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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 2.284 mal aufgerufen
 Allgemeines
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Ohne Wiederkehr


Beiträge: 907

10.08.2011 23:51
Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Hallo,

Mir ist schon häufig, besonders bei alten Horrorfilmen, aufgefallen, dass man es zwar geschafft hat jede Rolle mit einem ziemlich profilierten und guten Sprechern zu besetzten, die Synchronisation, die letztendlich dabei rauskommt jedoch eine einzige Katastrophe ist.

Bestes Beispiel hierfür ist wohl "Hellraiser-das Tor zur Hölle" (oder die gesamte Hellraiser Reihe), wo durchaus bekannte Sprecher, wie Hans-Jürgen Wolf, Ronald Nitschke, Helmut Krauss oder Maud Ackermann mitwirkten, dennoch habe ich noch nie in meinem Leben einen so schlecht synchronisierten Film gesehen, die synchronisation ist wirklich eine einzige Zumutung.

Da frage ich mich doch ernsthaft, woran das liegt, immerhin war das Potenzial für eine gute Synchronisation doch vorhanden?

Kennt ihr vielleicht noch andere Filme bei denen es so ist ?

anderto-krox


Beiträge: 1.361

11.08.2011 00:35
#2 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Zitat
Da frage ich mich doch ernsthaft, woran das liegt, immerhin war das Potenzial für eine gute Synchronisation doch vorhanden?



Es gibt ja auch nach andere wichtige Mitwirkende bei einer Synchronisation. Bei einem schlechten Regisseur fallen renommierte Sprecher natürlich weniger schlecht auf als weniger routinierte - einfach, weil die routinierten schon ohne Führung ein sehr gutes Angebot liefern - aber so ganz das Wahre wird es trotzdem nicht. Ein asynchrones Buch kann auch einen Film versauen. Oder ein einfach schlechtes Buch. Eine gute Cutterin ist ebenso wichtig.

Und was dazu kommt - wenn du etwas von "alten Horrorfilmen" schreibst. Je nachdem, wie alt die Filme sind, kann es dann natürlich sein, dass so mancher der heutigen Stars damals halt auch noch eher am Anfang seiner Karriere stand...

Zumal man sich auch sicher fragen darf, wie gut die Filme denn an und für sich eigentlich sind - schon im Original...

Donnie Darko
Moderator


Beiträge: 8.086

11.08.2011 00:43
#3 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Im ersten "Hellraiser" klang speziell Ronald Nitschke stellenweise irgendwie... ziemlich... lächerlich... Fiel mir schon vor Jahren auf... Auf welche Punkte bezieht sich denn sonst Deine Kritik an dem Film bzw. der Synchronisation? Würde mich mal interessieren, da ich speziell die ersten beiden Teile gut kenne.

dlh


Beiträge: 14.889

11.08.2011 10:55
#4 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Leider wie für diesen Thread geschaffen, die 80er-Serie "Crime Story". Wirklich großartige Sprecher am Werk wie Friedrich Schönfelder, Hermann Ebeling, Lothar Hinze, Rüdiger Joswig, Hans-Werner Bussinger oder Wolfgang Kühne, doch fast alle leiern nur emotionslos ihren Text runter. Mich würde brennend interessieren, welcher "Regisseur" dafür verantwortlich war. Muss ein paar sehr schlechte Tage gehabt haben. Dazu noch total hirnrissig besetzt, teilweise tauschen die Hauptrollensprecher ihre Rollen mitten in der Staffel oder werden komplett ersetzt. Das führt dann dazu, dass manche Darsteller 3 Sprecher haben (in einer Serie, die gerade einmal 2! Staffeln umfasst).

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 14.834

11.08.2011 11:14
#5 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

"Cagliostro" von 1972/73 - Top-Sprecher wie GGH, Dieter Borsche, Michael Chevalier, K.W. Krause, Wolfgang Hess, Elmar Wepper, Rosemarie Kirstein, Jürgen Clausen u.u.u.
Aber nicht nur bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, sondern auch noch von grauenhaft modernisierten Dialogen entstellt - und dann auch noch mit neuer Syntheziser-Musik versehen.
Eine wirklich schlechte Synchro.

Gruß
Stefan

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 907

11.08.2011 12:04
#6 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Mir ist auch besondes Nitschke negativ aufgefallen, der meiner meinung nach ziemlich lächerlich klingt aber auch ziemlich emotionslos redet, genau, wie der Rest der Sprecher.

Außerdem ist esziemlich Lippenasynchron, ws mich ziemlich stört.

