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Dieses Thema hat 57 Antworten
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 Spielfilme 1970 bis 1989
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berti


Beiträge: 14.294

28.10.2009 18:56
#16 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von marginal
ich würde jetzt auch nicht wissen, von welcher Sturzflut angeblich verblödelter DS-Synchros hier die Rede ist. Extrembeispiele wie "Ritter der Kokosnuss" mal ausgenommen, aber das sind doch eher Einzelbeispiele.



Die "Ritter" sind nicht von der DS, sondern von der BSG. In Bezug auf die "Sturzflut" könnten wahrscheinlich einige Leidgeprüfte hier einiges aufzählen. Ich habe da leider zu wenig Überblick.


Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2009 07:58
#17 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von berti

Zitat von Mücke
Ich favorisiere für Price mittlerweile ja Wolfgang Lukschy und da der in den 70ern unbestreitbar seine größten Zeiten im Synchronstudio erlebte, wäre er wohl gerade hier der Volltreffer schlechthin gewesen.
Was Arnold Marquis angeht kann man ja fast noch froh sein, dass er nicht für Price sondern "nur" für Cotten randurfte.


Dir wöre Lukschy also auf Price lieber als auf Cotten gewesen, obwohl du bei diesem sowohl den frühen als auch den späten Lukschy ideal findest?



Dieses Paradoxum hatte ich zugegebenermaßen gar nicht bedacht.
Ich habe mich anhand meiner Regel, die ich für realisierbar und im Interesse der Vielfalt wichtig halte, dass ein Synchronsprecher nicht mehr als drei Stars in Filmen regelmäßig sprechen sollte allerdings vor ein Paar Monaten mal gegen Lukschy auf Cotten und STATTDESSEN für Price entschieden.
Cotten zog damals gegenüber José Ferrer und Walter Matthau den kürzeren, für die ich Lukschy noch besser finde.
Ich hab mich bei Cotten noch nicht auf ein absolutes Ideal festgelegt. Auffällig ist, dass für ihn einige Vielsprecher ziemlich gut funktionierten (Lukschy, Engelmann, Ackermann). Dass Marquis selbst dahingehend aus dem Rahmen fällt, hat schon was Bezeichnendes.
Eine originelle Alternative war z.B. Claus Holm, der aber fast etwas zu sanft wirkte (was an der Rolle gelegen haben mag).


Kürzelerklärung:
[In Reihe] : Der Schauspieler wirkte in einer Reihe von Folgen innerhalb einer Serie oder eines Mehrteilers mit relativ langer Laufzeit und unbekannter Folgenanzahl mit. Der Schauspieler trat auffallend wiederkehrend in Erscheinung, also besonders, wenn er mehrmals in derselben Rolle auftrat oder ausgesprochen oft in verschiedenen Rollen.
[Serie]: Der Schauspieler wirkte in einer oder wenigen Folgen einer Serie mit.
----------------------------
"Verpiss dich!"
Michael Quast als Asterix in der schwäbischen Dialektfassung von "Asterix & Kleopatra"

berti


Beiträge: 14.294

29.10.2009 08:20
#18 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von Mücke
Auffällig ist, dass für ihn einige Vielsprecher ziemlich gut funktionierten (Lukschy, Engelmann, Ackermann).



Also im Unterschied zu z. B. Gary Cooper, bei dem dir Peter Pasetti lieber ist als die "Vielsprecher", die er ansonsten hatte?

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.875

29.10.2009 08:27
#19 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von marginal
Das schadet dem Film auch nicht im mindesten, ich würde jetzt auch nicht wissen, von welcher Sturzflut angeblich verblödelter DS-Synchros hier die Rede ist. Extrembeispiele wie "Ritter der Kokosnuss" mal ausgenommen, aber das sind doch eher Einzelbeispiele.


Du kennst nicht allzuviele Italo-Western, oder? Hier hat Brunnemann wirklich ganz übel zugeschlagen - "Lasst uns töten, Companeros" (nicht die moderatere Brandt-Fassung "Zwei Companeros"), "Mit Django kam der Tod", "Sein Wechselgeld ist Blei", "Sartana - noch warm und schon Sand drauf" ...
Und "Die Zwei" wollen wir auch nicht vergessen (auch wenn es hier sogar mal gut getan hat, aber heftigst ist es schon).
Dagegen nehmen sich die immer noch kräftig verblödelten De-Funes-Filme sanft aus.

