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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 1.760 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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Jens


Beiträge: 1.566

01.11.2004 17:21
König der Könige Zitat · antworten

Hallo,

ein interessanter Klassiker, zu dem ich bisher noch keine ausführliche Synchronliste finden konnte, ist KÖNIG DER KÖNIGE. Wer kann meine Liste ergänzen?

JESUS CHRISTUS - JEFFREY HUNTER - PAUL-EDWIN ROTH
MARIA - SIOBHAN MCKENNA - ?
PONTIUS PILATUS - HURD HATFIELD - SIEGMAR SCHNEIDER
ZENTURIO LUCIUS - RON RANDELL - WILHELM BORCHERT
CLAUDIA - VIVECA LINDFORS - EVA-KATHARINA SCHULZ
HERODIAS - RITA GAM - ?
JOHANNES DER TÄUFER - ROBERT RYAN - CARL RADDATZ
SALOME - BRIGID BAZLEN - UTA SAX ?
MARIA MAGDALENA - CARMEN SEVILLA - UTA HALLANT
BARABBAS - HARRY GUARDINO - HOLGER KEPICH ?
JUDAS - RIP TORN - LOTHAR BLUMHAGEN
HERODES ANTIPAS - FRANK THRING - PAUL ESSER
KAIPHAS - GUY ROLFE - WALTER SÜSSENGUTH
PETRUS - ROYAL DANO - ?
NIKODEMUS - MAURICE MARSAC - KNUT HARTWIG
HERODES - GREGOIRE ASLAN - PAUL WAGNER
JOSEF - GERARD TICHY - FRANZ NICKLISCH
KAMELTREIBER - GEORGE COLOURIS - ANTON HERBERT
GUTER DIEB - LUIS PRENDES - FRANZ NICKLISCH
SCHLECHTER DIEB - BARRY KEEGAN - OTTO CZARSKI
ERZÄHLER - ORSON WELLES - HANS-DIETER ZEIDLER

MfG,
Jens


Rolf Dubitzky


Beiträge: 292

01.11.2004 18:15
#2 RE:König der Könige Zitat · antworten

Hallo Jens,
der Sprecher von Frank Thring war Paul Esser. Maurice Marsac könnte Knut Hartwig sein.
Gruß, Rolf


Bodo


Beiträge: 1.328

02.11.2004 09:17
#3 RE:König der Könige Zitat · antworten

Barabbas - HARRY GUARDINO - Claus Holm

Paul Esser und Knut Hartwig kann ich bestätigen.
Lacht mich aus, aber Salome klingt für mich ein wenig nach Johanna von Koczian. Hat ja in den Jahren gelegentlich mal synchronisiert. Ist aber geraten...

Und ist Herodias nicht Marion Degler?

Viele Grüße
B o d o


Frank Brenner



Beiträge: 7.952

02.11.2004 16:36
#4 RE:König der Könige Zitat · antworten

Hallo,

in kleinen Rollen habe ich noch Gerd Duwner, Edgar Ott (mindestens zweimal) und Peter Schiff gehört. Eine Zuordnung kann ich aber leider nicht treffen.

Gruß,

Frank


Rolf Dubitzky


Beiträge: 292

07.01.2007 15:56
#5 RE: König der Könige Zitat · antworten

Hallo,
zu der bestehenden Sprecherliste eine Korrektur von mir:
Claus Holm spricht nicht für Harry Guardino (Barabbas). Die Stimme, Name leider noch unbekannt, habe ich kürzlich in zwei Filmen gehört, und das waren BITTERER HONIG (Robert Stephens) und PULVER UND BLEI (Harry Townes). Kann mir jemand helfen? Auch die dt. Stimme des Satan interessiert mich. Offen sind ja auch noch die beiden weiblichen Hauptrollen S. McKenna (Maria) und Rita Gam (Herodias); wobei die letztere der Stimme von Marion Degler ähnelt. Also – noch einige offene Fragen...
Gruß, Rolf


Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 14.704

25.12.2010 02:54
#6 RE: König der Könige Zitat · antworten

In einer kleinen Rolle habe ich auch noch Konrad Wagner gehört. Er spricht den Wirt, der Josef als Behausung den Stall anbietet. Die Sprecherin von Brigid Bazlen (Salome) würde mich auch mal interessieren. Lt. dubDB war es wohl Uta Sax. Kann das jemand bestätigen?