Lammers


Beiträge: 4.068

11.08.2011 15:11
#7 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Mir fällt bei diesem Thema die grauenhafte Neusynchro des Films "Django und die Bande der Gehenkten" mit dem Titel "Joe, der Galgenvogel" ein, die 1980 entstand (der Film selbst ist von 1967). Man hat Thomas Danneberg wahrscheinlich vorher und nachher nie wieder so emotionslos sprechen hören wie in diesem Film, der weder in Berlin noch in München sondern in Düsseldorf bei der MGS entstand, die z.B. auch "Sie verkaufen den Tod" unter dem Titel "Der Dicke und das Warzenschwein" neu synchronisierten. Dialogbuch und Regie unbekannt.

neusynchrosmachenalleskaputt


Beiträge: 1.047

11.08.2011 20:06
#8 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Apropos Ronald Nitschke, irgendwann hat doch jemand mal gefragt, durch wen man evtl. Horst Gentzen ersetzen könnte. Seit ich kürzlich EAT THE RICH gesehen habe, ist da Herr Nitschke ganz klar mein Favorit. Tuntiger geht's kaum, so dass man ihn auch fast nicht erkennt. Schlecht ist die Synchro von EAT THE RICH aber nicht, dafür der Film umso mehr.

Donnie Darko
Moderator


Beiträge: 8.086

14.08.2011 15:24
#9 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Mir ist auch besondes Nitschke negativ aufgefallen, der meiner meinung nach ziemlich lächerlich klingt aber auch ziemlich emotionslos redet, genau, wie der Rest der Sprecher.

Ich habe mir gestern die ersten beiden "Hellraiser"-Filme noch mal angeschaut, und abgesehen von Nitschke, der auf dem hautlosen Frank Cotton zumindest stellenweise bissl albern klingt, find' ich die Leistung der anderen beteiligten Sprecher eigentlich durchweg okay. Wie man solche Horrorfilme aus der damaligen Zeit eben kennt.

katzenkreis


Beiträge: 115

14.08.2011 15:43
#10 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Ist zwar etwas off-topic, aber nach dem lesen von

Zitat von Ohne Wiederkehr
...besonders bei alten Horrorfilmen..."Hellraiser-das Tor zur Hölle"...


Zitat von Donnie Darko
...Wie man solche Horrorfilme aus der damaligen Zeit eben kennt.


fühle ich mich gerade steinalt

neusynchrosmachenalleskaputt


Beiträge: 1.047

14.08.2011 15:44
#11 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Jau, Mann. Ich auch...

Chat Noir


Beiträge: 8.360

05.08.2013 17:25
#12 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Zitat von Ohne Wiederkehr im Beitrag #1
[...] dass man es zwar geschafft hat jede Rolle mit einem ziemlich profilierten und guten Sprechern zu besetzten, die Synchronisation, die letztendlich dabei rauskommt jedoch eine einzige Katastrophe ist.


siehe Hell on Wheels.

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2013 18:52
#13 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Da fallen mir auch ein paar Filme dazu ein.
Ein ganz heisser Kandidat:

"Star Trek III-Auf der Suche nach Mr. Spock"

Was mich daran stört? Die Übersetzung ist stellenweise sehr plump und holprig, teilweise im Widerspruch zum Vorgängerfilm oder der Serie im Allgemeinen. Das beginnt mit der unsinnigen deutschen Bezeichnung "die Klingons", wobei es bis dato und nachher immer "die Klingonen" waren. Ein Großteil des deutschen Dialoges wurde ohne Gefühl für "Star Trek" gemacht.
Gut, Klaus Sonnenschein für Shatner und Christian Rode als Ersatz für den verstorbenen Manfred Schott beim zweiten Kinofilm waren gewöhnungsbedürftig, aber doch sehr gut. Im dritten Film sind BEIDE fallweise am heftigen Übertreiben. Überhaupt outrieren viele der Darsteller. Besonders Hermann Ebeling für Christopher Lloyd. Im Original war der auch nicht ganz unproblematisch, aber gedämpfter und berohlicher. In der deutschen Fassung werden aus sämtlichen Figuren reine Chargen. Und das kann nur an einer schlampigen Übersetzung liegen, eventuell an einer Husch-Husch-Arbeit und einem Synchronregisseur ohne Gespür. Die Schauspieler kann man nicht ganz freisprechen, aber üblicherweise trifft sie die kleinste Schuld, denn der Regisseur legt schließlich die Latte an und ist der Hauptverantwortliche.

"Die brennenden Augen von Schloß Bartimore"
---In diesem schönen Hammer-Film sind nahezu alle Stimmen fehlbesetzt. Das muß man erst mal zusammenbringen!!! Arnold Marquis für Peter Cushing ist ohnehin gruselig (auch wenn er sich um ruhigere Töne bemüht). Christopher Lee spielt zwar einen älteren Mann, aber er spricht im Film normal! In der deutschen Fassung spricht ihn Fritz Tillmann wie einen kauzigen Professor, was viel von der Ernsthaftigkeit der Figur nimmt. Michael Goodliffe als Prof. Heitz wird von G. G. Hoffmann synchronisiert. Goodliffe war hier an die 50 und wurde etwas grauer gemacht, was ein wenig unecht aussah. Seltsamerweise wirkt das Make Up, so seltsam es klingt, noch unglaubhafter, wenn die jugendlich-frische Stimme aus dem Mannertönt!!! Alexander Welbat ist stimmlich eher tumb-karikaturenhaft für Patrick Troughton.durch seine Art, wie er den verängstigt-aggressiven Polizeichef spicht, wirkt der eher wie eine preussische Kasperlfigur.
Einzig Michael Chevalier für Richard Pasco ist gut besetzt von den Männerstimmen.

