Oh je, das ist ja mal wieder eine Filterorgie schlimmster Sorte, völlig unbrauchbar. Der Film ief am 10.04.1991 und 25.03.1994 im ZDF sowie am 10.02.1994 in 3sat. Wurde da die Westfassung gesendet? Bei ZDF kann ich mir DEFA-Synchro keinesfalls vorstellen und das ZDF bezog die Filma ja von Kirch. Allerdings ist es auch jetzt verwunderlich, dass einem nur noch die Ost-Synchro um die Ohren gehauen wird, denn Studio Canal / Arthaus sind ja die Nachfolger von Kinowelt/Kirch. Kann mir nur denken dass die Franzosen mal eine neue Überspielung gemacht und daneben gegriffen haben. Kann jemand West-Synchro für ZDF bestätigen?
Zitat von c.n.-tonfilm im Beitrag #16Wurde da die Westfassung gesendet? Bei ZDF kann ich mir DEFA-Synchro keinesfalls vorstellen
Anfang der 90er setzte das ZDF für einige Zeit erstaunlicherweise verstärkt auf DEFA-Fassungen (nach jahrzehntelanger konsequenter Verweigerung) - so wurde "4 Asse hauen auf die Pauke" nicht in der westdeutschen Kinosynchro, sondern in der seriöseren DDR-TV-Synchro ausgestrahlt. Wäre eine Erklärung dafür, dass Kinowelt fälschlich auf West-Synchro pocht. Steht nach wie vor die Frage, ob die Westsynchro vielleicht gekürzt war oder anderweitig zensiert, wenn das ZDF aus diesem Grund auf die DDR-Fassung zurück gegriffen haben sollte.
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #17Steht nach wie vor die Frage, ob die Westsynchro vielleicht gekürzt war oder anderweitig zensiert, dass das ZDF aus diesem Grund auf die DDR-Fassung zurück griff.
Also es ist 100% gesichert, dass im ZDF die DEFA-Fassung lief? Auf welchem Sender hat Peter dann die Westsynchro gesehen? Im MDR lief am 03.02.2008 nur die DEFA-Fassung.
Die Westfassung wurde von Eckelkamp verliehen und hatte eine Länge von 3828 Metern = 139'55 (24 B/S) bzw 134'19 (25 B/S) mit FSK 18. Die Blu-Ray läuft 140'22 - die Westsynchro war also komplett.
Nichts ist gesichert, ich habe nie behauptet, dass sie da lief, sondern nur, dass es so gewesen sein KÖNNTE (und habe meine etwas missverständliche Formulierung dahin gehend geändert).
Ich habe mir gestern mal den sehr zwiespältigen Film gegeben und versuche mich an einer Sprecherliste der DEFA-Fassung. Leider stehen bei Arne nur 3 Stimmen der Westfassung, die trage ich auch noch mit ein. Leider "standen die Sprecher bei Redaktionsschluss" des DDR-Filmprogramms "noch nicht fest" und bei der DEFA-Stiftung werden auch keine angeführt, weitere Erkenntnisse können also nur weitere Gehöre bringen, da auch im FBJ nur die bekannten 5 stehen.
BRD-Kino: 29.9. 1967 Berliner Synchron Dialog und Regie: Klaus von Wahl
DDR-Kino: 12.9. 1969 DEFA-Studio für Synchronisation, Berlin Dialog: Heinz Nitzsche Regie: Lisa Honigmann
Suzanne Anna Karina Karin Reif Renate Küster Madame de Simonin Christiane Lénier Inge Keller Monsieur Simonin Charles Millot Hans Knötzsch Erzbischof Hubert Buthion Heinz Suhr Pater Seraphin Marc Eyraud Fred Alexander Madame de Moni Micheline Presle Marga Legal Christine Gerlach Schwester St-Christine Francine Bergé Barbara Adolph Schwester St-Ursule Catherine Diamant Monika Lennartz? Hébert Jean Martin Harald Halgardt Manouri Pierre Meyrand Werner Ehrlicher Madame de Chelles Liselotte Pulver Barbara Dittus Liselotte Pulver Schwester St-Therese Yori Berthin Friederike Aust Pater Lemoine Wolfgang Reichmann Eberhard Mellies (eventuell Reichmann selbst?) Dom Morel Francisco Rabal Karl Sturm
Desweiteren hörte ich noch Ruth Kommerell und Margit Bendokat als Nonnen im ersten Kloster und Günter Wolf als Mitglied der Famile Simonin - da konnte ich keine konkreten Namen und Darsteller zuordnen. Blanker Zufall, dass ich Knötzsch erkannt habe, ansonsten eine wenig extravagante Besetzungliste für Lisa Honigmann. Die Kühle, die ihre Arbeiten oft austrahlen, passt bei diesem Film perfekt - was aber gar nicht funktioniert, ist Barbara Dittus für die Pulver, weder im Vergleich zur Originalstimme noch zum Temperament. Trotz des Altersunterschiedes wären da markantere Stimmen wie Jutta Hoffmann, Karin Ugowski oder Jutta Wachowiak geeigneter gewesen. Ohne Zweifel ist die BSG-Fassung hochwertig (alles andere würde mich bei von Wahl wundern) und Renate Küster erbrachte eine großartige Leistung, aber Karin Reif (die um 1970 ihre große Phase hatte) dürfte ihr kaum nachstehen.