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Dieses Thema hat 43 Antworten
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Psilocybin


Beiträge: 970

06.08.2022 15:56
#31 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Könnte mir vorstellen, dass Batman als eine Art Phantom der Oper auftauchen wird.

Prinzipal


Beiträge: 84

14.08.2022 16:52
#32 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Zitat von Psilocybin im Beitrag #8
Mein Reden. Tobias Kluckert ist ein klasse Sprecher, aber er muss zu sehr an seinem natürlichen Stimmtyp vorbeispielen / es überspielen.


Das ist ein Scheinargument. Letztendlich spielt Joaquin Phoenix auch die verschiedensten Rollen, was nichts anderes heißt, als dass er auch an seiner eigentlichen Stimmfarbe tüftelt. Selbst innerhalb des Joker Filmes bedient er den zerbrechlichen Charakter und gleichzeitig macht er am Ende den Sprung und wird zum Soziopathen. Damals hatte ich noch spaßeshalber angeführt, dass man die Rolle hätte splitten können. Kluckert übernimmt den Maniac und Böll die Jammerlappenversion von Arthur zu Beginn.

Viele dieser Synchronkinder, die jetzt auf dem scheinbaren Olymp dieser speziellen Kunst angelangt sind, üben nicht mehr wirklich zu Hause. Viele Sprecher haben Schwachstellen und die beheben diese nicht. An den Stellen, wo sie scheitern, chargieren sie in gewohnter Weise, sodass es für den Kevin im Kino nicht auffällt. Man könnte einen Thread erstellen: Synchronsprecher und ihre jeweiligen Schwächen

Björn Schalla hatte in der Interviewreihe "Hinter dem Mikrofon" betont, dass er sich selbst nicht auf Kevin Hart besetzen wolle, weil Mahlich die Skills von zu Hause mitbringt. Bullshit. Mit Übung schafft man alles. Siehe Interview Marco Eßer. Damals konnte er die feinen Nuancen seitens Chalamet nicht ordentlich rüberbringen und in den heutigen Tagen macht er es besser als der Originalschauspieler selbst.

Fazit: Kluckert lebt seine Faulheit aus. Ausgezeichnet etabliert in der Branche. Kein Konkurrenzdruck -> keine Innovationen ! Immer dieselben Bögen. Predictable as fuck. Und vor allem eingeschränkt. Zerbrechliche Charaktere sind halt nicht sein Ding.

Samedi



Beiträge: 14.532

14.08.2022 16:58
#33 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Faulheit würde ich nicht Tobi Kluckert unterstellen, sondern den Leuten, die ihn immer und immer wieder auf Schauspieler und Rollen besetzen, wo er eben so gar nicht passt.

Prinzipal


Beiträge: 84

14.08.2022 16:59
#34 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Das klingt bestimmt stupide für einige in diesem Forum, aber wenn man als SynchronSCHAUSPIELER Zerbrechlichkeit nicht auf die Leinwand zaubern kann, dann sollte man sich Sprecher nennen. Die Faulheit bezieht sich nicht darauf, dass er nicht arbeiten geht, sondern, dass er sich die Skills nicht aneignet.

Dazu fällt mir noch Florian Halm ein. Dasselbe Problem...

Oliver Laurel


Beiträge: 213

14.08.2022 17:28
#35 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Wie arrogant du hier über Kluckerts Arbeit und generell die gesamte Branche herfällst finde ich nicht in Ordnung. Dieses wichtigtuerische Geschwätz ist ja nicht zum aushalten!

Aber kennt man ja nicht anders von dir...

Phönix


Beiträge: 483

15.08.2022 03:22
#36 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Tobias Kluckert kann übrigens sehr wohl zerbrechlich. In Green Knight letztes Jahr klang er auf dem kränklichen König Arthus sanft, gebrechlich, schwach und das mit Bravour.

Samedi



Beiträge: 14.532

15.08.2022 10:20
#37 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Auch auf Sean Harris ist Kluckert für mich eine komplette Fehlbesetzung.

Ludo


Beiträge: 738

15.08.2022 11:21
#38 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Zitat von Prinzipal im Beitrag #32
Viele dieser Synchronkinder, die jetzt auf dem scheinbaren Olymp dieser speziellen Kunst angelangt sind, üben nicht mehr wirklich zu Hause. Viele Sprecher haben Schwachstellen und die beheben diese nicht. An den Stellen, wo sie scheitern, chargieren sie in gewohnter Weise, sodass es für den Kevin im Kino nicht auffällt. Man könnte einen Thread erstellen: Synchronsprecher und ihre jeweiligen Schwächen


Klar, die übliche Leier. Die Sprecher früher kamen alle vom Theater und deswegen besser und markanter und und und, und heute sind sie "nur reingerutscht" und deswegen allesamt schlechter und steril und bla bla bla. Pauschales Argument das aber nicht zieht, weil auch früher nicht alles toll war und ich dir auch von so Synchrongrößen wie GGH, Kerzel, Elsholtz, Danneberg, Weicker, Glaubrecht und sonstwem Leistungen aufzählen könnte, die auch schwächer waren.

