>Ach, du bist so herrlich leicht zu beeinflussen, da hätte eigentlich nur noch die Erwähnung eines gewissen RTL->Redakteurs als Argument gefehlt
Ach, danke für den Hinweis: BUFFY wird natürlich von irgendeinem Pro7-Redakteur betreut, die ja anscheinend nur Mist machen können (in Synchron-, wie in Serien-Marketing-Hinsicht (Trailer)).
>Du solltest mit deinen pauschalisierenden Aussagen vorsichtig sein.
Sicher, Q und DS wird auch gemischt, aber dennoch beruht es immer darauf. Versuch ein Gegenbeispiel zu finden, Du wirst es nicht finden, ALLE Serien beruhen auf Quest und Daily Struggle, ganz gleich wie Anti-Mainstream-artig ein Autor auch versucht zu sein. Entweder halt 50/50 als Gemisch oder eben das Eine überwiegt, wodurch das jeweils Andere zur Nebenhandlung wird. Dennoch ist es immer die Basis und Du wirst keine Serie finden, die das nicht als Grundstock hat, denn selbst wenn sich der Autor dieser Struktur nicht bewusst ist, wird sie immer miteinfließen. ALLEIN GEGEN DIE ZUKUNFT ist natürlich eine Quest-Serie, die Charakterbeziehungen werden nur in den Nebenhandlungen verfolgt. Allerdings wurden die Autoren da ihrem Konzept in Staffel 3 nicht mehr treu, denn das war mehr DS-orientiert, weil es sich ja fast nur noch um das Hin- und Her zwischen Gary und Erica drehte, DER HEILIGE NICK, VERTRAUENSSACHE, NICHTS ALS DIE WAHRHEIT, HERZKLOPFEN etc., da diente der Aufhänger der Serie, dass Gary mit der Zukunftszeitung kleine und große Katastrophen verhindert, ja fast nur noch als Beiwerk, um wieder irgendeinen Konflikt zwischen ihm und Erica auszulösen. Vermutlich ließ man genau deswegen Erica und Henry wieder ausscheiden. Allerdings finde ich auch das nicht schlecht, denn die 3. Staffel hatte zwar nicht so spannende Storys wie Staffel 1, 2 und 4, dafür war diese familiäre Atmosphäre aber irgendwie schön und ein Ersatz für Chucks Weggang. In S4 waren die Storys dann wieder besser, da störte mich aber etwas, dass Gary fast nur noch den einsamen Wolf spielte. Insofern: Es ist einfach schwierig, alle Bedürfnisse zu befriedigen. Irgendwer wird immer das Eine gut finden und irgendwer das Andere - aber das ist ja auch ganz gut so. ... und ich hab vor lauter Off-Topic gerade vergessen, worum es eigentlich ging und was für ein Thread das hier überhaupt ist.
Wenn man Bücher darüber liest, wie man Drehbücher richtig liest und schreibt, stößt man auch früher oder später darauf. Allerdings sind Tobias und ich uns inzwischen einig geworden, dass wir praktisch das Gleiche meinten. Denn diese Begriffe sind nichts weiter als neumodische Englischwörter, an Stelle entsprechende bereits vorhandene Wörter aus der Literaturwissenschaft zu nehmen. Es fällt auch auf, dass diese Begriffe nur bei TV-Serien auftauchen, nicht aber bei Filmen. Scheint also "hip" in der TV-Branche zu sein, diese Wörter zu benutzen. Ich will das jetzt aber alles nicht näher ausführen, denn sonst verkommt der 24-Thread zu einem Off-Topic-Thread. ... GOOGLE hilft immer.
Weiß Jemand, ob der Dialobuchautor noch einmal gewechselt hat bzw. wer das überhaupt ist? Mir fällt nur gerade auf, dass Ryan Chappelle sich selbst als "Regionaldirektor" bezeichnet, früher (weiß nicht, ob das auch in S2 noch so war, in S1 aber auf jeden Fall) hatte man den englischen Begriff "District Director" übernommen.
Die Frau des Charakters den Patrick Fabian spielt wurde von Silvia Mißbach gesprochen. Sprach die aber nicht bereits in Season 2 die Mutter des Mädchens auf das Kim aufpassen sollte?
Japp, die sprach sie auch. Naja, das ist ja nun wirklich nichts Neues mehr, dass man da Sprecher doppelt und dreifach verwurschtelt, am besten ist ja die Meincke-Sache.
Patrick Fabian hatte Thomas-Nero Wolf, der ihn auch schon in CROSSING JORDAN (und vermutlich auch noch irgendwo anders) synchronisiert hat, und der auch sehr gut passt.
In PROVIDENCE hatte er zuerst Wolfgang Jürgen, dann Robin Brosch. Ich vermute, Jürgen erkrankte langfristig, oder so, weil Brosch Jürgens Rolle auch in BAYWATCH übernahm. In TOWNIES hatte Fabian Sascha Draeger und in DIE HIMMLISCHE JOAN wird er von Udo Schenk synchronisiert. Bisher passten eigentlich alle Sprecher ganz gut zu den jeweiligen Rollen von ihm.
