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Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 1.170 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
Seiten 1 | 2
fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

22.11.2013 23:36
Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

AXEL MUNTHE-DER ARZT VON SAN MICHELE

Deutschland/Italien/Frankreich, 1962

Regie: Georg Marischka (nach kurzer Zeit ausgewechselt) / Rudolf Jugert
Co-Regie der ital. Fassung: Giorgio Capitani
Buch: Harald G. Petersson / Hans Jacoby
nach den Memoiren von Axel Munthe
Musik: Mario Nascimbene
Produktion: CCC-Film/Cine Italia/Criterion Film
Verleih: Gloria Film

Deutsche Fassung:

Berliner Synchron GmbH
Dialogbuch:
Dialogregie:

Trotz Recherchen bei Ofdb/Imdb/aveleyman.com und in diversen Schauspielerbiografien ist es mir nicht gelungen, Namen zu einigen Schauspielern zu finden. Leider betrifft es primär jene, die synchronisiert wurden. Auch eine Anfrage an die CCC-Film vor einiger Zeit brachte nur den Hinweis auf die BSG für die deutsche Fassung-aber keine Besetzungsliste.

Es spielen und sprechen:

O. W. Fischer (Dr. Axel Munthe) er selbst

Valentina Cortese (Eleonore Duse) Gisela Trowe

Rosanna Schiaffino (Antonia) Beate Hasenau

Sonja Ziemann (Prinzessin Clementine) sie selbst

Heinz Erhardt (Brunoni) er selbst

Maria Maher (Ebba) ???

Antoine Balpetre (Dr. Leblanc) Paul Wagner

Fernand Sardou (Petit-Piere, der Kutscher) H. W. Clasen

Renate Ewert (Patientin) sie selbst

Ingeborg Schöner (Natasha) sie selbst

Christiane Maybach (Paulette) sie selbst

??? (Giovannina) Elke Aberle

Willy Krüger (Vater Munthe) er selbst

Hendrik Sick (Pierre) ???

Thea Thiele (Pierres Mutter) ???

Anneliese Würtz (Schwester) sie selbst

Albert Bessler (Priester) er selbst

Roberto Bertea (Flötenspieler) H. W. Clasen

Michele Riccardini(alter Viehhirte) Eduard Wandrey

Franziska Liebing (Wirtschafterin) sie selbst

Giuseppe Borelli (Graf de Rastinac) Erich Fiedler

Emma Penella (Marquesa) Beate Hasenau

??? (Wachbeamter in Neapel) Gerd Duwner

??? (ein dankbarer Häftling) Otto Czarski

??? (Capitane Fabrizi) Claus Jurichs

??? (Cavadossi) Alexander Welbat

??? (Mann mit dem Bären) Reinhard Kolldehoff

??? (ein Kavalier) Gerd Duwner

??? (Priester in San Michele) Peter Schiff

Egon Vogel (Gerichtsvollzieher) kein Text

Ilja Richter (Kind im Krankenhaus) kein Text

Erzähler-Stimme: Götz Claren


c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.170

23.11.2013 01:19
#2 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Nach meinen Unterlagen wirken noch mit (ohne Rollenbezeichnung) - vielleicht lassen sich damit über die Bildersuche Lücken schließen:

Michele Riccardini
Giuseppe Porelli
Emma Penella
Roberto Bertea

Außerdem soll noch ein Kind namens Karl-Heinz Schulze als Ministrant mitwirken.


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

23.11.2013 13:39
#3 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Hallo Christoph,

vielen Dank für die Informationen. Ich werde mal versuchen, ob ich da etwas zuordnen werde können.

Den Buben hatte ich in der Liste, aber scheinbar vergessen beim Übertragen.


"Ist jemals an Ihren Knochen gekratzt worden, Captain? Ein wenig schönes Gefühl, glauben Sie mir!"

Friedrich Joloff-Terror der Tongs

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.170

24.11.2013 14:50
#4 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Erich Fiedler könnte Giuseppe Porelli sein: https://www.google.de/search?safe=off&bi...689.WK0Fi0t3TYk

Dann gibt es ja noch einen Off-Erzähler in der deutschen Fassung.