"Was hast du da eben gesagt?"
"Vollkommen unwichtig. Es gibt bloß eins, das wichtig ist, dass man sterben muss!"

Toni Herbert und Gert Günther Hoffmann in "Django"

berti


Beiträge: 14.294

15.07.2015 10:12
#7 RE: König der Könige Zitat · antworten

Der Film fordert einen Vergleich mit der einige Jahre später entstandenen "größten Geschichte aller Zeiten" heraus: Beide Filme beschränken sich nicht auf das Leben Jesu, sondern zeigen daneben auch die politischen Verhältnisse und die Sicht der Mächtigen ausführlich, wobei hier die Betonung sehr stark auf den Römern liegt und man manchmal den Eindruck hat, Szenen aus zwei Filmen seien kombiniert worden, so groß ist der Kontrast in Sachen Inszenierungsstil. Ich habe es nicht nachgeprüft, aber speziell der Römer Lucius scheint mindestens so oft wie Jesus im Film zu sehen zu sein, bei Pilatus kommt es mir ähnlich vor.
Dass die "größte Geschichte" sicher der deutlich bekanntere und weit häufiger gezeigte Film ist, dürfte an der riesigen Starbesetzung liegen, während man hier zwar teilweise bekanntere Schauspieler, aber keine wirklichen Stars besetzte.
In Sachen Synchronbesetzung liegt ein Vergleich nahe, der hier für etwas Schmuzeln sorgt: Carl Raddatz (bekanntlich in den 60ern nicht mehr so oft als Sprecher aktiv) ist im "König" als Johannes der Täufer zu hören, der gegen Herodes Antipas agitiert, in der "Geschichte" spricht er den Herrscher selbst. Wilhelm Borchert war später die Stimme von Max von Sydow als Jesus, hier dagegen spricht er Lucius, der sich immer stärker von Jesus fasziniert zeigt und im Grunde die interessanteste Figur im Film ist.


fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

15.07.2015 22:29
#8 RE: König der Könige Zitat · antworten

"König der Könige" ist ein ausgesprochen interessanter Film, zumindest bis Jesus auftaucht. Das wäre ein interessantes Experiment gewesen, ihn gar nicht zu zeigen.

Vereinzelte kirchliche Kreise nahmen den Film ja nicht positiv auf, weil er zu wenig Ehrfurcht vor der Bibel und Gott habe und zu sehr den historischen Aspekt betone - man könne dies sogar als Leugnung Gottes bezeichnen.

Auffällig ist es schon, dass sich der Film bei der Darstellung der typischen Wunder und eher übernatürlichen Auftritte Jesu' extrem zurückhält und die irdische, menschliche Seite stark betont.

Frank Thring ist sicherlich der wunderbarste Herodes der Filmgeschichte, ein exzellenter Schauspieler.

Eines aber haben alle diese Filme gemeinsam: der Tanz der Salome ist in allen ein absoluter Antihöhepunkt. Offenbar hat niemand gute Ideen besessen, wie man diese Szene glaubwürdig darstellen könnte, ausserdem sind die Darstellerinnen der Salome im Regelfall kaum in der Lage, die Rolle auszufüllen.


"Mutter! Komm her!"

Wolfgang Kieling für David Peel in "Dracula und seine Bräute"

Und hier das passende Ambiente:

http://www.ruine.at

berti


Beiträge: 14.294

17.07.2015 09:26
#9 RE: König der Könige Zitat · antworten

Zitat von Gast im Beitrag #8
Auffällig ist es schon, dass sich der Film bei der Darstellung der typischen Wunder und eher übernatürlichen Auftritte Jesu' extrem zurückhält und die irdische, menschliche Seite stark betont.

Es ist wirklich auffällig, dass etwa die Speisung der 5000 nicht gezeigt, sondern nur darüber berichtet wird. Dagegen wird die Bergpredigt ausführlich inszeniert.
Zu dieser "Zurückhaltung" passt allerdings wiederum nicht Jeffrey Hunters betont "edles" Spiel und die häufigen Nahaufnahmen seiner himmelblauen Augen.
Diese betont "naive" und teilweise kitschige Darstellung in Spiel und Inszenierung kontrastiert stark mit dem Bemühen, die "Gegenseite" komplex darzustellen: Judas und Kaiphas erscheinen hier weniger als Bösewichte denn als differenzierte Figuren, die keine egoistischen oder sonstige "niedere" Motive haben, auch Pilatus wirkt (obwohl seine Verantwortung für die Verurteilung Jesu nicht relativiert wird) relativ menschlich.