Gruß
Stefan

marginal


Beiträge: 253

29.10.2009 09:32
#20 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Die kenne ich alle, zugegeben. Aber die verkalauerten Italo-Western nehme ich fast nicht mehr als besonderes Artefakt wahr, da ich sie ja nur in der Kneipensynchro kenne.

Bei Filmen wie "Der Gendarm heiratet" (weil du die De Funes' ansprichst) täte ich mich schwer, sie als sinnlos verkalauert zu bezeichnen, da ich gerade diese lockere Art der Synchro doch recht gern mag (gerade auch wegen den gut aufgelegten Sprechern).

Stefan der DEFA-Fan


Beiträge: 9.875

29.10.2009 10:06
#21 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Die De-Funes-Filme sind ja auch erträglich. Aber gerade "Mit Django kam der Tod" ist so übel, dass man nur von einer Vergewaltigung sprechen kann.

Gruß
Stefan

marginal


Beiträge: 253

29.10.2009 10:47
#22 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Hab ich kürzlich gesehen. Das Krasse war vor allem der Bruch mit der ernsthaften 2. Hälfte, am Ende schreit Nero/Brandt sich ja vor Pein die Seele aus dem Leib, das wirkt schon sehr befremdlich nach der Sprücheklopferei am Anfang.

Wobei Brückner auf Kinski wohl defintiv auch ein negatives Besetzungshighlight darstellt.

Mücke ( gelöscht )
Beiträge:

02.11.2009 10:26
#23 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von berti

Zitat von Mücke
Auffällig ist, dass für ihn einige Vielsprecher ziemlich gut funktionierten (Lukschy, Engelmann, Ackermann).


Also im Unterschied zu z. B. Gary Cooper, bei dem dir Peter Pasetti lieber ist als die "Vielsprecher", die er ansonsten hatte?



Ganz genau.


Kürzelerklärung:
[In Reihe] : Der Schauspieler wirkte in einer Reihe von Folgen innerhalb einer Serie oder eines Mehrteilers mit relativ langer Laufzeit und unbekannter Folgenanzahl mit. Der Schauspieler trat auffallend wiederkehrend in Erscheinung, also besonders, wenn er mehrmals in derselben Rolle auftrat oder ausgesprochen oft in verschiedenen Rollen.
[Serie]: Der Schauspieler wirkte in einer oder wenigen Folgen einer Serie mit.
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"Verpiss dich!"
Michael Quast als Asterix in der schwäbischen Dialektfassung von "Asterix & Kleopatra"

Klaus



Beiträge: 713

05.11.2009 13:20
#24 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von berti
Martin Hirthe erscheint mir als Sprecher für Vincent Price sehr gewöhnungsbedürftig. Bei Price fällt mir spontan leider nicht ein, wer bei dieser Rolle mein Favorit gewesen wäre. Holger Hagen hätte ich zwar (wie früher schon erwähnt) zu gerne mal auf ihn gehört, aber in Berlin wäre das damals wohl zu unwahrscheinlich gewesen. Friedrich Schoenfelder und Siegfried Schürenberg kann ich mir nicht so recht vorstellen, und Arnold Marquis wäre wohl auch keine Option gewesen (diese Besetzung kann ich eh nicht nachvollziehen).


Ich gebe dir insofern Recht berti, dass Martin Hirthe für Price in einer "normalen" Rolle nicht gepasst hätte. Aber hier spielte Price keine normale Rolle und seine Stimme kam daher auch nicht natürlich rüber, sondern ausnahmslos über Lautsprecher aus dem Off bzw. ohne erkennbare Bewegung seiner Gesichtsmaske. Deshalb passte Hirthes harte Stimme speziell auf den durchgeknallten Dr. Phibes aus meiner Sicht richtig gut, evtl. hätte sich auch noch Curt Ackermann für Phibes ganz passabel angehört, aber natürlich niemals unser aller hochverehrter Friedrich Schoenfelder.

Gruß
Klaus

berti


Beiträge: 14.294

05.11.2009 13:39
#25 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von Klaus
Ich gebe dir insofern Recht berti, dass Martin Hirthe für Price in einer "normalen" Rolle nicht gepasst hätte. Aber hier spielte Price keine normale Rolle und seine Stimme kam daher auch nicht natürlich rüber, sondern ausnahmslos über Lautsprecher aus dem Off bzw. ohne erkennbare Bewegung seiner Gesichtsmaske. Deshalb passte Hirthes harte Stimme speziell auf den durchgeknallten Dr. Phibes aus meiner Sicht richtig gut, evtl. hätte sich auch noch Curt Ackermann für Phibes ganz passabel angehört, aber natürlich niemals unser aller hochverehrter Friedrich Schoenfelder.



