Eine recht rätselhafte Synchro. Den Lee-Sprecher hätte ich phasenweise tatsächlich für Harry Kalenberg gehalten, der ja 1967 noch jünger war als man ihn üblicherweise kennt, aber an anderen Stellen klingt er wieder ganz anders und erinnert - wie Frank schon schrieb - an Christian Marschall. Auch sonst hab ich kaum jemanden erkannt. John Karlsen hatte Harald Wolff, der auch noch den Ankläger von Laura (im Traum) sprach. Ursula Davis könnte das Münchner Marianne Prenzel-Double sein.
Samples von Blu-ray kann ich im Moment leider nicht machen.
Zitat von hitchcock im Beitrag #17Ljuba klingt wie eine Mischung aus Ursula Herwig und Uta Hallant.
Die große Frage ist dann: Klingt die hier schon lange gesuchte Münchnerin für Dich auch wie eine Mischung aus Ursula Herwig und Uta Hallant? Lis Verhoeven oder nicht?
Hmm, das ist interessant: Könnte durchaus die gesuchte Münchnerin sein... Oder Ingrid Capelle. Ich würde mich da auch soweit festlegen, dass es eine von beiden ist (falls die Gesuchte nicht sowieso Ingrid Capelle ist). Ähnlichkeit mit Herwig und/oder Hallant kann ich da jetzt nicht raushören (eher die andere Stimme, also Laura), ist aber auch recht kurz. Ein längeres Sample wäre nicht schlecht.
Ich muss jetzt mal ganz dumm die die Runde fragen: Gibt es hier im Forum jemanden, der Ingrid Capelle in den 1960ern erkennt...?
Rowena wurde lt. Synchronkartei von Inge Schulz gesprochen. Anbei noch ein Sample vom Landstreicher, der noch offen ist: https://vocaroo.com/12CWCYKSkgtt
Da ich den Film gestern zum ersten Mal gesehen habe, eine Frage an die Experten: Existieren von dem Film verschiedene Versionen bzw. ist bekannt, ob er zweisprachig gedreht wurde? Die Blu-ray irritiert mich sehr. Im Endeffekt ist beinahe jeder Satz leicht (in sich) asynchron, mal ist der gesprochene Satz zu lang oder zu kurz für die Lippenbewegungen. Zu Beginn hat man einer Dame, die ihren Mund geschlossen hat, zudem mehrfach Schreie untergejubelt. Bei Movieside wurde das damals auch angesprochen und das Label (Subkultur) hatte Folgendes dazu gesagt:
Zitat Tatsächlich stammt er [Anmerkung: der dt. Ton] sogar vom originalen Tonnegativ, genau wie das Bild vom originalen Dupneg des ehemaligen Verleihs stammt. Soll heißen, wir haben euch eine BD geliefert, die von authentischen Quellmaterialien produziert wurde.
Ich habe mir mal die kritisierten Stellen gerade angesehen und verstehe auch, was damit gemeint ist. Auch gönnte ich mir eben die Rohscans von dem Projekt und muss leider mitteilen, das alles war schon so im vorhandenen Material. Wir haben mit dem Schrei am Anfang nix am Hut, der wurde 1967 schon im Kino rausgeplärrt und ist im Tonnegativ 1:1 so enthalten, genau wie die kritisierten Stellen der Dialoge da auch exakt so enthalten sind. Ihr dürft hier auch nicht vergessen, dass der Film vor knapp 60 Jahren von einem Kleinstverleih in unsere hiesigen Lichtspielhäuser kam. Damals hat sich das Publikum vielleicht auch schon gewundert, warum das Mädel zu Beginn schreit, ohne den Mund zu öffnen, aber wer wollte es denn bitte wo anmoppern? Diese Dinger liefen im Kino und waren nur dafür gedacht. Wenn da was verdaddelt wurde, hat kein Mensch auch nur ansatzweise erträumt, dass es 60 Jahre später einem auffallen würde.
Wenn das Ergebnis nun einigen nicht gefällt, ist es natürlich schade und tut mir auch ehrlich leid, nur sind die etwaigen Fehler halt komplett original und lassen nur sehr wenig Spielraum für Eingriffe, ohne Gefahr zu laufen, es damit zu verschlimmbessern. Generell halte ich die VÖ aber für sehenswert. Im Detail vielleicht nicht rundherum perfekt, aber was jemand vor 60 Jahren möglicherweise verkackt hat, können wir heute, trotz fortgeschrittener Technik, auch nicht aus der Welt schaffen.
Da Subkultur in der Regel sehr gewissenhaft arbeitet, habe ich keinen Grund, das Gesagte anzuzweifeln, gleichzeitig glaube ich aber nicht, dass Lubowski damals dermaßen gestümpert hat, dass im Grunde kaum ein Take lippensynchron ist. Daher meine Frage: Wurde eventuell eine andere Bildversion mit anderem Timing synchronisiert? (Wobei das natürlich nicht die Frage beantwortet, warum das gelieferte Negativ-Material vom Verleih im Grunde nicht zusammenpasst.)
Um mal auf den etwas seltsamen Sprecher von Christopher Lee zurückzukommen: Harry Kalenberg im Film "Mache alles mit" (1971) hat mich frappierend an ihn erinnert. Könnte es nicht sein, dass es tatsächlich Kalenberg ist, der hier aber rollengemäß eine sehr untypische Diktion verwendet? Ich hab hier mal das Lee-Sample mit einem Kalenberg-Sample aus dem genannten Film kombiniert: https://vocaroo.com/1aCDWh7I5y8K
Für mich klingt es ab "Vor ein paar Monaten..." nach Kalenberg, aber das gehört noch zum Lee-Dialog!
Ja, wirklich nicht. Rudolf Lubowski ist auch auszuschließen – der klingt (auch dialektal) schon sehr anders: https://voca.ro/1moZWU7DKRj4 (hier im Dialog mit Manou Lubowski).
Eine neue Idee... Es könnte der österreichische Schauspieler Hans Putz sein, der auch immer wieder synchronisierte. Und der gesuchte Sprecher hat eindeutig die Diktion eines Theaterschauspielers.
Nein, Hans Putz kenne ich aus einigen Vethake-Hörspielen und da hört er sich gänzlich anders an, vor allem mit deutlich gerolltem R. Dass der Gesuchte eine Theaterdiktion handelt, würde ich unterstützen.