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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 599 mal aufgerufen
 Spielfilmklassiker
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Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.392

16.06.2018 23:50
#16 RE: Zwei glorreiche Halunken. Unterschiedliche Synchronslrecher Zitat · antworten

Was heißt Standardsprecher? Zu dem Zeitpunkt hatte Kindler ihn gerade zweimal gesprochen und war noch nicht allzu häufig in Berlin zu hören. Erst 7 Jahre später kam er das nächste Mal für Eastwood zum Einsatz.

Gruß
Stefan

HalexD


Beiträge: 581

16.06.2018 23:59
#17 RE: Zwei glorreiche Halunken. Unterschiedliche Synchronslrecher Zitat · antworten

Jede Nachsynchro, egal von wem gesprochen, ist mir immer noch 1000 mal lieber, als ein O-Ton-/deutsch-Mischmasch.
Ärgerlich ist bei der neuen DVD/Blu-ray, dass man das Ende mit Tuco versehentlich von der TV-Fassung (Italien-Bildfassung) genommen hat (mit Thomas Fritsch), das aber überhaupt nicht zum Bild (US-Bildfassung) passt (out of sync) und die Originalsynchro mit Otto Preuss (US-Bildfassung, deutsche Kinofassung) ja ebenfalls noch existiert.
Außerdem sind mir mehrere Schnipsel aufgefallen, wo z.B. Tuco mit der Kutsche bei der Kirche ankommt und man sein Räuspern und Husten nachsynchronisiert bzw. von wo anders genommen hat.
Auch bei der Buddel-Szene mit den Geldsäcken wurde sein Keuchen und Stöhnen von wo anders genommen (aber merkwürdigerweise nicht vom O-Ton), Otto Preuss hört man da nicht, bei der alten DVD/Blu-ray hörte man da noch Preuss.

Lord Peter



Beiträge: 3.820

17.06.2018 08:51
#18 RE: Zwei glorreiche Halunken. Unterschiedliche Synchronslrecher Zitat · antworten

Womit die vom ZDF erstellte Reko (komplette Kinofassung, aufgefüllt mit der Kirch-TV-Reko plus der Grotto-Sequenz aus der DVD-Reko) tonmäßig das deutsche Optimum darstellt. Und bisher hat MGM es nicht geschafft, diese Tonspur offiziell herauszubringen.


"Tantchen?"
"Tantchen ist nicht da. Du musst mit Onkelchen Vorlieb nehmen."

Christian Marschall und Hans Wilhelm Hamacher in "Kommissar Maigret" (Folge 1: Maigret und die Tänzerin Arlette)

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 10.392

17.06.2018 09:08
#19 RE: Zwei glorreiche Halunken. Unterschiedliche Synchronslrecher Zitat · antworten

Ich dachte, diese Fassung enthielte ebenfalls die mit Fritsch nachsynchronisierte Schlusssequenz und das Ende der Folterszene in DVD-Neusynchro? Hab ich mich da geirrt?
Wenn ich nicht falsch liege, würde ich sie keineswegs als Optimum bezeichnen.

Gruß
Stefan

Klp


Beiträge: 71

17.06.2018 09:24
#20 RE: Zwei glorreiche Halunken. Unterschiedliche Synchronslrecher Zitat · antworten

Zitat von Chow Yun-Fat im Beitrag #13
Wobei Hardenberg zumindest eine echt gute Besetzung war. Hat sich für mich nahtlos ins Original eingefügt.

Das mag bei der DVD so gewesen sein. In der Originalgeschwindigkeit passt es überhaupt nicht. (Mal davon abgesehen, dass die Szenen deutsch vorliegen. Hab ich mir von einer Premiere-Aufnahme an die Blu-ray angelegt.)

John Connor



Beiträge: 4.875

17.06.2018 22:57
#21 RE: Zwei glorreiche Halunken. Unterschiedliche Synchronslrecher Zitat · antworten

Das eigentliche Problem sind aus meiner Sicht nicht die unterschiedlichen Sprecher, es geht in erster Linie auch gar nicht so sehr darum, ob man die nachträglich integrierten Szenen untertitelt, nachsynchronisiert oder doch lieber den ganzen Film neusynchronisiert - es ist die unheilvolle Allianz mehrerer Logiken, die sich gegenseitig stützen.

Leider ist es so, dass auf der Nachfrageseite der Ursprünglichkeitsmythos und der Vollständigkeitsmythos bei vielen Zuschauern auf fruchtbaren Boden fallen. Egal um welche Lappalien es sich handelt, gleichgültig, ob die ehemals entfernten Szenen berechtigt waren oder nicht, ein Großteil des Publikums meint wohl, von den bösen Produzenten, von den bösen Distributoren um irgendetwas betrogen worden zu sein. In der Kunst gehören aber Ellipsen, Leerstellen, Widersprüche im Gegensatz zu wissenschaftlichen Texten etwa nicht nur dazu, sie sind auch bewährte Strategien der Qualitätssteigerung. Im Falle von ZWEI GLORREICHE HALUNKEN kann ich nicht nur auf so gut wie alle Ergänzungen verzichten, ich empfinde sie in dramaturgischer Hinsicht sogar als qualitätsmindernd.

Auf der Anbieterseite kommt dann noch die Überzeugung hinzu, dass jede Neuveröffentlichung eines Klassikers mit einer Überbietungslogik aufwarten müsse. Sei es das Bild, der Ton, die Dramaturgie - nichts bleibt von dieser Logik verschont. Auf der Bildebene kann ich viele Bearbeitungen ja nachvollziehen und honoriere die meisten "Verbesserungen" auch (da würden wohl auch die hartnäckigsten Nostalgiker wenig zu beanstanden haben, erst recht, wenn sie sich noch an die verhunzten Editionen aus der Video-Ära erinnern können).
Aber wenn "Verbesserungen" auf der Tonebene wie beim WEISSEN HAI die alte Fassung verdrängen oder wenn dramaturgische Eingriffe wie bei EIN NEUER STERN AM HIMMEL auch von professionellen Kritikern mit Bezug auf den Vollständigkeits- und Ursprünglichkeitsmythos begeistert aufgenommen werden, und wenn das Publikum bei diesem Spiel auch mitspielt und sich lieber mit den Folgeproblemen der Kompatibilität alter und neuer Elemente beschäftigt, werden noch viele, viele Klassiker dieser Bearbeitungspraxis zum Opfer fallen.


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