Hat Price in dieser Phase seiner Filmkarriere überhaupt "normale Rollen" gespielt?
Scherz beiseite. Ackermann wäre wegen seiner harten Stimme in der Rolle des unerbittlichen Racheengels vielleicht auch denkbar gewesen. Allerdings hat er sich in den Siebzigern ja schon eher rar gemacht.


berti


Beiträge: 14.294

10.05.2010 14:22
#26 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von Mücke
Ich favorisiere für Price mittlerweile ja Wolfgang Lukschy und da der in den 70ern unbestreitbar seine größten Zeiten im Synchronstudio erlebte, wäre er wohl gerade hier der Volltreffer schlechthin gewesen.
Was Arnold Marquis angeht kann man ja fast noch froh sein, dass er nicht für Price sondern "nur" für Cotten randurfte.



Beim erneuten Sehen des Films störte mich Marquis auf Cotten doch etwas mehr als zuletzt. Er hat zwar nicht chargiert, passte aber nicht recht zum Gesicht und "übertönte" Cotten. Gerade beim Sehen des Finales im O-Ton kam Vesalius´ Angst um das Leben seines Sohnes viel stärker rüber, sowohl durch die Mimik als auch durch den Tonfall. Lukschy wäre aus meiner Sicht die Idealbesetzung gewesen.
Als Phibes könnte ich ihn mir dagegen gar nicht vorstellen. Hirthes Stimme war vielleicht doch nicht so schlecht gewählt. Aus den von Klaus genannten Gründen passte der "voice over"-Effekt ja durchaus zur Rolle.

Willoughby


Beiträge: 1.176

10.05.2010 14:50
#27 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Könnte vielleicht mal jemand das "c" gegen ein "k" im Titel des Threads austauschen?

Frank Brenner



Beiträge: 7.952

10.05.2010 15:25
#28 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Hi Willoughby,

im deutschen Vorspann wird der Film aber als "Schreckenscabinett" geschrieben


Gruß,

Frank

Willoughby


Beiträge: 1.176

10.05.2010 15:32
#29 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von Frank Brenner
Hi Willoughby,
im deutschen Vorspann wird der Film aber als "Schreckenscabinett" geschrieben



Merkwürdige Schreibweise, zumindest auf der DVD wird der Film mit "k" geschrieben. Aber offenbar ist tatsächlich beides möglich.

Lord Peter



Beiträge: 3.557

10.05.2010 17:23
#30 RE: Das Schreckenscabinett des Dr. Phibes Zitat · antworten

Zitat von berti
Beim erneuten Sehen des Films störte mich Marquis auf Cotten doch etwas mehr als zuletzt. Er hat zwar nicht chargiert, passte aber nicht recht zum Gesicht und "übertönte" Cotten. Gerade beim Sehen des Finales im O-Ton kam Vesalius´ Angst um das Leben seines Sohnes viel stärker rüber, sowohl durch die Mimik als auch durch den Tonfall. Lukschy wäre aus meiner Sicht die Idealbesetzung gewesen.
Als Phibes könnte ich ihn mir dagegen gar nicht vorstellen. Hirthes Stimme war vielleicht doch nicht so schlecht gewählt. Aus den von Klaus genannten Gründen passte der "voice over"-Effekt ja durchaus zur Rolle.



Marquis für Cotten ist wirklich denkbar schlecht gewählt, das mißfiel mir schon beim ersten Sehen. Wenigstens kam er nicht auf Price zum Einsatz, was ja auch vorkam ("Satanas - Das Schloß der blutigen Bestie", "Die lebenden Leichen des Dr. Mabuse").
Für Cotten wäre Lukschy in der Tat eine gute Wahl gewesen, aber auch mit Engelmann oder meinetwegen Niendorf hätte ich mich anfreunden können. So allerdings wechsele ich bei Cottens Szenen lieber in den O-Ton, und Price ist sowieso nicht adäquat zu synchronisieren (bitte nicht hauen, aber Schoenfelder hin, Schürenberg her, Vincents Originalstimme ist für mich einfach unvergleichlich).


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