Interessante Hintergründe zur Produktionsgeschichte lieferte „Der Spiegel“ übrigens in seiner Ausgabe vom 21.03.1962 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45139421.html ; über den fertigen Film fällte er ein auf ganzer Linie vernichtendes Urteil, das ich nicht teilen kann: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124111.html

Es ist schwerlich zu sagen, ob der Film (noch) besser geworden wäre, wäre Fischer eine weniger extravagante Persönlichkeit gewesen („Eine Zeitlang schien eine deutschfranzösische Koproduktion fast gesichert. Die Verhandlungen scheiterten jedoch - wie der Urdrehbuchautor Petersson berichtete - daran, "daß Fischer alle- anderen starken Figuren strich".") – aber hier von einem „außerordentlich langweiligen Lichtspiel von provinziellem Zuschnitt“ zu sprechen empfinde ich doch als boshaft ungerecht.


Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2013 23:38
#5 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Hallo Christoph,

mal danke für den Schauspieler-Tipp, ich hatte noch nicht gesucht bisher, das steht morgen am Programm.
Und den Off-Sprecher hatte ich auch vergessen, ganz kurz ist er zu hören, nachdem Munthe die Cholera besiegt hat und den sozialen Aufstieg macht.

Der Film hat sicher so seine Schwächen, aber ich finde ihn doch sehr sehenswert und interessant. O. W. Fischer ist sicher ein polarisierender Schauspieler. Entweder man mag ihn oder nicht. Ich schätze ihn sehr, wenn auch nicht alle seiner Filme großartig sind-allerdings bin ich nicht immer in der Stimmung, ihn zu sehen.


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fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2013 08:56
#6 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Riccardini ist Wandrey, Porelli stimmt mit Fiedler und Bertea ist Clasen-die Emma konnte ich niemandem zuordnen bisher.

Danke nochmal für die Namen!


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Frank Brenner



Beiträge: 7.863

26.11.2013 12:06
#7 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

In dem Film spielen übrigens auch die (Synchronsprecher und damaligen) Kinderstars Stephan Schwartz und Ilja Richter mit, letzterer allerdings lediglich als Komparse, da er ursprünglich für Schwartz' Rolle vorgesehen war und beim Dreh ersetzt wurde.


Gruß,

Frank

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.170

08.12.2013 15:51
#8 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Zitat von Frank Brenner im Beitrag #7
In dem Film spielen übrigens auch die (Synchronsprecher und damaligen) Kinderstars Stephan Schwartz und Ilja Richter mit, letzterer allerdings lediglich als Komparse, da er ursprünglich für Schwartz' Rolle vorgesehen war und beim Dreh ersetzt wurde.


Wo sind Stephan Schwartz und Ilja Richter zu sehen und woher stammt die Info, dass Schwartz in einer für Richter vorgesehenen „Rolle“ vorgezogen wurde?

Die Besetzungsliste des Films ist absolut verwirrend. Ich hätte angenommen, Schwartz ist der Junge der ab 15’15 von Munthe behandelt wird (würde auch optisch passen im Vergleich zu dem ein Jahr später gedrehten „Der Würger von Schloß Blackmoor“). Die Besetzungsliste aber spricht von „Pierre“ und „Pierres Mutter“. Der Junge wird aber mit "René" angesprochen und liegt in einem Bett, auf dem „Mathieu“ steht (was aber aus der Handlung erklärbar wäre, wenn die Kinder rasch wegsterben und immer wieder jemand neues ins nächste freie Bett gelegt wird. Dann wäre dieser Junge laut Credit aber Hendrik Sick und seine Mutter Thea Thiele.

Giovannina ist nicht Natascha als Kind (die später als junge Frau von Ingeborg Schöner gespielt wird), sondern die Wirtschafterin in San Michele. Das müßte also Doris Palumbo sein (laut imdb hat sie nur 1949 in einem Film gespielt, war 1962 also kein kleines Mädchen mehr - es sei denn sie hätte 1949 als Baby in dem Film mitgewirkt). Sie wird imho von Alice Treff gesprochen. Oder ist das Franziska Liebing? Wenn ja, wo aber ist dann die andere Wirtschafterin „Philomene“, die Franziska Liebing spielen soll?

Lou Seitz sollte die Schwester in Paris sein, die ab 16’50 zu sehen ist?

