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Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 3.768 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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Bjoern


Beiträge: 441

10.12.2005 16:21
THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Hallo!

Meine Fernsehzeitschrift behauptet, am 22.12.2005 werde (im Bayerischen Rundfunk) erstmals im deutschen Fernsehen der Musical-Film "Meine Lieder - meine Träume" (THE SOUND OF MUSIC, USA 1964) gezeigt. Dieser Film hat ja seinerzeit die FOX-Studios nach der CLEOPATRA-Pleite quasi vor dem Untergang gerettet. Ist das in der Tat nach über 40 Jahren eine Fernseh-Erstausstrahlung?

Ich meine mich zu erinnern, daß der Film mindestens in den deutschen Kino (wegen der Nazi-Thematik gekürzt?) gelaufen ist!?

Kann das jemand bestätigen? Hat jemand weitere Informationen (evtl. sogar über die deutsche Synchronfassung)?

Danke im voraus,

Bjoern


Markus


Beiträge: 2.094

10.12.2005 16:32
#2 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Das "erstmals" bezieht sich auf die Erstausstrahlung der vollständigen Fassung, da der Film in Deutschland eben, wie du schreibst, nur gekürzt zu sehen war.

Die vollständige Fassung ist seit kurzem auch als Special-Edition-DVD erhältlich.
Doch meine bange Frage, mal wieder: Wie verfuhr man mit den zusätzlichen Szenen?
OmU, neu synchronisiert oder (schauder) gänzliche Neusynchro?

Gruß
Markus


VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 25.244

10.12.2005 16:43
#3 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

... und was ich auch schon fragen wollte: Sind auf der DVD die deutschen Liedfassungen enthalten?

Gruß,
Tobias
--
"Diese Signale wurden gesendet, um auf sie aufmerksam zu machen."


c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.124

10.12.2005 16:45
#4 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Ich habe folgende Liste, die ich mal irgendwo abgeschrieben habe. Eine sehr ungewöhnliche Besetzung, die vom österreichischen Thema des Films herrührt. Wo die Synchro wohl gemacht wurde ? Die Lieder wurden alle Deutsch synchronisiert. Marion Degler passt zwar zum Thema des Films, hat mir für Julie Andrews aber überhaupt nicht gefallen. Der Film ist schon im Original - selbst für mich als ausgesprochenen Musical-Liebhaber - eine üppige, nur mühsam verdauliche Schmalzbrezel. Die deutsche Fassung wirkt noch kitschiger.


Die DF wurde jedenfalls schon bald nach Start um die letzte halbe Stunde gekappt; der Film endete dann mit der Hochzeit von Maria und dem Baron. Die Flucht vor den Nazis aus Österreich über die Alpen fällt damit unter den Tisch. In der Schlußsequenz, wenn die Trapp-Familie singend über die Apen zieht, kann man im Hintergrund die Rollbahn eines Flughafens erkennen. Die FSK-Datenbank listet die Freigabe-Länge der deutschen DVD am 20.09.2005 mit 204 Minuten.


MEINE LIEDER - MEINE TRÄUME

(The Sound of Music)


Britische Länge (16.02.1965) 5814 Meter = 204 Minuten 00 Sekunden (25 B/S)
Deutsche Länge (1993 VHS) 4641 Meter = 162 Minuten 50 Sekunden (25 B/S)
Differenz 1173 Meter = 41 Minuten 09 Sekunden (25 B/S)


Erst-Verleih Centfox
Deutsche Erstaufführung 25.12.1965


Deutsche Bearbeitung ?? (1965)
Dialogregie ??
Deutsches Buch ??
Deutsche Liedertexte ??


Maria Julie Andrews Marion Degler Gesang: Ursula Schirrmacher
Baron Georg von Trapp Christopher Plummer Michael Tellerin Gesang: Camillo Felgen
Gesang: Bill Lee
Baronin Elsa Schröder Eleanor Parker Edith Hieronimus
Max Dettweiler Richard Haydn Michael Toost
Mutter Oberin Peggy Wood Wilma Degischer
Gesang: Margery McKay
Liesl (16) Charmian Carr Herta Staal (auch Gesang)
Friedrich (14) Nicholas Hammond
Louisa (13) Heather Menzies ?? Gesang: Christl Skoda
Kurt (11) Duane Chase
Brigitte (10) Angela Cartwright
Martha (7) Debbie Turner
Gretl (5) Kim Karath
Schwester Margaretha Anna Lee Dolores Schmidinger
Schwester Berthe Portia Nelson Lola Luigi
Herr Zeller Ben Wright Curt Eilers
Rolf, Postboote Daniel Truhitte Heinz Ehrenfreund Gesang: Peter Beil
Frau Schmidt, Haushälterin Norma Varden
Diener Franz Gilchrist Stuart Herbert Kersten
Schwester Sophia Marni Nixon
Schwester Bernice Evadne Baker
Baroness Ebberfeld Doris Lloyd
Maria von Trapp
Chor der Nonnen Die Sunnies
Chor der Trapp-Kinder Die Wiener Grosstadtkinder


-----------------------------------------------

Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?


