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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 871 mal aufgerufen
 Synchronschaffende
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Koboldsky


Beiträge: 2.733

21.09.2017 18:29
Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Es kommt bei Synchronsprechern ja durchaus vor, dass sie in der Anfangszeit ihre langjährige Rolle oder ihren Stammschauspieler noch anders spielen/anlegen als in späteren Jahren.
Grund dafür könnte wohl sein, dass sich der Synchronschauspieler erst einmal in die Rolle einfinden muss oder die Regie später eine andere Vorstellung von der Rolle hat.

Auffällig finde ich in der Hinsicht beispielsweise Norbert Gastell bei den Simpsons: Während er Homer in Staffel 1 noch in einer sehr tiefen und ernsten Tonlage synchronisierte, konzentrierte er sich in den späteren Staffeln auf das leichte Kieksen, welches den Charme des naiv-sympathischen Homers mMn ausmacht.

Kennt ihr weitere Beispiele?

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.737

21.09.2017 19:46
#2 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Zum Thema Homer Simpson:
Beim ersten Auftritt seines Zwillingsbruders sprach dieser mit der späteren höheren Stimme Homers. Trotzdem war es eine strunzdämliche Entscheidung, beim zweiten Auftritt des Bruders (in einer deutlich späteren Staffel) Homer in die alte tiefe Lage zurück fallen zu lassen und den Bruder extra hoch zu sprechen.

Weitere Beispiele:
In der eindeutig zuerst synchronisierten "Mit Schirm, Charme und Melone"-Episode "Die Roboter" sprach GGH noch ganz normal, während er in allen anderen Episoden seine Stimme quasi auf Stelzen gehen ließ. Gute, wenn auch etwas verspätete Entscheidung.

Ziemlich klar der Regiewechsel dürfte der Grund sein, dass auch Klaus Kindler als Gruffi in den späteren "Gummibären"-Episoden stärker kiekste.

Und dass Egon Olsen im "Wirklich allerletzten Streich der Olsenbande" nicht so zackig klingt wie früher, war eine klare Forderung der Regie - ausdrücklich entgegen der Einwände der erfahrenen Schauspieler.

Gruß
Stefan

dlh


Beiträge: 14.033

21.09.2017 20:19
#3 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #2
Zum Thema Homer Simpson:
Beim ersten Auftritt seines Zwillingsbruders sprach dieser mit der späteren höheren Stimme Homers. Trotzdem war es eine strunzdämliche Entscheidung, beim zweiten Auftritt des Bruders (in einer deutlich späteren Staffel) Homer in die alte tiefe Lage zurück fallen zu lassen und den Bruder extra hoch zu sprechen.

So weit langen die Episoden (zumindest im Original) gar nicht auseinander. Den ersten Auftritt hatte Herb etwas Mitte der zweiten Staffel und seinen zweiten (und letzten Auftritt) in der letzten Folge der dritten Staffel. Wie weit die Auftritte im Deutschen auseinanderlagen, weiß ich allerdings nicht.

berti


Beiträge: 16.740

21.09.2017 20:45
#4 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #2
In der eindeutig zuerst synchronisierten "Mit Schirm, Charme und Melone"-Episode "Die Roboter" sprach GGH noch ganz normal, während er in allen anderen Episoden seine Stimme quasi auf Stelzen gehen ließ. Gute, wenn auch etwas verspätete Entscheidung.

Inwiefern "gut"? Weil er für dich ansonsten zu tief bzw. nicht "britisch" genug geklungen hätte?

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.737

21.09.2017 20:55
#5 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

GGH für Macnee war schon eine gewagte Besetzung - und hier wollten für mein Gefühl Stimme und Gesicht wirklich nicht zusammen passen.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 16.740

21.09.2017 22:36
#6 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #5
GGH für Macnee war schon eine gewagte Besetzung - und hier wollten für mein Gefühl Stimme und Gesicht wirklich nicht zusammen passen.