Louis Pasteur kommt im ganzen Film nicht direkt vor, ich kann nur vermuten, dass er der Herr mit dem schwarzen Spitzbart sein soll, der ab 20’46 mit Leblanc in die Klinik in Paris kommt und nichts sagt. Ob der aber wiederum zu Max Wittmann passt, der mir nur als versponnener Greis aus „Im Banne des Unheimlichen“ geläufig ist, scheint mir nicht schlüssig. Warum bekommt ein solcher Part überhaupt einen Credit, während wesentlich größere Rollen ungenannt bleiben?

Der Gerichtsvollzieher, der in Paris das Grammophon mitnimmt, ist Egon Vogel (kein Dialog).

Emma Penella muß die „Marquesa“ sein, die ab 71‘56 die Dachgartenparty in Rom gibt. Auf dieser Party sind die meisten unbekannten Rollen: Capitane Fabrizi, Caradossi, Caradossis Frau, Lady Plumping und ein namenloser Gast.

Antonias Begleiterin im Gartenlokal, als diese verunglückt, ist Ilse Pagé, die sich selbst sprechen dürfte.

Die oben als „von Gerd Duwner gesprochene Zuordnung „Venezianischer Polizist„ stimmt nicht - das ist ein Wachmann vor der Cholera-Sperre in Neapel.

Natascha als Kind (im letzten Viertel in San Michele) hat also auch keinen Credit. Woher kommt die Info, dass Elke Aberle sprechen soll? Kann man das anhand ihrer früheren Kinderrollen tatsächlich heraushören?

Weitere Sprechrollen ohne Credit sind zu Beginn des Films: Gustav, Kutscher in Vimmerby und der Bürgermeister von Vimmerby.

Der ehemalige Filmregisseur Jürgen von Alten, der nach 1945 nurmehr Unsägliches inszenierte und dementsprechend wenig erfolgreich war, spielt in Vimmerby eine Mini-Rolle. In den 60er Jahren arbeitete der bei der BSG immer wieder als Autor und Dialogregisseur. Meine Vermutung, dass er das eventuell auch hier getan hat? Vielleicht kann Arne aber aus seiner BSG-Liste Buch und Dialogregie direkt feststellen?


Der Film wurde am 21.09.1962 zunächst in einer Länge von 3657 Metern = 128'19 (bei 25 B/S) von der FSK geprüft, ab 12 Jahren freigegeben und erlebte in dieser Form am 28.09.1962 in Augsburg seine Uraufführung. Noch während der Laufzeit wurde der Film gut einen Monat nach Kinostart auf 3411 Meter = 119'41 (25 B/S) heruntergeschnitten und in dieser Fassung am 09.11.1962 von der FSK ebenfalls ab 12 Jahren freigegeben. Die ungekürzte Premierenfassung war später nie mehr zu sehen.

Folgendes ist mir hierzu bekannt: der erste Schnitt erfolgt auf der DVD bei 9’40. Hier kommt ursprünglich eine etwa dreiminütige Sequenz mit Munthe und Ebba, die die Ereignisse auf San Michele vertiefen und verdeutlichen, dass Munthe sich bewußt mit dem Teufel eingelassen hat. Man sieht das Bild der Villa des Kaisers Tiberius auf Anacapri an der Wand hängen (man sieht es später im Film noch häufiger an verschiedenen Orten an der Wand hängen). Munthe erzählt, der Teufel habe diese Bild vor vielen Jahren seinem Vater verkauft. Jetzt habe er den Teufel dort wiedergetroffen, der ihm das Land verkaufen wollte. Und dass der gute Hirte da war, der wollte, dass er in San Michele bleiben sollte. Der Teufel habe ihm Ruhm, Ehre und Geld geboten wenn er San Michele verließe. „Auch Frauen?“ fragt Ebba, doch Munthe winkt ab: „Die habe ich ja schon…“. Ruhm, Ehre und Geld - er werde sich all das holen, aber das ginge nicht in Vimmerby. Er werde dem Teufel „einen Herren zeigen“. Er werde sich eine Villa an dem Platz bauen, wo Tiberius einst Schreckensherrscher war. Als Zufluchtsort für arme Seelen und mit einem „Geißlein, das für uns kochen wird und uns alle lieben wird“. Er müsse hinaus in die Welt, Ebba müsse ihm „eine Weile Urlaub geben“ – dann: „Adieu, Satan!“. Er setzt sich ans Klavier und spielt, Ebba verlässt das Zimmer. Munthe folgt ihr – hier setzt die gekürzte Fassung wieder ein. Durch die Szene erscheint Munthe von Anfang an wesentlich zwielichtiger und verwegener: er geht bewußt den Handel mit dem Teufel ein, weil er sich für den Klügeren hält und es wird deutlich, dass er Ebba im Prinzip keine andere Rolle zugedacht hat, als ein Leben lang auf ihn zu warten. Es ist insoweit verständlich, dass man diese Szene entfernt hat. Man wollte vermeiden, dass Munthe bereits zu Beginn des Films zu unsympathisch erscheint. Eine Kürzung, die nur dazu dient, einen überlagen Film zu stutzen ist es also nicht, sondern eine deutliche inhaltliche Veränderung.