In "New York Life" wars Philipp Moog. Ich hoffe dass man ihn auch für seinen Gastauftritt bei "Will & Grace" nimmt. Udo Schenk finde ich nicht so passend, aber Thomas Nero Wolff passt wirklich gut.
Mein lautester Kreischer zu einer der legendärsten Szenen in 24: Chappelle schafft es nicht Selbstmord zu begehen: „I can’t. I can’t.“ Jack darauf: „It’s all right“. Auf Deutsch hingegen ein fast angenervtes: „Geben Sie her“ (gemeint ist die Waffe!?!). [...] Warum wird aus "It's allright." ein mürrisches "Geben sie [die Waffe] her."?! Für mich absolut unverständlich, denn das ist eine Veränderung des Sinnes. Außerdem geht die ganze Athmosphäre, die sich durch die grandiose Leistung von Paul Schulze ergab, durch die mittelmäßige Synchro von Chappelle kaputt.
Nun, ansonsten achte ich ja nicht auf die Hardcore-Original-Gucker, aber mich würde allerdings auch mal interessieren, wieso man da den Dialog so gravierend sinnentstellt hat. Weil man Sachen wie Bureau=FBI=Büro bei der Cine Ent gemacht hat, wird das als Vorwand benutzt, die Synchro wegzunehmen, und dann macht man hier solche Sachen im Dialogbuch, die ja wirklich krasse Veränderungen darstellen! Es sei aber gesagt, dass ich die Szene in der Synchro einfach großartig fand, also vom Spiel her, hier durfte Martin Kessler endlich mal zeigen, was in ihm steckt. Ist für mich sowieso DIE Kessler/Schulze/Chappelle-Folge schlechthin, so wie damals in S2, als Holger Mahlich/Xander Berkeley/George Mason so großartige Szenen hatte, als es mit ihm zu Ende ging. Insofern: Wenn man nichts davon weiß, stört es einen nicht weiter, doch wenn man davon weiß, entsteht schon die berechtigte Frage, warum da Jemand im Dialogbuch rumgepfuscht hat.
Ich muss grundsätzlich mal was zu "24" sagen!! Hier werden in der deutschen Fassung sehr häufig "sinnentfremdende" Dinge veranstaltet!! Das Verhältnis Jack Bauer/Ryan Chappelle ist eigentlich ein recht gutes Verhältnis!! Sie sind keine Freunde, aber sie achten und respektieren sich!! Im deutschen ist das erst sehr viel später rübergekommen!! Eigentlich erst in Chappelle´s Todesfolge!! Und genauso war es ja auch beim Verhältnis Jack Bauer und George Mason!! Vielleicht liegt es an der jeweiligen Besetzung und dass George Mason in Deutsch zu sarkastisch und Ryan Chappelle zu arrogant und überheblich daherkommt!! Allerdings haben Mahlich und Kessler einen großartigen Job gemacht!! Diese beiden Figuren werde ich zumindest in Season 4 vermissen!!
Ja, geht mir genauso, Mahlich und Kessler hatten herausragende Folgen, was die schauspielerische Leistung anbelangt. Was das Verhältnis angeht, hast Du allerdings recht, das liegt aber weniger an den Sprechern, sondern - mal wieder - am typischen Du/Sie-Konflikt bei Serien, die in einer Organisation spielen, die einer hirarchischen Befehlskette unterliegt. Dort wird es eigentlich immer so gemacht, dass ungefähr gleichgestellte sich duzen dürfen, siehe Jack/Tony/Nina/Michelle etc., Untergeordnete die Höhergestellten aber siezen müssen, siehe Chloe zu Jack/Tony etc. Man wollte wohl herausstellen, dass die jeweils die Chefs von Jack und Tony sind, weswegen Jack in S1 nicht Walsh (die sich gegenseitig schon das Leben gerettet hatten und eigentlich gut befreundet sein sollten) und Jack in S1/2 nicht George Mason und Jack in S1-3 nicht Ryan Chappelle geduzt hat, sondern siezen musste, obwohl die sich beim Vornamen anreden, was in den USA ja eigentlich immer Zeichen für ein vertrautes Du-Verhältnis ist. Das ist wie bei ST:VOY, wo sich die Freunde Harry Kim und Tom Paris, lichtjahre von der Föderation entfernt, nach Jahren noch siezten - einfach bescheuert! Hätte Jack George Mason ab Staffel 2 und Jack Ryan Chappelle ab Staffel 3 geduzt, wäre das IMHO wirklich viel besser gewesen, um die Vertrautheit zwischen den Charakteren besser auszudrücken. Aber sowas geht halt meistens in den Synchros flöten. Ein Wunder, dass sich Jack/Tony/Nina seit Anfang von S1 geduzt und nicht gesiezt hatten.