Noch etwas zur deutschen Fassung: Paul-Edwin Roth war eine gute Wahl, gerade weil seine Stimme eher unauffällig ist. Alternativ hätte ich mir höchstens Herbert Stass oder Sebastian Fischer vorstellen können.
Lothar Blumhagen dürfte hier eine seiner ersten größeren Rollen in einer westdeutschen Synchro gehabt haben und klingt sehr bodenständig, weit von seinem schon bald entwickelten blasierten Image entfernt.


Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.874

17.07.2015 11:29
#10 RE: König der Könige Zitat · antworten

Mir kam der Gedanke, ob Ray vielleicht James Dean als Jesus besetzt hätte, wenn er da noch am Leben gewesen wäre ...
Natürlich, der Unterschied wäre enorm gewesen, aber irgendwie drängt sich mir der Verdacht auf, dass Ray, da kein ihm passend erscheinender ausdrucksstarker Schauspieler zur Verfügung stand, die Flucht nach vorn ergriff und bewusst einen farblosen Akteur nahm. Aber ein wirklich menschlicher Jesus, der sich auch wie ein normaler Mensch mit all seinen Schwächen verhält, wäre von MGM wohl auch nie akzeptiert worden. Schon die Verweigerung der Darstellung mythischer Elemente (die Begegnung mit dem Teufel wird nur erzählt zu Bildern des durch Berge irrenden, wahrscheinlich halluzinierenden Jesus!!) dürfte die Geduld der Geldgeber voll ausgereizt haben.
Gegen die betonte Passivität der Figur Jesus nimmt sich ja Pierre Brices viel beklagtes wortloses Herumstehen im "Schatz im Silbersee" wie ein Action-Feuerwerk aus.

Gruß
Stefan

berti


Beiträge: 14.294

17.07.2015 11:59
#11 RE: König der Könige Zitat · antworten

Der Verdacht, dass Ray am liebsten James Dean besetzt hätte, wenn dieser nicht schon seit Jahren tot gewesen wäre, kam auch schon einem Amazon-Rezensenten, der sich in diesem Urteil noch durch Hunters rotes Gewand verstärkt fühlte, dass ihn an Deans Jacke erinnerte. Kurz kam mir der Gedanke, ob Dietmar Schönherr gepasst hätte; aber für diese Art der Darstellung wäre seine Stimme wohl nicht weich genug gewesen.
Dass man die Speisung nicht zeigte, kann natürlich auch Kostengründe gehabt haben, da hier ein Heer an Statisten nötig gewesen wäre. Ob man schon damit rechnete, dass der Film kein großer Erfolg sein würde? Wirklich große Namen hat die Besetzung nicht zu bieten, und da sich das Drehbuch nicht in erster Linie an den Evangelien orientiert, war auch nicht gerade mit Erfolg bei der Masse der frommen Kinogänger zu rechnen.

Noch kurz etwas zur Erzählstimme: Hans-Dieter Zeidler für Orson Welles (ich weiß, diese Kombination gab es viele Jahre später in "Catch 22" auch "real") erschien mir auf dem Papier merkwürdig, ich hätte einen markanteren Sprecher (wie z. B. Hans Nielsen oder Eduard Wandrey) erwartet. Aber beim Vergleich mit dem O-Ton stellte sich heraus, dass Welles sich dort sehr zurücknimmt und nicht das ganze Volumen seiner Stimme einsetzt; insofern war ein nicht ganz so "dominant" klingender Sprecher wie Zeidler vertretbar. Angesichts der sehr langen Erzählpassagen fällt es allerdings auf, dass man jemanden nahm, der eigentlich nie zur obersten Liga gehörte. Wenn ich mich richtig erinnere, hieß es vor einigen Jahren, Zeidler sei gerade zu Beginn seiner Karriere hauptsächlich von der MGM besetzt worden.


