Natürlich, nur bin ich leider etwas geschädigt dadurch, dass mir eingebleut wurde, zwischen "das gleiche" (von gleicher Art, gleich beschaffen) und "das selbe" (einunddasselbe bzw. bei einer Aussage: identischer Inhalt) zu achten. Nochmals entschuldigung, dass ich hier wieder den Deutschlehrer spiele!
Ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht mehr an Brandt als sprechendes Pferd erinnern. Aber es ist auch schon lange her, als ich die Berliner Synchro gesehen habe. Wenn ich den Film in letzter Zeit mal angeschaut habe, war es eben immer die Münchner Synchro.
Zitat von MückeDie Synchro ist gemessen an der Qualität des Films übrigens Spitzenklasse, mündet teilweise sogar in absoluten Kult! Da hat Brunnemann wirklich Stroh zu Gold gesponnen.
Zweifellos! Neben der anderweitig erwähnten schlampigen Machart des Films sind die teilweise lächerlichen Nebenrollen (die Piraten, der Japaner, die Eingeborenen) und die absolut vorhersehbare Handlung ein Minuspunkt. Dieser Film ist für mich derjenige der beiden, der am stärksten von seiner deutschen Fassung profitiert. Bei "Rio" war die Synchro auch klasse, aber der Film war nicht so schlampig inszeniert. Und bei "Zwei sind nicht zu bremsen" wurde die Synchro für mich erst gegen Ende gut. Aber lassen wir am besten wieder Herrn Heger zu Wort kommen: "Sergio Corbuccis Inselklamauk (...) zählt sicherlich zu den schlechtesten Spencer/Hill-Filmen überhaupt. Die Geschichte ist überladen mit albern-infantilen Figuren wie dem dümmlichen Häuptlingssohn Anulu, der wie ein Irrer unentwegt durch die Landschaft springt, dem (gerade in der deutschen Version) fast ebenso unerträglich nervtötenden Samurai Kamasuka oder der fettleibigen Stammesmutter Mama. Die Piraten, denen neben den Glücksspielgangstern diesmal die Schurken-Rolle zufällt, sind in ihrer idiotischen Debilität kaum mehr als Rivalen ernstzunehmen (...). Gewiss: Einige gelungene Gags, die diesmal überwiegend aus dem kongenialen Zusammenspiel der unvergleichlichen deutschen Sprecher Hess und Danneberg resultieren, sind auch hier zu finden. (...) Ansonsten verfährt Corbucci nach seinem altbekannten Schema, (...) das weit hinter den komischen Möglichkeiten des Schauspielduos zurückbleibt." (S. 169f.)
Nachdem das Thema der Regie bei Spencer/Hill wieder hochgekommen ist, wollte ich das einfach auch hier wieder ansprechen. Diese Synchro habe ich bisher eigentlich immer Brunnemann zugeordnet, aber den "Affen" eben auch.
In diesem Film ist Horst Schön in einer größeren Rolle zu hören. Im Spencer/Hill-Bereich habe ich ihn ansonsten noch in "Zwei sind nicht zu bremsen", "Zwei außer Rand und Band" und "Vier Fäuste gegen Rio" (dort allerdings nur in einer kleinen Rolle) gehört. Oder hatte er in den Filmen der beiden noch weitere Rollen?