Und bei den von dir früher als "naheliegender" vorgeschlagenen Herren Schoenfelder und Blumhagen wäre das nicht der Fall gewesen? Die hätten mir persönlich zu schmal für den etwas stattlichen Macnee mit seinem breiten Gesicht geklungen.

berti


Beiträge: 16.740

22.09.2017 14:37
#7 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Zwar ist er ein Promi-Sprecher, aber bei Frank Zander als Asterix fallen die durch die Regie bedingten Unterschiede besonders deutlich auf: In der Neusynchro vom "Gallier" chargiert er extrem, so wie die ganze Fassung extrem auf Klamauk getrimmt ist. In "Sieg über Cäsar" dagegen spricht er deutlich zurückgenommener und passt ausgezeichnet zum gewitzten Gallier.

Stefan der DEFA-Fan



Beiträge: 13.737

22.09.2017 14:53
#8 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Umgekehrt sprach Wolfgang Hess den Obelix in "Sieg über Cäsar" sehr tief und knurrig, während er in "Bei den Briten" (unter dem gleichen Regisseur!) so albern herumkiekste, dass er fast wie ein verfrühter Homer wirkt.

Gruß
Stefan

Koboldsky


Beiträge: 2.733

22.09.2017 15:26
#9 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Randolf Kronberg sprach Eddie Murphy in seinem ersten Film "Nur 48 Stunden" (1982) noch mit relativ zurückgenommener Stimme.
Natürlich hat er ihn hier schon recht hoch und jung angelegt (anders hätte es auch gar nicht gepasst), aber noch nicht "gekiekst". Das kam, soweit ich weiß, erst ab "Die Glücksritter" oder "Beverly Hills Cop".

Ähnliches dürfte auch für Tommi Piper auf Nick Nolte im gleichen Film gelten: 1982 noch mit normaler Sprechstimme, in den heutigen Einsätzen jedoch deutlich "knarziger".

berti


Beiträge: 16.740

22.09.2017 15:56
#10 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Zitat von Koboldsky im Beitrag #9
Randolf Kronberg sprach Eddie Murphy in seinem ersten Film "Nur 48 Stunden" (1982) noch mit relativ zurückgenommener Stimme.
Natürlich hat er ihn hier schon recht hoch und jung angelegt (anders hätte es auch gar nicht gepasst), aber noch nicht "gekiekst". Das kam, soweit ich weiß, erst ab "Die Glücksritter" oder "Beverly Hills Cop".

Wobei selbst beim "Cop" ein Unterschied bei der Art des Kieksens zwischen dem ersten und dem zweiten Teil zu hören ist; das lag wohl am Regiewechsel von Elsholtz zu Nowka.

berti


Beiträge: 16.740

05.10.2017 13:20
#11 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

"Drei Bruchpiloten in Paris/Die große Sause" wurde zweimal synchronisiert, Gerd Martienzen, Arnold Marquis und Hugo Schrader waren dabei in denselben Rollen zu hören. Bei Martienzen und Schrader ist für mich kein Unterschied zu hören, bei Marquis schon eher, da er in der zweiten Fassung deutlich stärker chargiert. Vermutlich lag es daran, dass seine Stimme zu dieser Zeit schon schwerer geworden war und ansonsten nicht mehr so gut mit Bourvils unschuldig-naiver Art harmoniert hätte?

Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.257

05.10.2017 14:14
#12 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Oder einfach an Brandt selbst. :D

berti


Beiträge: 16.740

05.10.2017 14:39
#13 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Chargierte Marquis unter Brunnemanns Regie denn nach deinem Eindruck generell weniger?

Silenzio
Moderator

Beiträge: 18.257

05.10.2017 14:47
#14 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

Brunnemann hat ihn zwar auch ziemlich gerne besetzt, aber so richtig extrem chargiert hat er meines Wissens nach erst bei Brandt.

Dubber der Weiße


Beiträge: 5.422

14.10.2017 13:31
#15 RE: Veränderte Rollenanlage/-interpretation Zitat · antworten

GG Hoffmann hat William Shatner als "Captain Kirk" in "Star Trek: Treffen der Generationen" als homosexuell angelegt. Das fand ich überraschend.

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