John Connor



Beiträge: 4.737

17.07.2015 12:38
#12 RE: König der Könige Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #8
Vereinzelte kirchliche Kreise nahmen den Film ja nicht positiv auf, weil er zu wenig Ehrfurcht vor der Bibel und Gott habe und zu sehr den historischen Aspekt betone - man könne dies sogar als Leugnung Gottes bezeichnen.


Geoff Andrew erwähnt in seiner Nicholas Ray-Monografie, dass das Drehbuch Papst Johannes vorgelegt worden sei und dieser dem Projekt dann seine Zustimmung ... - Verzeihung, ich meinte natürlich: seinen Segen gegeben habe. Andrew meint, dass die PR-Ausschlachtung dieser Äußerung der künstlerischen Freiheit die eine oder andere Grenze gesetzt habe.
Das hat die Rezensenten vom Katholischen film-dienst aber offenbar nicht davon abgehalten, dem Film trotzdem fehlende "spirituelle Tiefe" anzukreiden.

Ich fand übrigens immer, dass Jeffrey Hunter ein sehr sympathischer Schauspieler war, den ich auch tausendmal lieber sehe als James Dean.


„Eastwood. Clint Eastwood.“
„Was für’n bescheuerter Name is‘n das!?“
(Sven Hasper und Thomas Petruo in ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT III)

fortinbras ( gelöscht )
Beiträge:

17.07.2015 15:50
#13 RE: König der Könige Zitat · antworten

Nachdem Johannes XXIII. ein sehr vielbeschäftigter Papst war, der große Pläne hatte und mit deren Umsetzung vielbeschäftigt war, kann ich mir nicht so ganz vorstellen, dass er Zeit hatte, das Drehbuch für einen MGM-Bibelschinken zu lesen. Und Lust vielleicht auch nicht...

James Dean ist jemand, mit dem ich nie etwas anfangen konnte. Er war nicht schlechter, aber schon gar nicht besser als die meisten seiner Zeitgenossen und die Rollen in seinen drei Filmen hätten andere genausogut gespielt. Ich erinnere mich, dass Christopher Lee mal in einem Interview zu den großen Legenden der Vergangenheit nicht auf den üblichen Zug aufsprang und der Meinung war, dass James Dean - wäre er nicht verunglückt - sein späteres Dasein als Gaststar in Serien wie "Dallas" und "Denver Clan" gefristet hätte.

Jeffrey Hunter ist nicht nur ein sehr sympathischer Schauspieler, er ist auch ein guter. Farblos keinesfalls und er füllt die Rolle hier absolut aus.

Gerade der verhältnismäßig passive Jesus gefällt mir in "König der Könige". Aber bei näherem Hinsehen ist er gar nicht so passiv inszeniert, der Film hat hier einige Überraschungen zu bieten.

Die Wunder werden ausgespart. Über vieles wird nur gesprochen. Die von Berti erwähnten Aufnahmen von Hunters beeindruckenden Augen haben etwas sehr Suggestives, etwas das den Betrachter einfängt, ablenkt und immerhin fast zwingt, hineinzusehen. Das wäre ein gutes Mittel, um seine Mitmenschen zu beeinflussen...

Auch wird Jesus hier einzigartig in der Filmgeschichte als etwas präsentiert, das noch keiner hier schrieb: als attraktiven Mann von möglicherweise sogar sexueller Anziehungskraft. Hässlich wurde Jesus in anderen Filmen nie gezeigt, aber sein Äußeres spielte doch keine Rolle und man orientierte sich zumeist an klassischen Bildnissen.

Jeffrey Hunters Attraktivität wird hier von Nicholas Ray bewußt als Suggestivmittel eingesetzt. Nicht auf vordergründige Weise, eher subtil.

Als Jugendlicher habe ich es nicht ganz verstanden, aber mein Großonkel Rudi hat mal zu "König der Könige" gesagt, nachdem der im Fernsehen lief, dies sei ein aussergewöhnlicher Film. Denn er zeige Jesus nicht als den wahrhaftigen Sohn Gottes, sondern überlasse es einzig und allein dem Zuseher, ob er das glauben will oder nicht. Er stelle Jesus in erster Linie wie eine Art Guru oder Sektenführer dar, dessen suggestive Kraft Menschen anziehe und zu Massenpsychosen/-hypnosen führe.

