Wieso soll das ein "ziemlich unsinniger Aufwand" sein? Man wird sich bei der Nachsynchro der Kinosynchronisation doch sicherlich um Stimmähnlichkeit bemüht haben, während beim Einsetzen der TV-Synchro sicherlich ein größerer Bruch entstanden wäre.
Die Stimmen der TV-Fassung sind ziemlich nah an der Kinosynchro (ich vermute sogar, dass der Regisseur sie kannte und sich wenigstens lose orientierte), näher dürfte man heute auch nicht mehr dran kommen (Bsp.: Günter König für Wolfgang Eichberger). Daher "unsinnig", weil Geld und Aufwand in andere Rekos gesteckt werden könnte. Wie wäre es mit "Fracasse"?
Zitat von Stefan der DEFA-Fan im Beitrag #48Die Stimmen der TV-Fassung sind ziemlich nah an der Kinosynchro (ich vermute sogar, dass der Regisseur sie kannte und sich wenigstens lose orientierte), näher dürfte man heute auch nicht mehr dran kommen (Bsp.: Günter König für Wolfgang Eichberger).
Volle Zustimmung. Zumal die ARTE-Rekos meist alles andere als hochwertig ausfallen (speziell den "Fremden im Zug" fand ich furchtbar).
So einfach ist das hier nicht, da in der Kinofassung der Name des Arztes von Genessier in Rassanof geändert wurde. Also nochmal: weiß jemand was zu den Sprechern der Reko?
Ich hatte die Tage die Aufnahme nochmal in der Hand und im Abspann steht, daß wohl der NDR 1983 den Auftrag zur Synchronisation gab - stammt die ZDF-Synchro wirklich schon von 1976?
Ich kann es nicht beweisen, aber als ich Deine Angaben las, erschien mir alles plötzlich viel logischer. Das ZDF erstellte 1976 noch keine restaurierten Fassungen, sondern verstümmelte ganz im Gegenteil Filme wie "Zwei glorreiche Halunken" auf empfindliche Weise. Die Restaurierungen (und eine ungekürzte Neusynchro zählt auf jeden Fall dazu) kamen erst ab den 80ern (unter dem Redakteur Jürgen Labenski). Und auch die Sprecherwahl passt für mich eher ins Jahr 1983. Vielleicht gab es eine ZDF-Ausstrahlung 1976, dann halte ich aber nach momentanem Stand die Kinofassung für wahrscheinlicher.