Der zweite Schnitt findet sich bei 99’42. Hier kommt ursprünglich ebenfalls eine etwa dreiminütige Sequenz, die erklärt, warum das Mädchen Natascha in der Villa Munthe weilt und welchen Preis Munthe für den Bau der Villa bereits bezahlt hat. Munthe in einem raum voller Koffer packt eine überdimensionale Gesichtsmaske des Kaisers Tiberius in eine Kiste. Natascha sieht zu; sie ist betrübt. Sie mag keine Koffer, denn immer wenn Russen und Österreicher kamen, packte ihre Mutter die Koffer und sie mußten in die Wälder fliehen. Natscha kam als Flüchtling nach Italien und zu Munthe; ihre Eltern wurden im Krieg getötet. Munthe nimmt sie auf den Arm, drückt und wirbelt sie herum und tröstet sie „ihre Eltern wären im Himmel; sie werde eine große, reiche Hausfrau in einem großen Haus und sie beide würden nurmehr schauen und Spazieren gehen und tanzen…“ Munthe trägt schon eine Brille, das linke Glas ist verdunkelt. Natascha fragt ihn nach seinem Auge. Munthe antwortet, er habe das Auge verkauft für „ein Haus, eine Terrasse und einen Garten und für seinen Frieden“. Giovannina kommt hinzu, die Leute würden warten. Sie freut sich dass sie nun endlich ein standesgemäßes Haus hätten. Bevor der Film wie bekannt weitergeht, fragt Natascha noch als sie ins Freie treten: „Und die Tiere?“; Munthe antwortet: „Die kommen nach den christlichen Feierlichkeiten…“. Auch diese Szene ist nicht ohne; läßt sie doch erkennen, dass Nataschas Minderjährigkeit für Munthe keineswegs ein Hemmnis darstellt, gewisse Begehrlichkeiten zu entwickeln. Dadurch erscheinen Nataschas spätere Auftritte dann auch in einem anderen Licht. Auch wird mit dieser Szene klar, dass Munthe für alles, was er bis dahin erreicht hat, mit seinem linken Auge bezahlt hat. Der Teufel holt sich im folgenden mit dem ganzen Augenlicht nur den Rest des Preises, den Munthe ihm schuldet.

Des weiteren ist offensichtlich, dass auch bei 16’17 – 16’44 eine Änderung vorgenommen wurde. Hier wurde eine unprofessionelle Blende eingesetzt (das Bildfenster wurde falsch gesetzt auf kaschiertes Normalbild). Entweder wurde hier etwas herausgenommen, oder aber die Szene mit der Mutter nachträglich eingesetzt, um einen flüssigeren Übergang zu bekommen. Da sich die Blende identisch auch so in der Langfassung befindet, die ich gesehen habe; ist mir hierzu nichts Näheres bekannt.


Anbei nun noch einige Samples.

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Dateianlage:
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Erzähler.mp3
Ebba - María Mahor.mp3
Giovannina Wirtschafterin - Doris Palumbo.mp3
Petit-Piere der Kutscher - Fernand Sardou.mp3
Marquesa - Emma Pennella.mp3
fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

08.12.2013 17:36
#9 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Hallo Christoph,

danke für die Soundsamples und die zahlreichen filmhistorischen Details. Ich lasse gerne alle vorhandenen und noch kommenden Informationen letztenendes in den Hauptbeitrag einfließen, allerdings gehe ich persönlich nicht weiter auf Spurensuche, weil mir das zu kompliziert und zuviel ist und fast so eine Art Finanzamtskontrolle. Es übersteigt auch ein wenig mein Interesse, um eine so große Sache daraus zu machen, da das Essentielle schließlich erfasst wurde.


