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Dieses Thema hat 34 Antworten
und wurde 1.960 mal aufgerufen
 Allgemeines
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Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2012 22:26
#16 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Nope.
Aber der Thread heißt ja auch nicht "Regisseure, die ab 1986 für die DS gearbeitet haben".

Es geht hier einzig darum, einen Querschnitt zu erstellen, dass man weiß, wer von Brunnemann für Regie-Aufgaben engagiert wurde. Und nach 1986 macht das dann auch bald nicht mehr viel Sinn. 1986 aber schon noch, weil der Hinweis mit Danneberg z.B. in Bezug auf "Miami Cops" interessant ist, denn "Miami Cops" kam im Februar 1986 in unsere Kinos und ein Verweis, dass Danneberg zu der Zeit sowieso regelmäßig bei der DS in der Regie war, weil er "Starsky & Hutch" bearbeitete, hilft da durchaus weiter.

Im übrigen kann man sich natürlich die Frage stellen, ob "Miami Cops" überhaupt eine Kalauer-Synchro ist, aber das ist sekundär, da er zumindest in deren Tradition synchronisiert wurde.

berti


Beiträge: 17.648

05.01.2012 22:37
#17 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

"Miami Cops" würde ich (trotz einiger Sprüche) auch nicht als Kalauer-Synchro bezeichnen.
Aber endete diese Phase nicht im Grunde schon 1982, mit Brunnemanns Ausstieg aus dem Regiebereich? Oder haben andere erstmal noch in seinem Stil weitergemacht?
(Entschuldige diese Haarspalterei!)

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2012 22:51
#18 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Mag sein, aber darum geht's hier in dem Thread nicht.
Der Thread beschäftigt sich mit der Historie der DS - zu ihren besten Zeiten.

Harvey



Beiträge: 864

06.01.2012 00:51
#19 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Hallo Silenzio,
zu Paula Lepa
"Interessant. Weißt du, bei welchen Filmen und/oder Serien sie Regie führte?"

Ich war 1982 bei der Deutschen Synchron KG und habe zwecks Recherche für meine Magisterarbeit mit Karlheinz Brunnemann im Büro gesprochen. Er bot mir an, bei der Synchronisation einer Vorabendserie ins Aufnahmeatelier gehen zu dürfen. Den Namen der Serie weiß ich bis heute nicht. Es spielte jedenfalls im Mittelalter mit Rittern. Als ich dort in den Raum kam, sah ich Michael Chevalier, Heinz-Theo Branding, Agi Prandhoff, Friedrich-Georg Beckhaus, Uwe Paulsen und andere. Das war noch die Zeit, wo der Film, in dem Fall die Serienfolge in Takes zerschnibbelt und von einem Vorführer auf eine Leinwand projiziert wurde. Und auch die Ära, wo noch die ganzen benötigten Synchronschauspielerinnen und -schauspieler gemeinsam anwesend waren. (Also nicht die X-erei von heute.)

Synchronregie führte Paula Lepa. Ich kann mch an mehrere Momente dieses Erlebnisses genau erinnern. Das, was mit Paula Lepa direkt zu tun hat, war Folgendes. Ein Synchronschauspieler, dessen Namen ich zwar weiß, aber nicht nennen möchte, schaffte es einfach nicht, einen simplen Satz synchron hin zu kriegen. Es folgten Take auf Take. Aber es war nie synchron. Beim zwölften Versuch sagte Frau Lepa aus dem Regieraum über Mikro. "Wenn Du das beim nächsten Mal nicht schaffst, hole ich mir einen anderen." Ich glaube, sie hat es noch schärfer und mit ein paar nicht sehr freundlichen Worten formuliert.

Die nächste Aufnahme klappte perfekt. An sich wäre der darauf folgende Take fällig gewesen. Doch Frau Lepa kam aus ihrer Regiebox herunter ins Aufnahmeatelier, ging auf den betreffenden Synchronschauspieler zu, der mit seinen Nerven bereits am Ende war, und umarmte ihn. Sie sprach zu ihm: "Ich habe das, was ich gerade zu Dir gesagt habe, nicht so gemeint. Aber ich weiß, dass Du es in diesem Moment gebraucht hast." Und er sagte nur: "Ja, Du hast völlig recht. Das hat mir geholfen." Und die Stimmung war wieder im Lot.