Bjoern


Beiträge: 441

10.12.2005 17:12
#5 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Zunächst einmal Dank für alle Antworten. Ich denke die FSK-Freigabe (204 min vom 20.09.05) bezieht sich nur auf das Zusatzmaterial der DVD (Einführung durch Dame Julie Andrews, Biographien, Dokumentation etc.). Am 14.11.05 hat die FSK den Film selbst geprüft (Freigabe ab 6): Länge 123 min, also wohl nur die gekürzte Fassung. Die Hörzu gibt die Lauflänge des Film am 22.12.05 mit 160 min an (ebenfalls FSK ab 6).

Um meine Verwirrung komplett zu machen: Das kabel1-Filmlexikon (http://www.kabeleins.de/film_dvd/filmlex...hp?filmnr=30637) gibt die Originallänge mit 172 min, die der gekürzten Fassung mit 127 min an.

Bleibt Tobias' Frage, was mit den zusätzlichen Szenen geschehen ist (nachsynchronisiert, untertitelt?). Hat zufällig jemand die DVD des Schmachtfetzens...?

Grüße, Bjoern


c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.124

10.12.2005 17:28
#6 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten


Die Sache mit den Laufzeiten ist auch für total verwirrend. Leider habe ich die zeitgenössischen FSK-Lauflängen nur bis einschließlich 1963 vorliegen, was in diesem Fall nichts hilft. Die Angabe der BBFC stammt von 1965 und bezieht sich nicht auf irgendwelches Bonus-Material; sollte somit stimmen (es sei denn, die Briten haben sich da total vermessen). Die alte deutsche Kaufcassette soll aber nach Aussage eines Filmvorführers komplett gewesen sein bis auf ein weltliches Lied, welches die Nonnen zu Beginn vor dem Lied "Maria" singen. Leider weiß ich nicht, wie es heißt. Mich würde auch interessieren, ob die Lieder Deutsch oder Englisch auf der DVD sind und, wenn ja, ob dieses besagte geschnittene Lied dann auch in Deutsch oder in Englisch drauf ist. Der Schluß mit der Flucht ist jedenfalls auf der alten VHS drauf gewesen.

Im übrigen scheinen die Fox-Musicals schwer bis gar nirgends erhältlich zu sein. Bei amazon versandfertig in 3-4 wochen; bem Müller weiß man - wie üblich - überhaupt nichts von ihrer Existenz und bei Karstadt in Nürnberg habe ich nach Ewigkeiten gerade mal das einzige vorhandene Exemplar von HELLO, DOLLY ergattern können.


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Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

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VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 25.244

10.12.2005 17:29
#7 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Nicht dass es mich nicht auch interessieren würde ;-), aber gefragt hatte das Markus.

Könnte die Synchronisation der zusätzlichen Szenen, die, soweit ich das verstanden habe, in der ursprünglichen deutschen noch Kinoveröffentlichung enthalten waren, in irgendeinem Archiv wiedergefunden worden sein?

Gruß,
Tobias (durchaus vorhabend, diese DVD sich zuzulegen)
--
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Stephen
Listenpfleger
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Beiträge: 2.505

10.12.2005 17:50
#8 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Die FSK-Länge der gekürzten dt. Kinofassung war 3520 m.

@Bjoern:
Die unterschiedlich Angaben von Kabel1 und Hörzu/FSK lassen sich wohl dadurch erklären, dass Kabel1 wohl Kinolaufzeit (24 B/S), die anderen DVD/TV-Laufzeit (PAL: 25 B/S) angeben.



VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 25.244

10.12.2005 18:55
#9 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Im übrigen scheinen die Fox-Musicals schwer bis gar nirgends erhältlich zu sein. Bei amazon versandfertig in 3-4 wochen

Amazon.de schreibt für SOUND OF MUSIC und HELLO, DOLLY! momentan "Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden."

Gruß,
Tobias
--
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Bonny


Beiträge: 175

12.12.2005 16:57
#10 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Hallo!
Also, ich bezweifle, daß der Film wegen der Nazi-Thematik gekürzt wurde. Zum einen hatte sich die Zeit geändert und anderseits war diese Thematik auch schon in den beiden deutschen Trapp-Filmen enthalten. Und letztendlich geht der Film ja sehr harmlos mit dem Thema um.

