Mein Herz bricht. Das kommt so aus dem Nichts. Er war vor kurzem noch bei Rettinghaus im Podcast, bei den Datteltätern und der neue Jackie Trailer war auch mit ihm Synchronisiert. Ich bin absolut schockiert.
Hier die richtigen Worte zu finden, fällt mir schwer. Ich gebe es zu: Als ich die Nachricht vorhin gesehen habe, musste ich weinen.
Gossler war insofern eine Ausnahme, dass er das Glück hatte, sehr viele verschiedene Facetten bedienen zu dürfen. Legendär sind seine zahlreichen Animationsauftritte, vorneweg natürlich King Julien. Aber auch viele andere, auch wenn er selbst kein großer Fan von Animation war. Ein absoluter Vollprofi in jedem Sinne.
Natürlich ist sein bekanntester Darsteller Jackie Chan, und das ist auch eine einmalige Geschichte im Synchronbereich: der Einzige, der es jemals geschafft hat, sich auf einen asiatischen Darsteller festzulegen und flächendeckend überall besetzt zu werden, egal ob in amerikanischen oder asiatischen Produktionen. Das wird es so nie wieder im Synchron geben. Es freut mich zumindest, dass er mit Shadow Chase noch einmal einen guten Jackie Chan Film zum Abschied haben darf.
Daneben war er auch groß im europäischen Kino vertreten, wo er richtig zeigen konnte, was er schauspielerisch draufhat. Ich verbinde so viele tolle Erinnerungen mit diesem Mann, und es macht mich traurig, dass man ihn nicht mehr spielen hören darf.
Mein herzliches Beileid. Ein herber Verlust für Jackie Chan und den kommen „Rush Hour“-Film. Torsten und Stefan, jetzt weilen beide nicht mehr unter uns. Ruhe in Frieden!
Oha, das kommt jetzt aber genau wie vor nem halben Jahr bei Torsten Michaelis mal mega überraschend und schockierend. Im September vergangenen Jahres noch munter bei Rettinghaus im Podcast und keine 5 Monate später ist er verstorben. Macht mich gerade doch recht sprachlos und traurig.
Vor einer Stunde dachte ich mir noch, dass wir diesen Januar vielleicht ohne Todesfall überstehen. Och, Mensch. Als King Julien und als go-to Akzent-Stimme bleibt er unvergessen. Mein Beileid an seine Angehörigen.
Das erwischt mich ähnlich kalt wie zuletzt Thorsten Michaelis. Ein so wandelbarer Sprecher, der in so vielen Rollen brilliert hat und gerade auf "seinen" Jackie Chan eine ähnlich kongeniale Symbiose war, wie es ein Augustinski für einen Robin Williams war... Hach, das Jahr geht wirklich bescheiden los.
Der erste "Hör-Kontakt" mit Stefan Gossler war tatsächlich 1987 in der Serienhauptrolle Harrison Fox aus der damaligen ZDF-Serie "Die Fälle des Harry Fox".
Das ist doch nicht zu fassen und dann auch noch wieder so früh. Wieder einer von den Großen weg.
Ich werde ihn neben seiner überragenden Performance als King Julien in den Madagascar-Filmen und -Serien vor allem mit seiner Rolle als Otto in Malcolm mittendrin verbinden. Von ihm stammt ja sogar die Idee, aus den Deutschen in der deutschen Vertonung Dänen zu machen, wie er mal in einem Interview erzählte. Somit er hat die Figur sogar ein Stück weit mitgestaltet.
Vergessen darf man auch nicht seine Rolle als Wikinger Günther in SpongeBob. Auch wenn die Rolle noch so klein war, ist sie für viele bis heute in Erinnerung geblieben und die Szene sorgt bis heute noch für zahlreiche Lacher.
Es ist einfach so traurig, dass so viele großartige Stimmen, mit denen ich und wahrscheinlich auch viele andere aufgewachsen sind, nun verstummen und das auch noch so früh. Egal ob es ein Petruo, Hengstler, Michaelis oder jetzt Gossler ist. Ich werde sie alle vermissen, doch ihr Werk wird natürlich auf ewig erhalten bleiben.
Machen sie es gut, Herr Gossler! Ich kann nur hoffen, dass sie zuletzt nicht gelitten haben.
Stefan Gossler war vor allem ein unheimlich vielseitiger Schauspieler. Wie CrimeFan schon schrieb brillierte er vor allem im europäischen Indie-Kino, wie 2004 in "Das Leben ist ein Wunder". Toll war er natürlich auch in Komödien, wie 2007 in "Sterben für Anfänger", wo er Alan Tudyk vertonen durfte. Keine nahtliegende Kombination, die dennoch damals fantastisch passte und herrlich schräg war.
Ein großer Verlust. Künstlerisch aber auch menschlich - zumindest so mein Eindruck aus vielen Interviews, die ich gerne mit ihm sah.