Zitat von Prinzipal im Beitrag #32
Fazit: Kluckert lebt seine Faulheit aus. Ausgezeichnet etabliert in der Branche. Kein Konkurrenzdruck -> keine Innovationen ! Immer dieselben Bögen. Predictable as fuck. Und vor allem eingeschränkt. Zerbrechliche Charaktere sind halt nicht sein Ding.


Auch wieder so pauschal und unverschämt obendrein. Kluckert hat als Joker brilliert, das war wirklich eine klasse Leistung. Mir fehlte es nur an Glaubwürdigkeit, das hat aber nichts mit schauspielerischem Können zutun. Ich hätte auch Joachim Kerzel für Dustin Hoffman in Rain Man für unglaubwürdig gehalten und ich weiß, dass er sich volle Kanne reingehängt hätte um jede noch so kleine Nuance zu erwischen. Aber Kerzels Stimmtyp ist eben für solche Rollen ungeeigneter, da er a.) wenig Zebrechlichkeit in seinem Timbre aufweist - wodurch er also hätte versuchen müssen gegenzuspielen, was aber dann wiederum "zu gemacht" geklungen hätte. Und b.) hat Kerzels Timbre 1988 schon viel älter geklungen, als er damals mit 47 war wodurch die Distanz zu Stephan Schwartz (damals 37) größer gewesen wäre und es im Synchron dadurch eher wie eine "Vater-Sohn"-Story gewirkt hätte. Das hat nichts mit Können zu tun.
Bei Kluckert dasselbe: wenn man ihn seit knapp 25 Jahren in Anführerrollen und maskulinen Strahleheldenrollen hört, ist das für einen Synchronkenner eben etwas unglaubwürdiger. Für einen Unbefangenen wahrscheinlich kein Problem.

Samedi



Beiträge: 14.532

15.08.2022 12:08
#39 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Zitat von Ludo im Beitrag #38

Bei Kluckert dasselbe: wenn man ihn seit knapp 25 Jahren in Anführerrollen und maskulinen Strahleheldenrollen hört, ist das für einen Synchronkenner eben etwas unglaubwürdiger.



Das ist für mich nicht das Problem. Simon Pegg strotzt jetzt auch nicht gerade vor Maskulinität und trotzdem funktioniert Kluckert. Und auch Nathan Fillion ist eher der Kumpeltyp.

Bei Phoenix gibt es aber einfach einige andere Synchronschauspieler, die deutlich besser passen.

Ludo


Beiträge: 738

15.08.2022 19:25
#40 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Zitat von Samedi im Beitrag #39
Bei Phoenix gibt es aber einfach einige andere Synchronschauspieler, die deutlich besser passen.


Das ist ja wiederum ne andere Sache, ich bin bei Phoenix auch pro Böll, da er in meinen Augen viel besser mit Phoenix' Art und Auftreten harmoniert (und weil ich ihm einfach A-Schauspieler und große Hauptrollen gönne).
Und die meisten ungeliebten Festen Kombinationen, bzw. Fehlbesetzungen werden ja in Richtung "Harmoniert das" kritisiert (so ja auch meine obigen Ausführungen zum möglichen 2.Joker ) und nicht in Hinsicht "der spielt schlecht" (was mMn in der Synchronbranche sowieso nicht der Fall ist, ich behaupte, keiner ist da durch Zufall drin - alle können was).
Thomas Danneberg hat auf Nick Nolte auch niemals schlecht gespielt oder die Rolle nur runtergerattert, weil er Tommi Dannberg war und es ja konnte. Es passte für mich nur deswegen nicht, weil sich Danneberg viel zu weit von seinem eigentlichen Timbre/Stimmkorsett entfernen musste, um mit Noltes Gesicht zusammenzugehen. Danneberg hatte halt keine Donnerstimme a la Piper oder Bussinger, wodurch er diese "raue" Sprechweise anwenden musste, die aber immer zu künstlich klang. Hätte er ihn so gesprochen wie Travolta oder Akroyd (also quasi normal) hätte er nicht mehr harmoniert. (ähnlich wie Tennstedt/Rourke)

Prinzipal


Beiträge: 84

18.08.2022 01:21
#41 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Zitat von Ludo im Beitrag #38


Klar, die übliche Leier. Die Sprecher früher kamen alle vom Theater und deswegen besser und markanter und und und, und heute sind sie "nur reingerutscht" und deswegen allesamt schlechter und steril und bla bla bla. Pauschales Argument das aber nicht zieht, weil auch früher nicht alles toll war und ich dir auch von so Synchrongrößen wie GGH, Kerzel, Elsholtz, Danneberg, Weicker, Glaubrecht und sonstwem Leistungen aufzählen könnte, die auch schwächer waren.

Darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich gehöre sogar zu denen im Forum, die eine Schauspielausbildung oder Theatererfahrung nicht als essentielle Voraussetzung für das Dasein eines guten Synchronsprechers ansehen. (Beispiel: Lea Mariage und Marco Eßer -> Learning by doing. Eßer hat sogar mit 20 laut Mediapaten-Interview angefangen und entwickelt sich immer noch. Luisa Wietzorek mit 22 ohne Schauspielausbildung und auch einer der besten Sprecherinnen, Kaze Uzumaki und und und )

Auch wieder so pauschal und unverschämt obendrein. Kluckert hat als Joker brilliert, das war wirklich eine klasse Leistung. Mir fehlte es nur an Glaubwürdigkeit, das hat aber nichts mit schauspielerischem Können zutun. Ich hätte auch Joachim Kerzel für Dustin Hoffman in Rain Man für unglaubwürdig gehalten und ich weiß, dass er sich volle Kanne reingehängt hätte um jede noch so kleine Nuance zu erwischen. Aber Kerzels Stimmtyp ist eben für solche Rollen ungeeigneter, da er a.) wenig Zebrechlichkeit in seinem Timbre aufweist - wodurch er also hätte versuchen müssen gegenzuspielen, was aber dann wiederum "zu gemacht" geklungen hätte. Und b.) hat Kerzels Timbre 1988 schon viel älter geklungen, als er damals mit 47 war wodurch die Distanz zu Stephan Schwartz (damals 37) größer gewesen wäre und es im Synchron dadurch eher wie eine "Vater-Sohn"-Story gewirkt hätte. Das hat nichts mit Können zu tun.
Bei Kluckert dasselbe: wenn man ihn seit knapp 25 Jahren in Anführerrollen und maskulinen Strahleheldenrollen hört, ist das für einen Synchronkenner eben etwas unglaubwürdiger. Für einen Unbefangenen wahrscheinlich kein Problem.

Es ging nie um das Timbre. Es ging nicht um das Chargieren an sich. Er hat einfach die Intention des O-Tons verfehlt. Der Fehler bestand darin schon bereits am Anfang des Filmes einen schrillen Ton anzulegen, wenn er die Unverständlichkeit, die Nichtakzeptanz der Gesellschaft zur Geltung bringen wollte und den damit verbundenen inneren Schmerz. Diesen schrillen Ton macht er auch in der Fast&Furious-Reihe. Mit anderen Worten hat er die Katze zu früh aus dem Sack gelassen. Zu Beginn hätte man es für die Rolle nicht gebraucht, weil dort noch nicht die Umwandlung der Figur stattgefunden hat. Was mich bei Synchronsprechern stört ist, dass sie schauspielerische Defizite mit dem stupiden Drücken der Stimme kompensieren. Man schmiert den Unbefangenen Honig ums Maul. Sowas kann auch eine künstliche Intelligenz. Diese Narrenfreiheit wird nur etablierten Künstlern zuteil. Kluckert und Florian Halm sind Musterbeispiele dafür.

Oliver Laurel


Beiträge: 213

18.08.2022 01:45
#42 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Solltest es jemals einen Preis für den größten Unsympathen des Forums geben, räume ich Prinzipal sehr hohe Gewinnchancen ein.

Ludo


Beiträge: 738

19.08.2022 01:22
#43 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

Zitat von Prinzipal im Beitrag #41
Man schmiert den Unbefangenen Honig ums Maul. Sowas kann auch eine künstliche Intelligenz. Diese Narrenfreiheit wird nur etablierten Künstlern zuteil. Kluckert und Florian Halm sind Musterbeispiele dafür.


Tobias Meister wird sicherlich nicht gesagt haben: "Tobi, mach wie du meinst, ich hör einfach zu und schick's in die Mischung, weil du bist ja 'n etablierter Künstler mit Narrenfreiheit". Kann ich mir nicht vorstellen, der hat schon das getan, was ihm Regisseur, AL, ggf. sogar Supervisor gesagt haben. Die hätten ihm schon was gesagt, wenn er zu routiniert gewesen wäre - also wenn überhaupt wäre diese Problematik da zu verorten.
Und nochmal: Kluckerts Leistung an sich ist aus meiner Sicht nicht zu beanstanden!

Samedi



Beiträge: 14.532

25.08.2022 12:04
#44 RE: Joker: Folie à Deux Zitat · antworten

DE-Release: 03.10.2024

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