Aller guten Dinge sind drei:

"Das Ostermann-Weekend"

Den Film selbst halte ich für überschätzt, er ist einfach so ein Mischmasch, der nicht ganz aufgeht und erzählt nur Altbekanntes.
Jürgen Thormann mag ich generell für John Hurt nicht unbedingt, hier empfand ich ihn als besonders schlimm-er outriert teilweise hemmungslos. Ebenso Gottfried Kramer für Burt Lancaster, der gefühllos in den großen Schauspieler "hineinspricht". Nicht zu vergessen Heinz Drache in einer seiner ganz wenigen fehlbesetzten Rollen. Er hört sich für Dennis Hopper viiiiiel zu alt an, zu wuchtig und Stimme und Bild passen nie zusammen. Viele im Ensemble sprechen eher so vor sich hin, als die Charaktere mit Leben zu erfüllen. Hohl und mit sterilen Dialogen versehen-keine Meisterleistung!

berti


Beiträge: 17.486

05.08.2013 19:15
#14 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #13
"Das Ostermann-Weekend"

Den Film selbst halte ich für überschätzt, er ist einfach so ein Mischmasch, der nicht ganz aufgeht und erzählt nur Altbekanntes.
Jürgen Thormann mag ich generell für John Hurt nicht unbedingt, hier empfand ich ihn als besonders schlimm-er outriert teilweise hemmungslos. Ebenso Gottfried Kramer für Burt Lancaster, der gefühllos in den großen Schauspieler "hineinspricht". Nicht zu vergessen Heinz Drache in einer seiner ganz wenigen fehlbesetzten Rollen. Er hört sich für Dennis Hopper viiiiiel zu alt an, zu wuchtig und Stimme und Bild passen nie zusammen. Viele im Ensemble sprechen eher so vor sich hin, als die Charaktere mit Leben zu erfüllen. Hohl und mit sterilen Dialogen versehen-keine Meisterleistung!

Gilt dieses Urteil auch für Norbert Langer als Sprecher von Rutger Hauer? Den fand ich ziemlich gewöhnungsbedürftig, vor allem natürlich, wenn man hier Thomas Danneberg (oder meinetwegen Manfred Lehmann) gewöhnt ist.

Lammers


Beiträge: 4.068

06.08.2013 10:50
#15 RE: Schlechte synchronisationen mit guten Sprechern Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #13
"Das Ostermann-Weekend"

Den Film selbst halte ich für überschätzt, er ist einfach so ein Mischmasch, der nicht ganz aufgeht und erzählt nur Altbekanntes.
Jürgen Thormann mag ich generell für John Hurt nicht unbedingt, hier empfand ich ihn als besonders schlimm-er outriert teilweise hemmungslos. Ebenso Gottfried Kramer für Burt Lancaster, der gefühllos in den großen Schauspieler "hineinspricht". Nicht zu vergessen Heinz Drache in einer seiner ganz wenigen fehlbesetzten Rollen. Er hört sich für Dennis Hopper viiiiiel zu alt an, zu wuchtig und Stimme und Bild passen nie zusammen. Viele im Ensemble sprechen eher so vor sich hin, als die Charaktere mit Leben zu erfüllen. Hohl und mit sterilen Dialogen versehen-keine Meisterleistung!


Da hast du recht. Von den Filmen, die ich bisher von Peckinpah gesehen habe, fand ich den am Schlechtesten und der Mann hat wirklich einige gute Filme gemacht aber dieser hier ist schon sehr merkwürdig und nicht überzeugend. Da ist selbst seine letzte Arbeit "Too late for goodbyes" (http://www.youtube.com/watch?v=aQs1Ynq0rlk) unterhaltsamer .

Was die Synchronbesetzung betrifft: Ja, die ist ebenfalls sehr merkwürdig. Ich möchte wissen, was sich das Studio dabei gedacht hat. Wobei ich sie nicht schlecht finde. Es ist ja immer spannend, wenn man auf ungewöhnliche Synchronbesetzungen kommt und Norbert Langer für Rutger Hauer ist eine interessante Alternative, die auch aufging. Ebenso interessant finde ich Gottfried Kramer für Burt Lancaster oder Heinz Drache für Dennis Hopper. Aber auch wenn sie vielleicht eine bessere Leistung abgeliefert hätten, denke ich, dass das den Film nicht gerettet hätte.

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