Mittlerweile verstehe ich ganz gut, wie der Mann das meinte und ich teile diese Sichtweise sogar.

Für mich hat "König der Könige" innerhalb der ganzen Hollywood-Bibelepen einen besonderen Status. Er ist der einzige Film, der die Bibel nicht beim Wort nimmt und im Rahmen des damals möglichen sehr rebellisch ist und eine ausgesprochen moderne Deutung der Jesus-Figur zulässt.

Paul Edwin Roth war ein sehr guter Jesus. Bertis Erwähnung von Dietmar Schönherr finde ich interessant, der hätte allerdings vielleicht seinen Zorn auf Religion nicht abschalten können und einen vielleicht sogar sarkastischen Jesus gegeben. Innerhalb der Synchronfassung gefällt mir Siegmar Schneider auch sehr gut als Pontius Pilatus für Hurd Hatfield. Dieser ist übrigens auch eine interessante Besetzung für den Pilatus. Er wirkt wie ein Weltmann, auch Hedonist, von hoher Intelligenz und kalkulierter Machtausübung. Vielleicht auch die interessanteste Pilatus-Darstellung der Filmgeschichte.


"Mutter! Komm her!"

Wolfgang Kieling für David Peel in "Dracula und seine Bräute"

Und hier das passende Ambiente:

http://www.ruine.at

Silenzio
Listenpfleger

Beiträge: 14.704

17.07.2015 16:50
#14 RE: König der Könige Zitat · antworten

Im Vergleich mit der "größten Geschichte" mag ich den hier viel lieber. Imposante Kameraeinstellungen, tolle Musik (wenn sie auch manchmal wie ein Recycling von "Ben Hur" daherkommt, der ja ebenfalls von Rozsa ist). Lucius ist auch mein Lieblingscharakter, der wohl nicht so recht weiß, auf welcher Seite er stehen soll. Fängt ja schon früh im Film an, als er Josef und Maria begegnet und erfährt, wo ihr Sohn geboren ist.

Die Synchronfassung ist sehr treffend besetzt. Paul Edwin Roth 'als' Jesus ist schlichtweg perfekt. Ähnlich stark sind Siegmar Schneider als Pilatus und Borchert als Lucius. Dagegen äußerst schwach Max von Sydow/Borchert im Nachbarsfilm, so auch Telly Savalas/Hirthe, dessen Pilatus wie eine Witzfigur wirkt. Ohne die "größte Geschichte" so arg schlecht reden zu wollen, aber übertrieben gesagt, bietet der außer jeder Menge bekannter Stars nun nicht gerade viel.


VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 26.520

17.07.2015 18:24
#15 RE: König der Könige Zitat · antworten

Zitat von fortinbras im Beitrag #8
Eines aber haben alle diese Filme gemeinsam: der Tanz der Salome ist in allen ein absoluter Antihöhepunkt. Offenbar hat niemand gute Ideen besessen, wie man diese Szene glaubwürdig darstellen könnte, ausserdem sind die Darstellerinnen der Salome im Regelfall kaum in der Lage, die Rolle auszufüllen.



Zitat von fortinbras im Beitrag #13
Die von Berti erwähnten Aufnahmen von Hunters beeindruckenden Augen haben etwas sehr Suggestives [...]


Interessant, dass du im Zusammenhang jetzt auch das ansprichst - denn genau das wollte ich vorhin schon in Bezug auf Salome schreiben. Hier muss bei mir die Kraft der Suggestion damals absolut gewirkt haben, als ich den Film als Kind sah. Ich empfand die Szene damals durchaus als Höhepunkt, insbesondere auch durch die gesamte Rahmung war darauf für mich perfekt hingearbeitet worden, dass ich es damals einfach abkaufte. (Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass auch unser Mittelstufen-Musik-Lehrer einmal diese Szenerie als besondere Komposition erwähnte und ich dachte: "Oh! Da weiß er tatsächlich mal, wovon er redet" ;-))

Aber vielleicht verkläre ich mir das nach den Jahren auch etwas. Sollte es der Film einmal wieder ins Fernsehen schaffen oder sonstig verfügbar werden, bitte unbedingt bescheid sagen.


"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."

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