Von dem Tag habe ich noch in Erinnerung, dass Michael Chevalier ein absoluter Ein-Take-Mann war. Einmal kurz den Text gelesen, eine Aufnahme und es saß optinmal. Außerdem weíß ich noch, dass es einen Take gab, in dem ein Ritter vom Pferd fällt. Deutsche Stimme Friedrich-Georg Beckhaus. Der Take hörte im Fallen des Ritters auf. Der nächste Take zeigte, wie der Ritter auf den Boden knallt. Warum man das getrennt hatte, war mir nicht ersichtig. Beckhaus rief jedenfalls "Aaaaa..". Und beim nächsten Take machte er "...aaaah!" Ich habe gedacht, dass sie das nie zusammen bringen würden. Ich durfte dann noch bei der Tonabmischung dabei sein und habe speziell auf diese Szene geachtet. Es war ein zusammen hängender Laut. "Aaaaaaaaaah!" Seit dem bin ich ein großer Bewunderer von F.G. Beckhaus, und mir wurde klar, dass gute Synchronschauspieler einen Ton beibehalten können, wie Opernsänger.

Es gab in den Siebzigern im ZDF einen Dokumentarfilm über Synchronisation. Der wurde bei der Synchronisation von der Serie "Geheimagent 0014" (GB 1974) mit Sir David Jason bei Brunnemanns Deutsche Synchon KG gedreht. Dort kommt Paula Lepa auch zu Wort. Und man sieht, wie menschlich sie mit den Schauspielern umgeht. Wolfgang Draeger (David Jason) nennt sie "Wölfchen". Und als Arnold Marquis sich weigert, für Noel Coleman ein paar Laute von sich zu geben (Marquis: "Laute mache ich nicht, da müsst ihr Duwner holen."), kommt sie herunter ins Atelier und vereinbart mit Marquis, dass er den Satz desjenigen, mit dem er vorher gesprochen hat (übrigens auch Beckhaus) wiederholt, was auch stimmig ist. Beide sind zufrieden und umarmen sich.

Also, das sind die beiden Regiearbeiten, die ich von Paula Lepa bei der DS kenne. Dass sie ein "alter Hase" und sicher auch schon in Remagen tätig war, gehört ja nicht hier hin.
Schöne Grüße v. Karsten

smeagol



Beiträge: 3.902

06.01.2012 09:19
#20 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Ein toller Bericht - vielen Dank dafür!

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2012 15:21
#21 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Zitat von Silenzio
entgegen der Angaben in der Synchrondatenbank glaube ich, dass "Zwei Himmelhunde" noch bei der Deutschen Synchron und nicht schon bei Brandtfilm gemacht wurde.


Ich vermute eher, dass Brandt sich am Anfang noch stärker an DS-Manierismen orientiert hat und Tillmann war ja z.B. zuvor auch in "Auch die Engel essen Bohnen" zu hören gewesen. Dann hat er ihn halt übernommen.

"Zwei Missionare" ist von den Besetzungen her ja jetzt auch noch nicht unbedingt 100% Brandt-typisch. Die aggressiven Klischeebesetzungen haben sich m.E. erst mit der Zeit entwickelt. Insofern würde ich aus der Besetzung nicht ableiten wollen, dass diese Synchro nicht schon bei Brandtfilm entstanden sein kann. Man sollte den offizielln Angaben hier Glauben schenken.

Nichtsdestotrotz:
Fakt ist... es gibt nur 3,5 Filme mit Brandt in der Regie, in denen Wolfgang Hess Bud Spencer gesprochen hat und einer davon war das Spätwerk "Troublemaker". Sprich: In der großen Phase der beiden hat Brandt nur zweimal auf eigene Kappe mit Hess gearbeitet und durch Hess ist der Mythos Bud Spencer/Terence Hill überhaupt erst möglich geworden. Das ist bezeichnend und unterstreicht, dass Brandt im Grunde nur von marginaler Bedeutung war.
Danneberg hat damals viele Typen Marke Hill gesprochen, die nicht unbedingt minder bekannt waren (Nero, Milian, auch mal Hilton...), aber Hess auf Spencer war absolut unverwechselbar und macht den Kult aus.

Man sollte sich diesen Verzicht wirklich vergegenwärtigen, denn allein diese deutliche Statistik beweist, dass Brunnemann das Denkmal gebührt und nicht Brandt.
Der öffentlichen Darstellung nach könnte man glauben, Brandt habe quasi 75% aller Filme mit Hess gemacht und ihn dann irgendwann fallen gelassen. Das ist jedoch nicht annähernd der Fall!

Merke :
Spencer wurde mit Hess berühmt und blieb mit Hess Kult und nur zwei Filme von damals mit Hess sind auf Brandts Kerbholz entstanden!! Zwei...