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Friedrich Joloff-Terror der Tongs

lupoprezzo


Beiträge: 2.224

08.12.2013 18:33
#10 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Im Sample "Marquesa - Emma Pennella" hört man Beate Hasenau, aber das gehört dann vermutlich schon Rosanna Schiaffino, oder?

c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.170

08.12.2013 20:05
#11 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Zitat von lupoprezzo im Beitrag #10
Im Sample "Marquesa - Emma Pennella" hört man Beate Hasenau, aber das gehört dann vermutlich schon Rosanna Schiaffino, oder?


Nein, das sind die wenigen Takes der Pennella - dann hat man die Hasenau doppelt besetzt.


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Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 14.419

08.12.2013 20:43
#12 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Giovannina Wirtschafterin - Doris Palumbo.mp3 -> klingt irgendwie nach Ruth Stephan. Hat die mal synchronisiert?

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

08.12.2013 22:45
#13 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Zweitens: danke für die rege Teilnahme!

Erstens: sorr für den etwas flapsigen Tonfall meines letzten Beitrages, ich war gerade andernorts einem Stressfaktor ausgesetzt und überfordert mit dem Übermaß an Informationen.

Also-lieber Christoph: danke nochmal für die Details. Die Sache mit den Schnitten und Metern verblüfft mich immer, da bin ich ein absolutes Weißnix... (da ich eher ein pragmatischer Filmliebhaber bin, habe ich mich mit der Materie auch nie so intensiv befasst).

Ilja Richter und Stephan Schwartz konnte ich im Film nicht entdecken, sie können bestenfalls unter den Statisten sein.
Allerdings: besteht die Möglichkeit, daß Schwartz den kleinen Jungen im Krankenhaus synchronisiertew und deshalb irgendwo seine Mitwirkung auftauchte?

Ich mußte die Feststellung machen, daß sich nicht alle im Film vorkommenden Rollennamen mit den offiziellen decken und offenbar regional bedingt unterschiedliche Bezeichnungen bestehen.

Daß Beate Hasenau doppelt spricht, fiel mir nicht auf-muß ich nochmal nachhören. Da Ruth Stephan selten, aber doch synchronisierte, wäre das schon möglich.

Zu Elke Aberle: die Information stammt aus einem Zeitungsartikel aus den 70ern zu E.A., in dem einige Synchronrollen aufgelistet waren, die sie als Kind machte. Die Stimme empfinde ich durchaus ähnlich, verglichen mit zeitgenössischen Filmauftritten.

Groß recherchieren werde ich kaum können, da ich nicht wüßte wo noch. Aber alle Informationen werde ich in den Beitrag einarbeiten, die noch kommen!


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kinofilmfan


Beiträge: 2.236

09.12.2013 06:43
#14 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Hallo,

der Erzähler ist Götz Clarén und der Kutscher wird von Hans W. Clasen gesprochen.

Gruß

Peter


http://www.deutsche-synchronsprecher.de

Frank Brenner



Beiträge: 7.863

09.12.2013 18:48
#15 RE: Axel Munthe-Der Arzt von San Michele (1962) Zitat · antworten

Hi Christoph,

Zitat
Wo sind Stephan Schwartz und Ilja Richter zu sehen und woher stammt die Info, dass Schwartz in einer für Richter vorgesehenen „Rolle“ vorgezogen wurde?



Die Infos sind aus Ilja Richters Autobiografie (zusammen mit Harald Martenstein) "Spot aus! Licht an! - Meine Story": Dort findet sich auf Seite 65/66 Folgendes:

"Georg Marischka verschaffte Ilja 1962 den einzigen Auftritt als Filmkomparse. Der Film heißt: "Axel Munthe, der Arzt von San Michele". [...] Ilja soll ein schwerkrankes Kind spielen. Die Rolle kriegt Stefan [sic!] Schwarz [sic!], bis heute ein vielbeschäftigter Fernsehschauspieler. Auf der Stelle beschließt Eva Richter, ihren Sohn für die Komparserie zur Verfügung zu stellen. Und so liegt Ilja Richter bis heute in einem der Krankenhausbetten bei Doktor Munthe."


Gruß,

Frank

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