Vielleicht kommen die Kürzungen auch gerade wegen des wirtschaftlichen Desasters zustande. Währen der Film in Amerika bis heute ein liebgewonnenet Klassiker ist, konnte er in Deutschland nicht einmal seine Werbekosten einspielen. Möglichweise hat man dann einfach versucht, ihn durch Kürzungen zu straffen, um ihn so attraktiver für die Zuschauer zu machen.

Wen es interessiert, für den sei noch erwähnt, daß ursprünglich Doris Day für die Hauptrolle verspichtet war, die weise genug war abzulehnen, aber die Lieder sehr schön aufgenommen hat.

Gruß, Bonny



kinofilmfan


Beiträge: 2.214

12.12.2005 19:06
#11 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Hallo,

In Antwort auf:
Währen der Film in Amerika bis heute ein liebgewonnenet Klassiker ist, konnte er in Deutschland nicht einmal seine Werbekosten einspielen.

...was auch nicht weiter verwunderlich war. Wie im vorigen Beitrag erwähnt, kam in Deutschland (Österreich, Schweiz) im Oktober 1956 DIE TRAPP-FAMILIE heraus (mit Ruth Leuwerik, Hans Holt). Der Film war ein absoluter Kassenerfolg, vermutlich der größte für den Gloria-Verleih. Genaue Besucherzahlen wurden damals noch nicht erfasst, man kann nach Schätzungen von bis zu 15 Mio. ausgehen. Die Filme wurden damals mit weitaus weniger Kopien gestartet, dafür aber kontinuierlich immer wieder eingesetzt. Daher ist es nicht unbedingt verwunderlich, daß ein US-Film mit gleichem Thema -wenn auch durch Synchronisation auf österreichisch getrimmt- im deutschsprachigem Raum scheitern mußte.*

Die Synchronbesetzung deutet natürlich auf eine Synchro aus Wien hin- es sei denn, man hat für alle ein Flugzeug (oder damals noch einen Bus) gechartert und nach Berlin oder München gebracht...

Gruß

Peter

*Der Vollständigkeit halber sei noch der TRAPP-FAMILIE-Nachfolger DIE TRAPP-FAMILIE IN AMERIKA (1958) genannt, u.a. mit Holger Hagen und (in einem ihrer seltenen Filmauftritte) Til(l) Klo(c)kow.

Gruß

Peter

http://www.deutsche-synchronsprecher.de


Markus


Beiträge: 2.094

16.12.2005 13:14
#12 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Im dvd-inside-Forum gepostet:

ich habe gelesen, dass im November eine Doppel-CD erschienen ist, die neben dem englischen OST auch den seltenen deutschen Sountrack enthält (wo man endlich auch die Namen der dt. Sänger erfährt, u.a. hier: http://www.hithaus.de/bericht.php?bericht_id=5904

Das ist doch zumindest interessant für die Sprecher- ähm Sängerliste, oder?

Gruß
Markus


c.n.-tonfilm



Beiträge: 1.124

16.12.2005 13:49
#13 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten


Dann singt also Monika Dahlberg gar nicht in dem Film...


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Alte Kinofilme nach Jahrzehnten nachträglich neu zu synchronisieren ist wie Süßstoff in einen guten alten Wein kippen: ungenießbar-pappige "Spätlese".

Was wären Jack Lemmon, Danny Kaye, Peter Sellers, Bob Hope und Red Skelton im deutschsprachigen Raum ohne die Stimme von Georg Thomalla ?


Markus


Beiträge: 2.094

18.12.2005 12:02
#14 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten

Nach Informationen aus anderen Foren kann ich nachtragen:

Der Film wurde anscheinend ursprünglich komplett synchronisiert und erst danach gekürzt. Als man merkte, dass die gekürzte Fassung auf wenig Gegenliebe stieß, brachte man in einer kleinen Wiederauflage die ursprüngliche Langfassung in die Kinos. Was einzig noch fehlte, war das Lied "Climb ev'ry mountain".

Dieses ist allerdings, ebenso wie die Langfassung, auf der DVD (und wahrscheinlich auch der Fernsehausstrahlung) enthalten. Sie ist demnach uneingeschränkt zu empfehlen.

Gruß
Markus


VanToby
Forumsleiter

Beiträge: 25.244

20.12.2005 16:49
#15 RE: THE SOUND OF MUSIC (USA 1964) Zitat · antworten
Ich habe die DVD nun. Bislang habe ich nur kurz hineingeschaut, aber ich kann jetzt bestätigen, dass "Die höchsten Berge steige hinauf" tatsächlich in seiner ursprünglichen Synchronfassung enthalten ist (auch als Reprise).

Ebenfalls enthalten ist die Intermission ("Entr'Actre") nach dem ersten Akt, stilecht mit Dias unterlegt. Auch dafür muss man ja eher dankbar sein.

Gruß,
Tobias
--
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