Mit anderen Worten: Man kann quasi nicht gleichzeitig mit Brandt und Hess groß geworden sein! Nur separat - aber die meisten tun immer so, als hingen all ihre Kindheitserinnerungen an den Filmen mit Hess' Stimme UND Brandts Sprüchen, was Humbug ist, weil die Sprüche nämlich von Brunnemann sind - sonst wäre Hess nicht dabei.
Das weiß bloß keiner und alle denken, jegliche Sprüche dieser Art hätte niemand außer Brandt gemacht. Was sträflich ist.

berti


Beiträge: 17.648

06.01.2012 15:36
#22 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Wenn die 3,5 Filme für dich "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle", "Auch die Engel essen Bohnen" (gemeinsam mit Brunnemann), "Zwei Missionare" und "Die Troublemaker" sind: Legst du demnach inzwischen nicht mehr deine Hand dafür ins Feuer, dass "Charleston" von Brandt ist?
topic-threaded.php?forum=11776731&threaded=1&id=509975&message=7161528

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2012 15:43
#23 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Hab ich das jemals getan?

Wenn die Synchro bei Brandtfilm entstanden wäre, wäre das bekannt, da Brandt diese Filme alle auflistet.
Marquis agiert da zwar wie zu besten Brandt-Zeiten, aber oft glaubt man halt, etwas Gutes wäre von Brandt und dann war er's gar nicht...das lernen wir ja mittlerweile so langsam...

Das Geilste an der ganzen Mär ist ja noch, dass "Missionare" und "Troublemaker" bei den Fans im Allgemeinen sogar ziemlich unbeliebt sind.....

berti


Beiträge: 17.648

06.01.2012 16:11
#24 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Zitat von Mücke
Hab ich das jemals getan?


Ja, das hast du. Einmal in dem von mir bereits verlinkten Beitrag, und dann nochmal in diesem:topic-threaded.php?forum=11776731&threaded=1&id=509975&message=7161508

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2012 16:32
#25 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Tja...ich bin damals leider sehr stark von Brandts Märchen infiltriert gewesen und wenn man manche Synchros, die gar nicht von ihm sind, für seine Arbeiten hält, dann zieht man eben auch Rückschlüsse auf andere Synchros, die gar nicht von ihm sind.

Bedauerlich.

Erst jetzt, wo ich weiß, dass Brandt im Grunde fast keinen Film mit Hess gemacht hat und außerdem, weil er weder bei Arne noch bei sich selbst auf der Seite für den Film steht, weiß ich es besser.

Trotzallem ist die Besetzung von Grote schon ziemlich Brandt-typisch und vermochte hier gemeinsam mit dem völlig aufgedrehten Marquis zu irritieren.

Ich glaube, damals dachte ich auch noch, dass "Hector" von Brandt sei...^^

berti


Beiträge: 17.648

06.01.2012 16:39
#26 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Zitat von Mücke
Ich glaube, damals dachte ich auch noch, dass "Hector" von Brandt sei...^^


Wenn ich mich richtig erinnere, dachtest du da eher an Elsholtz.
Dafür hattest du (bis vor anderthalb Jahren) "Zwei sind nicht zu bremsen" noch Brandt zugeschrieben, und ihn zumindest 2009 noch bei "Zwei außer Rand und Band" für denkbar gehalten.

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2012 17:17
#27 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Der Groschen mit Elsholtz ist aber erst spät gefallen und vorher glaubte ich an Brandt...

Teddy Stauffer ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2012 18:23
#28 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Moin Moin. Bin ein fleißiger Mitleser und großer Bud und Terence Fan. Mich interessiert die deutsche Bearbeitung von "Das Krokodil und ein Nilpferd" und "Zwei Bärenstarke Typen" (Regie, etc.)

Und wann,wie,warum und wieso starben die Kalauersynchros aus? "Zwei Missionare" und "Die Troublemaker" sind wirklich langweilige Filme.

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2012 18:25
#29 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

"Nilpferd" ist Brandt, "bärenstarke Typen" ist eine Müncher Synchro von Combrinck (ungewöhnlich, aber gut).

Teddy Stauffer ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2012 18:47
#30 RE: Regisseure, die während der Kalauer-Phase für die "Deutsche Synchron" gearbeitet haben Zitat · antworten

Hui, hätte ich nicht erwartet. Zwei "Bärenstarke Typen" ist sehr sehr gut. Besonders Hartmut Neugebauer zu beginn ist ein echter "Bretterknaller" ;) ("...seitdem tragen ihre Weiber Schwarz!")

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