaue ich viele Folgen kaum mehr an.

Danke für die Hinweise zu "Die Unbestechlichen". Werde mich mal damit beschäftigen...

berti


Beiträge: 17.537

14.08.2013 15:17
#21 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Die ZDF-Synchro von "Schwarze Geschichten/Der grauenvolle Mr. X" zieht gegenüber der Kinofassung klar den Kürzeren. Dabei standen dem ZDF Sprecher wie Friedrich Schoenfelder, Hugo Schrader, Randolf Kronberg oder Wilhelm Borchert zur Verfügung. Einzig Gottfried Krammer für Basil Rathbone stellt (im Vergleich mit Arnold Marquis) einen Pluspunkt dar. Extrem enttäuschend ist besonders Borchert, der als Erzähler seine Texte so unbeteiligt spricht, als habe er sie bei den Aufnahmen nur einmal abgelesen und diese Takes seien gleich verwendet worden. Auch Schoenfelder für Vincent Price enttäuscht gerade in der Episode "Die schwarze Katze" extrem, da er weder die Liebe zum Wein noch die Todesangst der Rolle überzeugt vermittelt (Curt Ackermann traf beides perfekt). Wenn man es damit vergleicht, wie brillant und mit hörbarer Spielfreude er bei seinen Einsätzen für Price in der ZDF-Synchro vom "Haus der langen Schatten" oder bereits viel früher in "Ruhe Sanft GmbH" sein konnte ...
Ich kann mich nicht erinnern, die Herren Borchert und Schoenfelder sonst jemals so lustlos und unmotiviert gehört zu haben. Das muss an der Regie gelesen haben. Auch Hugo Schrader verfehlt Peter Lorres Rolle völlig, bringt dessen Bösartigkeit und Brutalität (im Unterschied zu Alfred Balthoff) nicht einmal ansatzweise rüber und macht daraus nur eine Witzfigur.

Silenzio
Moderator

Beiträge: 20.518

15.08.2013 01:38
#22 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Da fällt mir doch glatt die Serie "Twilight Zone" (die 2002er-Version) ein, bearbeitet von der EuroSync. Ansich keine schlechte Serie, obwohl nichts über die originale Serie aus den 60ern geht. Doch in den Episodenrollen wurde derart schräg und unpassend besetzt, dass es eigentlich keinen Spaß mehr machte die Serie zu schauen. Dabei bin ich weiß Gott keiner, der unbedingt auf diese oder jene Kontinuität behaart, aber irgendwie sollte es schon passen und wenn auch nur zur Rolle. Das war leider überhaupt nicht der Fall. Gilt leider auch für andere Seriensynchros der EuroSync, wie etwa "Without a Trace" oder auch aktuell "Harry's Law". Ein Positivbeispiel ist wiederum "Veronica Mars". Also, es geht auch anders.

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