Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  

Synchrondatenbank (von Arne Kaul) | Deutsche Synchronkartei | Seriensynchron - SeSyDaB | dubDB | Die vergessenen Filme
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 1.315 mal aufgerufen
 Allgemeines
Seiten 1 | 2
Ohne Wiederkehr


Beiträge: 892

08.12.2015 20:44
#16 RE: Synchronprofis ohne breite Anhängerschaft Zitat · antworten

Ein, wie ich finde sehr interessantes Thema. Schade, dass ich diesen Thread erst jetzt entdecke.

Die meisten Schauspiler haben berliner Stammsprecher, ebenso werden die meisten Filme dort synchronisiert, also ist es wenig verunderlich, dass dort die meisten bekannten und beliebten Sprecher ansässig sind. Umso länger ist die Liste der in diesen Thread passenden Sprecher jedoch in den anderen Synchron-Städten (München, Hamburg, Köln).

Um Sprecher, wie Ulf-Jürgen Wagner, Peter Musäus, Leon Rainer etc. geht es mir garnicht, da die sowieso hauptsächlich in sehr kleinen Rollen zu hören waren und auch nicht um SPrecher, wie Christian Marschall oder Alexander Allerson, welche hauptsächlich in B-Filmen zu hören waren, die natürlich von vornerein kein so großes Publikum erreichen.

Vielmehr meine ich Sprecher, die zu den häufig eingesetzten Sprechern ihrer jeweiligen Stadt zählen, durchaus große und markante Rollen hatten, aber dennoch keine Anhängerschaft haben und oft einfach übergangen werden. Ich denke da z.B. an Gernot Duda, Udo Wachtveitl, Wolf Ackva, Manfred Erdmann, Günter Sauer, Klaus Höhne, Jürgen Clausen, Leo Bardischewski, K.E.Ludwig, Manfred Seipold, Erik Jelde, Wolf rahtjen, Lothar Grützner, Manfred Reddemann etc. All diese Sprecher sind häufig in münchener bzw. hamburger Synchronisationen zu hören, hatten durchaus größre Rollen in größeren Produktionen und sind dennoch kaum Gegenstand von Lob oder zumindest Diskussionen. Ich habe fast den Eindruck, dass man sogar Fred Maire, Hartmut Reck und Reinhard Glemnitz (natürlich mit Abstrichen) hier nennen könnte, die zu den am meisten beschäftigten münchner Synchronschauspielern zählen, zumindest glaube ich, das ein Sprecher-Thread über sie hier keinen großen Anklang finden würde ( ich weiß, dass man as nicht als Maßstab nehmen sollte, es soll hier eher als Beispiel dienen).


fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

08.12.2015 22:07
#17 RE: Synchronprofis ohne breite Anhängerschaft Zitat · antworten

Da hast du jetzt einen sehr interessanten Beitrag geschrieben.

Ich denke, dass sämtliche der von dir genannten Sprecher durchaus ihre Fans haben, aber es fehlt ihnen an einer "Ikone", die auf die breite Masse zielt. Selbst bei Kurt E. Ludwig ist das der Fall - er sprach selten Hauptrollen, war ein herausragender Charaktersprecher und leistete immer herausragende Arbeit. Ja, da gab es James Doohan, aber das war auch keine Hauptrolle im eigentlichen Sinn und auch wenn Montgomery Scott viele Anhänger hat und nicht aus "Star Trek" wegzudenken ist, so ist Scotty doch nicht dem "magischen Trio" Kirk/Spock/McCoy zuzurechnen.

Fred Maire hat auch eine ziemliche Anhängerschaft, aber als "Kult"-Stimme würde ich ihn auch nicht bezeichnen, objektiv betrachtet. Selbst seine Arbeiten für Klaus Kinski kann man nicht entsprechend werten, da hier wiederum der "Mythos Kinski" alles erschlägt und der gute Klaus viele Sprecher hatte und seine eigene Stimme auch noch präsent ist.

Manche wiederum sind eine Zeiterscheinung, da würde ich z. Bsp. Jürgen Clausen dazuzählen.

Was den Unterschied ausmacht, sah man ja neulich am Beispiel Norbert Gastell: hätte er nicht Homer Simpson gesprochen und wäre verdientermaßen damit zur Ikone geworden, wäre er wohl auch ein Fall für diesen Thread und seine Todesmeldung hätte ein ähnlich verhaltenes Echo hervorgerufen wie jene von Horst Keitel, der ein ganz fantastischer und vielseitiger Synchronsprecher war.

Selbst wirklich großartige Synchronsprecher wie Michael Cramer, den ich ja auch aus diesem Thread nahm und ihm einen eigenen widmete, werden eher mit einer gewissen Leidenschaft "verrissen", weil sie wen sprachen, der sonst von anderen bedient wird (in diesem Fall z. Bsp. Clint Eastwood) - das ist sicher einfacher, als über Lob nachzudenken.

Ich hatte immer eine Schwäche für diese Profis. Und man kann sie nicht oft genug auch nach Vorne rücken und wieder mal darauf hinweisen, dass es sie ja auch gab oder gibt!


"Der Mann, den ich hier ablösen soll - wird der mich einarbeiten?"

"Vielleicht. Wenn Sie gute Beziehungen zum Jenseits haben..."

Peer Schmidt und Gerd Martienzen in "Ipcress" (für Michael Caine und Nigel Green)

http://www.ruine.at

Ohne Wiederkehr


Beiträge: 892

08.12.2015 22:36
#18 RE: Synchronprofis ohne breite Anhängerschaft Zitat · antworten

Irgendwelche Fans hat denke ich jeder Sprecher und ich kann nur von den Eindrücken ausgehen, die ich hier im Forum gesammelt habe und da habe ich nicht den Eindruck, dass die von mir genannten Sprecher eine große Anhängerschaft haben, sondern bestenfalls ein paar "Anhänger". Fred Maire wird hier denke ich durchaus geschätzt (meiner Meinung nach auch deutlich mehr, als alle anderen von mir genannten), aber ich habe nicht den Eindruck, das es hier viele gibt, die ihn wirklich zum Kreis der Sprecher zählen, die sie am liebsten hören, also tatsächlich "Anhängerschaft" zählen ,was ich nicht wirklich nachvollziehen kann, aber ds nur nebenbei.

Natürlich sind K.E. Ludwig, Jürgen Clausen und Leo Bardischewski schon lange tot, aber ihre Synchronrollen bleiben ja und die Filme in denen sie zu hören sind werden immernoch angesehen, weshalb sie eigentlich nicht in Vergessenheit geraten sollten.


Seiten 1 | 2
 Sprung  

Farb-Legende: blau = Spekulation, orange = Trailer-Besetzung, grün = endgültige Besetzung, rot = Korrektur/Ergänzung zur endgültigen Besetzung

Wir lieben Synchron!
Erreichbar unter
215072.homepagemodules.de -- synchron-forum.de.vu


Weitere Smileys auf www.smileygarden.de
Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor